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Veröffentlicht am 09.05.2021

Mutter-Tochter-Beziehung

Nächstes Jahr in Berlin
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Nächstes Jahr in Berlin ist ein weiterer Roman aus dem Leben von Astrid Seeberger und ihrer Familie.

Seeberger ist mit 17 Jahren nach Schweden ausgewandert und der Kontakt zu ihrer Mutter war distanziert ...

Nächstes Jahr in Berlin ist ein weiterer Roman aus dem Leben von Astrid Seeberger und ihrer Familie.

Seeberger ist mit 17 Jahren nach Schweden ausgewandert und der Kontakt zu ihrer Mutter war distanziert und unterkühlt Nach deren Tod blickt sie zurück und lässt das Leben ihrer Mutter Revue passieren. Vieles blieb über die Jahre unausgesprochen, sie traute sich nicht zu fragen, die Mutter konnte nicht darüber reden. Der Roman ist eine Spurensuche in die eigene Vergangenheit.

So wird der Leser im Laufe des Buches durch das Leben der Mutter geführt. Das Leben in Ostpreußen, der zweite Weltkrieg, die Flucht aus der Heimat, die Nachkriegszeit und der Mauerbau.
Ein Stück deutsche Zeitgeschichte, das betroffen und nachdenklich macht. Bald gibt es keine Zeitzeugen mehr, die davon berichten können. Um so wichtiger ist es miteinander zu reden, bevor es zu spät ist.

Was mir weniger gefallen hat, war die Art wie die Autorin ihre Geschichte erzählt. Ich fühlte mich als Zuschauer, der aussen vorbleibt. Eine Bindung konnte ich zu keiner der Figuren aufbauen Es war alles etwas unpersönlich und sprunghaft.

In der Buchvorstellung wurde der Roman beworben mit: "Der erste Teil einer autobiografisch inspirierten Familiengeschichte." Wie wird das nächste Buch aussehen?

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Veröffentlicht am 02.11.2020

Motivation

Heimat muss man selber machen
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Die Idee von Sina Trinkwalder finde ich super!

Einfach mal anpacken und loslegen. Die Idee, Menschen Arbeit zu geben, die es meist schwer haben bei Bewerbungen. Sei es, dass Sprachkenntnisse fehlen, Quaifikationen, ...

Die Idee von Sina Trinkwalder finde ich super!

Einfach mal anpacken und loslegen. Die Idee, Menschen Arbeit zu geben, die es meist schwer haben bei Bewerbungen. Sei es, dass Sprachkenntnisse fehlen, Quaifikationen, lange Arbeitslosigkeit oder andere Gründe dafür verantwortlich sind. Randgruppen haben es schwer in unserer Gesellschaft.

Bei der Autorin zählen nur die Menschen selber. Sie gibt ihnen wieder eine Aufgabe und sie fühlen sich durch die Arbeit wieder wertig, bekommen Verantwortung und einen Lebensinhalt. Das Gefühl sein Leben wieder selber zu bestimmen durch einen festen Job, ist sehr wertvoll!

Es war interessant zu lesen, wie Frau Trinwalder an die Sache ran gegangen ist, wie der Betrieb in Gang gesetzt wurde und wie sich ihre Mitarbeiter fühlen.

Ihr Engagement ist großartig, leider wurde es zum Ende hin etwas langatmig.

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Veröffentlicht am 22.08.2020

Spannend bis zum Schluß

Im Staub sollst du kriechen
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Kunstexpertin Clara Mohr ist fassungslos als in ihrem Museum die Leiche einen Mannes gefunden wird.

Schnell stellt sich heraus, dass sie ihn näher kannte.


Die Art wie die Leiche vom Mörder arrangiert ...

Kunstexpertin Clara Mohr ist fassungslos als in ihrem Museum die Leiche einen Mannes gefunden wird.

Schnell stellt sich heraus, dass sie ihn näher kannte.


Die Art wie die Leiche vom Mörder arrangiert wurde macht sie stutzig und dank ihrem Kunstwissen, wird sie unfreiwillig zur Mitermittlerin in diesem Fall.

Sie bringt sich durch ihre etwas kopflose Art und Weise, ihre Alleingänge schnell mal in eine gefährliche Situation....aus der sie meist Simon, ihr Ex-Schwager und als Fallanalytiker an den Ermittlungen beteiligt, retten muss.
Claras Ex-Mann, ihre gemeinsame Tochter und deren Familie fordern ebenso ihre Aufmerksamkeit, wie die Mordopfer. Hin- und hergerissen zwischen ihnen, versucht Clara ihr Leben auf die Reihe zu bekommen.


Es gibt viele interessante und authentische Protagonisten, die mehr oder weniger symphatisch rüberkommen.

Die Spannung wird immer hochgehalten und der Leser immer wieder auf neue Spuren gelenkt.

Auch die Kunst kommt nicht zu kurz und man erfährt einiges über Gemälde, Luzifer, die Erzengel usw. und deren Zusammenhänge zu den Mordfällen.


Ein guter, unterhaltsamer Krimi! Freue mich schon auf den nächsten Fall von Clara.

Einziges Manko sind die vielen Schreibfehler. Wurde das Buch nicht Korrektur gelesen???

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Willkommen im Hotel zum Sternentor!

Zeitloses Grauen
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Zu dieser Geschichte habe ich gegriffen, weil mich die Buchbeschreibung neugierig gemacht hat.

Die Einladung in ein Hotel zu einer Party im Stil der Zwanziger Jahre, Tanz, Musik, gutes Essen und kostenlose ...

Zu dieser Geschichte habe ich gegriffen, weil mich die Buchbeschreibung neugierig gemacht hat.

Die Einladung in ein Hotel zu einer Party im Stil der Zwanziger Jahre, Tanz, Musik, gutes Essen und kostenlose Drinks. Hört sich doch gut an.
Vielversprechend auch die düstere Phantastik, übernatürlicher Schrecken und die zeitlose Schönheit des Grauens.

Soweit so gut, los geht's.

Die Stimmung der Goldenen Zwanziger, die Atmosphäre der Tanzpaläste und die musikalischen Darbietungen kamen gut rüber. Da hatte ich direkt ein Bild vor Augen, Kostüme, Frisuren und alles was dazu gehört.
Die Atmosphäre war etwas düster, ein bisschen magisch und passte gut dazu.
Es dauerte nicht lange, bis der Albtraum seinen Lauf nimmt und die Spannung steigt.

Aber dann wird das Tempo etwas herausgenommen und die Geschichte wird ein bisschen undurchsichtig. Das hat mir nicht so gefallen, da ich irgendwie den Faden verloren habe.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

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RETRO – Geh nicht online
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Die Idee zu dieser Geschichte greift ein wichtiges und aktuelles Thema auf. Ein Jahr ohne Smartphone, Internet und Social Media! Aber ist das überhaupt möglich?

Luna hat aus einer Laune heraus ein Video ...



Die Idee zu dieser Geschichte greift ein wichtiges und aktuelles Thema auf. Ein Jahr ohne Smartphone, Internet und Social Media! Aber ist das überhaupt möglich?

Luna hat aus einer Laune heraus ein Video ihrer Freundin online gestellt, dass daraufhin eskaliert. Da nutzt es auch nichts, dass sie es wieder löscht, da es bereits viral gegangen ist. Nachdem sie die Plattform, auf der es hochgeladen wurde, um Hilfe bittet, startet diese eine Challenge, an der viele begeistert teilnehmen.
Sie bekommen dadurch einen ganz neuen Blick auf das tägliche Leben, werden vor einige Herausforderungen gestellt und erkennen, was wirklich wichtig ist.
Aber es nicht nur ein Wettbewerb, die Plattform hat da ganz eigene Pläne...

Ein Jugendbuch mit Stärken und Schwächen.
Da es sich hier größtenteils um Jugendliche handelt, ist auch die Sprache dementsprechend gewählt. Manche Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar oder unlogisch. Themen wie Freundschaft, Mut und Hilfe wurden eingebunden und gut umgesetzt.
Die Spannung hat sich langsam aufgebaut, es gab ein paar Überraschungen und Wendungen.

Interessant war der Retro-Anteil, die kleine Zeitreise in die Welt der Walkmans und Co. Ein Buch zum Nachdenken, bei dem manch einer
bestimmt seine eigenen Vergleiche ziehen kann und vielleicht wieder etwas mehr am wahren Leben teilnimmt.

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