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Veröffentlicht am 17.05.2021

Wohlfühlgeschichte für Zwischendurch

Free like the Wind
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Der Schreibstil:
Wieder ein Schreibstil, zu dem ich nicht mehr viel sagen kann als das er flüssig und leicht zu lesen ist. Es gab für mich keine außerordentlichen Besonderheiten, würde ihn aber eher in ...

Der Schreibstil:
Wieder ein Schreibstil, zu dem ich nicht mehr viel sagen kann als das er flüssig und leicht zu lesen ist. Es gab für mich keine außerordentlichen Besonderheiten, würde ihn aber eher in die Kategorie etwas langsamer einordnen. Hektisch wird es in diesem Buch nicht.

Meine Meinung:
Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Rae als Protagonistin wirft gleich genügend Fragen auf und auch Cayden lässt sich da nicht lumpen. Der Leser hat es hier mit zwei Figuren zu tun, die sehr verschlossen sind. Man ahnt zwar ziemlich schnell, was dahintersteckt, steht gefühlstechnisch jedoch vor verschlossenen Türen. Dadurch musste die Geschichte für mich als Ausgleich recht warm sein, damit ich mich wohlfühlte. Zum Glück war genau das der Fall. Die Story enthält viele schöne Details, die das Buch zu einem Wohlfühlbuch machen: da sind die Nebenprotagonisten, die man schon aus den Teilen zuvor kennt, das Kino, die Natur und viele schöne Momente.

Was zwei sehr verschlossene Protagonisten jedoch auch mitbringen, ist eine gewisse Schwere in der Dynamik. Am ersten Drittel des Buches merkt man dies dadurch, dass die Handlung wie auseinandergezogen wirkt. Ich habe mich ehrlich gesagt gewundert, dass es so lange dauert, bis die beiden einen Schritt weitergehen. Und damit ist kein so großer Schritt gemeint, wie man es aus anderen Büchern kennt.
Was ich dennoch genossen habe, war, dass die Schwere genutzt wurde, um mit Details zu arbeiten. Cayden und Rae fühlen sich schnell zueinander hingezogen, aber nicht unbedingt nur auf romantischer Ebene. Da ist noch eine zweite Ebene, die an ihre Vergangenheit anschließt und die wurde wirklich sehr schön belebt. Ich konnte die Gefühle, die bei den beiden in Gegenwart des anderen diesbezüglich aufkommen, sehr schön nachvollziehen. Zudem bekam ihre Beziehung dadurch recht schnell eine besondere Tiefe.

Im zweiten Drittel des Buches passiert dann deutlich mehr. Die beiden werden ganz explizit einfach zu ihrem Glück gezwungen^^ Und das zum Glück, denn sonst wäre es mir auf Dauer zu langweilig geworden. Dort sah ich dann auch zum ersten Mal richtiges Potenzial für eine Beziehung zwischen den beiden. Es kommen Emotionen hoch, die beiden können sich nicht mehr aus dem Weg gehen und erstmals gefiel mir auch Rae richtig gut. Trotz dessen, dass Cayden es ihr alles andere als leicht macht, fordert sie ihn heraus und bringt ihn dazu, sich zu öffnen. Schön fand ich daran, dass das in einem Geben und Nehmen geschieht, die beiden sich aber dennoch nicht nur mit Informationen „anfüttern“. Wenn etwas rauskommt, dann ist das schon was Richtiges und führt zu vielen Situationen, die regelrecht ausgefochten werden müssen. Über diesen Teil der Geschichte bin ich definitiv geflogen und konnte auch die Entwicklung der beiden sehr schön nachvollziehen und miterleben.

Der letzte Teil des Buches ist dann wieder etwas weniger dynamisch. Es passiert zwar einiges und ich fand die Probleme, die die beiden haben, auch sehr gut gelöst, im Vergleich zum zweiten Teil lässt es aber doch ein wenig nach. So kam es mir vor, als sei die eigentliche Story ein wenig auf die Mitte des Buches zusammengestaucht worden.
Am Ende ist jedoch schön, dass die Entwicklung beider Protagonisten in eine neue Zukunft führen und für mich beide definitiv zu einem Paar zusammengewachsen waren. So waren dann irgendwann auch die Emotionen da, die man sich von solch einem Paar wünscht und die einen mitfiebern lassen.

„Was tun sie nur in blöden Filmen?“

Cayden nimmt die Hände aus den Taschen und kommt auf mich zu. „Die küssen sich morgens, ohne sich vorher die Zähne zu putzen.“

FREE LIKE THE WIND – KIRA MOHN
Fazit:
Eine schöne Geschichte, die etwas Zeit braucht, aber auch sehr detailverliebt daherkommt und die Protagonisten nicht zu einfach gestaltet. Mir setzte die eigentliche Handlung vielleicht ein wenig zu spät ein und ich hätte mir noch ein paar mehr spannende Momente vorstellen können. Alles in allem ließ sich das Buch aber toll lesen, das Setting ist wunderschön und die beiden Protagonisten brauchen zwar etwas, wachsen einem dann aber sehr ans Herz. Ein gutes Buch für Zwischendurch würde ich sagen:)

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Kein Buch für Zwischendurch

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Schreibstil:
Was soll ich noch groß zu B. C. Cherrys Schreibstil sagen? Wie immer sehr gut! Ich mag es einfach, wie sensibel sie mit den Worten umgeht. Jedes Wort trifft ins Schwarze und sagt unheimlich ...

Schreibstil:
Was soll ich noch groß zu B. C. Cherrys Schreibstil sagen? Wie immer sehr gut! Ich mag es einfach, wie sensibel sie mit den Worten umgeht. Jedes Wort trifft ins Schwarze und sagt unheimlich viel aus. Selbst die allerfeinsten Emotionen, die, die man fast nicht im Alltag wahrnimmt, fängt sie ein und lässt sie den Leser miterleben. Dadurch ist man emotional einfach unheimlich schnell sehr an das Buch gebunden. In diesem Band hätte es für mich noch ein ganz wenig aufregender zugehen können. Ein paar Sätze vielleicht, die nicht ganz so gewichtig sind, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Mit ihrem Schreibstil fängt sie in diesem Buch ein sehr sensibles Thema ein und macht Emotionen spürbar, die (zu meinem Glück) nicht zu meinem Alltag gehören.

Was mir bei diesem Buch allerdings besonders aufgefallen ist, ist die etwas wirre Zeitstruktur. Die Kapitel erzählen nicht immer von einer Situation, einem Tag oder einem Ereignis, sondern können auch durchaus flott und knapp mehrere Stunden, Tage oder Wochen zusammenfassen. Es ist immer eine kleine Überraschung, wo man gerade einsteigt. Die Geschichte wirkt dadurch aber natürlich nicht ganz so intensiv wie ein Buch, bei dem man den Protagonisten von Tag zu Tag, vielleicht sogar von Stunde zu Stunde begleitet. Vielmehr erhalten die Protagonisten hier Zeit, sich ihrer Gefühle und Gedanken bewusst zu werden. An manchen Stellen war es mir ein wenig zu lang und so träge, aber das fing sich immer wieder.

Meine Meinung:
Den Anfang dieses Buches zu lesen, war ein wenig, als verlange man von einer simplen High-School-Geschichte, mehr zu sein, als sie ist. Jedenfalls prallten in dem Maße meine Eindrücke aufeinander. Einerseits sind da Shay und Landon in der Schule, die sich aus keinem besonderen Grund hassen und angiften und geradezu ein Spiel daraus machen und andererseits liest man gleich aus beiden Perspektiven und merkt, dass keiner der beiden voll bei der Sache ist, was diesen Hass angeht.

Ich beginne dann einfach mal mit Shay. Landon beschreibt sie als herzensgut und freundlich. Zu allen Menschen an der Schule hat sie ein gutes Verhältnis, ihr Leben scheint geradezu perfekt: hübsch, beliebt, gute Noten. Wie man B. C. Cherry kennt, ist das aber natürlich nur der äußere Schein. Innerlich hat Shay ganz schön mit den Umständen zu kämpfen, die sich bei ihr Zuhause ereignen. Sie spielt ihre Rolle, um nicht negativ aufzufallen. Um überhaupt nicht aufzufallen. Damit sich keiner auch noch mit ihr befassen muss. Als sie jedoch richtig auf Landon trifft, wird das schnell zu etwas, das ein Leben eben fast normal macht: es ist eben nicht alles perfekt. Landon trägt nämlich eine viel größere Last mit sich herum. Im Umgang mit ihm wurde für mich Shays wahrer Charakter sichtbar. Nicht nur, dass sie zu allen Menschen gut ist, nein, sie interessiert sich auch für jeden. Sie betrachtet einen Menschen, mit dem sie spricht nicht oberflächlich – sie liest sie, bemüht sich, sie zu verstehen. Dadurch handelt sie an vielen Stellen der Handlung sehr reif und stellt sich selbst und ihre Gefühle zurück, weil sie weiß, dass es da jemandem gerade schlechter geht als ihr oder dass er oder sie sie braucht. Ich würde Shay somit als sehr aufmerksam und gütig beschreiben und als perfektes Gegenstück zu Landon. Für die Geschichte bedeutet ihr Charakter nämlich, dass Landon mit Ausflüchten, Lügen und wirren Denkprozessen nicht einfach so durchkommt. Shay durchschaut ihn, geht auf ihn ein und erspart der Geschichte dadurch einfach immer wieder diese Passagen, in denen zwischen den Protagonisten eine unangenehme Spannung herrscht, die mit einem klärenden Gespräch hätte beendet werden können. Und trotz dessen ist sie nicht naiv. Sie ist eine wahre Künstlerin im Lesen kleinster Anzeichen und lässt sich nicht täuschen. So erreicht sie auch bei Landon immer wieder die richtigen Schalter. Das hat mich unheimlich beeindruckt. Ich fand sie zwar teilweise schon etwas zu stark, gerade gegenüber den Dingen, die in ihrer Familie vorgehen (die werden von ihr persönlich gedanklich nämlich nicht so sehr thematisiert), aber sie war eben auch ein komplexer Charakter, der einige Situationen völlig unvorhersehbar anging und vor allem dabei hilft, Landon für den Leser begreiflich zu machen.

Was ihn angeht, so kann man wohl sagen, dass er sämtliche Triggerwarnungen in sich vereint. Landon ist traurig und das bleibt einem als Leser nicht verborgen. Ich fand es ziemlich gut gemacht, wie man ihn immer besser kennenlernte, er in Bezug auf Shay eine unheimliche Entwicklung durchmachte und Liebe ganz anders kennenlernte und gleichzeitig aber immer präsent blieb, dass er anders denkt. Dass seine Gedanken trotz guter Vorsätze, trotz lieber Worte, trotz den Menschen um ihn herum, die ihn lieben, nicht immer in die richtige Richtung führten. Ehrlich gesagt habe ich noch nie ein Buch gelesen, in dem die Gefühle, die Landon verspürt, für mich als Leser so greifbar waren. Ich konnte über etwas Lachen, dass er mit Shay erlebte und hatte dennoch das Gefühl, ich spüre, was er immer mit sich herumträgt. Es ist keine leichte Situation für ihn, nichts was sich mal eben so klären lässt und nichts, was am Ende eines Buches doch noch zum Happy End führen kann. Mal ganz realistisch betrachtet. Dennoch beweist er ein sehr gutes Herz. Seine düsteren Gedanken begleitete auch immer ein kleiner Lichtblick des eigentlichen Landon. Des Landon, der unbeschwert durch das Leben gehen will. So steht für ihn die Wahrheit, Loyalität und Fürsorge an erster Stelle und auch, wenn es ihm noch so schlecht geht, erinnert er sich daran und setzt sich für die Menschen um ihn herum ein. B. C. Cherry hat es einfach geschafft, ihn so darzustellen, dass wir nicht nur seine Dunkelheit spüren, sondern auch das, was ihn liebenswert macht und was da ist und einfach nur nicht den Weg hinaus findet. So bin ich unheimlich gespannt, wie er sich noch entwickeln wird. In diesem Buch zeigt er bereits Ansätze, aber ganz verständlich rennt er gegen eine Mauer an, die er nicht allein erklimmen kann.

Zur Geschichte allgemein:
Wenn man von einer Wette hört, bei der es darum geht, den anderen in sich verliebt zu machen, dann verdreht man vielleicht schonmal genervt die Augen. Bei mir war es so. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass ich hier ein Buch von B. C. Cherry lese und das Hass eine sehr starke Emotion ist, die man nicht einfach so jemandem entgegen bringt. Wenn ich jemanden wirklich nicht mag, dann hasse ich ihn nicht, dann ignorier ich ihn. Dann provoziere ich keine Wortgefechte, sehe in ihnen kein Lebenselexir und kann nicht nicht an ihn denken. Dass das also schiefgehen würde, war mir bereits anfangs klar. Entweder verliebt sich keiner oder beide, denn einfach so tut man das nicht und wer sich öffnet, teilt ein Stück seines Herzens.
Da es sich um einen Liebesroman handelte, mussten sich wohl beide verlieben. Soviel darf ja wohl gesagt sein. Und so kann ich erst einmal sagen, dass ich die ersten dreißig Prozent des Buches ein wenig gelangweilt war. Zwar ist da diese Spannung zwischen den beiden und man ahnt auch, dass Landon etwas mit sich trägt, was man gerne näher erkunden würde, aber man fragt sich auch ein wenig, wie das denn nun überhaupt funktionieren soll. Tja, Shay und Landon haben sich das auf jeden Fall auch gefragt: Wie mache ich jemanden in mich verliebt, ohne mich selbst zu verlieben? Es wird dann ein kleines Spiel aus Abneigungen und Hassmomenten, die aber immer auch einen Teil mit sich bringen, in denen die beiden vertrauter werden und so nähern sie sich ganz zart an. Vielleicht spoilere ich gerade schon zu viel, aber ich kann sagen, dass die beiden das super schön vorsichtig machen und das man selbst als Leser nur schleichend mitbekommt, wie viel man doch schon über den anderen weiß und wie nah sich die beiden schon gekommen sind. Mehr kann ich dazu nicht sagen, aber macht euch einfach darauf gefasst, dass ihr ziemlich bald an die Liebe zwischen den beiden glauben werdet und das es nicht nur irgendeine High-School-Romanze ist.

So, was ich jetzt noch gerne erwähnen würde, ist das gemeinsame Hobby der beiden: Theaterspielen. Ich hatte ja nun den direkten Vergleich zu Emma Scotts „Never Doubt“ (in dem das Theaterspielen natürlich im Fokus stand) und möchte gerne einmal erwähnen, dass ich das hier nicht so schön gemacht fand. Die beiden spielen da und sind super. Einmal wird darüber auch ein Kompliment verlauten gelassen, allerdings hätten da für meinen Geschmack noch ein paar Details mehr Erwähnung finden dürfen. Es war irgendwie ein wenig sehr nebenbei. Wie ein Museumsbesuch, den man nur flüchtig erlebt und als Mittel zum Zweck dient. Ähnlich ist das wie oben erwähnt auch mit Shays Familie und dann auch mit Landons Freunden. Dafür, dass er so vertraut mit ihnen ist, tauchen sie einfach sehr selten auf. Die Autorin hat sich eben sehr auf die Gefühle zwischen den beiden konzentriert, das sollte einem bewusst sein. Nur hätte ich es, gerade für die Teile, in denen nicht so viel passierte, als gute Ergänzung empfunden, auch hier nochmal mehr Emotionen zu einzubauen.

Nun zum Ende: das ließ mich wohl mit einem lächelnden und einem weinenden Auge zurück. Ich habe bereits die Liebesgeschichte von Greyson und Eleanor gelesen und hatte somit schon ein paar kleinere Anhaltspunkte, wie das ganze ausgehen würde. Natürlich bin ich jetzt aber gespannt, ob Band 2 so anfängt, wie ich es mir ausgemalt habe.
Für mich war das Ende auf jeden Fall sehr sehr passend und ich finde es bis hierhin auch gut überlegt, ein zweites Buch daran anzuschließen und der Geschichte somit genug Raum zu geben. Ich selbst muss das Gelesene wohl noch etwas länger sacken lassen und werde nicht gleich weiterlesen. Ihr merkt also vielleicht schon, dass das Ende dieses Buches nicht leichter ist als die Geschichte an sich. Seit einfach gespannt und freut euch mit den beiden:)

Fazit:
Definitiv kein leichtes Buch für die Seele. Shays und Landons Geschichte ist gespickt mit Triggermomenten, mit Passagen, in denen mir das Herz schwer wurde und ich gar nicht wusste, wohin mit meinen Emotionen. B. C. Cherry hat es hier wieder geschafft, zwei sehr komplexe Charaktere zu schaffen, die uns an all ihren Emotionen teilhaben lassen. Direkt nach dem Anfang und auch zwischendurch bin ich immer mal wieder etwas aus dem Flow gekommen, weil die Geschichte dann doch eher zu den seichteren gehört, was die dynamischen Elemente angeht, aber es war dennoch ein einmaliges Lesevergnügen für mich. Ich persönlich habe noch nie so tiefgehend und nachvollziehbar von einem Menschen wie Landon gelesen und die Liebe zwischen den beiden ist wahrhaft besonders.
Ich bin schon sehr auf den zweiten Band gespannt, brauche jetzt aber wohl erst einmal etwas leichtere Lektüre^^

4 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an Netgalley.de und den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 27.04.2021

Wenn man Ambers nervigen Part erst überstanden hat...

What if we Stay
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Schreibstil:
Sarah Sprinz schreibt sehr schön flüssig und so, dass sich die Geschichte leicht lesen lässt. Im ersten Band hätte ich noch bemängelt, dass die Emotionen nicht so ganz rüberkommen. Das ist ...

Schreibstil:
Sarah Sprinz schreibt sehr schön flüssig und so, dass sich die Geschichte leicht lesen lässt. Im ersten Band hätte ich noch bemängelt, dass die Emotionen nicht so ganz rüberkommen. Das ist hier aber anders. Die Emotionen sind spürbarer, besonders zum Ende hin, was mich sehr auf den nächsten Band hoffen lässt. Da hatte ich echt Tränen in den Augen.
Ich mochte es einfach sehr, dass hier super viele verschiedene Emotionen beim Leser ausgelöst wurden.
Was ich etwas gewöhnungsbedürftig fand, waren die vielen sehr umgangssprachlichen Wörter bzw. Anglizismen. Die Geschichte macht dadurch einen sehr modernen Eindruck, man muss sich jedoch daran gewöhnen.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass mir der Anfang des Buches alles andere als positiv in Erinnerung geblieben ist. Und das nicht, wegen der Handlung, die war gleich interessant und hat Lust auf mehr gemacht, sondern wegen Amber. Ich kannte sie ja schon aus Band eins der Reihe, habe sie aber dort nie SO kennengelernt. Amber ist echt eine harte Nummer. Sie agiert kindisch, ist leicht reizbar, hat definitiv Vorurteile (das dementiert sie gerne) und ist so richtig bereit, sich in ihrem Elend zu suhlen. Was ihre Eltern dann machen, klang zwar zunächst hart, war aber letztlich genau das, was sie gebraucht hat. Aber man kann ja auch nicht jede Protagonistin gleich von Anfang an mögen. Die Abwechslung macht es und die Entwicklung ist in einem Fall wie Ambers natürlich umso schöner.
Was Amber jedoch mit Laurie gemein hatte, war, dass beide ihre Energie ein wenig zu sehr in ihre Vergangenheit stecken. Sie lassen sich davon leiten und beeinflussen und lassen ihr Leben dadurch durch einen Schleier negativer Emotionen an sich vorbeiziehen.

Das nun gerade eine wie Amber auf Emmett trifft, ergab eine interessante Mischung. Auch Emmett habe ich in Band eins etwas anders kennengelernt. Klar, er war definitiv schon da ein Good-Guy, aber hier ist alles dann doch noch etwas extremer. Emmett ist schon ein ziemlicher Streber, dazu schüchtern, unerfahren und vom Leben gezeichnet. Ich mochte ihn auf Anhieb. Er möchte einfach nichts falsch machen, kämpft für das, was ihm wichtig ist, versteckt sich aber auch ein wenig, obwohl er so eine tolle Person ist. Auch bei ihm gibt es somit viel Potenzial zur Entwicklung.

Im Zusammenspiel mit Amber bin ich das ein oder andere Mal zusammengezuckt. Amber macht es ihm echt nicht leicht, dafür wird danach alles umso intensiver. Die beiden ergänzen sich wirklich perfekt. Emmett wird mutiger, steht mehr zu sich selbst, Amber dagegen lernt zu wertschätzen, zu lieben und ihre Stärken zu schätzen.
Toll fand ich auf jeden Fall, wie ihr Zusammenfinden mit ihrem Studium zu tun hat. Das war ja auch schon bei Laurie und Sam so, erfährt hier aber nochmal eine ganz neue Ebene. Ihre Projekte können begeistern, man bekommt hautnah mit, wie Amber gut wird, in dem was sie tut. Zudem kommt dadurch eine Dynamik auf, die die Geschichte immer wieder beschleunigt, wenn sie den Anschein macht, sich etwas zu verlieren. Ganz dem Motto nach: schließ sie zusammen in einen Raum ein und dann klären die das schon. Vor allem am Anfang hat das für mich vieles gerettet, weil Amber eben nicht ganz unproblematisch ist, auch nicht in Bezug auf Emmett und es zwischendurch doch klitzekleine Längen gab, weil sie beide nicht so recht den Mund aufmachen konnten.

Was ich wirklich an der Geschichte gemocht habe, war, dass alles fein aufgearbeitet wurde. Nichts ging zu schnell, nichts war einfach mal eben so nebenbei abgehakt. Stattdessen blieb alles super nachvollziehbar und authentisch und ich habe es einfach geliebt, Emmett mit Amber zu erleben. Die beiden sind ein mega interessantes Paar und ich hätte nie gedacht, dass Amber soweit runterkommt, dass es klappt. Aber das tut es und das auf vernünftigem Wege.

Das Ende war dann wirklich wirklich wirklich emotional. Das hätte ich so gar nicht erwartet. Es kommt alles zusammen, alles wird geklärt und die beiden sind endlich vollkommen ehrlich zueinander. Es hatte definitiv was für sich, dass das in einer solchen Szene mündete, denn dadurch wurde der übliche Aufbau solcher Romanzen zumindest ein klein wenig aufgebrochen:)

Fazit:
Mir hat dieser Band im Vergleich zu Band 1 besser gefallen. Die Figuren waren besser fassbar, vielleicht weil sie sich in ihren Extremen so gegenüber standen. Dazu kamen die Emotionen besser rüber. Zwischendurch gab es vielleicht kleinere Längen, aber ansonsten konnte mich die Geschichte komplett in ihren Bann ziehen. Emmett ist definitiv einer meiner liebsten Good-Guys und auch, wenn ich es am Anfang nicht so gedacht hätte, geben er und Amber ein traumhaftes Paar ab, das sich sehr authentisch präsentiert.

4 von 5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Ein gelungener dritter Band!

Unbesiegbar
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Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wieder sehr. Sie schreibt locker und flüssig, vermag es aber auch, ihren Protagonisten die nötige Ernsthaftigkeit in den Mund zu legen, die sie ihrem ...

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wieder sehr. Sie schreibt locker und flüssig, vermag es aber auch, ihren Protagonisten die nötige Ernsthaftigkeit in den Mund zu legen, die sie ihrem Alter entsprechend sehr erwachsen wirken lassen. Für mich brachte sie die wichtigsten Erkenntnisse immer super auf den Punkt, ohne sie wie Kalendersprüche klingen zu lassen. Dazu gab es immer wieder Momente, die zum Schmunzeln waren:)

Meine Meinung:
Der Anfang war wieder sehr typisch für die Reihe. Die Protagonisten begegnen sich völlig ohne Vorwissen an einem Ort, an dem sie sich sonst nicht aufhalten. Dadurch hat man zunächst einmal ganz ohne Hintergrund die puren Gefühle zwischen den beiden Protagonisten. UND man blickt auch schon ein wenig auf den wahren Charakter der Figur, während er sich dann meist im Alltag hinter seiner Fassade versteckt. Gerade in diesem Band wird das sehr deutlich. Shawn verstellt sich sogar ganz gezielt, Taryn dagegen, muss erst herausfinden, dass sie in ihrem Alltag nicht sie selbst ist. Das wird hier wieder sehr gut herausgearbeitet.
Aber der Reihe nach. Taryn als Protagonistin ist auf den ersten Blick wohl nicht die spannendste Figur. Sie ist Dozentin, in der Vergangenheit gefangen, arbeitet verbissen an einem scheinbar in Nichts führenden Projekt und opfert sich für ihre Familie auf. Dabei vergisst sie, dass sie selbst auch noch ein Leben hat und vergeht förmlich im Stress. Dadurch jedoch, dass Shaw sehr früh auf Taryn trifft und beide sofort eine nahezu explosive Anziehung zueinander empfinden, wird sie schnell spannend. Die Arbeit an ihrer Vergangenheit wird zu einem spannenden Herzensprojekt, dass die Autorin wieder sehr schön als Nebenhandlung, die aber gleichzeitig den Kern der Geschehnisse ausmacht, darstellt.
Ihre Entwicklung fand ich ebenfalls gut gemacht. Man merkt, wie sie immer mehr zu ihrem Leben findet, wie sie lernt, für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist und dennoch wird am Ende fein ausgearbeitet, was Vergangenheit und Gegenwart zusammenfügt, sodass man eine authentische Zukunftsaussicht erhält.
So und dann einmal Taryn in Bezug auf ihre Beziehung zu Shawn: Ich liebe diese Geschichten einfach, weil die Protagonisten nicht nur erwachsen sind, sondern sich auch so verhalten. Statt panisch irgendetwas anzunehmen, ewig beleidigt zu sein, oder eine Sache aus etwas zu machen, dass durch ein Gespräch schnell geklärt werden zu können, redet sie. Sie spricht Sachen an, ist fähig, über Kleineres hinwegzusehen und sich auf das große Ganze einzulassen. Das klärt nicht nur so manche Situation, sondern macht auch Shawn viel greifbarer. Ansonsten bliebe nämlich nur die Möglichkeit, Shawn komplett zu verteufeln.

Shaw hat mal wieder bewiesen, dass bei Roni Loren nicht nur die Hauptprotagonistinnen ihr Päckchen zu tragen haben, weil sie alle unterschiedlich aus ihrer Vergangenheit herausgetreten sind. Auch die männlichen Protagonisten sind von etwas geprägt. Bei Shawn ist es jetzt allerdings das erste Mal, dass ihre Vergangenheit ganz konkret zusammenhängt. Die Situation ist dadurch definitiv keine einfache. Die Autorin ist hier aber einfach konstant geblieben und hat ihre Protagonistin mit dem Typen verbandelt, der das in sich vereint, was bei der Prota zu den größten Gewissenskonflikten führt. Ich mochte Shawn total gerne. Er ist ein unheimlich guter Kerl, der sich aus Schuldgefühlen komplett aufgegeben hat und so eine sehr zarte, verletzliche Saite zeigt. Gleichzeitig ist er aber eigentlich ein recht fröhlicher Mensch und er versucht es immer allen recht zu machen.

Die Beziehung der beiden zueinander fand ich aber im Vergleich zu den anderen beiden Bänden vielleicht am schwächsten. Man versteht zwar die Umstände und es gibt auch eine triftige Begründung für die Verzögerung ihrer Gefühle, aber mir wurde doch lange Zeit in den Gedanken der beiden nicht deutlich genug, wie sie zu dem anderen stehen. Beide verdrängen die Auseinandersetzung sowohl mit ihren Gefühlen als auch mit ihrer gesellschaftlichen Situation als Paar in der Gesellschaft lange Zeit. Man spürt die Gefühle zwar trotzdem, aber die Geschichte verlangsamt sich durch diese wenig leidenschaftliche Auseinandersetzung damit ein wenig. So würde ich ebenfalls sagen, dass es bisher der Band ist, der am meisten Länge besitzt. Auch, wenn er sich dennoch weiterhin gut lesen ließ.

Das Ende war dann super. Die Entwicklung der Protagonisten wurde vollendet und zwar auf allen Ebenen (sowohl gefühlstechnisch als auch in Bezug auf Freunde und Familie und neue Zukunftsperspektive). Es wurde doch noch nahezu kitschig mit einer schönen Endszene und das Kernprojekt der Geschichte hat alles noch moralisch super schön untermauert. Ich bin jedes Mal nach dem Lesen eines Bandes der Autorin wieder happy, die Geschichte gelesen zu haben, weil nicht nur die Liebesgeschichten schön sind, sondern es auch einfach interessant und berührend, welche Wohltätigkeitsprojekte darin aufgenommen werden. So fühlt sich die Geschichte hinterher nicht an, als hätte man nur Ewigkeiten von einem Liebespaar gelesen, dass sich liebt, aber das nicht kapiertXD

Fazit:
Im Vergleich zu den anderen zwei Bänden war dieser vielleicht ein ganz klein wenig schwächer, weil einfach mehr Länge da war. Ansonsten aber ließ es sich super lesen, die Nebenhandlung war wieder super, die Protagonisten sympathisch und erwachsen (kein Nicht-Gerede, bei dem man nur die Augen verdrehen kann) und viele schöne, lustige und berührende Szenen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.03.2021

Besser als Band 1, aber da ist noch Luft nach oben

Shadowscent - Die Krone des Lichts
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Schreibstil:
Meiner Meinung nach schreibt die Autorin flüssig und in einem schönen Sinnzusammenhang. Ich hätte mir vielleicht aber noch etwas mehr Geschwindigkeit in ihrem Stil gewünscht. Die Geschichte ...

Schreibstil:
Meiner Meinung nach schreibt die Autorin flüssig und in einem schönen Sinnzusammenhang. Ich hätte mir vielleicht aber noch etwas mehr Geschwindigkeit in ihrem Stil gewünscht. Die Geschichte plätschert ein bisschen vor sich hin und das u.a. weil vieles nicht stark genug auf den Punkt gebracht wird. Dazu kommt, dass es zwar Ansätze von sprachlicher Raffinesse gibt (wie in Band 1 in Zusammenhang mit Schlussfolgerungen zu Düften, aber hier auch verstärkt auf die Magie bezogen), diese aber nur wenig mit den wichtigsten Ereignissen der Geschichten zu tun haben. Da hätte meiner Meinung noch ein wenig mehr Zusammenhang hergestellt werden können, um den Handlungsverlauf auch sprachlich etwas komplexer wirken zu lassen.

Meine Meinung:
Der Anschluss an Band 1 erfolgte nahtlos. Je nachdem, wann man das Buch zuvor beendet hat, ist man also sofort wieder in der Story. Allerdings passierte mir zu Anfang zu wenig. Ich brauchte einige Seiten, um die Spannung im Handlungsverlauf zu finden. Dazu kommt, dass in diesem Band eine neue Erzählperspektive dazukommt: die von Luz. Ich musste so zunächst erst einmal ein Gespür für sie bekommen und hatte gleichzeitig damit zu kämpfen, dass man von ihr noch so wenig weiß und sie sich gerne in Geheimnissen ausdrückt. Man tappt also erst einmal ziemlich im Dunklen und hat nur vage im Kopf, was jetzt passieren könnte. Schließlich haben wir nur einen Anhaltspunkt aus Band 1:
ACHTUNG SPOILER
Irgendjemand anderes steckt hinter dem Anschlag auf den Prinzen und hat nun auch Ash gefangen genommen.
SPOILER AUS
Dementsprechend hat man nicht nur als Leser das Gefühl, kein richtiges Zeil mehr vor Augen zu haben, sondern auch Rakel scheint orientierungslos. Ich konnte nachvollziehen, was in ihr vorgeht, dennoch habe ich die starke, abenteuerlustige Rakel in diesem Buch oft vermisst. Zwar gibt es die ein oder andere Szene, die sie anheizt und mit ihrem altbekannten Willen aufmischt, jedoch sind das ziemlich wenige.
Der Handlungsverlauf verlagert sich hier ganz klar auf die Magie, die das Reich Aramtesch beherbergt und damit einhergehend die ganzen Geheimnisse, die die verschiedensten Personen bewahren. Ash fand ich in diesem Zusammenhang wieder total interessant und spannend. Er ist einfach eine Hauptfigur, die alles bietet, was man sich erträumt: ein starker, geheimnisvoller Krieger, der im Inneren sehr verletzlich ist und ein gutes Herz hat. Und genau um seine Verletzlichkeit geht es in diesem Buch. Er steht im Zwiespalt zwischen der guten und der „schlechten“, eher dunklen Seite in sich und ist auf der Suche nach seiner eigenen Identität. Das fand ich schön dargestellt, v.a. weil es mit der Thematik der Geschichte einhergeht. Er hat nämlich noch weitaus mehr zu bewältigen und ist den Großteil der Geschichte von den anderen getrennt, sodass er einen eigenen Handlungsstrang in den Handlungsverlauf bringt, der für Spannung sorgt.
Was Luz angeht, so bleibt ihr genaues Tun bis zum Schluss ein Geheimnis und sie undurchschaubar. Bei Luz kann man nicht einfach sagen, sie sei gut oder böse, sie sei männlich oder weiblich. Sie ist eine sehr variable Figur, die ihre geheimnisvolle Position gut ausfüllt und immer wieder für kleine Überraschungen gut ist.

Zur Handlung:
Ich muss tatsächlich sagen, dass ich es bezogen auf die komplette Handlung einfach etwas schade fand, dass Rakel nicht ganz so stark war. Zwar haben wir da diesen Ausflug hin in die Wissenschaft, erstmals werden sich Gedanken um die Zukunft gemacht, die innovativ raus aus dem mittelalterlichen Umfeld der Geschichte finden.. Das fand ich total cool, weil oft alles so einfach scheint. Ein Wundermittel und zack. Genau das passiert nicht. Alles bleibt verzwickt, muss überlegt werden und nichts ist einfach nur schwarz-weiß. Dem Leser wird dies durch Rakel, die jedoch ein wenig in dem Dazwischen verweilt, aber auch durch den Prinzen und die Machtverhältnisse im Land klar. Ansonsten hält Rakel sich aber aus den interessanten Dingen der Geschichte etwas raus.
Das kann man negativ wie auch positiv sehen. Mit Luz zum Beispiel kommt eine neue Ebene in die Geschichte: der Untergrund, die Hintergründe, all das, was dem Prinzen und somit auch Rakel und Ash nicht zugänglich ist, wird durch sie sichtbar und findet seinen Weg in die Geschichte. Die Verstrickungen dieses „Geheimwissens“ mit Ashs Perspektive, die viel Magie enthält, waren für mich der Hauptspannungspunkt der Geschichte. Man rätselt mit, leidet mit (hier kamen wirklich auch viele Emotionen auf) und bekommt die Gelegenheit, sich vollständig in die Geschichte hineinziehen zu lassen. Entsprechend ernst wird es auch. Es geht irgendwann um Leben und Tod, was ich persönlich super fand. Eine Fantasygeschichte benötigt für mich immer ein gewisses Maß an Ernsthaftigkeit und auch tödlicher Dramatik. Schließlich hat die Welt Ähnlichkeiten zum Mittelalter.

Weiter fand ich es gut, wie Ashs Teil der Geschichte bedrohlich und traurig zugleich war. Gerade dadurch, dass die Bedrohung unmittelbar in seinem Charakter liegt, erhielt die Geschichte viel Tiefe und konnte beweisen, dass die Vorgänge nicht oberflächlich sind.
Der Handlungsverlauf war zudem im Vergleich zu Band eins nicht so linear. Es gab mehr zu rätseln, mehr Ungereimtheiten und mehr Action. Die Ortswechsel sind nicht mehr so vorhersehbar und das Ziel lange Zeit unklar. Es ist mehr ein mitreißen lassen von den Geschehnissen, was ich wesentlich besser fand.
Auch dass Ash und Rakel nicht die ganze Zeit über zusammen auftreten, sondern beide ihre eigenen Probleme haben und sich eigentlich nur nebensächlich bemühen, zu dem anderen zu gelangen, fand ich für die Geschichte förderlich. Es sorgte einfach für mehr Dynamik.

Fazit:
Alles in allem fand ich diesen Band besser als den davor. Es gab mehr Tiefe, mehr zum Rätseln und der Handlungsverlauf war nicht mehr so gleichförmig und linear. Rakel war dafür dieses Mal etwas schwächer, Ash jedoch stärker. Der Schreibstil war weiterhin gut auf die Geschichte eingespielt, es fehlte mir nur manchmal etwas an Raffinesse. Das brachte einige Längen mit sich. Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden mit der Geschichte. Es wird ernster, actionreicher und auch überlegter. Die Ereignisse laufen nicht mehr so glatt wie in Band eins und durch die dritte, neue Perspektive von Luz, erhielt die Geschichte viele Hintergründe, die Grauschlieren zwischen dem schwarz und weiß verursachten. Ebenfalls sehr förderlich für die Handlung.

Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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