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Veröffentlicht am 05.04.2021

Düstere Familiengeheimnisse!

Osterläuten
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Karwoche im schönen Bamberg in Oberfranken - die junge Mia, die ihr Kunstgeschichte-Studium abgeschlossen hat, aber noch nicht so recht weiß, was sie beruflich anfangen soll, freut sich auf das Osterfest ...

Karwoche im schönen Bamberg in Oberfranken - die junge Mia, die ihr Kunstgeschichte-Studium abgeschlossen hat, aber noch nicht so recht weiß, was sie beruflich anfangen soll, freut sich auf das Osterfest mit ihren Eltern. Als sie im Netz liest, dass in der Nähe im Wald ein skelettierter Schädel gefunden wurde, ist sie wie elektrisiert: das rekonstruierte Bild zeigt ihre seit 11 Jahren spurlos vermisste Freundin Monika.

Zusammen mit André, dem Ehemann von Monika, informiert sie die Polizei, die den Vermisstenfall nun als Mordfall behandeln, denn der Kopf wurde abgetrennt - der restliche Körper bleibt verschwunden. Dann erinnert sich Mia, dass es im Umfeld der Clique ihrer Eltern und deren Freunde davor schon einmal einen Vermisstenfall gab. Ein junges Mädchen, das dort als Babysitter angestellt war, verschwand ebenfalls spurlos. Mia beschließt, auf eigene Faust nachzuforschen und den Mörder zu finden, was sich als gefährlich erweist ....

Der Schreibstil hat mir, wie immer bei dieser Autorin, sehr gut gefallen und Bamberg wurde sehr gut beschrieben. Der Fall war sehr spannend, besonders da es auch um Mias eigene Familie und deren Geheimnisse ging. Nach und nach entwirrt Mia die Fäden dieser anfangs undurchsichtigen Geschichte und deckt viele Lügen auf. Ein guter Cold Case - besser gesagt zwei, der mich bis zum Ende gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 03.04.2021

Mama - die schlanke Nacktschnecke!

Das Faultier bewegt sich wie Opa
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Es ist schon lesenswert, was manche Kinder so von sich geben, z. B.: ein Fünfjähriger zu seiner Mutter - Mama, du bist schlank wie eine Nacktschnecke! Ob sich Mama über dieses Kompliment gefreut hat, ist ...

Es ist schon lesenswert, was manche Kinder so von sich geben, z. B.: ein Fünfjähriger zu seiner Mutter - Mama, du bist schlank wie eine Nacktschnecke! Ob sich Mama über dieses Kompliment gefreut hat, ist nicht bekannt. Aber wenn Amalie, 5 Jahre, sagt: Mama, setz dich da hin, da ist extra Platz für deinen dicken Popo, wird die Mama weniger erfreut sein - kann ich mir vorstellen. Solche und viele andere Sprüche wurden in diesem lustigen Buch gesammelt, versehen mit Illustrationen von Dirk Schmidt. Die besten Kindersprüche - immer witzig, manchmal weise und (leider) oft wahr - so der Untertitel. Ja leider - denn Betrunkene und Kinder sagen ja bekanntlich die Wahrheit!

Neben vielen Kindersprüchen zu den verschiedensten Themen gibt es Extras, die in einem grauen Block unterlegt sind mit diversen Tipps z. B. zu Haustieren, gesunder Ernährung, Taschengeld usw.

Ich habe mich gut amüsiert mit diesem unterhaltsamen Buch und musste mehrmals sogar laut lachen. Das Buch eignet sich bestens zum immer wieder mal zwischendurch ein, zwei Kapitel lesen und dann wieder etwas zum Lachen zu haben.

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Veröffentlicht am 02.04.2021

Düsteres Familiendrama mit vielen Toten!

Und es wurde finster
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KHK Hendrik Brauner aus Ingolstadt und sein Team arbeiten an einem undurchsichtigen Fall - auf dem halb verfallenen Einödhof Finsterholz wurden vier Personen grausam ermordet. Es wurde ein wahres Blutbad ...

KHK Hendrik Brauner aus Ingolstadt und sein Team arbeiten an einem undurchsichtigen Fall - auf dem halb verfallenen Einödhof Finsterholz wurden vier Personen grausam ermordet. Es wurde ein wahres Blutbad angerichtet und nur Amelie, ein 15-jähriges Mädchen mit Trisomie 21, hat das Massaker überlebt. Leider kann sie nicht sprechen, dafür aber besonders gut malen und der Kommissar kommt durch ihre Bilder in seinen Ermittlungen einen Schritt weiter. Paul, der auf dem Hof gearbeitet hat, ist seitdem spurlos verschwunden, was ihn zum Hauptverdächtigen macht.

Dieses spannende Buch wird in zwei Ebenen erzählt. Einmal aus der Sicht von Paul, wie er damals auf den Hof gekommen ist und wie es ihm ergangen ist. Dann aus der Sicht der Polizei, wie die Ermittlungen vorangehen. Beides liefert gute Einblicke in das Geschehen auf dem Hof. Überhaupt dachte ich mir mehrmals, dass dieser Krimi im letzten Jahrhundert spielt und nicht in der aktuellen Zeit. Denn man kann sich kaum vorstellen, dass sich heutzutage noch jemand - egal ob Familienmitglied oder Arbeiter - so von einem Bauern behandeln lässt. Die ganze Atmosphäre dort war reichlich düster und beklemmend - demnach eigentlich kein Wunder, dass etwas Schreckliches passieren musste. Obwohl immer wieder kleine Einblicke in das Privatleben von Kommissar Brauner gewährt wurden, ist er mir dennoch etwas blass und nicht besonders sympathisch vorgekommen. Aber dennoch konnte mich das Buch bis zum Schluss fesseln.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Komplizierte Familienverhältnisse!

Nordwesttod
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Die junge Nina Brechtmann stammt aus einer angesehenen Hoteliersfamilie, will aber mit dem Leben der Reichen und Schönen nichts zu tun haben und hat auch den Kontakt zu ihrer Familie, bestehend aus Mutter ...

Die junge Nina Brechtmann stammt aus einer angesehenen Hoteliersfamilie, will aber mit dem Leben der Reichen und Schönen nichts zu tun haben und hat auch den Kontakt zu ihrer Familie, bestehend aus Mutter Constanze und Schwester Sophie, abgebrochen. Sie engagiert sich für den Umweltschutz und protestiert gegen den Neubau von Hotels an der Nordseeküste - wie von ihrer Familie geplant. Als sie nach einem Urlaub nicht wieder in der Robbenstation, wo sie arbeitet, auftaucht, melden ihre Kollegen sie als vermisst.

Die sympathische Kommissarin Anna Wagner will nach ihrer unschönen Scheidung nur noch weg aus München und lässt sich in den hohen Norden zum LKA nach Kiel versetzen. Der Fall der vermissten Nina wird ihr erster Fall dort in St. Peter-Ording. In der hiesigen Polizeistation tritt zur gleichen Zeit ein neuer Dienststellenleiter, Hendrik Norberg, seinen Dienst an. Seine Frau ist erst vor kurzem verstorben und um sich besser um seine Söhne kümmern zu können, hat er sich von der Mordkommission zur Schutzpolizei versetzen lassen, was ihm schwer zu schaffen macht.

Die lebhafte junge Anna und der eher verschlossene, unzugängliche Hendrik ermitteln gemeinsam mit dem jungen Kollegen Nils. Es gibt auch noch eine Unfallflucht mit zwei Toten aufzuklären. Dieses sympathische Team muss vielen Spuren nachgehen, bis es am Ende erfolgreich ist. Es ist angenehm zu lesen, wie sich diese doch recht unterschiedlichen Kollegen zusammen finden und trotz Hendriks familiärer Probleme diesen Fall lösen. Ich finde es in einem Krimi auch immer interessant, etwas über das Privatleben der Ermittler zu erfahren, was hier ausreichend der Fall ist. Der eher ruhig erzählte erste Fall für die Soko St. Peter-Ording wurde zum Ende hin noch richtig spannend und hat mir gut gefallen. Ich freue mich schon auf den zweiten Fall dieses tollen Teams!

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Tödlicher Besuch in der Heimat!

Toskanisches Vermächtnis
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Der ehemalige amerikanische Polizist Nico Doyle zieht nach dem Tod seiner italienischen Frau Rita in deren Heimatort in die Toskana. Dort hat die Cousine seiner Frau ein Lokal mit örtlichen Spezialitäten, ...

Der ehemalige amerikanische Polizist Nico Doyle zieht nach dem Tod seiner italienischen Frau Rita in deren Heimatort in die Toskana. Dort hat die Cousine seiner Frau ein Lokal mit örtlichen Spezialitäten, in dem Nico gerne aushilft und auch mal ein neues Gericht einbringt. Überhaupt wird in diesem Krimi viel gegessen und Wein getrunken, aber genau das hat mir sehr gut gefallen - ich mag kulinarische Krimis.

Eines Morgens hört Nico einen Schuss in der Nähe und findet mithilfe eines kleinen Hundes einen ermordeten Mann. Der örtliche Maresciallo hat nicht allzu viel Erfahrung mit Morden und bittet daher Nico um Hilfe. Obwohl Nico sich anfangs noch sträubt, gewinnt er nach und nach doch Gefallen daran. Zusammen mit dem jungen Brigadiere Daniele, der sich als wertvoller Mitarbeiter, besonders am Computer, erweist, folgen die drei allen möglichen Spuren.

Ich habe mich von diesem gut geschriebenen Krimi mit viel italienischen Flair und köstlichen Gerichten gut unterhalten gefühlt. Es geht eher ruhig und gemächlich zu bei den Ermittlungen, wer wilde Action mag, ist hier an der falschen Stelle. Nico und sein italienischer Kollege wurden mir immer sympathischer, auch die anderen, teils recht eigenwilligen Bewohner des kleinen Ortes. Das südliche Lebensgefühl in der schönen Landschaft der Toskana ist hier sehr präsent. Ich hoffe, es wird noch mehr Fälle für dieses neue Dream-Team geben!

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