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Veröffentlicht am 08.03.2021

Rokesby. Die Vorgeschichte der Brigerton Serie. Liebesgeschichten im späten 18. Jahrhundert.

Rokesby - Der Earl mit den eisblauen Augen
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Kurzbeschreibung



Miss Billie Bridgerton weiß genau, dass sie Edward oder Andrew Rokesby heiraten wird. Seit Kindertagen sind sie und die Nachbarssöhne beste Freunde. Wen Billie dagegen bestimmt nicht ...

Kurzbeschreibung



Miss Billie Bridgerton weiß genau, dass sie Edward oder Andrew Rokesby heiraten wird. Seit Kindertagen sind sie und die Nachbarssöhne beste Freunde. Wen Billie dagegen bestimmt nicht heiraten wird, ist George, den ältesten Sohn der Rokesbys! Die arroganten Blicke aus seinen eisblauen Augen zeigen ihr: Er kann sie genauso wenig ausstehen wie sie ihn. Aber seit der attraktive Earl sie nach einem Unfall auf seinen starken Armen getragen hat, hat sich etwas geändert. Früher hat sich Billie mit George Wortgefechte geliefert - jetzt wünscht sie sich, in seinen kühlen blauen Augen Leidenschaft zu sehen …



Meinung



"Rokesby - Der Earl mit den eisblauen Augen" ist ein Roman von Julia Quinn. Das Buch umfasst 320 Seiten und ist als ebook oder als Taschenbuch erhältlich. Julia Quinn ist die Autorin, die die Romanvorlage zur erfolgreichen Netflixserie "Bridgerton" schrieb. Hier handelt es sich nun um die Vorgeschichte der Brigertons. Die Reihe spielt im späten 18. Jahrhundert und erzählt die Geschichte der Adelsfamilie Rokesby, die enge Freunde und Nachbarn der Bridgertons sind. So erhalten Fans der Bridgerton Serie die Gelegenheit, liebgewonnenen Figuren erneut zu begegnen, und das im Kindesalter. Im ersten Band erfährt der Leser die Geschichte von Billie und George. Einer jungen Frau, die nur wenig damenhaftes an sich hat aber so akzeptiert wird und eines jungen Mannes, der ein wahrer Gentleman ist und der Erbe von Land und Titel. Den Auftaktband der Bridgertons fand ich kurzweilig unterhaltsam. Nun wollte ich gerne weiter in die Vergangenheit reisen und die sogenannte Vorgeschichte ebenso kennenlernen.



Die Bridgertons und die Rokesbys sind eng befreundet. Die Kinder wachsen fast wie Geschwister auf. Nur George ist außen vor. Er ist ein paar Jahre älter und als Erbe hat er Verpflichtungen und kann nicht mit den Anderen herumtollen. Er sieht sich als Außenseiter und auch für die Anderen war er nie wirklich Teil der Gruppe. Sybilla, genannt Billie, fand ihn immer zu ernst, zu aufrecht und zu sehr gentlemanlike. Sie ist nie sonderlich gut mit ihm ausgekommen, doch dann zeigt George andere Seiten und weckt damit ihr Interesse. Für George war Billie immer zu wild und wenig damenhaft. Als er sie plötzlich mit anderen Augen zu sehen beginnt, ist er selbst erstaunt darüber. Billie war als Kind ein Wildfang. Auch als junge Frau ist sie auf dem Land ihres Vaters in Hosen unterwegs und scheut keine Herausforderung. So lernt der Leser sie in einer ungünstigen Situation kennen, aus der sie George rettet. Mehr oder weniger. Letztlich trägt er sie in seinen Armen nach Hause und das ist der Beginn von besserem Kennenlernen und von verwirrenden Gefühlen.



Dieses Kennenlernen und Näherkommen ist zwar nett und teilweise amüsant zu verfolgen, doch ehrlicherweise gesagt auch teilweise etwas zäh und langatmig. Wortgefechte, Auseinandersetzungen und Geplänkel, aber ansonsten wenig Handlung. Einen Strang, welcher Georges jüngeren Bruder betrifft und welcher für den nächsten Band relevant ist, fand ich zwar nett angelegt, aber er verrennt sich für mich ein wenig ins Unglaubwürdige. Da Billie dem damaligen Frauenbild nicht wirklich entspricht, hätte das Stoff bereitgehalten, um die Geschichte weiter aufzuwerten. Es dauert eine Weile bis die Erzählung richtig in Gang kommt und dann ist sie schon bald wieder vorbei. Es wird aufgezeigt, wie nahe sich die Familien sind, und das hat mir gut gefallen. Die Beiden Hauptprotagonisten mochte ich in ihrer Unterschiedlichkeit gerne. Die Autorin hat auch ansprechende Nebencharaktere eingebaut. Diese lernt der Leser aber nicht besonders gut kennen. Insgesamt eine nette historische Liebesgeschichte Ende des 18. Jahrhunderts, die nicht schlecht ist, aber in ihrer Gesamtheit auch nicht überzeugen kann.



Erzählt wird leicht, klar, unterhaltsam und flüssig. Der Perspektivenwechsel bringen verschiedene Einblicke. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend gewählt und das Erzähltempo eigentlich angenehm, es dauerte nur sehr bis die Erzählung in Fahrt kommt.



Fazit: "Rokesby - Der Earl mit den eisblauen Augen" ist ein Roman von Julia Quinn. Hier handelt es sich nun um die Vorgeschichte der Brigerton Serie. Manches gefiel mir gut, manches weniger. Insgesamt eine nette historische Liebesgeschichte Ende des 18. Jahrhunderts, die nicht schlecht ist, aber in ihrer Gesamtheit auch nicht überzeugen kann. Von mir gibt es gute *** Sterne.



Zitat



"Nicht das es Billie Bridgerton an Vernunft gemangelt hätte. Im Gegenteil, sie war überzeugt davon, eine der vernünftigsten Personen dieser Welt zu sein. Doch wie jeder gedankenvolle Mensch zog sie es hin und wieder vor, nicht auf das zu hören, was die Stimme der Vernunft ihr einzuflüstern versuchte. Das konnte einem doch ganz sicher nicht als Waghalsigkeit ausgelegt werden."

(Zitat aus "Rokesby - Der Earl mit den eisblauen Augen", Pos. 23)



Reihe



Band 1: Rokesby - Der Earl mit den eisblauen Augen

Band 2: Rokesby - Tollkühne Lügen, sinnliche Leidenschaft

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Veröffentlicht am 27.02.2021

Gesucht und unerwünscht. Verloren und einsam. Eingesperrt und in die Enge getrieben.

Infinity Plus One
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Kurzbeschreibung



Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte ... ...

Kurzbeschreibung



Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte ... und sie will sterben. Finn Clyde ist ein Niemand. Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik. Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht. Er will ganz neu anfangen, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er das Mädchen auf der Brücke. Er weiß, dass sie springen wird. Und er muss eine Entscheidung treffen ...



Meinung



"Infinity Plus One" ist ein Roman von Amy Harmon. Das Buch ist am 26. Februar 2021 im LYX Verlag erschienen, umfasst 416 Seiten und ist als Broschur oder als ebook erhältlich. Es wird für Leser ab 16 Jahren empfohlen. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Ich habe auch schon zwei von ihr gelesen, allerdings in einem anderen Genre. Bislang habe ich nur fantastische Geschichten von Amy Harmon kennengelernt. Diese haben mir äußerst gut gefallen.Alkoholismus. Drogensucht. Medikamentenmissbrauch. Depressionen. Selbstmord. Dem Druck standzuhalten, den das Leben in der Öffentlichkeit auf Menschen ausübt, die das Interesse vieler auf sich ziehen, ist bestimmt nicht leicht. Sehr oft hört man von Exzessen und leider auch immer wieder vom Suizid prominenter Personen. In diesem Buch lernt der Leser Bonnie Rae Shelby kennen. Die Sängerin will aus ihrem Leben ausbrechen und dem sogar ein Ende setzten. Doch sie wird aufgehalten. Auf seinem Weg in ein hoffentlich besseres Leben, hindert Finn Clyde eine junge Frau daran, von einer Brücke in den Tod zu springen. Zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Zwei nicht vergleichbare Leben. Eine gemeinsame Reise.



Der Bücherliebhaber startet mit einer Begebenheit, die sich nach den Geschehnissen der Hauptgeschichte ereignet. Die 21 Jahre alte Bonnie ist offen, aufgeweckt, neckisch und hilfsbereit. Ich mochte sie zwar, aber ich habe mir schwer getan einen Bezug zu ihr aufzubauen. Manche Handlungen von ihr konnte ich verstehen, viele andere wieder nicht. Die aufgeweckte junge Frau bringt Chaos in Clydes Dasein, und Probleme sind das Letzte das dieser gebrauchen kann. Der 24 Jährige ist das Gegenteil von Bonnie. Er ist ruhig, in sich gekehrt und emotional schnell überfordert. Seine besten Freunde sind Zahlen und in der Mathematik findet er Ruhe. Er ist geprägt von seiner Vergangenheit, die sein Leben nachhaltig beeinträchtigt. Clyde konnte mich doch mehr als Bonnie berühren. Durch Rückblicke erfährt der Leser mehr über die Protagonisten. Clyde ist auf dem Weg nach Vegas und hat nicht nur seine Habseligkeiten sondern auch Bonnie mit an Board. Bonnie und Clyde. Ein Roadtrip. Freiheit und Abenteuer, eine Zeit der unbegrenzten Möglichkeiten und sonderbaren Überraschungen. Für Bonnie ist es eine Unbeschwertheit, die sie nicht kennt. Für Clyde ergibt sich eine Verantwortung, die er nicht will.



Bonnie präsentiert sich als offenes Buch, während Clyde sich seine Geheimnisse nur langsam entlocken lässt. Ich lese selten Bücher in welchem ein Roadtrip eine Rolle spielt. Eine solche Gegebenheit ermöglicht vielerlei Situationen. Pannen, Unfälle, Mitfahrer, Begegnungen und Allerlei mehr. Die Menschen verbringen viel Zeit auf engem Raum miteinander und lernen sich besser kennen. Kommen sich näher. So passiert es auch bei Bonnie und Clyde. Viele Emotionen kommen mit den Unterhaltungen an die Oberfläche, doch irgendwie kamen sie nicht wirklich bei mir an. Ich konnte schlecht mitfühlen, mitbangen und mithoffen. Verschiedenste Themen kommen zur Sprache wie eine verlorene Jugend, zermürbende Trauer oder der Glaube und viel Mathematik. Mit der aufgekratzten Bonnie bleibt es aber nicht immer ernst. Es gibt auch Sprüche und Situationen zum Schmunzeln. Bonnie ist für die breite Menge von der Bildoberfläche verschwunden. Zwischendurch gibt es für den Leser Meldungen der Presse zu lesen. Alles in allem zu verrückt, überdreht und unrealistisch für mich, wenn es auch gute Ansätze und schöne Ideen bereit hielt.



Erzählt wird abwechselnd von Bonnie und Clyde. Den Schreibstil der Autorin mochte ich gerne - leicht, klar, hintergründig und flüssig. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend. Das Erzähltempo zwischenzeitlich etwas langatmig.



Fazit: "Infinity Plus One" ist ein Roman von Amy Harmon. Zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Zwei nicht vergleichbare Leben. Eine gemeinsame Reise. Bonnie und Clyde. Leider kamen die Emotionen nur spärlich bei mir an und so war es schwierig für mich einzufühlen. Alles in allem zu verrückt und unrealistisch für mich, wenn es auch gute Ansätze und schöne Ideen bereit hielt. Von mir gibt es *** Sterne.



Zitat



"Ich glaube an Zahlen. Die sichtbaren und die unsichtbaren. Die reellen und die imaginären, die rationalen und die irrationalen und an die Punkte auf unendlich langen Linien. Zahlen haben mich nie im Stich gelassen. Sie schwafeln und schwanken nicht. Sie lügen nicht. Sie geben nicht vor, etwas zu sein, was sie nicht sind. Sie sind zeitlos."

(Zitat aus "Infinity Plus One", Pos: 1191)

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Einst versprach sie ihm ihr Herz. Jetzt verlangt das Schicksal von ihm, es sich zu holen...

Rosen und Kristalle
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Kurzbeschreibung



Die zweitgeborene Rosenprinzessin Lina steht seit jeher im Schatten ihrer Schwester. Obwohl auch sie über magische Kräfte verfügt, bestimmen andere über ihr Leben. Allein David, der ...

Kurzbeschreibung



Die zweitgeborene Rosenprinzessin Lina steht seit jeher im Schatten ihrer Schwester. Obwohl auch sie über magische Kräfte verfügt, bestimmen andere über ihr Leben. Allein David, der ansehnliche Kronprinz aus dem Kristallreich, schätzt ihren Wunsch nach Unabhängigkeit. Schnell knüpft sich zwischen den beiden ein besonderes Band. Doch nun soll er ihre ältere Schwester heiraten, um den Frieden zwischen den Reichen zu wahren. In Lina entbrennt eine unbändige Wut, die ihr Herz mit schwarzer Magie erfüllt und alles zu verschlingen droht …



Meinung



"Rosen und Kristalle" ist eine magische Märchenadaption von Dornröschen für Hexen - Fans von C. R. Scott. Das Buch ist am 21. Jänner 2021 bei Impress - einem Imprint Label des Carlsen Verlages - erschienen, umfasst 392 Seiten, ist als ebook sowie ab 25. Februar 2021 als Taschenbuch erhältlich und wird ab 14 Jahren empfohlen. Die Autorin hat schon mehrere Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Ich liebe Märchenadaptionen, märchenhafte Geschichten und Erzählungen mit Märchenaspekten. Der Idee dieses Buches liegt Dornröschen zugrunde. Fast jeder kennt das Schicksal der jungen Prinzessin, die einem Fluch zum Opfer fällt und in einen hundertjährigen Schlaf fällt, um nach Ablauf der Zeit von einem Prinzen wachgeküsst zu werden. In dieser Erzählung wird der Leser ins Rosenreich entführt. Er lernt die Thronerbin des Reiches und ihre jüngere Schwester kennen. Prinzessin Lina ist wie ihre ältere Schwester eine mächtige Hexe, doch sie steht immer hinter deren Wichtigkeit, denn sie ist nur die Zweitgeborene. Dem Kristallprinzen David fühlt sie sich verbunden und als dieser ihre ältere Schwester heiraten soll, nehmen die Dinge ihren Lauf.



Der Leser wird mit einem Prolog in die Geschichte geführt. Dabei erfährt er in welche Richtung sich die Geschehnisse entwickeln werden und wie es letztlich enden soll. Solche Vorgriffe gefallen mir gut, wenn sie geschickt angelegt sind, denn sie machen neugierig und können die Spannung erhöhen. Ich war wirklich gespannt. Danach lernt er die Hauptfiguren kennen und erlebt mit, wie die Steine ins Rollen kommen. Lina war mir zu Anfang nicht sehr sympathisch. Mit der Zeit konnte ich sie besser verstehen und kam mit ihr klar. David mochte ich gleich lieber. Allerdings empfand ich beide jünger angelegt als sie dem Alter nach sind. Mit den Eltern hatte ich auch Probleme. Eine wirklich gute Beziehung zu Vater und Mutter hat weder Lina noch David. Wenngleich mich die Idee sehr ansprach, so konnte mich die Geschichte selbst nicht wirklich fesseln und mitnehmen. Weder die Handlung, noch die Art wie sie erzählt wurde. Ich war sogar versucht Teile zu überspringen. Das ist sehr schade und möchte ich auch nicht, denn ich sehe immer die Zeit, Mühe und Liebe die in eine Geschichte geflossen sind. Nach dem mitreißenden Prolog plätschert die Geschichte dahin und gespannt war ich nur deshalb, weil man auf die in der Einleitung gelesene Schlüsselszene hinfiebert.



Die Handlung bis zu dieser hätte nach meinem Geschmack interessanter ausgearbeitet werden können. Mehr unterschwellige Vorboten und geschickte Entwicklungsschritte. Lina und David haben schnell ein Band geknüpft. Mir persönlich fehlte aber das Prickeln. Das Knistern zwischen den Beiden konnte ich nicht so recht spüren, obwohl versucht wurde, diese Gefühle rüberzubringen. Lebendiger wird die Erzählung in der zweiten Hälfte des Buches. Berichtet wird hier von vier Reichen: dem Rosenreich, dem Kristallreich, dem Bärenreich und dem Bergreich. Ein wenig erfährt der Bücherliebhaber über diese, aber ich hätte gerne mehr Informationen gelesen. Was ich gut fand war die Einbringung von wichtigen Themen wie Homosexualität oder Stellenwert der Geschlechter und die Sicht auf Gut und Böse. Am Ende konnte auch das Finale nicht überzeugen. Für mich war es zu krampfhaft in eine Richtung gedrängt. Eine wirklich schöne Idee einer Märchenadaption, deren Umsetzung mich aber nicht mitreißen und überzeugen konnte, weder durch die Handlung selbst noch durch die Darlegungsart.



Erzählt wird hauptsächlich abwechselnd von Lina und David. Beim Schreibstil hatte ich ein wenig das Gefühl, dass er noch in den Kinderschuhen steckt und dabei ist heranzureifen. Teilweise ein wenig ungelenk, obwohl es oft flüssig vorangeht, fehlte es mir an Lebendigkeit und Bannkraft, auch in den Dialogen. Die Sprache fand ich meist zur Geschichte passend. Das Erzähltempo empfand ich zwischendurch langatmig.



Fazit: "Rosen und Kristalle" ist eine magische Märchenadaption von Dornröschen für Hexen - Fans von C. R. Scott. Ich liebe Märchenadaptionen, märchenhafte Geschichten und Erzählungen mit Märchenaspekten. Eine wirklich schöne Idee einer Adaption, deren Umsetzung mich aber nicht mitreißen und überzeugen konnte, weder durch die Handlung selbst noch durch die Art wie sie erzählt wurde. Von mir gibt es leider nur 2,5 Sterne die ich auf *** Sterne aufrunde.



Zitat



"Da lag sie und war so schön, dass er die Augen nicht von ihr abwenden konnte. Und er bückte sich und gab ihr, was sie verdiente." Gebrüder Grimm, frei zitiert. Sehr frei zitiert.

(Zitat aus "Rosen und Kristalle", Pos. 27)

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Veröffentlicht am 01.02.2021

Er wahrt die Ordnung. Sie stürzt alles ins Chaos.

Nox - Donner und Asche
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Kurzbeschreibung



Annikas Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie plötzlich von finsteren Schattenwesen verfolgt wird. So gerne sie über Fantasy-Abenteuer liest, im echten Leben möchte sie einfach ...

Kurzbeschreibung



Annikas Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie plötzlich von finsteren Schattenwesen verfolgt wird. So gerne sie über Fantasy-Abenteuer liest, im echten Leben möchte sie einfach nur ihre Ruhe haben und die Wesen so schnell wie möglich wieder loswerden. Blöd nur, dass sie dafür ausgerechnet mit Elias zusammenarbeiten muss, der nicht nur ziemlich viel über Magie weiß, sondern mit arroganten Sprüchen nur so um sich wirft. Mit einem Mal stolpert sie in eine völlig neue Welt – und über ein Geheimnis, das ihr Leben in Gefahr bringt.



Meinung



"Nox - Donner und Asche" ist ein Romantasy Abenteuer von Ayleen Beekmann. Das Buch ist am 1. Februar 2021 bei Piper Wundervoll erschienen, umfasst 396 Seiten und ist als Broschur oder als ebook erhältlich. Piper Wundervoll ist ein Fantasy - Label von Piper Digital. Hier erscheinen spannende, romantische und fantastische Geschichten. Das Verlagsdebüt der Autorin wird Lesern ab 16 bis 18 Jahren empfohlen. Sowohl Cover als auch Titel verraten nicht worum es in dem Buch geht. In der Kurzbeschreibung liest man von Annika, welche aus heiterem Himmel von einer Bedrohung heimgesucht wird. Die Schattenwesen die sie verfolgen werden zur Gefahr und ausgerechnet Elias, den Annika absolut nicht ausstehen kann, wird zum Retter in schimmernder Rüstung. Annika erfährt von der Existenz von Magie und von Elias' Abstammung. Eine unbekannte Welt, die zum Unheil für sie werden könnte.



So bekommt der Leser eine Vorstellung von diesem Romantasy Abenteuer. Der Einstieg in die Erzählung gestaltete sich für mich etwas holprig. Die Situationen und Reaktionen ließen mich stutzen, die Schattenwesen waren weniger schattenhaft als ihr Name vermuten lässt und es wollte kein richtiges Bild von ihnen in meinem Kopf entstehen. Annika ist nett und eher ein Buchnerd als ein Partygirl. Elias entspricht auch einigen Klischees. Er ist gutaussehend, selbstbewusst, geheimnisvoll und hat immer einen passenden Spruch im Repertoire. Außerdem können sie und er sich nicht ausstehen. Diese Fehde haben sie von ihren Familien übernommen. Das lässt eine Romeo und Julia Dynamik erwarten. Die Geschichte schritt für mich etwas zäh dahin, denn die Zeit vergeht, es wird trainiert und nachgeforscht, aber eigentlich wurden sie nicht schlauer.



Die beiden bemerkten nur, dass ihnen die gegenseitigen Sticheleien und Wortgefechte, die erst nervten, plötzlich Spaß machten und sie sich zueinander hingezogen fühlen. Dahingehend mochte ich die Geschichte. Der fantastische Anteil konnte bei mir aber weniger punkten. Auch die geringe Einbindung des Vaters erschien mir nicht realistisch, obwohl Körperertüchtigung und Nachforschung erwähnt werden. Oder die beste Freundin, die sich leicht mit fadenscheinigen Ausreden und Halbwahrheiten abspeisen lässt. Nach zirka der Hälfte des Buch explodierte die Bombe, die sich kurze Zeit zuvor schon erahnen ließ. Leider konnte mich die Geschichte nicht recht fesseln. Irgendwie berührte es mich nicht sehr was mit den Protagonisten passierte, obwohl ich die Liebesgeschichte süß fand. Ich denke das Teenager mehr Spaß an dem Buch haben als ältere Leser.



Erzählt wird aus der Sicht von Annika. Den Schreibstil von Ayleen Beekmann mochte ich gerne. Leicht, jugendlich, heranreifend und recht flüssig geht es durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend. Die erste Hälfte des Buches empfand ich etwas zäh. Ansonsten war das Erzähltempo für mich angenehm.



Fazit: "Nox - Donner und Asche" ist ein Romantasy Abenteuer von Ayleen Beekmann. Die Liebesgeschichte fand ich süß. Der fantastische Anteil konnte bei mir aber weniger punkten. Leider konnte mich die Geschichte nicht recht fesseln, ich fand sie aber nett zu lesen. Ich denke das Teenager mehr Spaß an dem Buch haben als ältere Leser. Von mir gibt es *** Sterne.



Zitat



"Ich schließe für einen Moment die Augen und zwinge mich, das ungute Gefühl wieder zurückzudrängen. Immerhin ist es heute nicht das erste Mal, dass mich irgendein blöder Instinkt innehalten lässt - vollkommen unbegründet. Es ist, als hätte man mir für kritische Situationen einen kaputten Kompass verpasst, dessen wahrer Zweck es ist, mich zu beruhigen. Was blöderweise funktioniert."
( Zitat aus "Nox - Donner und Asche", Pos. 36)

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Veröffentlicht am 02.11.2020

Jeden Tag eine neue Bestie. Jeden Tag eine neue Bedrohung. Jeden Tag ein Stück mehr, das du von dir aufgibst.

Tales of Beasts and Magic
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Kurzbeschreibung



Jeden Tag eine neue Bestie. Jeden Tag eine neue Bedrohung. Jeden Tag ein Stück mehr, das du von dir aufgibst. Lianas Welt wird von Magie beherrscht. Unablässig erschafft diese Bestien, ...

Kurzbeschreibung



Jeden Tag eine neue Bestie. Jeden Tag eine neue Bedrohung. Jeden Tag ein Stück mehr, das du von dir aufgibst. Lianas Welt wird von Magie beherrscht. Unablässig erschafft diese Bestien, die die Menschheit bedrohen. Doch die Magie hat den Menschen auch drei Gaben geschenkt, um zu kämpfen. Alchemisten, Krieger und Medien tun alles in ihrer Macht stehende, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Als Alchemistin entwickelt Liana Gifte und Gegengifte. Sie arbeitet allein, bis zu dem Tag, an dem eine Prophezeiung sie dazu auswählt, gegen die gefährlichste Bestie zu kämpfen. Doch dazu muss sie ausgerechnet mit Kieran zusammenarbeiten, einem Krieger mit dem sie seit ihrem ersten Tag an der Akademie für Magie auf Kriegsfuß steht.



Meinung



"Tales of Beasts an Magic" ist ein Roman von Vanessa Golnik. Das Buch ist am 2. November 2020 im Piper Verlag erschienen, umfasst 372 Seiten und ist als Taschenbuch oder als ebook erhältlich. Die Kurzbeschreibung klingt nach Jugendbuch, nach Fantasy und Science Fiction . Alles Genres die ich gerne lese. Und so fiel es mir gar nicht schwer, dieses ansprechende Buch zur Hand zu nehmen, um die Geschichte darin zu erkunden. Aus Gründen die keiner kennt, tauchten plötzlich Bestien auf, die mit Zähnen, Klauen, Stacheln und Giften der Menschheit gefährlich wurden. Erst als sich bei manchen Jugendlichen Gaben manifestierten, hatte die Bevölkerung eine Chance gegen diese Bedrohung. Medien, Alchemisten und Krieger arbeiten für ihren Schutz. Als eine neue Bestie zur Gefahr wird prophezeit ein Medium, dass nur eine Alchemistin und ein Krieger gemeinsam diese vernichten kann. Eine Kooperation gestaltet sich schwierig, denn die beiden Gruppen kommen nicht miteinander aus. Nur wenn sich die Beiden vertrauen kann eine Zusammenarbeit funktionieren und das Unheil abgewendet werden.



Liana Williams ist Alchemistin in Ausbildung. Sie ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und hat immer davon geträumt eine Gabe zu besitzen. Allerdings wünschte sie sich ein Medium zu sein, denn als Alchemistin wird ihr einiges von ihrer Lebenszeit genommen. Trotzdem geht sie ihrer Arbeit gewissenhaft nach. Mit Medien kommt sie gut aus, aber sie hasst die Überheblichkeit der Krieger. Es fällt ihr sehr schwer mit Kieran klar zu kommen. Kieran Namara stammt aus einer alten und angesehenen Familie von Kriegern. Er ist selbstbewusst, arrogant, herablassend und eingebildet. Liana ist großteils eine vernünftige Protagonistin. Die meisten ihrer Gedanken und Taten kann der Leser nachvollziehen. Andererseits empfand ich sie oft zu jugendlich. Hätte ich ihr Alter schätzen müssen, so hätte ich es klar unter ihren tatsächlichen zwanzig Jahren angesiedelt. Hinter Kierans Fassade muss nicht nur Liana sondern auch der Bücherliebhaber erst blicken. Dies ist aber nicht besonders schwer. Bei den Nebencharakteren kratzt man nur an der Oberfläche. Sie lernt man kaum kennen.



Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. In wenigen Sätzen erfährt man das Geschehen auf der Welt und lernt Lianas Leben kennen. Nach der Prophezeiung ändert sich dieses grundsätzlich. Dem Weltenaufbau wird nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ich persönlich hätte gerne mehr über die brisante Lage erfahren. Das Auftauchen der Bestien war für die Menschen unerklärlich. Im Laufe der Geschichte erhält der Leser eine Antwort auf diese Frage. Ich gestehe ich hätte mich über eine originellere Idee gefreut. Es werden auch einige Klischees bedient. Der Gedanke der hinter der Zusammenarbeit und der Verbundenheit steckt, hat mir wiederum gefallen. Ebenso das Ziel auf welches Liana und Kieran hinarbeiten. Die Spannung blieb für mich ein wenig auf der Strecke und das verhüllte Gezicke zwischen Liane und einer Kriegerin nervte mich. Allerdings bin ich derzeit solchem Gehabe generell abgeneigt. Die Betitelung Romantasy und Science Fantasy erscheinen mir passend. Ich sehe hier mehr Lesespaß für Jugendliche, als für ältere Leser. Insgesamt keine schlechte Erzählung, aber nicht wirklich das Richtige für mich.



Erzählt wird aus der Sicht von Hauptprotagonistin Liana. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar und einfach führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo in Ordnung. Ich hätte mich über mehr beschreibende Ansichten und anschauliche Details gefreut.



Fazit: "Tales of Beasts an Magic" ist ein Science - Fantasy - Roman von Vanessa Golnik. Ich sehe hier mehr Lesespaß für Jugendliche, als für ältere Leser. Insgesamt keine schlechte Erzählung, aber nicht wirklich das Richtige für mich. Von mir gibt es *** Sterne.



Zitat



"Den ersten Bestien waren wir schutzlos ausgeliefert gewesen. Unsere Waffen hatten versagt, trotz intensiver Forschung hatte niemand Gegengifte gefunden. Millionen Menschen waren gestorben, zerfetzt von Tieren, die zuvor harmlos gewesen waren."

( Zitat Tales oft Beasts and Magic Pos. 224)

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