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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2021

Eine verhängnisvolle Hochzeitsnacht...

Sommernacht
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Zum Buch: Will und Julia wollen ihre Hochzeit ganz besonders feiern. Sie laden zahlreiche Freunde und Familienmitglieder auf die Insel Inis an Amplóra nahe der irischen Küste ein. Es soll ein pompöses ...

Zum Buch: Will und Julia wollen ihre Hochzeit ganz besonders feiern. Sie laden zahlreiche Freunde und Familienmitglieder auf die Insel Inis an Amplóra nahe der irischen Küste ein. Es soll ein pompöses Fest werden. Julia, auch Jules genannt, ist Inhaberin eines aufstrebenden Online-Magazins und ihr Angetrauter Will ist Shootingstar einer Survival-Fernsehserie. In dem kleinen Schlösschen auf der Insel gibt es 10 Gästezimmer und die engsten Familienmitglieder und Freunde dürfen schon eine Nacht vor der Trauung auf der Insel verbringen. Nach der Trauung kommt plötzlich ein Sturm auf und niemand kann die Insel planmäßig wieder verlassen. Als kurzzeitig der Strom ausfällt, hören die Gäste einen unmenschlichen Schrei von draußen…

Meine Meinung: Die Autorin schafft es von Anfang an, den Leser mitzunehmen auf diese Insel, die wirklich malerisch schön ist, aber genauso unheimlich mit ihren alten Grabsteinen und dem kleinen Schlösschen. Man kann sich die schöne, aber ungemütliche Landschaft sehr gut vorstellen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von verschiedenen Personen geschrieben, das macht die Geschichte sehr lebendig. Auch dass sie kurz sind, fördern den Lesegenuss!
Während zu Beginn alles noch toll ist, zeichnet sich ziemlich schnell ab, dass die Menschen der Hochzeitsgesellschaft nicht immer die sind, die sie zu sein vorgeben. Unterschwellig liegt immer etwas Bedrohliches in der Luft…
Was mich besonders fasziniert hat, sind die Allianzen, die sich hier auch gebildet haben. Zwar unfreiwillig, aber dennoch interessant.
Es ist also nicht nur ein spannender Thriller entstanden, dessen Ende der Leser auf keinen Fall vorausahnen konnte, weil irgendwie alle „Dreck am Stecken“ haben, wie man so sagt. Sondern er ist gleichzeitig auch ein Psychodrama, welches sich nach und nach herauskristallisiert. Am Ende gibt es auf jeden Fall eine Leiche und jeder könnte es gewesen sein!

Mein Fazit: Mit „Sommernacht“ hat Lucy Foley einen spannenden Thriller geschrieben, in dem es viele Geheimnisse zu enthüllen gilt und alles irgendwie zusammenhängt! Ich kann das Buch nur jedem Thrillerfan weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Spannender Auftakt einer Fantasy-Trilogie!

Rauer Glanz
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Zum Buch: In Maulion ist die Herrschaft des alten ser Beetz beendet, er liegt im Sterben. Sein Sohn Gerard muss wohl oder übel die Geschicke seines Vaters fortführen, obwohl er sich nie für die Regierungsgeschäfte ...

Zum Buch: In Maulion ist die Herrschaft des alten ser Beetz beendet, er liegt im Sterben. Sein Sohn Gerard muss wohl oder übel die Geschicke seines Vaters fortführen, obwohl er sich nie für die Regierungsgeschäfte interessiert hat. Aber er schlägt sich wider Erwarten tapfer und knüpft als erste Amtshandlung neue Kontakte mit dem Land Matrienna, das bis vor kurzem noch im Krieg mit Ronland lag, zu dem auch Maulion gehört. Als ein Spitzel des Königs davon am Hofe berichtet, löst das eine Kette von Umständen aus… Kann das gut ausgehen?

Meine Meinung: Zuerst möchte ich auf den wirklich tollen Schreibstil der Autorin hinweisen! Sie schafft diesen schmalen Grad zwischen einer gut verständlichen Sprache, die aber der Umgebung wirklich angemessen ist! Außerdem schreibt Vinachia Burke sehr bildhaft, was natürlich gerade bei Fantasy-Büchern sehr vorteilhaft ist! Ich muss dazu sagen, dass das für mich seit langer Zeit mal wieder ein Ausflug in das Genre Fantasy war. Und dann habe ich gleich so einen Glücksgriff getan!

Erzählt wird hier aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptpersonen, die da wären der König, sein Spitzel, die Konsulin von Matrienna, Landesherr von Maulion, seinem Schreiber und einem Wachmann. So unterschiedlich sich das jetzt liest, so verschieden sind auch die Erlebnisse von ihnen! Und doch kreuzen sich ihre Wege und das Schicksal nimmt so seinen Lauf… Da ich ja weiß, dass das Buch erst der Auftakt war, bin ich mit dem Ende dieses Buches eigentlich ganz zufrieden, denn er lässt Raum für Spekulationen, wie es weitergehen könnte!

Die Kapitel sind immer gut sichtbar gekennzeichnet, wer da jetzt erzählt und in welchem Zeitraum sich die Geschichte befindet. Richtig toll finde ich auch, dass die Autorin um ihre Welt herum noch so viel aufgebaut hat: es gibt eine Karte, ein Personenverzeichnis und am Ende des Buches noch eine Playlist zum Buch, aber auch zu jedem einzelnen Charakter! Und das ist ihr so gut gelungen, weil jedes Lied meiner Meinung nach total passend ist!

Mein Fazit: „Rauer Glanz – Die Schatten der Vorgänger“ ist der Auftakt einer neuen Fantasy-Trilogie und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil! Ich wurde so gut unterhalten und bin froh, auf dieses tolle Buch gestoßen zu sein! Wer historische Fantasy mag und nicht unbedingt Drachen braucht, ist hiermit gut beraten! Ich empfehle es sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!

Stummes Opfer: Thriller
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Zum Buch: Zons im Jahre 1502: Hochwasser hat der Mauer an der Kirche stark zugesetzt. Obwohl gute Handwerker dabei sind, die Mauer wieder zu errichten, stürzt sie immer wieder ein… Man möchte glauben, ...

Zum Buch: Zons im Jahre 1502: Hochwasser hat der Mauer an der Kirche stark zugesetzt. Obwohl gute Handwerker dabei sind, die Mauer wieder zu errichten, stürzt sie immer wieder ein… Man möchte glauben, hier geht es nicht mit rechten Dingen zu… Zeitgleich verschwinden einige der Bettelweiber. Bastian Mühlenberg sucht nach ihnen und als eine der Frauen gefunden wird, schwant ihm Böses… Zons in der Gegenwart: Beim Bau des neuen Stadtarchivs geht aber auch alles schief… erst werden Risse im Boden gefunden und dann werden bei der Einweihungsfeier auch noch zwei junge Menschen tot aufgefunden, jeweils einbetoniert in eine Säule. Ermittler Oliver Bergmann und sein Kollege Klaus tappen bei ihren Ermittlungen im Dunkeln. Es finden sich zwar mehrere Verdächtige, aber entweder haben sie ein Alibi oder gar kein Motiv. Als dann auch noch ein Lehrer tot aufgefunden wird und ein Teil eines alten Stadtsiegels in seiner Hand entdeckt wird, ahnt Oliver einen Zusammenhang…

Meine Meinung: Das Buch ist bereits der 11. Teil der Reihe um Zons mit den Ermittlern Bastian Mühlenberg in der Vergangenheit und Oliver Bergmann in der Gegenwart. Für mich war das Buch mein Debüt mit der Reihe, aber ich kann jetzt schon vorwegnehmen, dass ich mir die Vorgänger auf jeden Fall auch noch zulegen werde! Aber auch wenn man noch keinen Teil der Reihe kennt, kann man gut so einsteigen. Das Wichtigste wird kurz eingestreut und ansonsten ist es wohl jedes Mal ein neuer Fall.

Der Prolog beginnt gleich sehr grausig, ich mag so etwas ja gerne, das bereitet mir noch mehr Vorfreude auf das Buch! Der Schreibstil, auch in der Vergangenheit, ist sehr flüssig lesbar! Die Kapitel sind nicht ganz so kurz, aber immer noch in einzelne Abschnitte eingeteilt, so dass man es wirklich gut lesen kann! Sofort ist man in beiden Zeiten schnell gefangengenommen von den Ereignissen, die sich, wie bei Catherine Shepherd üblich, überschlagen. Man grübelt die ganze Zeit mit, kommt aber dem Täter bis zum Ende nicht auf die Spur. Und darum liebe ich die Bücher der Autorin!
Der Spannungsbogen ist einfach von Anfang bis Ende gegeben! Gerade die Parallelen in den beiden Zeitebenen sind toll! Man muss aber auch aufmerksam lesen, damit einem auch kleine Details nicht verlorengehen. Ich finde die Bücher nicht nur spannend, sondern auch liebevoll geschrieben. Man merkt die Liebe der Autorin zu der Stadt Zons, auf die sie im Nachwort auch noch einmal eingeht.

Mein Fazit: Als wenn ich es nicht schon vorhergeahnt hätte: Ich war wieder einmal restlos begeistert vom Können der Autorin! Sie schafft es einfach immer wieder, den Leser sofort mitzunehmen und ihn auch bis zum Schluss miträtseln zu lassen! Von mir gibt es mal wieder volle Punktzahl mit einer klaren Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Was ist wirklich mit Ahmet geschehen?

Forever, Ida - Und raus bist du
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Zum Buch: Für Adi beginnt ein neues Leben: andere Stadt, andere Schule, neue Leute. Sie ist froh, ihrem alten Leben zu entkommen. Es fängt auch gut an, sie findet gleich Anschluss. Auf der einen Seite ...

Zum Buch: Für Adi beginnt ein neues Leben: andere Stadt, andere Schule, neue Leute. Sie ist froh, ihrem alten Leben zu entkommen. Es fängt auch gut an, sie findet gleich Anschluss. Auf der einen Seite zu Kris und Liz, beide Außenseiter und auf der anderen Seite ist da Julia – schön, sozial fest integriert und anerkannt. Und dann ist da noch Ben, Julias Freund, zu dem Adi sich gleich hingezogen fühlt. Denn irgendetwas Dunkles umgibt ihn, wie Adi auch, das spürt sie. Hängt es vielleicht mit dem kürzlichen Unfalltod von Bens Freund Ahmet zusammen?

Meine Meinung: Der Schreibstil ist super! Die Kapitel sind aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und manchmal werden auch Whats-App-Chats abgebildet. Das ist sehr frisch und liest sich locker weg! Stück für Stück hangelt sich der Leser durch die Geschichte und erfährt langsam die „echten“ Charaktere der jungen Menschen und was es mit Ahmets Tod wirklich auf sich hat. Denn das ist der eigentliche Inhalt der Story. Aber das Buch bietet wirklich so viel mehr als nur die Aufklärung dieser Umstände. Adi hat auch ihre ganz eigene Geschichte, die in märchenhaftem Stil erschreckend rübergebracht wird.

Meiner Meinung nach ist das Buch wirklich super für junge Leser geeignet, aber eben auch für ältere Leser. Denn es bringt einem die Jugend und wie sie denkt und fühlt, wieder nahe. Wir waren ja schließlich alle mal jung!
Außerdem hat das Buch wichtige Themen vereint wie Ausgrenzung, Bloßstellung, Mobbing oder Drogen. Am Ende des Buchs findet der Leser auch Anlaufstellen, wenn man als Jugendlicher nicht mehr weiterweiß, das finde ich immer gut!

Mein Fazit: Ein wirklich cooles Buch, egal für welches Alter! Es liest sich spannend weg und die Auflösung am Ende überrascht doch! Auch hat es mich gefreut zu lesen, dass es wohl eine Fortsetzung mit Adi und ihren Freunden gibt! Ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei!

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Veröffentlicht am 06.03.2021

Brillant geschrieben diese Lebenslüge!

Ich kenne deine Lügen
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Zum Buch: Simon und Catherine sind seit ihrer Jugend zusammen, mittlerweile verheiratet und haben drei gesunde Kinder. Simon hat sich mit seinem Freund selbstständig gemacht und das Geschäft läuft recht ...

Zum Buch: Simon und Catherine sind seit ihrer Jugend zusammen, mittlerweile verheiratet und haben drei gesunde Kinder. Simon hat sich mit seinem Freund selbstständig gemacht und das Geschäft läuft recht gut. Währenddessen ist Catherine zuhause und kümmert sich um die Kinder, Haus und Garten. Alles scheint perfekt, doch eines Tages verschwindet Simon. Er hat nichts mitgenommen, von daher gehen alle davon aus, dass er verunglückt ist. Obwohl die Ungewissheit an Catherine nagt, muss das Leben für sie ja weitergehen. 25 Jahre später steht Simon plötzlich vor ihrer Tür und zieht ihr ein zweites Mal den Boden unter den Füßen weg…

Meine Meinung: Total spannend, wie der Autor hier die Geschichte von Simon Stück für Stück entblättert! Ich war beim Lesen mehrfach geschockt über die Tatsachen, die hier an die Oberfläche kommen! Es klingt alles so harmlos und doch ist es wirklich heftig…
Der Leser bekommt hier die Lebensgeschichte von Catherine und Simon präsentiert, die alles andere als langweilig ist! Die Perspektive wird in den Kapiteln jeweils von einem in der Ich-Form geschildert. Die Zeitsprünge verwirren nicht, da sie in den Kapitel-Überschriften gut strukturiert sind.

Ich fand es spannend zu erleben, wie Catherine fast daran zerbricht und sich dann aber wieder aufrafft, sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, was ich von Simon nicht gerade behaupten würde. Voller Selbstzweifel verliert er sich oft in Ausflüchten und Drogen. Er ist ein ewig Suchender und kommt nie richtig an. Rastlos und skrupellos verbringt er die 25 Jahre, bis auch ihn ein schwerer Schicksalsschlag trifft.

Zu keiner Zeit konnte der Leser ahnen, warum Simon gegangen ist. Es bleibt also bis zum Schluss spannend! Ich habe das Buch sehr genossen, weil mich gerade die Charakterzeichnung völlig begeistert hat!

Mein Fazit: Ich wusste ja, dass John Marrs ein toller Autor ist, aber hiermit hat er mich nochmals davon überzeugt! Ohne viel Schnick-Schnack und mit viel Tiefe kommt das Buch daher und ich war völlig versunken in der Story! Klare Empfehlung von mir, dieses Buch zu lesen!

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