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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2021

Schade

1984
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Das Buch 1984 wollte ich schon immer mal lesen. Als Klassiker für mich immer ein „Must Have“ gewesen. Leider war dieses Buch nicht meines. Dennoch gab es einige Dinge die ich echt grandios fand. Zum einen ...

Das Buch 1984 wollte ich schon immer mal lesen. Als Klassiker für mich immer ein „Must Have“ gewesen. Leider war dieses Buch nicht meines. Dennoch gab es einige Dinge die ich echt grandios fand. Zum einen haben wir das neue Cover, welches ich wirklich ansprechend und gut gewählt finde, zum anderen ist da der Hauptprotagonist Winston, der nicht intelligenter und durchblickender sein könnte. Mir gefiel Winstons Art und Weise sehr, wie er alles überblickte und analysierte. Die Vorsicht die geboten werden musste sowie die bedrückende Enge in einer Welt voller Überwachung kamen emotional sehr eng an mich heran. George Orwell weiß wie man mit den Worten spielt und sie hochwertig literarisch zum Ausdruck bringt. Ein wahrer Genuss, für alle die noch die alte klassische Sprache lieben. Auch der Inhalt der Geschichte ist einfach grandios. Es ist politisch immer wieder aktuell und absolut authentisch. Sehr beeindruckend wie George Orwell dies zum damaligen Zeitpunkt schon so modern und zukunftsgerichtet aufzeigen konnte. Viele Dinge sind auch im Nachgang noch im Kopf zum verarbeiten, denn diese Bedrückende, Beklemmende völlig düstere Welt lässt mich nicht kalt. Dennoch bekommt dieses Werk keine vollen Punkte. Dies ist einigen negativen Punkten geschuldet. Zum einen zieht sich das Buch immens in die Länge. Sicherlich soll es die Stimmung kippen und die Welt träge erscheinen lassen, jedoch war ich zwischenzeitlich echt genervt, dass George Orwell noch so ins kleinste Detail ging. Auch wiederholte er sich Seitenweise und man wartete Sehnsüchtig auf neue Wendungen. Wäre das Buch nur halb so lang, wäre es perfekt. Denn es passiert gefühlt zwischen 80 Seiten nichts neues. Schade.



Es ist für mich nach wie vor ein Klassiker, jedoch ist „Farm der Tiere“ um Längen besser.



Ich bedanke mich an dieser Stelle das Buch als Rezensionsexemplar erhalten zu haben. Meine Meinung ist völlig unabhängig von dem Erhalt des Buches!

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Veröffentlicht am 30.04.2020

Tolle Idee, schwache Umsetzung

The School for Good and Evil, Band 1 - Es kann nur eine geben
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Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Das Cover finde ich echt schön. Optisch sieht es nach einer tollen Fantasystory aus. Das Buch enthält eine Karte, so dass der Leser eine Vorstellung der zwei Schulen ...

Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Das Cover finde ich echt schön. Optisch sieht es nach einer tollen Fantasystory aus. Das Buch enthält eine Karte, so dass der Leser eine Vorstellung der zwei Schulen erhalten kann. Das Buch ist in mehreren Abschnitten eingeteilt, mit einem sogenannten Inhaltsverzeichnis. Diese enthalten Überschriften, und dem dazugehörigen Seitenbeginn. Somit kann der Leser ein bestimmtes Kapitel schnell finden. Gut für sogenannte Buddyreads oder Leserunden. Mit der sprachlichen Ausdrucksweise in dem Buch kam ich nur schwer zurecht. Ich brauchte lange um mich einigermaßen an den Schreibstil zu gewöhnen. Diese machte dem flüssigen Lesevergnügen ein gewaltigen Strich durch die Rechnung. Wirklich schade!

Fazit:
Den ersten Band von "The School for Good and Evil" habe ich in einer Leserunde, gemeinsam mit einigen anderen Lesern, gelesen. Wahrscheinlich hat mir diese Runde insofern geholfen, dass ich das Buch nicht abbrechen musste. Denn ich quälte mich zwischendurch wirklich durch das Buch. Unabhängig von dem Schreibstil, welches mich durch das Buch hinweg genervt und angestrengt hat, begann die Story interessant und ansprechend. Die Idee, eine Schule für "Gute und Böse" Kinder, in Verbindung mit Märchen zu bringen, ist einfach genial. Es verschwinden immer 2 Kinder, die von dem "schwarzen Mann" mitgenommen werden und in ihrer jeweilige Schule ausgebildet werden. Um dann später in ihrer Geschichte in Form eines Märchens wieder aufzutauchen. Die Handlungen werden aus der Sicht von Agatha und Sophie geschildert. Natürlich sind die Handlungen vorhersehbar, dennoch war ich von den Protagonisten enttäuscht. Es war oberflächlich und unlogisch in vielen Handlungen. Ich habe noch nie soviel Egoismus und durcheinander in einer Beziehung zwischen zwei Protagonisten erlebt. So schnell wie sie gemeinsam zusammenhielten, so schnell arbeiteten sie plötzlich gegeneinander. Für mich mehr als unverständlich. Die Protagonisten waren für mich ohne viel Farbe. Lediglich die Oberflächlichkeiten, die sich aus "gut" und "böse" ergeben, waren hier gegeben. Somit fing mich, insbesondere Sophie, irgendwann an zu nerven. Dennoch hatte mich das Buch ab der hälfte mehr eingefangen. Denn was ich dem Buch echt positiv anrechnen muss ist die Tatsache, dass hier sehr viel Action passiert. Wenn nun auch noch die nervigen Protagonisten weniger unlogische Handlungen tätigen würden und einige unnötige Seiten gekürzt, wäre dass Buch von Anfang an etwas besser gewesen.
Gelinde gesagt, steht hier ein tolles Cover gegen eine durchschnittliche Umsetzung der Story. Schade eigentlich. Denn Potential hat die Idee in jedem Fall. Dennoch werde ich den nächsten Band weiterlesen, da ich hoffe, dass die Geschichte hier von Anfang an so geschrieben ist, wie der erste Band ab der Hälfte.

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Ein wenig mehr Schwung wäre toll!

Die Dunkelheit der Drachen
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Das Cover ist für mich ein absoluter Blickfang. Es verspricht eine tolle Fantasygeschichte zu werden. Da ich Drachen in Geschichten liebe, war ich umso glücklicher diese mit meinem Sohn rezensieren zu ...

Das Cover ist für mich ein absoluter Blickfang. Es verspricht eine tolle Fantasygeschichte zu werden. Da ich Drachen in Geschichten liebe, war ich umso glücklicher diese mit meinem Sohn rezensieren zu dürfen. Das Buch ist in mehreren Kapiteln unterteilt und Endet meist mit einem Cliffhanger. Somit ist die Lust am Weiterlesen gegeben. Der Schreibstil war gut aber Gewöhnungsbedürftigt. Ich kann nicht genau beschreiben was mich daran störte. Auf jedenfall plätscherte es Oberflächlich so dahin und zeigte wenig Tiefgang. Was recht Schade ist. Denn das Buch hatte mitunter sehr tolle und spannende Momente. Mir fehlte die Ausarbeitung der Protagonisten. Ich habe kein Gefühl für Flick, Barver oder Rena aufbauen können. Es sind sehr sympathische Charaktere, wo ich mir wirklich mehr inneres gewünscht hätte. Zu der Geschichte kann ich sagen, dass diese gerade zu Beginn sehr schleppend geschrieben ist. Bis etwas passiert dauert es fast 40% des Buches. Alles davor sind eher viele Beschreibungen. Zudem störten mich die vielen Dopplungen bzw. Wiederholungen. Ich weiß nicht wie oft bestimmte Themen angesprochen worden sind, aber Stellenweise hat es mich richtig genervt. Etwas weniger hätten zwar weniger Seiten bedeutet, allerdings wäre es dadurch nicht schlechter gewesen, weil die Grundstory echt schön ist.
Mein Fazit lautet demnach: Etwas mehr Schwung, weniger Wiederholungen, mehr Tiefgang und schon wäre es ein 5 Sterne Buch, da die Grundstory wirklich zu empfehlen ist.

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Das Alt werden geht an niemanden vorbei

Herbstbunt
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Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Ich finde dieses Cover sehr ansprechend und passend für das Buch. Kurzweilige Kapitel und angenehmer Schreibstil sorgen für schnellen Lesefluss. Allein die Tatsache, ...

Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Ich finde dieses Cover sehr ansprechend und passend für das Buch. Kurzweilige Kapitel und angenehmer Schreibstil sorgen für schnellen Lesefluss. Allein die Tatsache, dass der Schreibstil dem typischen Redewendungen von Herrn Gottschalk entspricht, ist für ein Lesevergnügen ordentlich gesorgt. Die Kapitel werden durch Songtexte eingeleitet. Es sind Lieder, die Herrn Gottschalk in seinem Leben geprägt haben.

Fazit mit Spoiler:

"Herbstbunt" ist mein erstes Buch von Thomas Gottschalk. Da man die Biografien unabhängig voneinander lesen kann, darf jeder für sich entscheiden welches Buch er liest. Mir hat es sehr gut gefallen, wie Thomas mit seiner lockeren Art das Buch fließen lässt. Es ist voller humoristischen Szenen aus seinem Leben, welches er mit einer gewissen Abgeklärtheit bzw. Sarkasmus gut zu handhaben weiß. Er kann über sich selbst lachen und das macht den Menschen Thomas Gottschalk hier sehr sympathisch. Allerdings sind seine Art der Probleme für den Normalbürger wenig nachvollziehbar. Wenn die eigenen Kinder eine nicht Selbstverständlichkeit des tollen Lebens erlernen sollen, indem der Papa nicht die Economyklasse im Flugzeug für sie bucht, aber selbst diese nutzt ist es wenig Lehrreich. Interessant fand ich die Lebenseinstellung mit zunehmendem Alter. Durch einen Sturz wurde Thomas bewusst, dass auch an ihm das Alter nicht spurlos vorbei geht. Er erzählt über seine Kur, seine Ernährungsumstellung, seinen eigenen Wandel des Denkens bzgl. Kindererziehung und Scheidung. Thomas selbst erfährt die Tücken des Lebens. Ich finde seine Ehrlichkeit und seine Selbstreflexion sich selbst gegenüber sehr bewundernd. Er entschuldigt und rechtfertigt viele Dinge, die er getan oder gedacht hat, welches er überhaupt nicht nötig hat. Auch hatte ich oft das Gefühl, dass Thomas sehr im Zwiegespräch mit sich selbst war und wir quasi zugeschaltet worden sind. Denn Vorwissen besitze ich aus seinem Leben nicht und somit bleibt vieles Vage und unausgesprochen. Was mich sehr wurmte und auch zum Teil ärgerlich stimmte, waren die vielen Rechtschreibfehler. Als studierter Germanistik-er sollte dies eher die Ausnahme sein. Aber Wörter wie z.B. "öfters" gehen für mich absolut nicht.

Dennoch ist das Buch lesenswert. Es ist ein melancholischer Einblick in einen "Star" der einfach genau wie alle Menschen nicht vor dem Älter werden gefeit ist. Hier sind wir doch alle gleich. Seine sympathische und warme Art uns in sein Leben Einblicken zu lassen, finde ich sehr rührend. Aber seine These die er für mich vermitteln möchte nämlich "Alt werden ist nicht schlimm" widerspricht sich leider ziemlich oft. Ich denke eher dass Thomas sich nicht damit abfinden kann und merkt dass auch er dem "Älterwerden" unaufhaltsam entgegen stehen muss.

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Veröffentlicht am 31.10.2018

Wie weit würde ein Mensch für das Überleben gehen

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
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Inhalt:
Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt ...

Inhalt:
Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ...

Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?

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Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:
Das Cover und der Titel des Buches sind sehr ansprechend gestaltet, bzw. formuliert. Es lässt auf eine Geschichte schließen, die zum Nachdenken anregen wird. Der Schreibstil ist einfach und klar, jedoch zum Teil hochwertiger gestaltet. Das Buch ist aus der Sicht des Protagonisten geschrieben. Eingeteilt sind die Kapitel in die jeweiligen Wochentage, so dass der Leser direkt an dem Geschehen teilnehmen darf.

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Fazit:
Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden...Ja was wäre dann? Dieser Frage wollte ich unbedingt nachgehen und hab auf ein tolles Buch mit einem Knaller-ende gehofft. Leider wurden meine Erwartungen etwas auf das Nebengleis gelegt. Wir begleiten einen jungen Mann der nach einer Schockdiagnose nun dem Tode geweiht ist. Er mag es nicht wahr haben, was jeder Mensch nachvollziehen kann. Keine 4 Seiten weiter erscheint schon der Teufel, der ein dem Protagonisten ein Angebot über Leben und Tod macht. Für jeden Tag den er weiterleben möchte, muss er etwas von der Welt verschwinden lassen. Klingt erst mal verlockend und für einen Sterbenden als Strohhalm für jeden einzelnen weiteren Tag Leben. Als Leser wird einem jedoch relativ schnell klar, dass es nicht die Lösung sein kann und das der Tod dennoch zum Menschen dazu gehört. Jedoch wollte ich unbedingt wissen, wie der Autor die Welt verändern wird, sollte etwas von der Welt verschwinden. Denn alle Veränderungen haben Auswirkungen auf das weitere Menschliche Dasein. Ich weiß nicht genau ob ich es gut finde, wie schnell die Tage und die Auswirkungen von den fehlenden Sachen „abgehandelt“ wird. Etwas verschwindet, nächster Tag bricht an, kurze Verwirrung und weiter geht es im Text. Hier fehlt mir echt die Tiefgründigkeit, die eine solche Geschichte hervorbringen könnte. Jedoch muss dem Käufer des Buches klar sein, dass auf 190 Seiten kein Tiefgang möglich ist. Meine Erwartungen an den Auswirkungen ist überhaupt nicht bedient worden. Kurzer Abriss: Ja es fehlen Telefone...der Protagonist wird kurz die Vergangenheit klar, dass es früher auch ohne Telefone ging...nur heute eben nicht mehr. Ja „Finger heb“, wir Menschen sind schon sehr abhängig geworden. In der weiteren Geschichte erfährt der Leser einiges über die Familiengeschichte des Protagonisten und unter anderem die Vorliebe für Katzen. Als der Tag der Entscheidung kam, alle Katzen verschwinden zu lassen, erzählt der Protagonist nochmal einiges aus seiner Familiengeschichte. Leider erfährt der Leser äußerst wenig über die Charaktere, so dass ein Mitfühlen für mich sehr schwierig war. Leider hat das Buch für mich nicht nur ein großes Fragezeichen hinterlassen. Aber wären einige Dinge früher geklärt hätte das Buch mit dem zweiten Kapitel geendet. Gut fand ich, dass am Ende nochmal etwas eingebaut wurde, welches ganz zu Beginn Erwähnung fand. Das Ende war vorhersehbar und auch emotional, dennoch viel zu kurz abgehandelt. Und der Preis ist wirklich nicht gerechtfertigt.
Das Buch hätte sehr gut werden können, denn das Thema lässt viel Fantasie und Spielraum um ein Roman ab 500 Seiten zu verfassen. Leider wurde meine Frage nicht beantwortet, was denn passiert wenn alle Katzen verschwänden?! Denn im Grunde scheint es nur mit der Verbundenheit und Liebe zu dem jeweiligen Tier Auswirkungen zu haben. Sprich ein Hundeliebhaber würde diese Frage anders stellen.

Ich danke dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Das Buch erhält von mir 3/5 Vikis.