Profilbild von Deichgraefin

Deichgraefin

Lesejury Star
offline

Deichgraefin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Deichgraefin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2021

Interessante Darstellung der Unterschiede

Drei Kameradinnen
0



Von der Schriftstellerin Shida Bazyar habe ich schon Nachts ist es still in Teheran mit Interesse gelesen. Da wollte ich „Drei Kameradinnen“ auch lesen.

Die 3 jungen Frauen Hani, Kasih und Saya sind ...



Von der Schriftstellerin Shida Bazyar habe ich schon Nachts ist es still in Teheran mit Interesse gelesen. Da wollte ich „Drei Kameradinnen“ auch lesen.

Die 3 jungen Frauen Hani, Kasih und Saya sind in der gleichen Siedlung aufgewachsen.
Als sie sich nach Jahren wiedertreffen, erzählen sie von ihren Erlebnissen , die sie auf Grund ihrer Herkunft ausgestezt sind.
Eigentlich habe ich ja gedacht, das es ein gutes miteinander geben müsste, aber die seit ein paar Jahren neuen Entwicklungen und brutalen Übergriffen machen mir schon lange Angst.
Es wurde dann viel besprochen
Die Autorin schreibt sehr detailliert. Man erlebt ihre Enotionen und Ängste mit.
Es ist ganz interessant zu lesen, obwohl ich nicht total überzeugt bin. In dem Roman gab es zwei Extreme, die aufeinander prallen.
Trotz allem ein gutes Leseerlebnis.
Ich gebe gute 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.03.2021

Die Vergangenheit holt den Botschafter ein.

Der schwarze Sommer (Ein Fall für Tommy Bergmann 5)
0



Der norwegische Schriftsteller Gard Sveen besticht mit seinen Agentenkrimis.


„Der schwarze Sommer“ ist Band 5 des Kriminalroman, der Reihe, Ein Fall für Tommy Bergmann.

2017 wird der ehemalige Botschafter ...



Der norwegische Schriftsteller Gard Sveen besticht mit seinen Agentenkrimis.


„Der schwarze Sommer“ ist Band 5 des Kriminalroman, der Reihe, Ein Fall für Tommy Bergmann.

2017 wird der ehemalige Botschafter Leif Wilberg wird in Oslo in die Luft gesprengt. Tommy wohnt in der Nähe und will helfen, Erschüttert versucht er ein Baby zu retten.

Die Frau des Botschafters Hannah wird vermisst.
Tommy versucht bei früheren Mitkämpfern des Botschafters etwas zu erfahren.
Die Geschichte geht bis 1982 in Beirut.
Geschickt wechselt der Autor zwischen den Jahren. Es gibt viele Verästelungen zwischen den Episoden.
Der Autor stellt die Lage in Beirut detailliert dar. Er lässt die Grausamkeit des Krieges realistisch klingen. Ein wahrer Alptraum.

Es gibt vielschichtige Wahrheiten und der Krimi ist spannend geschrieben.
Ich gebe eine gute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 18.03.2021

Großartiges Stück Literatur

Feuerland
0



Der Schweizer Schriftsteller Michael Hugentobler schreibt mit dichtem poetischem Stil.

In seinem Roman „Feuerland“ fächert er Fakten über die Leben des Missionar und Sprachforscher Thomas Bridged und ...



Der Schweizer Schriftsteller Michael Hugentobler schreibt mit dichtem poetischem Stil.

In seinem Roman „Feuerland“ fächert er Fakten über die Leben des Missionar und Sprachforscher Thomas Bridged und dem Völkerkundler Ferdinand Hestermann gekonnt auf.

Es ist eine raffinierte Geschichte.
Der Autor schreibt fiktiv, allerdings gab es die beiden Wissenschaftler wirklich und teilweise waren deren Geschichten real. Aber der Autor hat ihnen dann noch fiktive Situationen zugeschrieben,

Bridges hat ein yamanaisches Wörterbuch in Patagonien geschrieben. Dieses Buch ist der Mittelpunkt des Romans.
Feuerland ist ein interessantes Werk, das lesenswert ist.







Veröffentlicht am 14.03.2021

Emotionsvoll

Geteilte Träume
0



Die Schriftstellerin Ulla Mothes verwebt in ihrem Roman „Geteilte Gebiete“ den Osten und den Westen Deutschlands.

Es beginnt 1992, als 18jährige Inke erfährt, das sie adoptiert ist. Sie ist in der DDR ...



Die Schriftstellerin Ulla Mothes verwebt in ihrem Roman „Geteilte Gebiete“ den Osten und den Westen Deutschlands.

Es beginnt 1992, als 18jährige Inke erfährt, das sie adoptiert ist. Sie ist in der DDR aufgewachsen und ihrer Mutter Petra wurde wegen Republikflucht, die Erziehungsberechtigung aberkannt.
Denn Inke will verstehen was Familie ist.
Aus ihrer Adoptivfamilie erfährt sie von deren Schicksalen ab 1945.

Die Autorin schafft es die Erlebnisse aller Beteiligter ganz gut zu beschreiben. Besonders kann man Inkes Emotionen nachvollziehen.
Es wurden menschliche und politische Katastrophen liebevoll verwebt.

Vielleicht ist das Ende etwas zu einfach, aber der Roman liest sich schön.


Veröffentlicht am 06.03.2021

Wiener Familiengeschichte

Johanna spielt das Leben
0




„Johanna spielt das Leben“ ist ein interessanter Roman von der Schriftstellerin
Susanne Falk.
Der Roman springt zwischen den Zeiten hin und her. Es ist die Zeit von 1943 bis 1961.

Johannas Familie ...




„Johanna spielt das Leben“ ist ein interessanter Roman von der Schriftstellerin
Susanne Falk.
Der Roman springt zwischen den Zeiten hin und her. Es ist die Zeit von 1943 bis 1961.

Johannas Familie sind arm, die Mutter arbeitet als Putzfrau, der Vater ist Kriegsinvalide. Dann gibt es noch die Psychisch kranke Tante Mizzie.
Johanna wird Schauspielerin an der Burg in Wien.
Sie heiratet den Juristen Georg, weil ein Kind unterwegs war. Das war bei den meisten Paaren in der Zeit üblich.

Nachdem 1960 Tochter Lore zur Welt kommt, gibt es Unstimmigkeiten zwischen dem Paar. Johanna wird es nur mit dem Kind langweilig und fängt wieder am Burgtheater an.

Die Autorin beschreibt Johannas Stimmungen authentisch und auch Georgs Forderungen sind nachvollziehbar. Sie beschreibt eine normale Liebesbeziehung. Gekonnt lässt sie noch ein Familiengeheimnis einfließen.

Der Roman ist lesenswert.