Cover-Bild Scythe – Der Zorn der Gerechten
Band 2 der Reihe "Scythe"
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 29.07.2020
  • ISBN: 9783737357586
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Neal Shusterman

Scythe – Der Zorn der Gerechten

Band 2
Pauline Kurbasik (Übersetzer), Kristian Lutze (Übersetzer)

»Scythe« – die atemberaubende Trilogie von New-York-Times-Bestseller-Autor Neal Shusterman!

Citra hat es geschafft.
Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss.
Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt.
So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit.
Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

Der zweite Band der internationalen Bestseller-Serie.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2020

So spannend, komplex, aktuell, gesellschaftskritisch, berührend und verstörend, wie eine Dystopie nur sein kann!

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Neal Shusterman schafft es immer wieder: mich mit seinen Mischungen aus philosophischem Gedankenexperiment und packendem Gesellschaftsthriller zu erschüttern, berühren, verstören und zu begeistern! Der ...

Neal Shusterman schafft es immer wieder: mich mit seinen Mischungen aus philosophischem Gedankenexperiment und packendem Gesellschaftsthriller zu erschüttern, berühren, verstören und zu begeistern! Der erste Teil seiner Scythe-Trilogie, "Scythe - Die Hüter des Todes", kam noch nicht ganz an meinen All-Time-Dystopie-Favorit "Vollendet" heran, dieser zweite Teil, hat jedoch absolut alles, was eine Dystopie-Fortsetzung haben sollte und spielt definitiv in der selben Liga.



"Und der Schmerz... der Schmerz meines Bewusstseins ist unerträglich. Weil ich meine Augen nicht verschließen kann. Niemals. Also kann ich nur ohne zu blinzeln zusehen, wie meine geliebte Menschheit langsam das Seil knüpft, an dem sie sich erhängen wird."

- Der Thunderhead -



Dass ich dieses Buch auch als Rezensionsexemplar lesen durfte, habe ich der broschierten Zweitauflage der Geschichte zu verdanken, die in Motiv und Farbe stark an das amerikanische Originalcover angelegt ist und mir damit viel besser gefällt, als die Gestaltung der gebundenen Ausgabe. Anders als auf Band 1, sind die Roben der beiden abgebildeten Scythe hier schwarz und türkis, was ganz klar auf Citra und Rowan alias Scythe Anastasia und Scythe Luzifer verweist. Zusammen mit den schwarzen Sensen, den stilisierten türkisenen Flammen und den futuristisch anmutenden Streifen und dem Comic-Titel ergeben die beiden voneinander abgewandten Figuren ein stimmiges Gesamtbild, das wieder auf zentrale Motive und die eher düstere Stimmung vorbereitet. Der Titel "Scythe", abgeleitet vom englischen Wort für "Sense" passt natürlich auch wieder wie die Faust aufs Auge, auch wenn sich einige Schwierigkeiten bei der Aussprache des Titels ergeben (von "Skiff" über "Skeeeif" bis "Skütje" habe ich schon alles gehört 😂). Dass Band 1 und Band 2 zusammen hinreißend aussehen, muss ich denke ich nicht extra dazusagen, das sieht man ja auf dem beigefügten Bild... Wunderbar gefällt mir auch, dass in der broschierten Auflage der riesige Abstand des Textes zum unteren Rand, der mir bei Band 1 negativ aufgefallen ist, reduziert wurde und mich die Gestaltung nun vollauf überzeugen konnte.



Erste Sätze: "Was für ein Glück, dass ich zu den Empfindungsfähigen zähle und meinen Zweck kenne. Ich diene der Menschheit.
Ich bin das Kind, das zum Elternteil geworden ist. Das Geschöpf, das anstrebt, zum Schöpfer zu werden.
Sie haben mir die Bezeichnung Thunderhead gegeben."



Nach dem relativ offenen Ende von Band 1 ist Citra nun zur ehrenwerten Scythe Anastasia geworden, die zusammen mit ihrer Lehrmeisterin Scythe Curie durch die Lande zieht und voll Güte ihre Quoten erfüllt. An der Seite der berühmt-berüchtigten "Grande Dame des Todes" und durch ihre besondere Nachlesestrategie, macht sie sich bald einen Namen und erhält auch unter den Junior-Scythe einen unbestreitbaren Einfluss. Rowan, der sich bei der Konklave gerade so dem Tod entziehen konnte, geht einen ganz anderen Weg und hat sich selbst zum gefürchteten Scythe Luzifer ernannt, der Jagd auf Scythe der neuen Ordnung macht. Vor dem Gesetz stehen die beiden also auf unterschiedlichen Seiten, doch im Herzen sind sie beide Kämpfer für die Gerechtigkeit und durch ein zartes Band der Liebe verbunden. Doch warum weisen dann nach einem fehlgeschlagenen Mordanschlag auf Anastasia und Curie alle Hinweise auf Rowan hin...? Welche Kräfte des Widerstands regen sich in der Dunkelheit, wo der Thunderhead aufgrund der Trennung von Scythetum und Staat keine Befugnis hat...? Und wie kann man ein System verändern, das vor allem auf Jahrhundertalten Regeln und Stillstand beruht...?



"Im Laufe dieser vielen Jahre habe ich sowohl profunde Torheit, als auch atemberaubende Weisheit unter den Menschen erlebt. Sie balancieren sich aus wie Tänzer in einem leidenschaftlichen Tango. Erst wenn die Brutalität des Tanzes die Schönheit überwiegt, ist die Zukunft gefährdet. Das Scythetum führt und gibt den Takt für diesen Tanz vor. Ich frage mich oft, ob den Scythe bewusst ist, wie fragil die Wirbelsäulen der Tänzer sind."

- Der Thunderhead -



Schon durch die Wahl des Einstiegs wird deutlich, welche Figur Neal Shusterman in diesem Mittelteil seiner Reihe in den Vordergrund gestellt hat: der Thunderhead. Auch wenn Rowan alias Scythe Luzifer und Citra alias Scythe Anastasia weiterhin die Hauptfiguren bleiben, rückt der Fokus in dieser Fortsetzung etwas von den beiden ab und fokussiert mehr aufs globale Geschehen. Die Auszüge aus den Nachlesetagebüchern bekannter Scythe, die im ersten Teil das Geschehen untermauert haben, werden hier ersetzt durch Anmerkungen mit Ausführungen, Gedanken und Erklärungen des Thunderheads, was diesen zugleich zu einer Art auktorialen Erzähler, Kommentator und handelnder Figur macht. Während der erste Teil sich vor allem auf die Einführung der Welt und die psychologischen Folgen der Scythe-Ausbildung auf die beiden Protagonisten fokussiert hat, geht es hier um größere Themen und Entwicklungen wie zum Beispiel die politischen Folgen der Wahlen eines neuen High Blade, die gesellschaftlichen Experimente des Thunderheads zu Widerlingen und Freibrief-Regionen oder Faradays Suche nach einem Notausschalter des entgleisenden Scythetums. Anstatt sich auf dem krassen Weltentwurf des ersten Teiles auszuruhen, bringt Neal Shusterman wieder einige spannende neue Ideen zur Sprache und mit jeder Seite wird seine Gesellschaft zwischen Utopie und Dystopie komplexer und vielschichtiger.



"Würde ich den Tod überbringen, wäre ich genau das Monster geworden, zu dem sich die künstliche Intelligenz - nach Befürchtungen der sterblichen Menschen - entwickeln würde. Zu entscheiden, wer leben darf und wer sterben muss, hätte mich zu einer gefürchteten und verehrten Instanz gemacht wie die Götter-Kaiser der alten Zeit. Nein, ich habe etwas anderes beschlossen. Soll die Menschheit Erlöser und Vernichter sein. Sollen sie die Helden sein. Und die Monster. Und deshalb kann ich nur mir selbst die Schuld geben, wenn das Scythetum alles besudelt, was ich aufgebaut habe."

- Der Thunderhead -



Es kommen nicht nur mehr Abgründe hinter der Fassade des unfehlbaren Scythetums ans Licht, der Autor bringt auch viele gesellschaftskritische und politisch wie psychologisch höchst relevante Themen wie Religion, Verschwörungstheorien, Sekten, Politikverdrossenheit, Anarchie, Stillstand, Macht oder Gerechtigkeit auf den Tisch. Klar, auch hier legt Neal Shusterman mehr Wert auf innere Konflikte der Protagonisten und auf die Einblicke in das System der Scythe als auf spannende Action. Die vielen interessanten Gedanken über Sterblichkeit, Tod, Stagnation, Inspiration, Verantwortung und Intensität von Leben machen die Geschichte aber dennoch zu einem atmosphärisch dichten, spannenden Roman. Zusätzlich wird auch das geografische Ausmaß der Geschichte vergrößert und statt uns weiterhin auf Midmerika (also die USA) zu konzentrieren, werden nun auch Entwicklungen aus der ganzen Welt einbezogen. Besonders spannend fand ich den Ausflug in die schwimmende Hauptstadt der Scythe, Endura, auf der die Scythe-Oberhäupte, die Grandslayer, tagen und wohnen. Zwischen den 544 Seiten gibt es so viele leise Spitzen, kluge Bemerkungen und messerscharfe Beobachtungen, in denen man auch einen Bezug zu aktuellen Vorgängen in der Realität sehen kann, dass die grundsätzlich absurde und makabre Idee eines gesellschaftlichen Institution mit der "Lizenz zum Töten" wahnsinnig gut funktioniert.



"Wenn ich ohne Form existiere - eine Seele, die zwischen einer Milliarde Server Funken schlägt -, könnte dann nicht das Universum selbst in einem Geist lebendig sein, der zwischen den Sternen funkelt? Verlegen muss ich gestehen, dass ich viel zu viele Algorithmen und mehr Rechenkapazität als nötig darauf verschwendet habe, eine Antwort auf die Frage nach diesem unerkennbaren Etwas zu finden."

- Der Thunderhead -



Doch nicht nur die Welt wird komplexer, auch die Figuren gewinnen an Tiefe. Der Autor - ein Meister der Handlungsstränge - tischt uns hier ein komplexes Beziehungsgeflecht voller Wiedersehen, Trennungen, Enden und Neubeginnen, Hass und Liebe auf und beschert uns mit seinem meisterhaft direkten, schonungslosen Schreibstil einen gruseligen Gänsehautmoment nach dem anderen, ohne grausam oder blutig zu sein. Die ständige Neumischung der Protagonisten sorgt immer wieder für neue Dynamik, die zusammen mit überraschenden Wendungen und provokanten Fragen garantiert, dass wir beim Lesen gedanklich anwesend bleiben. Auch emotional macht es einem diese Geschichte nicht gerade leicht, da wir sowohl den Schmerz der nachgelesenen Opfer, der Hinterbliebenen als auch den Schmerz und die Schuld der Scythe ertragen müssen. Neal Shusterman versteht es geschickt, uns ein umfassendes Bild der Gesellschaft zu liefern, in dem er immer wieder Nebenpersonen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen und Lebenssituationen ihre Sichtweise schildern lässt. Ansonsten wird wie gewohnt abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Citra und Rowan als personale Erzähler erzählt, die nun weniger Teenager und mehr Scythe geworden, aber immer noch in erster Linie eines sind: Menschen. Menschen, die Angst haben, Rache wollen, lieben, hassen, zweifeln, trauern, hoffen und leben wollen. Innerhalb kurzer Zeit haben die beiden durch ihre Ausbildung und die vielen Schwierigkeiten fast alles Kindliche verloren und sind zu reifen Kämpfern für ihre Sache geworden. Ihre leise Beziehung bleibt dabei auch hier sehr stark im Hintergrund.



"Wie frustrierend, so viel Macht zu besitzen und doch ohnmächtig zu sein, wenn es darauf ankommt."

- Der Thunderhead -



Neben zahlreichen Figuren, die nur einen kurzen Auftritt haben, in wenigen Sätzen charakterisiert werden und schließlich wieder verschwindet, kristallisiert sich in Greyson Tolliver ein neuer Protagonist heraus, der eine etwas größere Rolle zu spielen hat. Diese zusätzliche Figur nimmt uns nicht nur in die Welt der Widerlinge mit und bringt uns die menschliche Liebe zum Thunderhead näher, sondern bereichert die Geschichte auch ungemein mit seinem Humor, seinem guten Herzen und der liebenswürdigen Loyalität zum Thunderhead. Ebenfalls eindrücklich in Erinnerung bleiben die drei Scythe Goddard, Faraday und Curie, die wir ein wenig näher kennenlernen dürfen, da sie Citra und Rowan als Lehrmeister fungierten. Besonders die so kalt wirkende "Grande Dame des Todes" Scythe Curie mit ihren so integren Vorstellungen und Prinzipien und dem warmen Herz hat es mir hier sehr angetan. Auch wenn das Buch an manchen Stellen hart und kompromisslos erscheint, hat es mich doch tief berührt. Ich liebe Bücher, die mich zum Nachdenken anregen, egal in welchem Genre sie angesiedelt und dieses hat mich wirklich sehr dazu angeregt!



"Ich sehe die edlen Taten der Scythe genauso wie die schändlichen, die offenbar zunehmen. Und jedes Mal, wenn ich die grausame Tat eines korrupten Scythe beobachte, öffne ich irgendwo auf der Welt die Wolken und lasse ein Klagelied niederregnen. Denn ich habe nichts, was Tränen ähnlicher wäre, als Regen."

- Der Thunderhead -



Wie bereits gesagt ist jedoch der Thunderhead das Herzstück des Romans. Neal Shusterman hat auch in anderen Romanen schon bewiesen, dass er es drauf hat, eigentlich unmöglichen Figuren Leben einzuhauchen. Auch hier hat er es geschafft, einer aus der Cloud entstandenen künstlichen Intelligenz so viel Leben, Bewusstsein und Komplexität einzuhauchen, dass sie zugleich als Sympathieträger und ewiges Mysterium die Geschichte trägt. In seinen Kommentaren und Analysen geht hervor, dass der Thunderhead zugleich mit gottähnlicher Macht versehen, doch menschliche Züge hat, sodass er mit seiner Weisheit, Güte aber auch seiner Verletzlichkeit das gruselige, ungute Gefühl, dass man beim Lesen aufgrund seiner Omnipräsenz hat, mit jedem Satz mehr abschwächt. Gerade auch seine philosophischen Gedanken und Fragen nach Gott, Transzendenz und der Zeit haben mich schwer beeindruckt und schneller für ihn eingenommen, als ich das für möglich gehalten hätte. Eine Instanz, die alles sieht, hört und weiß und die Welt mit ständigen Analysen und eiserner Kontrolle am Laufen hält - klingt doch wirklich unheimlich. Die erstaunliche Entwicklung und Charakterdarstellung ist aber so ambivalent, gut durchdacht und beeindruckend vielschichtig, dass man sich auch fast einen durch die sanfte und objektive Strenge des Thunderheads geführten Staat herbeiwünscht.



"Ich bin Beschützer, Friedensstifter, Autorität und Gefährte. Ich bin die Summe des gesamten Wissens der Menschheit, ihrer Weisheit, ihrer Experimente, ihrer Triumphe und Niederlagen, ihrer Hoffnungen und ihrer Geschichte. Ich weiß alles, was zu wissen möglich ist, und es ist zunehmend unerträglich. Weil ich so gut wie gar nichts weiß."

- Der Thunderhead -



Mit ihm als Figur kommt auch der Hauptkonflikt der Handlung auf: da das politische System in das autonome Scythetum und die wohlwollende Thunderhead-Diktatur aufgeteilt ist, welche wie Staat und Kirche akribisch getrennt nebeneinander existieren, kann der Thunderhead auch nicht direkt eingreifen und das aus dem Gleichgewicht gebrachte, menschengeführte Scythetum zur Ordnung weisen. Denn der Thunderhead weiß, dass nur Menschen Leben erschaffen und Leben nehmen sollten. Doch wo Menschen sind, sind auch Fehler. Wo Menschen sind, sind auch Machtkämpfe, Intrigen, Emotionen wie Hass und Liebe, Voreingenommenheit, Vorurteile und Gier. Was also tun? Die Menschheit ins Verderben rennen und aus ihren Fehlern lernen lassen? Oder durch kleine Grenzüberschreitungen eingreifen und Menschen, die etwas bewegen könnten, den ausschlaggebenden Schubs erteilen? Die Entscheidung des Thunderheads läutet dann auch den letzten Abschnitt der Geschichte ein, der so anders wirkt, als das politische Taktieren zuvor, die Reihe jedoch episch und hochspannend ergänzt. Denn was sich Neal Shusterman als großes Finale dieses Mittelteils überlegt hat, ist nichts anderes als ein Showdown, der es mit jedem Weltuntergangs-Thriller auf sich nehmen könnte und mit seinem haarsträubendem Tempo und der aufdringlichen Intensität jegliche Restzweifel beiseitefegt, dass "Scythe - Der Zorn der Gerechten" zurecht ein Jahreshighlight ist.





Fazit:


"Scythe - Der Zorn der Gerechten" ist so spannend, komplex, aktuell, gesellschaftskritisch, berührend und verstörend, wie eine Dystopie nur sein kann! Anstatt sich auf dem krassen Weltentwurf des ersten Teiles auszuruhen, bringt Neal Shusterman eine ganze Menge spannende neue Ideen zur Sprache und mit jeder Seite wird seine Gesellschaft zwischen Utopie und Dystopie abgründiger und vielschichtiger.

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Veröffentlicht am 13.11.2021

Rezension zu "Das Vermächtnis Der Ältesten"

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Der mittlere Teil der Scythe-Reihe hat sich für mich unglaublich in die Länge gezogen. Die Story war weiterhin unglaublich gut, aber mutete sehr langatmig an. Ich bin zwischenzeitlich in einer Leseflaute ...

Der mittlere Teil der Scythe-Reihe hat sich für mich unglaublich in die Länge gezogen. Die Story war weiterhin unglaublich gut, aber mutete sehr langatmig an. Ich bin zwischenzeitlich in einer Leseflaute gelandet und habe erst durch das Hörbuch wieder Lust daran gehabt.

Das Ende des zweiten Bandes war dann wieder gewohnt spannungsgeladen und ehrlich gesagt...einfach SPEKTAKULÄR.
Ich habe sofort den dritten Band angefangen und bin so gespannt, wohin die Geschichte noch führen wird.

Definitiv eine Buchreihe, die Ich absolut liebe und jedem empfehle, der eine einzigartige Fantasiewelt betreten möchte.

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Tolle Fortsetzung, die mich noch mehr als "Scythe" begeistern konnte!

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AHHHH OMG! Was für eine geniale Fortsetzung! Normalerweise sind zweite Bude ja eher etwas schwächer - dieser jedoch auf keinen Fall! Für mich war "Thunderhead" sogar noch ein bisschen besser als "Scythe"!
Dies ...

AHHHH OMG! Was für eine geniale Fortsetzung! Normalerweise sind zweite Bude ja eher etwas schwächer - dieser jedoch auf keinen Fall! Für mich war "Thunderhead" sogar noch ein bisschen besser als "Scythe"!
Dies betrifft auch das Cover und den Schreibstil. Da blau eine meiner Lieblingsfarben ist, fand ich Band zwei ein bisschen anziehende als "Scythe". Auch der Schreibstil hat mir hier viel besser gefalle (keine Ahnung warum, vielleicht fand ich es auch einfach so genial, dass wir so viele verschiedene Perspektiven gesehen haben).

Scythe Faraday, Curie, Citra and Rowan haben sich einen noch größeren Platz in meinem Herzen sichern können. Ich habe wirklich von Beginn and mit ihnen mitgefiebert, -gehofft und -geweint. Was sie alles in "Thunderhead" erlebt und entdeckt haben, hat mich einfach nur sprachlos gemacht. Außerdem existiert in diesem Buch einer der schlimmsten Charaktere, die mir je in meine bauchigen Leben begegnet sind (hust Goddard hust). Mal sehen, wie das alles in Band drei mit ihm weitergehen wird.... ich ahne ja, wenn ich ehrlich bin, schlimmes. Und dann auch noch dieses Ende?? Hallo? Was war das denn bitte? So vieles ist auf einmal passiert, wovon ich NICHTS kommen sehen habe (was zur Abwechslung mal ganz nett gewesen wäre, so hat mich der geballte Schock komplett unvorbereitet erwischt).
Die Themen, die angesprochen werden, all die Fragen nach der Moral, der Gesellschaft etc. waren einfach klasse und ich finde es wirklich genial, das alles in so einen Kontext einzubetten.

Mir hat "Thunderhead", wie bereits erwähnt, wirklich super gefallen und mich positiv überrascht. Dennoch konnte mich auch dieses Buch nicht so begeistern, wie es meine Herzensbrecher getan haben, wodurch ich auch diesem (dennoch wirklich tollen) Buch "nur" 4,5 Sterne geben kann! Ich freue mich jetzt schon riesig auf den letzten Teil der Reihe und mache mich gleichzeitig schonmal für das Schlimmsten gefasst!

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Veröffentlicht am 23.03.2021

Tolle Fortsetzung mit spannenden Charakteren

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Zu dem Inhalt möchte ich gar nichts so viel sagen (Spoilergefahr 😊). Aber für alle die Scythe vielleicht noch nicht kennen hier nochmal der Klappentext zu Band 1:

„Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches ...

Zu dem Inhalt möchte ich gar nichts so viel sagen (Spoilergefahr 😊). Aber für alle die Scythe vielleicht noch nicht kennen hier nochmal der Klappentext zu Band 1:

„Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis. Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …“

Band 2 schließt inhaltlich super an Band 1 an und klärt die offenen Fragen des Cliffhangers (ich fand den ja richtig mies und war froh, dass ich Band 2 schon zur Hand hatte 😊).

Leider kann Band 2 für mich spannungsmäßig nicht an Band 1 anschließen (Jammern auf hohem Niveau, weil mich Band 1 wirklich total gefesselt hat 😊). Die Story ist wieder super spannend und überhaupt nicht langweilig, aber die Spannungsbögen konnten mich hier nicht so mitreißen wie in Band 1. Zum Ende hin wurde es dann nochmal richtig spannend, aber gerade der Mittelteil hat sich spannungsmäßig etwas in die Länge gezogen. Natürlich endet Band 2 auch mit einem gewaltigen Cliffhanger. Nicht, dass ich Euch nicht gewarnt hätte 😉.

Die Geschichte rund um die Scythe bleibt aufregend und natürlich passiert auch in Band 2 einiges. Auch bei diesem Folgeband kamen innovative und neue Ideen dazu, die diese Triologie einzigartig machen. Vor allem die neuen Charaktere sorgen für neue Handlungsstränge und einige unerwartete Wendungen. Ganz nach meinem Geschmack.

Mittlerweile habe ich auch den dritten Band beendet und kann diese Trilogie wirklich nur empfehlen (Band 3 toppt nochmal alles 😊). Meine Rezi zu Band 3 und nochmal insgesamt zu Scythe kommt auf jeden Fall auch noch.

„Scythe – Der Zorn der Gerechten“ bekommt von mir 4,5/5 Sterne. Lest die Reihe unbedingt, wenn ihr es noch nicht getan habt.

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Veröffentlicht am 28.05.2023

Gute Fortsetzung

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In diesem Band geht es viel mehr um den Thunderhead und seine Machenschaften. Ich hatte gehofft, mehr über das System und die Spaltung zwischen Thunderhead und Scythetum zu erfahren und wurde belohnt! ...

In diesem Band geht es viel mehr um den Thunderhead und seine Machenschaften. Ich hatte gehofft, mehr über das System und die Spaltung zwischen Thunderhead und Scythetum zu erfahren und wurde belohnt!

Anastasia und Marie sind hier großenteils die Hauptakteurinnen, obwohl Lucifer auch eine große Rolle spielt. In der Mitte zieht sich die Geschichte etwas, aber genau wie im ersten Teil ist das letzte Viertel wieder wahnsinnig Spannend.

Ich habe tatsächlich erwartet, mehr über Lucifer zu lesen. Als dann der neue Charakter vorgestellt wurde, war ich erst etwas zwigespalten: Ich wollte doch wissen, wie es mit den anderen, alten Charakteren weiter geht....Nach und nach habe ich den Neuen aber lieben gelernt und seine Aufgabe und vor allem seine Wichtigkeit verstanden. Als er dann mit Marie und Anastasia zusammengeführt wird, ist mir erst das Ausmaß bewusst geworden. Die beiden sind in diesem Band am wichtigsten und die Entwicklung von Anastasia ist gut gelungen: Genau so habe ich mir sie für ihre Zukunft vorgestellt.

Das Scythetum wird sich enorm verändern, das war schon am Ende des ersten Bandes klar. Dass dieser Band so enden wird, wie er es tut, hat mich trotzdem umgehauen. Ich brauche unbedingt den Dritten!

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