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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2021

Aktien-/Investmenttipps aus dem Glaspalast

Selbst investiert die Frau
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+ + Ein Mix aus Investment-Biographie und Ratgeber - - Hörbuch ist unterhaltsam und richtet sich an Frauen mit Geld + +

Frau von Hardenberg berichtet in diesem Hörbuch, wie sie angefangen hat ihr Vermögen ...

+ + Ein Mix aus Investment-Biographie und Ratgeber - - Hörbuch ist unterhaltsam und richtet sich an Frauen mit Geld + +

Frau von Hardenberg berichtet in diesem Hörbuch, wie sie angefangen hat ihr Vermögen ( Erbe ) eigenverantwortlich zu verwalten und durch Investitionen zu vermehren. Ihr Schwerpunkt sind Aktien und Immobilien. Sie lebt in einer gehobenen Gesellschaftsschicht und ich bin mir unsicher, ob sie ein Gefühl für die Lebenswirklichkeit außerhalb ihrer "Welt" hat.

Ich habe das Hörbuch ganz gerne angehört, was hauptsächlich an der hervorragenden Lesung von Beate Rysop lag. Die Anekdoten aus dem Leben von Frau Hardenberg waren unterhaltsam und interessant. Für mich war der praktische Teil am Ende des Buches zu knapp und zu einseitig auf Aktien und Immobilien ausgelegt.

Um die Ratschläge von Frau von Hardenberg umzusetzen, braucht frau Kapital ab 10.000 Euro, um investieren zu können. Auf Sparpläne und Möglichkeiten für kleineres Budget ist sie nicht/kaum eingegangen. Im praktischen 2. Teil des Buches bezieht sie sich kurz auf Bodo Schäfer. Den finde ich als Einstieg in das Thema Geld und finanzielle Freiheit deutlich besser, weil er auch auf die Persönlichkeitsentwicklung eingeht. Das hat Frau von Hardenberg komplett außen vor gelassen.

Was sich bei Frau von Hardenberg leicht und spritzig anhört ( Investitionen in Schwellenländer, Anleihen, Baugruppen,... ) kann für Laien ohne entsprechendes Hintergrundwissen vielleicht zum Komplettdesaster werden.

Wer einen leichten und unterhaltsamen Einstieg in die Welt der Aktien sucht, kann sich hier inspirieren lassen.

Veröffentlicht am 19.04.2021

Zwei Ermittler gehen über ihre persönlichen und moralischen Grenzen [Band 1]

Die Toten von Marnow
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+ + Interessantes Grundthema - - Toller Sprecher - - konnte mich aber nicht wirklich fesseln + +

Dieses Buch habe ich schon länger im Auge, weil ich das Cover sehr gelungen finde. Der Klappentext hat ...

+ + Interessantes Grundthema - - Toller Sprecher - - konnte mich aber nicht wirklich fesseln + +

Dieses Buch habe ich schon länger im Auge, weil ich das Cover sehr gelungen finde. Der Klappentext hat einen interessanten Hintergrund versprochen und im Nachhinein auch gehalten. Krimis mit historischen und gesellschaftsrelevanten Themen lese ich grundsätzlich sehr gerne.

Es beginnt mit ganz normalen Mordermittlungen. Der Familienvater Frank Elling und die kühle Außenseiterin Lona Mendt gehen den ersten Spuren nach und schon früh am Anfang wird Elling in eine missliche Lage gebracht. Es gibt weitere Tote und alles scheint recht verworren. Im Verlauf der Handlung ergibt sich ein Bild, dass weit in die Zeit der DDR zurückreicht.

Die privaten Hintergründe der Figuren Elling und Mendt werden sehr ausführlich vorgestellt und daher gehe ich davon aus, dass hier weitere Bände folgen werden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. Beide Protagonisten waren zwar interessant, aber nicht wirklich sympathisch oder irgendwie speziell in ihrer Art.

Holger Karsten Schmidt ist Drehbuchautor und das spürt man auch in der Handlung. Sie ist aufgebaut wie ein klassischer deutscher Fernsehkrimi.

David Nathan hat gewohnt gut vorgelesen. Ich mag seine Stimme sehr gerne

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Veröffentlicht am 29.01.2021

Ich hab was anderes erwartet - - für mich kaum Neues drin

Die geheime Kraft des Fettstoffwechsels
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Ich interessiere mich sehr für die ketogene Ernährung und habe vermutet, dass es in diesem Buch um diese Ernährungsweise geht, bei der die Energiegewinnung aus Fett angestrebt wird. Da habe ich mich ...

Ich interessiere mich sehr für die ketogene Ernährung und habe vermutet, dass es in diesem Buch um diese Ernährungsweise geht, bei der die Energiegewinnung aus Fett angestrebt wird. Da habe ich mich aber getäuscht.

Die Autorinnen beschreiben in diesem Buch die Funktion des (Fett - ) Stoffwechsels, des Hormonsystems und hier insbesondere das Thema Insulin. Da ich mich schon lange mit gesunder Ernährung beschäftige, war das für mich nichts Neues. Wer sich aber jahrelang fettarm ernährt hat, kann durch dieses Buch einiges lernen.

Neben der Ernährung gehen die Autorinnen auch auf Themen der Lebensführung ( Schlaf, Sport, Psyche ) ein

Den Rezeptteil fand ich gut gemacht und einiges werde ich bestimmt nachkochen. Das einzige Manko war da für mich der relativ häufige Einsatz von Sojaprodukten.

Das Buch selber ist sehr hochwertig gemacht und alles wird leicht verständlich beschrieben.

Veröffentlicht am 27.01.2021

Ein Regio-Krimi mit Luft nach oben [ Band 1 ]

Mordsbraut
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+ + Regio-Krimi, mit einem Humor den man mögen muss - - an einigen Stellen unnötig ordinär + +

Ich kenne das Allgäu und das Dorf Legau sehr gut und deshalb steht dieser Krimi schon länger auf meiner ...

+ + Regio-Krimi, mit einem Humor den man mögen muss - - an einigen Stellen unnötig ordinär + +

Ich kenne das Allgäu und das Dorf Legau sehr gut und deshalb steht dieser Krimi schon länger auf meiner Leseliste.

In "Mordsbraut" lernen wir die Kripo-Beamtin Sissi Sommer und ihren Kollegen Klaus Vollmer kennen und begleiten sie bei ihrem ersten gemeinsamen Fall. Die attraktive Marie Kromer wurde am Tag ihrer Hochzeit während der Feierlichkeiten auf der Toilette erschossen. Hauptverdächtiger ist der Ehemann. Im Verlauf der Ermittlungen lernen wir einige skurrile Figuren kennen und einige könnten auch ein Motiv für den Mord haben.

Die Grundidee der Story finde ich sehr gut, aber die Umsetzung hat mich nicht richtig überzeugt. Es gibt viel zu viele Randgeschichten und überzeichnete Situationen, die irgendwie gar nichts zur Handlung beigetragen haben.

Die Autorin beschreibt das Dorf Legau und die Strecke zwischen Legau und Memmingen viel zu ausführlich. Das ging alles auf Kosten der Spannung.

Für mich waren es viel zu viel unnötige Dialoge, die ein Gefühl für die Besonderheiten vom (Unter-) Allgäu und Legau vermitteln sollten.

Man hätte die Geschichte ohne dass was nennenswertes fehlt, auch mit 100 Seiten weniger erzählen können.

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Veröffentlicht am 24.01.2021

Kann es bei einer Zwei-Parteien-Demokratie überhaupt eine Mitte geben?

Amerika im Kalten Bürgerkrieg
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+ + Zu viel Trump - zu wenig amerikanische Lebenswirklichkeit + +

Ich interessiere mich sehr für Politik und lese auch gerne Bücher von Politikern verschiedener Parteien. Bei diesem Buch haben mich ...

+ + Zu viel Trump - zu wenig amerikanische Lebenswirklichkeit + +

Ich interessiere mich sehr für Politik und lese auch gerne Bücher von Politikern verschiedener Parteien. Bei diesem Buch haben mich Titel und Cover neugierig gemacht. Torben Lütjen, den ich bis zu diesem Buch nicht kannte, ist Politikwissenschaftler. Er lehrt an der Vanderbilt University / USA.

Der Einstieg ins Buch hat mir gut gefallen. Herr Lütjen beginnt mit seinen ersten Eindrücken und Erfahrungen in Nashville. Das fand ich gut.
Danach wurde es für mich allerdings recht zäh, weil es fast nur um die gegenseitige Ablehnung von Anhängern/Mitgliedern der beiden großen Parteien, Republikaner und Demokraten, ging und der Autor selber kein Geheimnis über seine tiefe Verachtung der Person des ( Stand Jan. 2021 – ehemaligen ) US-Präsidenten Donald Trump machte. Für die republikanische Partei hat er nicht viel Verständnis und für ihre Anhänger noch viel weniger. Das Kapitel über die demokratische Partei fand ich sehr interessant. Er vergleicht die Haltungen und Positionen der Clinton-Ära, die überhaupt nicht mehr zum heutigen Zeitgeist der Partei passen würden ( z.B. Lewinsky-Affäre – metoo ) und macht die zwei Hauptströmungen der Partei, social politics oder identity politics , deutlich. Mit Joe Biden ist ein Vertreter der identity politics ins Weiße Haus gezogen.

Im letzten Kapitel habe ich eine Idee für eine Politik der Mitte erwartet, aber dann ging es nochmal über die Person Donald Trump. Die Vergleiche mit Napoleon III oder dem deutschen Kaiser Wilhelm II konnte ich weder nachvollziehen noch waren sie hilfreich für ein Verständnis der amerikanischen Gesellschaft.

Auf den letzten Seiten wagt der Autor einen Blick auf den Mittwoch, 20.Januar 2021, Washington, D.C. Er hat das Drehbuch fast perfekt vorhergesehen. Das fand ich schon fast unterhaltsam.

Ich hatte andere Erwartungen an das Buch, weil ich mehr über eine Politik der 'Mitte' und die Probleme der „Durchschnitts-Amerikaner“ erfahren wollte. Durch das Buch von Bernie Sanders „Unsere Revolution“ habe ich diesbezüglich mehr erfahren können.

Wer die tiefe Ablehnung der Person Donald Trump mit dem Autor teilt, kann sich mit diesem Buch herrlich empören.

Nach diesem Buch stelle ich mir einmal mehr die Frage: Warum halten die Amerikaner an ihrem Zwei-Parteien-System fest und welche Inhalte bräuchte eine neue Bewegung?