Gute Idee, aber mich konnte es nicht fesseln
Silva & BaalDas Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich liebe die Farben und das Design. Das Cover ist ein absoluter Hingucker, das sowie der Klappentext Lust auf die Geschichte machen.
Der Einstieg gestaltete ...
Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich liebe die Farben und das Design. Das Cover ist ein absoluter Hingucker, das sowie der Klappentext Lust auf die Geschichte machen.
Der Einstieg gestaltete sich bei mir allerdings recht zäh. Wir lernen erstmal die Protagonistin Silva kennen, die sich mit ihren Kollegen in Südafrika befindet um dort Forschung zu Dämonen zu betreiben. Der Anfang konnte mich leider nicht so mitreißen. Zwar wurde alles gut erklärt, jedoch hätte ich mir gewünscht gleich ins Geschehen geworfen zu werden. So wirkte der Anfang etwas schleppend und langweilig. Die Einführung der Figuren sowie die Hintergründe der Forschung klangen alle ganz interessant, wenn auch nicht wirklich fesselnd. Es dauerte bis Baal endlich auftaucht. Zwar wurde versucht immer wieder eine dunkle und gefährliche Atmosphäre zu schaffen, bei mir kam aber keine Spannung auf. Ich habe gewartet und gewartet bis es endlich mal interessant wird und die Figuren auf den Dämon treffen.
Das Worldbuilding ist eigentlich ganz gut. Es gibt verschiedene Kreaturen, die für Gefahr sorgen. Silva ist noch jung und unerfahren, aber sie ist auch zielstrebig und will mehr über die Unterwelt erfahren. Baal ist ein Dämon und natürlich sollten die beiden sich fern voneinander halten, schließlich sind sie Feinde. Ich liebe Enemies-to-lovers Bücher, weshalb ich dieses auch unbedingt lesen wollte.
Baal war als Protagonist für mich interessanter als Silva. Er hat für ein wenig Humor gesorgt, weil er etwas mürrisch ist. Von einer Junghexe beschworen zu werden um Fragen zu beantworten, macht aber auch keinen Spaß. Die im Klappentext angedeutet Romanze war allerdings genau das, vor allem angedeutet. Zu Beginn beschwört Silva den Dämon immer wieder, weil sie seine Hilfe braucht. Die Szenen der beiden waren auch recht unterhaltsam. Ich habe einfach noch etwas mehr erwartet. Irgendwann ging es dann recht schnell mit den beiden, aber so richtig konnte ich das alles nicht abkaufen. Es gab echt süße Szenen, aber im großen und ganzen plätscherte auch dieser Teil sehr vor sich hin. Die Ideen der Autorin sind eigentlich echt klasse, nur bei der Umsetzung fehlte mir einfach das Feuer, die Tiefe und dieser Funke, wodurch man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.
(Vielleicht war es auch nicht förderlich vorher ein Jennifer Armentrout Buch zu lesen, das mich um Welten mehr begeistern und mitreißend konnte.)
Der Schreibstil ist flüssig, aber einfach nicht so mitreißend. Irgendwie konnte ich mich nicht mit den Figuren identifizieren bzw. waren sie mir schlichtweg egal. Ich weiß nicht woran es lag, weil der Klappentext so toll klang habe ich mich richtig auf das Buch gefreut. Auch die Kapitellängen sind sehr angenehm. Bei mir ist wohl einfach der Funke nicht übergesprungen. Es könnte allerdings auch an der Erzählweise aus der dritten Person liegen, weshalb ich mich nicht so in die Figuren hineinversetzen konnte. Leider schafft diese Erzählperspektive immer eine gewisse Distanz. Mir haben die Baal Kapitel auf jeden Fall um einiges besser gefallen. Er hat für ein wenig Humor gesorgt. Leider hatte er nicht so viele Kapitel als Silva.
Fazit: „Silva & Baal“ klang nach dem perfekten Buch für mich. Ich liebe Hexen-Dämonen Geschichten, vor allem weil Liebesgeschichten zwischen Feinden einfach so herrlich prickelnd sind. Und bei diesem wunderschönen Cover konnte ich auf jeden Fall nicht widerstehen. Leider hatte ich mich zu früh gefreut. Das Buch konnte mich einfach nicht mitreißen. Durch die Erzählweise in der dritten Person waren mir die Figuren zu distanziert und letztlich fehlte mir das gewisse Etwas um mit Silva und Baal mitzufiebern. Die Handlung plätschert leider nur vor sich hin, auch wenn ich das Worldbuilding sowie die Grundidee der Geschichte sehr mag. Letztlich war es ok für zwischendurch.