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Veröffentlicht am 08.03.2021

Schöne Romanze mit Macken

Winter of Love: Julia & Reed
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Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 2 erzählt uns ...

Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 2 erzählt uns Autorin Anja Tatlisu die Geschichte von Julia und Reed.

Der Roman spielt zur Weihnachtszeit im österreichischen Winterskiort St. Aurel, wo die vier Protagonistinnen der Reihe (Lina, Julia, Annabell und Elli) aufgewachsen sind. Julia studiert inzwischen eigentlich in Amerika, ist aber für die Feiertage nach Hause gereist. Und muss dort überraschend feststellen, dass ihr amerikanischer Freund Dallas zusammen mit ihrem Schwarm Reed ebenfalls zu einem Trip nach St. Aurel aufgebrochen ist...

Ich fand die Geschichte an sich total bezaubernd. Das weihnachtliche Setting in St. Aurel hat mir auch im ersten Teil bereits sehr gut gefallen. Auch Julia hat mir imponiert, sie ist ein sehr romantisches Mädchen, das in Ausnahmesituationen gerne mal ins Fettnäpfchen tritt. Was für sie natürlich doof ist, aber für den Leser umso witziger. Reed wiederum ist mir bis zum Ende ein totales Rätsel geblieben, weil ich seine impulsiven Handlungen nicht nachvollziehen konnte.

Hier sind wir auch schon bei dem Hauptproblem, das ich mit dem Buch hatte: Es wurde für meine Begriffe in den falschen Momenten an Dialogen gespart. Mir ist bewusst, dass das Buch von der Autorin absichtlich recht kurz gehalten wurde, allerdings fürchte ich, dass an den falschen Szenen gekürzt wurde. Manche Szenen wirkten, als wären sie nicht zu Ende geschrieben worden. Im Nachhinein wäre es schön gewesen, die erste Hälfte ein bisschen einzukürzen, damit am Ende genug Luft für erklärende und gefühlserzeugende Gespräche geblieben wäre.

Wie auch bereits im ersten Teil, muss ich auch hier monieren, dass die Interaktion mit den Freundinnen viel zu kurz geraten ist. Die Mädels halten sich das erste Mal seit Ewigkeiten im gleichen Ort auf - ich kann nicht glauben, dass sie es innerhalb einer Woche dann nicht einmal schaffen, sich zu treffen, auch wenn das Leben gerade noch so stressig ist...

Und ein letzter Negativpunkt: Ich bin des Englischen sehr wohl mächtig, war aber ein bisschen abgeturnt von diesem ständigen Englisch-Deutsch-hin-und-her-Gehüpfe. Über lange Strecken spricht Reed perfekt Deutsch, und plötzlich bringt er die einfachsten Wörter nur noch auf Englisch raus. Komisch. Das hat leider meinen Lesefluss gestört.

Mein Fazit: Trotz aller Kritik fand ich die Geschichte wie gesagt sehr schön angelegt. Eine süße Winterromanze mit einigen Macken. 3,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Die passende Lektüre für einen gemütlichen Kaminabend

Winter of Love: Lina & Phil
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Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 1 erzählt uns ...

Die "Winter of love"-Reihe ist ein gemeinsames Advents-Projekt von vier Autorinnen, die jeweils für einen Teil der Reihe verantwortlich zeichnen - für jeden Adventssonntag ein Buch. In Band 1 erzählt uns Autorin Ina Taus die Geschichte von Lina und Phil.

Der Roman spielt zur Weihnachtszeit im österreichischen Winterskiort St. Aurel, wo die vier Protagonistinnen der Reihe (Lina, Julia, Annabell und Elli) aufgewachsen sind. Und auch Phil - der Protagonist aus Teil 1 - kommt ursprünglich aus St. Aurel, wo er nun mit seiner Familie Weihnachten feiert und bei dieser Gelegenheit seine Jugendfreundin Lina wieder trifft.

Das Positive zuerst: Phil fand ich total sympathisch, ein richtiges Schnuckelchen mit großem Herzen. Man hat gemerkt, dass ihm Lina sehr am Herzen liegt und dass es ihm bei den ständigen Wettkämpfen mit ihr eher um die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme ging als tatsächlich um den Sieg. Lina dagegen war mir die meiste Zeit zu kindisch, zu nachtragend und zu zickig. Trotzdem fand ich es schön, wie die beiden sich näher gekommen sind und wie sie sich als Paar entwickelt haben.

Den Erzählstil fand ich größtenteils angenehm. Die Geschichte ist nicht besonders lang und liest sich schön an einem Abend runter. Schön wäre gewesen, wenn es ein bisschen mehr Interaktion mit den Freundinnen gegeben hätte (denn so wäre es bestimmt im echten Leben auch gewesen, wenn sich vier beste Freundinnen einmal im Jahr wieder treffen). Aber ich denke, dass das mit den anderen drei Teilen der Reihe zu tun hat - es sollte wohl nicht gespoilert werden.

Mein Fazit: Es war kein Feuerwerk der Gefühle und ich musste hier und da über Lina die Augen verdrehen. Trotzdem hatte das Buch seine guten Momente und seine schönen Seiten und ich vergebe solide 3,5 von 5 Sternen. Für einen anspruchslosen Kaminabend habt ihr hier die richtige New Adult-Lektüre.

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Veröffentlicht am 12.02.2021

Schöner Liebesroman - mit recht langatmigem Mittelteil

Dark Wild Night - Weil du der einzige bist
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"Dark Wild Night - Weil du der einzige bist" ist der dritte Band der Wild Seasons-Reihe des Autorinnen-Duos Christina Lauren. Die ersten beiden Teile habe ich nicht gelesen, aber ich bin mit der Story ...

"Dark Wild Night - Weil du der einzige bist" ist der dritte Band der Wild Seasons-Reihe des Autorinnen-Duos Christina Lauren. Die ersten beiden Teile habe ich nicht gelesen, aber ich bin mit der Story trotzdem gut klar gekommen. Die Charaktere aus den ersten beidenTeilen tauchen in Band drei auch auf, aber es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, um Band drei verstehen zu können.

Der Einstieg in dieses Buch ist mir richtig leicht gefallen - Lola und Oliver haben von Anfang an auf Freundschaftsebene super harmoniert und ich fand es schön, wie sich die beiden von Freunden zu Lovern entwickelt haben. Lola ist eine typische Kreative - etwas chaotisch, phasenweise auch leicht überfordert von all den neuen Entwicklungen in ihrem Leben, aber definitiv ein interessantes und liebenswertes Mädchen. Oliver wiederum erscheint mir sehr bodenständig, reifer und erwachsener - so ein klassischer netter Kerl von nebenan. Für mich ein Pärchen, das super gut zusammen funktioniert. Bei ihrem Freundeskreis bin ich ein bisschen hin- und her gerissen: Harlow fand ich supernervig, alle anderen eher neutral - aber der coolste war "Not-Joe", schon alleine wegen seines Namens.

In der ersten Hälfte war die Erzählgeschwindigkeit passend und man konnte sich bequem in die Geschichte hineinfallen lassen. Dann kam der Mittelteil. Und mit ihm die ungefähr längste Sex-Szene, die ich je gelesen habe. Wirklich, ich habe nichts gegen Sex-Szenen in Büchern und auch nichts gegen die ab und an etwas vulgäre Sprache, die damit einher geht. Aber ganz ehrlich: Das hier war nervtötend langatmig und viel zu detailreich. Jeder Schritt wurde dreimal durchgekaut, nichts der Fantasie überlassen und am Ende fühlte ich mich total abgestumpft von all diesen bildhaften Beschreibungen. In diesen Szenen wirkte Oliver auch wie ausgewechselt - er hatte nichts mehr von dem netten Jungen von nebenan, sondern gebärdete sich vielmehr wie ein typischer Bad Boy - etwas machohaft und mit einer schier unermüdlichen Manneskraft.

Danach geht es zum Glück wieder ein bisschen aufwärts. Die beiden entwickeln in Ansätzen eine leicht toxische Beziehung - es fällt öfter der Ausdruck "Besessenheit", der in meinen Augen ganz treffend gewählt ist. Es dauert ein paar Kapitel, bis alle neuen Herausforderungen unter einen Hut gebracht sind und bis es zu einem für meinen Geschmack sehr passenden Happy End kommt.

Mein Fazit: Hätte ich mich nicht so über diesen unpassenden Mittelteil ärgern müssen, wäre die Bewertung auf jeden Fall besser geworden. So hat mein Bild von Loliver aber leider recht gelitten, so dass es am Ende "nur" für 3,5 von 5 Sternen reicht.

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Veröffentlicht am 07.02.2021

Alles eine Frage der Relation

Von riesengroß bis klitzeklein
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"Ein Zoom-Bilderbuch? Was soll das denn sein???", hab ich gedacht, als ich "Von riesengroß bis klitzeklein" von Sabine Rothmund zum ersten Mal gesehen haben. Diese Frage und das superschöne Cover - und ...

"Ein Zoom-Bilderbuch? Was soll das denn sein???", hab ich gedacht, als ich "Von riesengroß bis klitzeklein" von Sabine Rothmund zum ersten Mal gesehen haben. Diese Frage und das superschöne Cover - und meine Neugier war geweckt.

Tatsächlich handelt es sich bei diesem Buch um ein "Bild im Bild", was ich als Erwachsene sehr spannend fand. Jede Doppelseite ist auf die ein oder andere Seite auf der nächsten Doppelseite wiederzufinden, so dass unsere Begriffe von "klein" und "groß" sich komplett relativieren. Was ist denn größer - ein Elefant oder eine Postkarte? Jeder würde sagen: der Elefant! Wenn der Elefant aber auf einer Briefmarke abgebildet ist, ist es doch die Postkarte, oder?

Das Bilderbuch hat auch einen tieferen Sinn, denn am Ende geht es auch um unsere Umwelt, unseren Planet und die von Schülern ins Leben gerufene Fridays for Future-Initiative. Unsere Kinder sollen durch das Buch lernen, wie klitzeklein wir Menschen im Vergleich zu unserem Planeten sind und wie sehr wir auf ihn angewiesen sind - deshalb sollten wir auch gut auf ihn achtgeben.

Was halten meine Kinder (4 und 8) von dem Buch? Die Bilder haben ihnen gut gefallen und als ich ihnen dann erklärt hatte, dass es ein Bild-im-Bild ist, haben sie ganz eifrig gesucht. Dennoch würde ich behaupten, dass sich den beiden der Sinn des Buches nicht so hundertprozentig erschlossen hat. Es gibt relativ wenig Text, so dass wir nach dem Lesen viel erklärt und darüber gesprochen haben. Wenn das das Ziel der Autorin war, hat sie es auf jeden Fall erreicht.

Mein Fazit: Ein schön illustriertes Kinderbuch, das meines Erachtens erst für größere Kinder wirklich zu verstehen ist. Und auch wenn uns das Buch gut gefallen hat: Es wird wahrscheinlich zum Ladenhüter werden, da es für ein mehrmaliges Betrachten nicht genug hergibt. Ich vergebe deshalb "nur" 3,5 von 5 Sternen, da die Message des Buches an die Zielgruppe nicht ausreichend vermittelt wird.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Graf Volles-Brusthaar und seine stinksaure Gräfin

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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"Ein fast perfekter Liebesroman" ist der Auftaktband zu Lyssa Kay Adams The secret book club - Reihe. Ich habe den Klappentext gelesen und war mega gespannt auf das Buch, denn das Konzept erschien mir ...

"Ein fast perfekter Liebesroman" ist der Auftaktband zu Lyssa Kay Adams The secret book club - Reihe. Ich habe den Klappentext gelesen und war mega gespannt auf das Buch, denn das Konzept erschien mir total neu. Männer, die Liebesromane lesen, um ihre Frauen besser verstehen zu können? Absolut genial!

Den Anfang fand ich auch gleich schon recht vielversprechend. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht bei einem Buch - die Treffen des Buchclubs sind einfach super komisch! Und auch die Namen, die Gavin im Laufe der Zeit für den Grafen und seine Frau erfindet, fand ich sehr kreativ.

Trotzdem ist das gute Gefühl im Laufe des Buches leider ein wenig abhanden gekommen - die Handlung hat sich zu sehr hingezogen, als Gavin versuchte, Theas Herz und Vertrauen zurückzuerobern. Die Abschnitte mit dem historischen Liebesroman zwischendrin haben das Ganze zum Glück ein wenig aufgelockert.

Das Ende war mir dann trotz der humorigen Grundstimmung des Buches schlicht zu albern. Das hätte ich mir anders gewünscht.

Mein Fazit: Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen für dieses Mischwerk aus Komödie und Liebesroman. Hätte die Autorin eine reine Komödie draus gemacht, wären es bestimmt 5 Sterne geworden.

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