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witchqueen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2021

Schach und Matt

Schach mit toter Dame
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Darum geht es:
Loretta Luchs wird von ihren Freundinnen Käthe und Cäcilie um Hilfe gebeten. In der Seniorenresidenz der beiden rüstigen Rentnerinnen ist ihr Mitbewohner Heribert verstorben. Die beiden ...

Darum geht es:
Loretta Luchs wird von ihren Freundinnen Käthe und Cäcilie um Hilfe gebeten. In der Seniorenresidenz der beiden rüstigen Rentnerinnen ist ihr Mitbewohner Heribert verstorben. Die beiden Damen haben nun festgestellt, dass bei Heribert eine Uhr und ein Teppich fehlen. Beides war ziemlich kostbar. Nun vermuten Käthe und Cäcilie, dass Heribert eventuell keines natürlichen Todes gestorben ist. Loretta wird als Aushilfe in der Küche eingeschleust und soll sich umhören und -sehen. Bei ihrem Undercover-Einsatz trifft Loretta auf die übrigen, zum Teil sehr skurrilen, Mitbewohner von Käthe und Cäcilie. Da ist die Primaballerina, die öfter mal in Ohnmacht fällt, der Schlagersänger, der immer mal wieder in seiner Glitzerwelt lebt usw. Auch das Personal ist manchmal etwas seltsam. Da ist der muffelige, ehemalige Sterne-Koch, die Service-Kräfte Susi, die immer die abgelegte Designer-Kleidung einer Bewohnerin bekommt und Janina, die immer mürrisch und nicht gut auf Susi zu sprechen ist sowie der Sohn des Gärtners, der zu allem Lust hat, nur nicht zum Arbeiten. Wer konnte vom Wert der Sachen in Heriberts Wohnung wissen? Und wer hatte die Gelegenheit, die Sachen zu entwenden?
Nach einem geselligen Abend in der Seniorenresidenz wird die Service-Kraft Susi vermisst. Nach einigem Suchen finden (ausgerechnet) Loretta, Käthe und Cäcilie Susi auf einem der Schachfelder im Park. Erschlagen. Wer hatte einen Grund Susi umzubringen. Und welchen? Loretta beginnt mit Hilfe von Käthe und Cäcilie zu ermitteln. Sehr zum Leidwesen von Kommissarin Küpper, die immer erst ganz zum Schluss hinzugezogen wird. Werden sie den Mörder von Susi finden und überführen?

Meine Meinung:
„Schach mit toter Dame“ ist der inzwischen 13. Band um Loretta Luchs. Man kann dieses Buch aber auch als Einzelband lesen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Das Buch ist ein wundervoller Krimi, der ohne viel Blutvergießen und Brutalität aber nicht ohne Spannung und einer gehörigen Portion Humor daherkommt. Loretta wächst einem sehr schnell ans Herz – genau wie Käthe und Cäcilie. Man kommt sehr gut in die Geschichte hinein und wird sofort von diesem Buch gefangen genommen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich sehr angenehm lesen. Die 304 Seiten der Geschichte sind in insgesamt 30 Kapitel (inklusive Epilog) unterteilt. So lässt es sehr gut sowohl in einem Rutsch als auch in mehrere Abschnitte unterteilt lesen.

Sehr gut gefallen hat mir, dass bei dieser Ruhrpott-Krimödie nicht nur Hochdeutsch gesprochen wird. Eine Person „ruhrpottelt“ extrem. So ist es für jeden super zu lesen und nicht zu extrem mit dem Ruhrpott-Slang. Das macht das Buch für mich so richtig lebendig und authentisch.

Mein Fazit:
Ich würde es jedem ans Herz legen und kann es nur empfehlen. Ein super Buch für alle Fans von Krimödien und solche, die es noch werden wollen. Meine absolute Leseempfehlung mit 5 Sternen. Sehr gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 09.03.2021

Ausgestickt

Der Club der toten Sticker
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Darum geht es:
Siegfried Seifferheld ist ehemaliger Kriminalkommissar und im Augenblick Strohwitwer. Seine Marianne ist wegen einer Erbschaftsangelegenheit verreist. Zeit also, sich seinem Hobby, dem Sticken, ...

Darum geht es:
Siegfried Seifferheld ist ehemaliger Kriminalkommissar und im Augenblick Strohwitwer. Seine Marianne ist wegen einer Erbschaftsangelegenheit verreist. Zeit also, sich seinem Hobby, dem Sticken, zu widmen. Doch der Friede währt nicht lange. Erst bekommt er ungebetenen Besuch von Gunda Selund. Die will die Zeit, in der Marianne weg ist, nutzen, um Siegfried zu überreden doch seine Biografie von ihr schreiben zu lassen. Gunda ist Marianne ein Dorn im Auge. Doch kaum hat Gunda am Küchentisch Platz genommen, klingelt es auch schon wieder an Siegfrieds Tür. Diesmal steht sein weitläufiger Nachbar Knieblich vor der Tür. In der Hand eine Zeitung mit seiner Traueranzeige. Und schon steckt der ehemalige Kriminalkommissar mitten in seinem nächsten Fall im Unruhestand. Im Beerdigungsinstitut stellt sich heraus, dass Knieblich verwechselt wurde. Der Tote wurde nach einem Einbruch in Knieblichs Wohnung fälschlicher Weise für ihn gehalten. Kurz darauf ist Knieblich tatsächlich tot. Hingerichtet mit einer Zwille. In der Hand eine Autogrammkarte von Siegfried Seifferheld. Aber es bleibt nicht bei dem einen Toten. Plötzlich fallen sie in Schwäbisch Hall um wie die Fliegen. Und alles Männer, die sich dem Sticken verschrieben haben. Und bei jedem findet sich diese Autogrammkarte. Wer hat da nur etwas gegen die stickenden Männer? Oder hat da einer was gegen Siegfried? Wer und/oder was steckt dahinter? Siegfried beginnt zu ermitteln und gerät allzu schnell ins Visier der Polizei. Er ist plötzlich der Hauptverdächtige. Wird es Seifferheld gelingen, den Täter zu entlarven?

Meine Meinung:
„Der Club der toten Sticker“ ist der inzwischen 6. Band um den pensionierten Kriminalkommissar Siegfried Seifferheld. Für mich war es das erste Zusammentreffen mit ihm. Ich hatte keinerlei Probleme sofort in die Geschichte einzutauchen. Vorkenntnisse waren dafür nicht nötig. Man könnte es auch als Einzelband lesen. Mich hat die Geschichte sofort gefesselt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und sehr angenehm zu lesen. Man wird immer wieder zum Mitraten animiert. Und man wird immer wieder auf die falsche Fährte geführt. Ich habe bis zum Schluss nicht herausgebracht, wer der Täter war.

Das 284 Seiten lange Buch ist in insgesamt 32 Kapitel (inklusive Epilog) unterteilt. So kann man sowohl in einem Zug, als auch ganz entspannt in mehrere Abschnitte unterteilt lesen. Wenn es einem gelingt, das Buch aus der Hand zu legen. Mir ist das echt schwer gefallen.

Mein Fazit:
Ich bin restlos begeistert. Ein wundervoller Krimi, bei dem man nicht gleich auf Seite 3 weiß, wer der Übeltäter ist. Ein Krimi, wie er sein muss. Meine ganz klare Leseempfehlung für alle, die auf viel Blutvergießen und Brutalität, aber nicht auf Spannung, eine gehörige Portion Humor und ein überraschendes Ende verzichten können (oder wollen). Ich vergebe hier gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Jeder ist anders - jeder ist wertvoll

Nach dem Verstand einfach geradeaus
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Darum geht es:
Quentin Finkenwinkel ist ein unscheinbarer, ganz normaler, ja fast schon langweiliger Mensch. Er arbeitet beim Statistischen Bundesamt, lebt allein in einem biederen Einfamilienhaus in einer ...

Darum geht es:
Quentin Finkenwinkel ist ein unscheinbarer, ganz normaler, ja fast schon langweiliger Mensch. Er arbeitet beim Statistischen Bundesamt, lebt allein in einem biederen Einfamilienhaus in einer braven Wohnsiedlung. Sein Leben hat er völlig im Griff. Sorgt doch sein Verstand schon dafür, dass jeder Tag von vorne bis hinten durchgeplant ist. Und er weicht auch nicht von seiner Routine ab. Nie. Gibt ihm das doch die nötige Sicherheit, dass nichts Unvorhergesehenes geschieht. Doch am Tag vor Heiligabend passiert es. Quentin ist im Einkaufszentrum um Weihnachtsgeschenke zu shoppen. Und da verliert er den Verstand. Plötzlich weiß er nicht mehr, was er kaufen wollte. Statt einen vernünftigen Gedanken zu fassen, hat Quentin den Verstand verloren. Oder hat der Verstand schlicht und einfach die Nase voll gehabt und ist abgehauen? Vielleicht an den Traumstrand, den Quentin im Elektromarkt gesehen hat? Und wie um alles in der Welt bekommt er ihn zurück?
Es hilft alles nichts. Der Verstand ist weg. Quentin muss da nun alleine durch. Was zu der ein oder anderen ungewollt lustigen Situation führt. So hat Quentin die völlig falschen Weihnachtsgeschenke besorgt, was nicht bei jedem gut ankommt. Und weil das so ist, stoßen alle an Weihnachten noch auf ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Nach Weihnachten soll Quentin wieder zur Arbeit gehen. Doch statt seiner Arbeit beschäftigt sich Quentin mit einzelnen Socken. Das sorgt bei seinem Chef für reichlich Unmut und beurlaubt Quentin bis er wieder bei Verstand ist. Aber der lässt sich noch immer nicht blicken. Und so bleibt Quentin nichts anderes übrig, als nach ihm zu suchen. Dabei lernt er jede Menge Menschen kennen, denen er in seinem normalen Leben nie begegnet wäre.
Und während Quentin (mit Unterstützung seiner neuen Freunde) weiter noch seinem Verstand sucht, entwickelt sich Quentins „einzelne Socke“-Theorie zu einer neuen Bewegung. Bleibt nur noch die Frage: Wird Quentin seinen Verstand wiederfinden? Und will das Verstand überhaupt?

Meine Meinung:
„Nach dem Verstand einfach geradeaus“ ist ein wundervolles Buch, dass mich immer wieder laut lachen ließ, aber auch zum Nachdenken anregte. Eine tolle Mischung aus Humor und einer ganz wichtigen Message: Jeder ist anders – jeder ist wertvoll!

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die 310 Seiten lange Geschichte ist in 36 Kapitel unterteilt. So kann man sowohl in einem Rutsch wie auch in mehrere Abschnitte unterteil lesen.

Mein Fazit:
Ein Buch, dass man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte. Meine ganz klare Leseempfehlung für diejenigen, die etwas Heiteres mit Tiefgang suchen. Von mir gibt es 5 einzelne Socken … ähm Sterne natürlich, denn dieses Buch ist anders – und deshalb wertvoll!

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Veröffentlicht am 11.02.2021

Der perfekte Cosy-Crime

Wenn Wattwürmer weinen
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Darum geht es:
Henner will sich sportlich betätigen. Und so schnürt er seine Jogging-Schuhe und läuft los. Vorbei an Neuharlingersiels neuester Attraktion. Dem Übernachtungsstrandkorb, der in zwei Tagen ...

Darum geht es:
Henner will sich sportlich betätigen. Und so schnürt er seine Jogging-Schuhe und läuft los. Vorbei an Neuharlingersiels neuester Attraktion. Dem Übernachtungsstrandkorb, der in zwei Tagen eingeweiht werden soll. Aber warum eigentlich vorbei? Wo er schon mal da ist, kann er ja auch mal einen Blick riskieren. Aber was ist das? Der Strandkorb scheint „bewohnt“ zu sein. Neugierig riskiert Henner einen Blick. Da liegt der Tourismus-Chef Ulfert Johannsen und schläft. Oder doch nicht? Komisch ... Er reagiert gar nicht, als Henner ihn anspricht. Und auch, als Henner das Verdeck zur Seite schiebt bleibt Ulfert regungslos liegen. Schnell ist klar, dass Ulfert nicht mehr unter den Lebenden weilt. Alles sieht vorerst nach einem Herzinfarkt aus. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Wein, den Ulfert Johannsen in dem Strandkorb getrunken hat, vergiftet war. Doch wer hat ein Motiv Ulfert umzubringen? Seine Stellvertreterin in der Touristen-Info? War sie scharf auf seinen Job? Oder seine schwangere Freundin, die er kurz vorher verlassen hat? Oder doch vielleicht seine Sekretärin? Doch schnell wird klar, dass Ulfert Johannsen hier nicht das einzige Opfer des Giftmörders war. Wer treibt da sein tödliches Unwesen und warum?
Schnell finden sich Rosa, Henner und Rudi in einem neuen Fall wieder und müssen das ein oder andere Rätsel lösen, bis sie dem Giftmischer auf die Spur kommen.

Meine Meinung:
„Wenn Wattwürmer weinen“ ist der 8. Band um Polizist Rudi Bakker, Postbote Henner Steffens und Lehrerin Rosa Moll. Man könnte dieses Buch aber auch als Einzelband lesen, wobei man sich die Vorgängerbände wirklich nicht entgehen lassen sollte.
Sehr hilfreich ist für diejenigen, die die Vorgängerbände nicht kennen, ein Verzeichnis der wichtigsten Charaktere hinten im Buch. So kann immer mal wieder nachgeschlagen werden. Für alle, die die Vorgängerbände kennen, ist es einfach wie „nach Hause kommen“.

Sehr gut gefällt mir jedes Mal, dass in den Büchern auch die schöne Landschaft nicht zu kurz kommt. Wer den Ort Neuharlingersiel kennt, wird so ziemlich alles wiedererkennen.

Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Das 270 Seiten lange Buch ist in insgesamt 9 Kapitel (inklusiver Epilog) in Form von Wochentagen unterteilt. So kann man sowohl in einem Rutsch als auch in mehrere Abschnitte aufgeteilt lesen.

Ein besonderes Schmankerl: Die Gerichte, die im Buch erwähnt werden, sind hinten mit einem Rezept verewigt.

Mein Fazit:
Wer die Küstenkrimis von Franke & Kuhnert kennt, wird auch diesen hier lieben. Allen anderen kann ich nur raten: Wenn ihr Krimis ohne allzu viel Blutvergießen und mit einem gehören Schuss Humor und Lokalkolorit mögt: Lernt die Krimis so schnell wie möglich kennen.
Schon jetzt eines meiner absoluten Lese-Highlights für dieses Jahr. Einfach der perfekte Cosy-Crime.
5 Sterne!!!

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Veröffentlicht am 31.01.2021

Schöne Geschichte für Jung und Alt

Remus und die Flossenbande
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Darum geht es:
Remus hat es nicht leicht. Grade ein paar Wochen auf der neuen Schule, wird im Unterricht die Geschichte von Romulus und Remus durchgenommen. Und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf ... ...

Darum geht es:
Remus hat es nicht leicht. Grade ein paar Wochen auf der neuen Schule, wird im Unterricht die Geschichte von Romulus und Remus durchgenommen. Und schon nimmt das Schicksal seinen Lauf ... seine Mitschüler machen sich über ihn und seinen ungewöhnlichen Namen lustig. Zu allem Überfluss traut sich Remus im Schwimmunterricht nicht zu tauchen, was erneut Anlass zu Spott und Hohn bei seinen Mitschülern ist. Einzig Mira hält zu ihm und stellt sich mutig an seine Seite. Das macht Remus sehr traurig und er streift alleine durch den Wald. Dabei findet er einen versteckten Zugang zu dem dort liegenden See mit einem alten verlassenen Steg. Als eine seiner Tränen in den See tropft wird das Wasser an der Stelle plötzlich ganz klar und ein Hecht taucht auf. Remus und der Hecht können sich verstehen und so entsteht eine Freundschaft der anderen Art. Auch die anderen Fische im See bekommen von dieser Freundschaft mit. Es dauert nicht lange, und Remus erfährt, dass im See ein Fisch lebt, der einen Angelhaken im Maul hat. Doch wie soll er ihn entfernen? Dazu müsste er ja in den See eintauchen. Und davor hat Remus doch Angst. Wird er diese überwinden? Kann er dem Fisch helfen? Und welche anderen Abenteuer hat er noch zu überstehen?
Findet es heraus!

Meine Meinung:
Eine sehr schöne Geschichte über Freundschaft, Mut und Ängste (und wie man sie überwindet), die nicht nur die jungen Leser begeistert. Eine Geschichte, die man in jedem Alter lesen und lieben kann.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Auf Fremdworte wird verzichtet. So kann man es bequem vorlesen ohne viel erklären zu müssen. Und auch die jungen „Schon-Selbst-Leser“ können hier problemlos lesen. Das 128 Seiten lange Buch ist in 15 Kapitel unterteilt. So kann man es als Erwachsener bequem in einem Rutsch und als junger Leser toll in mehrere Abschnitte unterteilt lesen. Eben jeder in seinem Tempo.

Mein Fazit:
Ein schönes Buch, dass ich nur weiterempfehlen kann. Von mir gibt es hier 5 Sternchen.

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