Die Rache für die Vergangenheit findet in der Gegenwart statt
Vergessene GräberIn und um Frankfurt herum werden mehrere junge Menschen ermordet. Mara Billinski wird zu den scheinbar zusammenhangslosen Fällen hinzugezogen und tappt vorerst im Dunkeln.
Bei ihrem Kollegen Jan Rosen ...
In und um Frankfurt herum werden mehrere junge Menschen ermordet. Mara Billinski wird zu den scheinbar zusammenhangslosen Fällen hinzugezogen und tappt vorerst im Dunkeln.
Bei ihrem Kollegen Jan Rosen scheint es dagegen besser zu laufen, denn er findet Anyana, die er lange Zeit gesucht hat. Sie lebt seit einiger Zeit als Prostituierte im Frankfurter Bahnhofsviertel, kommt dann aber bei Rosen zuhause unter.
In dieser Zeit findet Mara heraus, dass alle ermordeten russische Wurzeln haben, die allerdings gut verschleiert werden. Wie hängen die Verbrechen zusammen und warum taucht der russische Verbrecherboss Witali Blochin in diesem Zusammenhang auf?
Meine Meinung:
Das Cover ist schlicht und trotzdem schön gestaltet, es bildet eine Krähe ab und passt perfekt zu den anderen Bänden der Reihe.
Auch der Schreibstil von Leo Born ist wie gewohnt sehr spannend und flüssig. Es gibt mehrere Verbrechen und voneinander unabhängige Handlungsstränge, die sich am Ende zusammenfügen. Das ermöglicht mir als Leserin nicht nur einen Einblick in Maras Sichtweise, sondern auch in die von Jan Rosen, den jungen Opfern und auch den Tätern.
Mara hat sich im Laufe der Reihe weiterentwickelt und arbeitet nun enger mit ihren Kollegen zusammen. Auch mit ihrem Vater versteht sie sich besser und trifft diesen immer mal wieder.
Das kommt ihr auch bei diesem Fall zu Gute.
Edgar kennt die Mutter von einem der jungen Menschen persönlich und kann so den Kontakt zwischen den Beiden herstellen. Mara erfährt so, dass alle Opfer einen russischen Elternteil haben und kommt so langsam voran.
Doch auch die russische Mafia mischt wieder mit. Dieses mal in einer etwas anderen Rolle als gewohnt, aber es sind an verschiedenen Stellen in die Fälle verstrickt. Dabei kommt Mara auch ihrem Todfeind Witali Blochin näher als sie gerne hätte.
Und auch Rosen bekommt deren Hass zu spüren, als er Anyana mit zu sich nach Hause nimmt und vor weiterer Gewalt beschützt. Doch ihr Zuhälter gibt nicht so einfach auf und beschäftigt Rosen damit noch viel nach Feierabend.
Ein Event in der Vergangenheit zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und auch hier wird der russische Einfluss schnell sichtbar. Es geht um Vergeltung. Vergeltung an einem Massenmord, der vor vielen Jahren stattfand und nun totgeschwiegen wird. Durch Maras Ermittlungen werden die Hintergründe und Motive der Morde an den jungen Menschen immer klarer und auch grausamer.
An einigen Stellen wurde es mir auch zu unrealistisch.
Am Ende sind es viele Gräber. Zum einen die vergessenen Gräber aus dem Event der Vergangenheit und zum anderen neue Gräber. Trotzdem behält Mara den Überblick und kann den Fall lösen.
Die Auflösung hat mir gut gefallen und war sehr detailliert und verständlich.
Trotzdem gibt es noch immer lose Fäden, wie etwa Witali Blochin. Dieser wird wohl auch im nächsten Teil der Reihe wieder auftauchen!
Mein Fazit:
Ein spannender Krimi, der die Vergangenheit und Gegenwart zusammen bringt. Dieses Mal steht nicht Maras Privatleben im Vordergrund sondern das von ihrem Kollegen Jan Rosen, was mir gut gefallen hat. Allerdings gab es einige unrealistische Stellen und ungeklärte Zusammenhänge.