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Veröffentlicht am 27.03.2017

Eine klassische Miniatur

Es klingelte an der Tür
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Buchmeinung zu Rex Stout – Es klingelte an der Tür

„Es klingelte an der Tür“ ist ein Kriminalroman von Rex Stout, der 2017 in einer Neuübersetzung von Conny Lösch bei Klett-Cotta als Hardcover erschienen ...

Buchmeinung zu Rex Stout – Es klingelte an der Tür

„Es klingelte an der Tür“ ist ein Kriminalroman von Rex Stout, der 2017 in einer Neuübersetzung von Conny Lösch bei Klett-Cotta als Hardcover erschienen ist. Die amerikanische Originalausgabe „The Doorbell Rang“ erschien 1965 bei Viking Press, New York. Die deutsche Erstausgabe erschien 1968 bei Ullstein unter „Per Adresse Mörder X“.

Zum Autor:
Rex Stout (1886-1975) wurde bekannt durch seine Kriminalromane mit dem übergewichtigen Privatdetektiv Nero Wolfe. Zwischen 1933 und 1975 verfaste er 33 Romane und zahlreiche Erzählungen dieser Serie. Bevor er mit 46 Jahren seinen ersten Nero-Wolfe-Roman schrieb, war er ein erfolgreicher Geschäftsmann. Zeitlebens trat er für die Wahrung individueller Freiheitsrechte ein und war lange Vorsitzender des amerikansichen Schriftstellerverbands.

Klappentext:
Die reiche Exzentrikerin Rachel Bruner hat die Nase voll vom amerikanischen Geheimdienst. Sie kauft zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuchs und verschickt es landesweit. Klar, dass das Ärger gibt: Das FBI lässt sie auf Schritt und Tritt überwachen. In ihrer Not wendet sich die vornehme Dame an Nero Wolfe, den berühmtesten Privatermittler von New York. Doch wie soll der ihr helfen? Sein Gegenspieler ist immerhin kein Geringerer als J. Edgar Hoover. Ein Scheck über 100 000 Dollar überzeugt ihn, es zumindest zu versuchen. Da kommt ihm ein Mordfall an einem Journalisten sehr gelegen ...

Meine Meinung:
Dieser klassische Kriminalroman von 1965 hat ein überaus aktuelles Thema: Freiheitsrechte des Einzelnen werden durch staatliche Organisationen bedroht. Hier ist es das FBI, das Frau Bruner beschattet, weil sie ein unliebsames Buch an viele einflußreiche Personen verteilt hat. Nero Wolfe erhält den Auftrag, diese Belästigungen abzustellen. Wie der Leser hat Nero Wolfe anfänglich keine Idee, wie dies passieren soll. Also wird sein Assistent Archie Goodwin losgeschickt, um Informationen zu sammeln. Die Geschichte wird in einem gemächlichen Tempo erzählt, Gewalt- und Aktionsszenen bleiben aussen vor. Trotzdem gibt es eine latente, sich langsam steigernde Spannung, wenn man das Vorgehen der Detektive verfolgt. Die Figuren sind alle nicht besonders tief dargestellt und auch die Sympathiewerte bleiben im überschaubaren Bereich. Der große Meister denkt und spinnt die Fäden, aber werden sich seine Widersacher im Spinnennetz verfangen?
Das Buch ist sehr ansprechend als Hardcover aufgemacht, mit einem gelungenen Coverbild versehen und es enthält zwei Schmankerl, zum einen ein Nachwort von Jürgen Kaube und zum anderen ein paar englischsprachliche Auszüge aus dem Rex-Stout-Archiv.

Fazit:
Nero Wolfe, der Exzentriker und Orchideenliebhaber, löst seine Fälle durch Geisteskraft. Ganz konsequent wird fast vollständig auf jede Form von Action verzichtet. Die Spannung entwickelt sich einzig und allein aus der Frage „wie kann Nero Wolfe das FBI bändigen?“. Auch wenn es Abstriche in der Figurenzeichnung gibt, so hat mich diese Miniatur doch überzeugt und ich vergebe vier von fünf Sternen (80 / 100 Punkten). Diesen Roman kann ich allen empfehlen, die einen ruhigen Krimi zu schätzen wissen.

Veröffentlicht am 04.03.2017

Ein gelungener Ruhrpottkrimi

Die Abdreher
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Buchmeinung zu Thomas Schweres – Die Abdreher


„Die Abdreher“ ist ein Kriminalroman von Thomas Schweres, der 2016 im GRAFIT Verlag als Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der dritte Fall für Schüppe ...

Buchmeinung zu Thomas Schweres – Die Abdreher


„Die Abdreher“ ist ein Kriminalroman von Thomas Schweres, der 2016 im GRAFIT Verlag als Taschenbuch erschienen ist. Dies ist der dritte Fall für Schüppe und Balzack, die im Ruhrgebiet ermitteln.


Zum Autor:
Thomas Schweres ist gebürtig aus Essen und wohnt in Dortmund. Im Hauptberuf ist er selbst Journalist und produziert Nachrichten für einen großen privaten Fernsehsender. Seine Erfahrungen und Erlebnisse im beruflichen Alltag bieten die Grundlage für seine Romane - in seinen Geschichten ist wenig erfunden.


Klappentext:
Vier geköpfte Männer und eine Geschichte von Liebe und Verrat.
Ob Mafia, Neonazis oder IS-Terroristen - im Ruhrgebiet ist ein Kampf um lukrative Geldquellen entbrannt. Dumm nur, wenn die Interessen kollidieren, dann gibt es schnell Tote.
Kommissar Georg Schüppe will dem Treiben Einhalt gebieten und benutzt den Reporter Tom Balzack als Köder. Der ahnt davon nichts, steht aber plötzlich auf der Abschussliste aller ...

Meine Meinung:
Im Ruhrgebiet ist ein Kampf um die Vorherrschaft im kriminellen Sektor entbrannt. IS, Mafia und auch die Neonazis versuchen die lukrativen Pfründe zu beherrschen. Es beginnt mit vier Köpfen, die in den Fenstern einer Wohnung in der Dortmunder Nordstadt zur Schau gestellt wurden. Tom Balzack und Georg Schüppe nehmen die Ermittlungen auf. Schüppe, der Kriminalkommissar, arbeitet auf seine ruhige Weise und nutzt seinen Bekannten Tom Balzack, einen Journalisten, um an die Täter heranzukommen. Beide arbeiten zu gewissen Teilen zusammen, haben aber auch ihre Geheimnisse voreinander. So recht trauen sie einander auch in ihrem dritten Fall noch nicht. Beide Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten, auch sind sie alles andere als perfekt. Sie sind aber hartnäckig und neugierig bis zum Abwinken. Dem Autor gelingt es diese Eigenschaften auch in den Dialogen zu verdeutlichen. Das harte Thema wird durch launige und humorvolle Episoden aufgelockert und bringt einen großen Lesespass. Ein besonderes Highlight ist das Nachwort des Autors, das man auf jeden Fall nicht verpassen sollte. Der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit auf hohem Niveau, wird aber auch durch private Passagen aufgelockert. Es gibt eine Reihe von Nebenhandlungen, die für viele Verwirrung auf allen Seiten sorgen. Der Autor sprüht vor Ideen, hält sich dabei aber auch an die Möglichkeiten der Protagonisten. So bleibt die Geschichte in weiten Teilen sehr realistisch. Besonders gefallen haben mir eine Reihe von kleinen Besonderheiten, wenn z. B. die Killerin bei einem Gespräch mit dem lokalen Mafiaboss bemerkt, wie respektvoll der Inhaber des Eiscafes den Mafiaboss behandelt. Auch der Wechsel in den Reportagen, die Tom Balzack betreut, hatten etwas. Neben knallharten Kriminaldelikten kümmert er sich auch um die Probleme bei Brustimplementaten einer Dame aus dem Milieu. Leichte Abzüge gibt es für die Schilderung der Vollpfosten, die den Personenschutz übernommen haben, aber von allen anderen Beteiligten nicht zu übersehen waren.


Fazit:
Dieser Kriminalroman hat mich in weiten Teilen überzeugt durch seinen Plot und seine interessant gezeichneten Charaktere. Manchmal wurde auch die Grenze zum Slapstick überschritten. Insgesamt ist es aber ein lesenswerter und phantasievoller Krimi, der mit gelungenem Plot und gekonnt gezeichneten Charakteren punktet. Von mir gibt es vier Sterne (80 von 100 Punkten) und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.03.2026

Hat mich in den ruhigen Passagen beeindruckt

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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Buchmeinung zu Peter Dempf – »Teufelsreigen«

»Teufelsreigen« ist ein Historischer Roman von Peter Dempf, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der zweite Band der Reihe »Im Auftrag der Fugger«.

Zum ...

Buchmeinung zu Peter Dempf – »Teufelsreigen«

»Teufelsreigen« ist ein Historischer Roman von Peter Dempf, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der zweite Band der Reihe »Im Auftrag der Fugger«.

Zum Autor:
Peter Dempf, 1959 in Augsburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte. Der mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnete Autor schreibt neben Romanen und Sachbüchern auch Theaterstücke, Drehbücher, Rundfunkbeiträge und Erzählungen. Bekannt aber wurde er durch seine Historischen Romane, die häufig in Augsburg angesiedelt sind, wo Peter Dempf lebt.

Zum Inhalt:
Überfälle auf Warenlieferungen und Anschläge auf Einrichtungen alarmieren im Jahr 1505 Jakob Fugger, der seine Boten Afra und Herwart mit der Klärung beauftragt. Der angehende Kaiser will Augsburg besuchen und Fugger will sich sein Wohlwollen sichern und hofft auf lukrative Geschäfte.

Meine Meinung:
Der Einstieg in diesen Titel ist mir leicht gefallen, denn es begang rasant mit dem Brand in der Handelsniederlassung der deutschen Kaufleute in Venedig. Die beiden Hauptfiguren Afra und Herwart sind sympathisch, wirken aber auch mehrfach recht naiv. Sie geraten immer wieder in tödliche Gefahr und meist rettet sie ihr großer Hund Fugger. Dieses Muster zieht sich durch weite Teile der Handlung, wirkt auf Dauer aber etwas eintönig. Der Schreibstil ist nüchtern und eindringlich zugleich. In vielen Details wird die umfassende Recherche des Autors deutlich. Beeindruckt haben mich die ruhigeren Passagen, wenn der Leser den Gedanken Jakob Fuggers in Gesprächen mit Maximilian, dessen Beratern und anderen Augsburger Kaufleuten folgen kann. Jakob Fugger zeigt sich als charismatische Persönlichkeit, die den wachsenden Einfluss der Kaufleute und Finanziers symbolisiert. Eine weitere interessante Figur in der undurchsichtige und skrupellose Spion Zeno, der für einige Aufregung sorgt.
Einige historische Persönlichkeiten haben den Weg ins Buch gefunden und wirken durchaus bereichernd. Im lesenswerten Nachwort erläutert der Autor, welche Ergänzungen er zu den historischen Fakten hinzugefügt hat. Ein Glossar rundet das Werk ab.
Die ruhigen Passagen haben mir weitaus besser gefallen (vier bis fünf Sterne) als die oft wiederkehrenden Szenen mit Mord und Totschlag (zwei bis drei Sterne). .

Fazit:
Ein Historischer Roman, der mich nur in den ruhigen Passagen fesseln konnte. Somit bewerte ich den Titel mit dreieinhalb Sternen, die ich diesmal zu vier von fünf Sternen aufrunde (70 von 100 Punkten). Für diesen Titel gebe ich eine bedingte Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2025

Sehr unterhaltsam, aber warum diese Mutation zum Superhelden?

Geheimnisvolles La Rochelle
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Buchmeinung zu Jean-Claude Vinet – »Geheimnisvolles La Rochelle«

»Geheimnisvolles La Rochelle« ist ein Kriminalroman von Jean-Claude Vinet, der 2025 bei Bastei Entertainment erschienen ist. Dies ist der ...

Buchmeinung zu Jean-Claude Vinet – »Geheimnisvolles La Rochelle«

»Geheimnisvolles La Rochelle« ist ein Kriminalroman von Jean-Claude Vinet, der 2025 bei Bastei Entertainment erschienen ist. Dies ist der dritte Fall für das Ermittlerteam um Commissaire Chevalier.

Zum Autor:
Jean-Claude Vinet ist das Pseudonym eines deutschen Autors von Kriminalromanen, den seine Liebe zu der wundervollen Region um La Rochelle am Atlantik dazu inspiriert hat, diese zum Schauplatz seiner neue Krimi-Reihe zu machen. Der Autor, der von sich behauptet, kein Land besser zu kennen als Frankreich, lebt mit seiner Familie in Trier.

Zum Inhalt:
Commissaire Chevalier und sein Team ermitteln diesmal in zwei Mordfällen im Umfeld verfeindeter Cognac-Hersteller. Die Familien der Toten verweigern die Zusammenarbeit mit der Polizei und spinnen Lügennetze.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich am Anfang sehr gut unterhalten. Ein spannender Kriminalfall, atmosphärische Beschreibungen von Land und Leuten, auflockernde Nebenhandlungen aus dem privaten Umfeld der Ermittler, ein angenehmer Schreibstil und schließlich ein paar lukullische Tipps. Insbesondere Commissaire Chevalier war mir mit seiner zurückhaltenden Art sehr sympathisch und seine Kompetenz war spürbar. Er versuchte jederzeit Fall und Familie gerecht zu werden und hatte ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter und deren Probleme. Aber es gab auch Störungen des positiven Eindrucks durch das Wiedersehen mit einer Kommissarin, die Chevalier während der Polizeiausbildung sitzen gelassen hatte, und deren Versuche, ihre alte Liebe zurück zu gewinnen. Manche Figuren waren mir zu klischeehaft gezeichnet, haben mich aber wenig gestört im Gegensatz zum Showdown, der mir arg überzeichnet vorkam. Chevalier mutierte zu einem Superhelden, der eine ausweglose Situation mit mehr Glück als Verstand überlebte. Zweifelsohne waren die zugehörigen Sequenzen sehr spannend, aber realistische Polizeiarbeit war das nicht. Übrigens wurde der Fall vollständig und nachvollziehbar aufgelöst und ein Happy End beschloss diesen Fall.

Fazit:
Ein Kriminalroman mit allen Zutaten, die eine gute Geschichte auszeichnen. Der Showdown veränderte den Charakter der Geschichte grundlegend und passte einfach nicht. So kann ich den Titel nur noch mit knappen vier von fünf Sternen (70 von 100 Punkten) bewerten. Empfehlen kann ich das Buch trotzdem, da mich die Geschichte bis zum Showdown sehr gut unterhalten hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 21.03.2022

Ein Cosy-Krimi im Buckingham Palast mit der Queen in einer Nebenrolle

Die unhöfliche Tote
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Buchmeinung zu SJ Bennett – Die unhöfliche Tote

„Die unhöfliche Tote“ ist ein Kriminalroman von SJ Bennett, der 2021 im Knaur Verlag in der Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence erschienen ist. Der Titel ...

Buchmeinung zu SJ Bennett – Die unhöfliche Tote

„Die unhöfliche Tote“ ist ein Kriminalroman von SJ Bennett, der 2021 im Knaur Verlag in der Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet „A Three Dog Problem“ und ist 2021 erschienen. Das gekürzte Hörbuch ist 2021 im Audiobuch Verlag erschienen und wird von Sandra Voss gesprochen.

Zum Autor:
SJ Bennett ist mit den Büchern von Dorothy L. Sayers, P.D. James, Ellery Queen und Rex Stout aufgewachsen. Wenn sie nicht selbst gerade Romane verfasst, arbeitet sie als Lehrerin für Creative Writing, gibt Workshops und führt einen eigenen Podcast zum Thema Schreiben.

Sprecher:
Sandra Voss macht einen sehr guten Job und überzeugt voll und ganz. Für mich ist besonders wichtig, dass ihr Vortrag jederzeit gut verständlich ist.

Klappentext:
Queen Elisabeth ist wirklich not amused über den Ausgang des Brexit\-Referendums. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen kann, sind weitere Sorgen wie zum Beispiel das Fehlen eines ihrer Lieblingsgemälde oder eine Leiche, die am Pool von Buckingham Palace liegt Die Tote war eine langjährige Haushälterin, und hartnäckige Gerüchte über deren Unbeliebtheit verlangen nach diskreten Nachforschungen. So lässt die Queen wieder einmal nur vordergründig die Polizei und ihre Offiziellen agieren, im Hintergrund aber setzt sie ihre kluge Assistentin Rozie und ihre eigenen grauen Zellen ein. Als sich herausstellt, dass im Hofstaat seit längerer Zeit Drohbriefe kursieren, nimmt der Fall eine bedenkliche Wendung. Und was geht eigentlich in den geheimen Tunneln unter Londons Königspalästen vor ...?

Meine Meinung:
Es ist tatsächlich ein richtiger Krimi mit der Hauptfigur Rozie, eine Angestellte und Vertraute der Queen. Gewürzt wird dieses Werk zusätzlich mit meist allerdings bekannten Informationen über die Königsfamilie und den Buckingham Palast. Ich fühlte mich ein bisschen wie ein Leser von Klatschmagazinen, aber nur selten. Die Queen füllt eigentlich nur die einzig mögliche Rolle, um es sich nicht mit dem Königshaus zu verderben. Sie agiert unauffällig im Hintergrund, hat die Dinge aber weitgehend im Griff. Man spürt jederzeit das hohe Ansehen der Queen und ihr Bemühen um ihre Angestellten. Der Vergleich mit einer großen Firma ist für den Buckingham Palast wohl zutreffend. Im Hintergrund wird gemobbt und auch schlimmere Verbrechen stehen zur Diskussion. Rozie, deren soldatische Ausbildung hilfreich ist, wirkt zu Beginn etwas unsicher, kommt aber immer besser in ihre Aufklärungsaufgaben hinein, natürlich mit einigen hilfreichen Hinweisen der Queen versehen. Es gelingt ihr Licht ins Dunkel zu bringen und zum Wohlgefallen der Queen im Hintergrund zu bleiben. Der Ruhm fällt den Personen zu, die gerne im Rampenlicht stehen.
Der Schreibstil ist angenehm mit einem humorvollen Unterton. Rozie und natürlich die Queen sind wahre Sympathieträger, während gerade die höheren Angestellten in dieser Hinsicht eher schlecht wegkommen. Zu meiner Überraschung gab es ein paar heftigere Szenen, aber es bleibt ein Cosy Krimi. Der Spannungsbogen ist nicht besonders ausgeprägt. Mir wurde erst durch dieses Buch bewusst, welch eine große Firma sich hinter dem Buckingham Palast steckt. Vielleicht ist dies aber auch der Grund für das angedeutete Hauen und Stechen, mit dem einige Personen schneller nach oben kommen wollen.

Fazit:
Ein angenehm zu lesender Krimi mit zwei sympathischen Damen, der zwar wenig Spannung bietet, aber mit Informationen über das Königshaus und der jederzeit spürbaren Achtung für die Queen punktet. Deshalb bewerte ich das Hörbuch mit guten drei von fünf Sternen (70 von 100 Punkten).

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