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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2021

Schöne Wohlfühlgeschichte

Vielleicht jetzt (Vielleicht-Trilogie, Band 1)
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Inhalt:

Gabriella ist in Brasilien geboren und bei ihrer Mutter und ihrer Großmutter aufgewachsen. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Doch als sie plötzlich auf ihre Geburtsurkunde stößt und dort ...

Inhalt:

Gabriella ist in Brasilien geboren und bei ihrer Mutter und ihrer Großmutter aufgewachsen. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Doch als sie plötzlich auf ihre Geburtsurkunde stößt und dort den Namen ihres Erzeugers erfährt, macht sie sich kurzerhand auf nach Deutschland um dort ihre Wurzeln zu erkunden.

Dabei hätte sie fast ihren Flieger verpasst und muss sich deswegen von ihrem Sitznachbarn einiges anhören. Was für ein unverschämter Kerl. Zum Glück muss sie ihn nie wiedersehen, denkt Gabriella.

Wer hätte auch ahnen können, dass er sich ausgerechnet als ihr Ausbilder an ihrer Praktikumsstelle herausstellen würde? Doch für Männer hat die junge Frau gerade sowieso keine Zeit, denn sie hat sich in der Cateringfirma nur beworben, weil ihr Vater sie gegründet hat und sie hofft, ihn dort kennenzulernen.

Gabriella hat also alles auf eine Karte gesetzt, aber ihre Zeit in München ist begrenzt… .


Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit Gabriella am Flughafen. Ihre Reise nach Deutschland ist fast schon eine Kurzschlusshandlung und sie macht sich viele Gedanken über die kommenden Monate. Die junge Frau war mir sofort sympathisch und ich konnte ihren Wunsch ihren Vater kennenzulernen gut verstehen. Allerdings hätte ich wohl offensiver gehandelt, aber die Idee mit dem Undercover-Praktikum fand ich doch sehr schön und originell.

Im Flugzeug trifft Gabriella dann auf Anton und obwohl ich nicht jede ihrer Handlungen und Reaktionen nachvollziehen konnte, machte es mir doch Spaß die erste Begegnung der beiden mitzuverfolgen. Auch als die beiden sich im Restaurant wiedertreffen, fliegen erst einmal die Fetzen. Manches kam mir dabei etwas übertrieben vor, aber später erfahren wir, was wirklich dahintersteckt und ab da konnte ich es auch besser verstehen.

Fortan begleiten wir die Protagonistin mit, wie sie sich in München einlebt, wie sie Freundinnen findet und in eine WG zieht, wie sie Anton näher kommt und immer wieder versucht, Kontakt zu ihrem Vater zu bekommen. Dabei gefiel mir Gabriella sehr gut. Sie ist eine starke, junge Frau, die ihren Weg geht und sich nicht unterkriegen lässt. Sie ist durchweg positiv gestimmt und verbreitet nicht nur in der Küche, sondern auch im ganzen Buch gute Laune, was mir sehr gut gefiel.

Auch das Drama zwischen den Protagonisten hält sich eindeutig in Grenzen. Natürlich gibt es ein paar Schwierigkeiten, wie sie zu einer New Adult Geschichte einfach dazugehören, aber es wird nichts aufgebauscht, was mir persönlich sehr entgegen kam, da ich unnötiges Hin und Her in Büchern eher störend finde. Dadurch gab es für mich aber auch keine nennenswerten Höhepunkte. Die Geschichte plätschert einfach so vor sich hin und wenn man das Buch einige Zeit weglegt und später wieder danach greift, kann man entspannt weiterlesen.


Fazit:

„Vielleicht jetzt“ ist eine schöne Liebesgeschichte und ein tolles Wohlfühlbuch, das beim Lesen gute Laune verbreitet. Es verzichtet auf unnötiges Drama, was mir gut gefallen hat. Allerdings hat mir persönlich auch das Besondere gefehlt. Dafür ist es für mich ein schönes Buch einfach zum Entspannen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Kein einfaches Buch, aber es hat mich trotzdem tief bewegt und berührt

Du und ich ein letztes Mal
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Inhalt:

Die Liebesgeschichte von Vivi und Josh klingt wie aus einem Märchen, aber trotzdem gab es für beide kein Happy End.

Wie kann es sein, dass etwas, das so perfekt begonnen hat, plötzlich so schief ...

Inhalt:

Die Liebesgeschichte von Vivi und Josh klingt wie aus einem Märchen, aber trotzdem gab es für beide kein Happy End.

Wie kann es sein, dass etwas, das so perfekt begonnen hat, plötzlich so schief gelaufen ist? Die beiden hoffen eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, indem sie alles, was sie gemeinsam erlebt haben, ein letztes Mal tun.

Während der gemeinsamen Reise durch die Vergangenheit müssen die beiden sich eingestehen, dass sie sich in all den Jahren verändert haben und nicht mehr die Selben sind. Vielleicht ist das genau der richtige Zeitpunkt um endlich Frieden mit der Vergangenheit zu schließen, um endlich nach vorne sehen zu können … .

Meine Meinung:

Lily Oliver hat mich schon immer mit ihren anderen Geschichten sehr berührt, deshalb freute ich mich wahnsinnig auf dieses Buch, allerdings muss ich gestehen, dass ich etwas ganz anderes bekommen habe, als ich erwartet hatte.

Im Prolog erleben wir mit, wie Vivi und Josh sich kennenlernen und das ist schon wirklich eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Da merkt man schon, dass die beiden Protagonisten anders sind und ihre Liebesgeschichte auch nicht wirklich in eine Schublade passt.

Danach springen wir fünf Jahre weiter und landen in der Gegenwart. Vivi wohnt inzwischen in China, kommt aber wegen einem Arbeitsprojekt für kurze Zeit zurück nach New York. Dort holt sie ihre Vergangenheit ein, indem sie zufällig auf Josh trifft, von dem sie sich vor Jahren getrennt hat. Man weiß als Leser*in nicht, was passiert ist. Lily Oliver macht daraus ein großes Geheimnis, aber trotzdem wird einem beim Lesen sofort klar, dass die beiden noch nicht wirklich miteinander abgeschlossen haben, sondern immer noch aneinander hängen. Also fragt man sich unweigerlich, was dazu führt, dass zwei Menschen, die sich lieben, sich trotzdem trennen und stellt wilde Spekulationen an.

Fortan entführt uns die Autorin in verschiedene Szenen in der Vergangenheit der beiden. Dabei reist man scheinbar wild durch die Zeit und muss sich wirklich darauf konzentrieren, wo in der Chronologie man sich gerade befindet. Wir lernen Josh und seine inneren Dämonen kennen, aber taucht auch in die Vergangenheit von Vivi ein und erfährt, was dort passiert ist. So bekommt man ein schönes Gesamtbild, trotz allem muss ich gestehen, dass ich nicht erkannt habe, was wirklich hinter dem Ganzen steckt. Da hat mich Lily Oliver mal wieder richtig überrascht, wie es ihr schon mit den anderen Büchern gelungen ist.

Trotzdem muss ich gestehen, dass dieses Buch anders ist. Wir befinden uns tief in der Gefühlswelt von Vivi und Josh, drum herum gibt es eigentlich keine große Handlung, da die Liebesgeschichte zu viel Raum einnimmt. Meiner Meinung nach muss man sich wirklich auf dieses Buch einlassen. Es ist bedrückend, traurig, die Lage scheint manchmal aussichtslos zu sein und man denkt, dass Liebe allein oft einfach nicht genug ist. Mich hat diese Geschichte aufgewühlt und vor allem, als ich erfuhr, was hinter dem Ganzen wirklich steckt, war ich tief bewegt, denn hier hat die Autorin ein sehr ernstes Thema aufgearbeitet, das ich so in noch keinem Buch gelesen habe. Dabei beschönigt sie nichts. Die Lage der Protagonisten wird mit allen Höhen und Tiefen beschrieben und trotz Liebesgeschichte wird nichts romantisiert. Schonungslos ehrlich muss man sich dem Problem stellen, genau, wie die beiden es tun. Dabei erlebt man eine Achterbahn der Gefühle und ich habe mir tatsächlich nichts mehr gewünscht, als ein Happy End für Vivi und Josh und das, obwohl ich ein echter Fan von Sad Ends bin. Mir gefällt es vor allem, dass Lily Oliver nicht die Liebe als Lösung für alle Probleme darstellt, denn manchmal reicht Liebe allein einfach nicht aus.

Action sucht man in diesem Buch übrigens vergebens. Es gibt nicht das große Drama, den großen Knall, wie in anderen Liebesgeschichten. Selbst die Auflösung des eigentlichen Problems platzt nicht als große Bombe, sondern wird langsam, sachte und einfühlsam in die Handlung eingeflochten. Es führt zwar dazu, dass man die Ereignisse nochmal unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet und alle Geschehnisse noch einmal überdenkt, aber insgesamt behält das Buch die ganze Zeit über ein langsames Tempo bei, so dass man genug Zeit bekommt, alles zu ordnen und sich darauf einzustellen. Das könnte dazu führen, dass mancher Leser das Buch als „langatmig“ empfindet und auch ich musste erst meinen Platz in der Geschichte finden, dann empfand ich es aber als sehr intensiv und emotional und war froh, dass ich Vivi und Josh begleiten durfte.

Fazit:

Dieses Buch ist anders. Es ist keine Wohlfühlgeschichte, keine leichte Lovestory, sondern geht tiefer. Es ist emotional, intensiv, aber auch ernst und schonungslos. Hier findet man keine Action, es gibt kein großes Drama, keinen Knall, keine Effekthascherei, sondern eine Geschichte, die zeigt, dass Liebe allein manchmal nicht reicht, dass es nicht immer ein Happy End, aber vielleicht trotzdem Hoffnung geben kann. Auf diese Story muss man sich definitiv einlassen, um sie fühlen zu können.

„Du & Ich – Ein letztes Mal“ ist kein einfaches Buch, aber eines, das mich tief bewegt und berührt hat.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Ein schönes Buch

Solange der Regen fällt
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Inhalt:

Als Ellies Bruder James Selbstmord begeht, verliert sie den einzigen Halt, den sie in ihrem Leben je hatte. In ihrer Familie ist es nur wichtig, die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen und zu ...

Inhalt:

Als Ellies Bruder James Selbstmord begeht, verliert sie den einzigen Halt, den sie in ihrem Leben je hatte. In ihrer Familie ist es nur wichtig, die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen und zu funktionieren. Doch jetzt zerbricht Ellie fast an ihrer Trauer und ist damit völlig allein.

Da hört Miles sie hinter seiner Gartenmauer weinen und tröstet sie. Er versucht Ellie zurück ins Leben zu führen und hilft ihr, sich selbst kennenzulernen. Zwischen beiden entspinnt sich eine innige Beziehung.

Doch Ellie hat Angst, dass dieses zarte Band, zerreißt, wenn sie sich von Angesicht zu Angesicht kennenlernen. Denn wer weiß, wer wirklich hinter dem liebevollen und empathischen Miles steckt … .

Meine Meinung:

Ich war sehr überrascht, dass das Buch in der Kindheit von Ellie und James beginnt, doch genau das ist notwendig, um die besondere Beziehung zwischen den beiden Geschwistern deutlich zu machen. Die beiden geben sich gegenseitig Halt und Zuneigung, in einer Familie, die ansonsten sehr kalt ist und in der nur Leistungen zählen. Ich fand es sehr schön, dass wir James und seine Liebe zu Ellie noch selbst erleben durften. Und Christelle Zaurini hat diese besondere Beziehung wirklich sehr gut beschrieben.

Als James sich selbst das Leben nimmt, war ich total überrascht, auch, wenn ich vom Klappentext wusste, dass das passieren würde. Gemeinsam mit Ellie habe ich mich gefragt, was ihn so plötzlich dazu getrieben hat. Aber da lässt uns die Autorin ganz schön schmorren und löst dieses Geheimnis erst ziemlich spät auf. Danach konnte ich seine Tat aber ein wenig besser nachvollziehen, wenn auch trotzdem nicht gänzlich verstehen.

Ellies Trauer ist wirklich greifbar, allerdings muss ich gestehen, dass diese nicht ganz bei mir ankam. Natürlich ist es in ihrer Familie nicht üblich, Emotionen zu zeigen, aber auf mich ist das Gefühl der tiefen Trauer einfach nicht übergesprungen.

Dafür fand ich aber die Liebesgeschichte wirklich schön. Das Kennenlernen der beiden ist wirklich außergewöhnlich und ich konnte mir anfangs den Zusammenhang mit der Mauer gar nicht vorstellen, aber tatsächlich ist das sehr gelungen und mir gefiel es sehr gut, dass wir hier einmal eine andere Story zu lesen bekommen. Hier spürte ich tatsächlich die Gefühle sofort. Miles möchte Ellie helfen, er möchte, dass sie sich selbst kennenlernt und nicht mehr so alleine fühlt. Es ist so süß, was er sich alles einfallen lässt, um Ellie zu unterstützen. Und mit jeder Aktion vertieft sich die Verbindung zwischen den beiden.

Doch dann lässt Christelle Zaurini eine Bombe platzen, indem sie Miles Identität aufdeckt. Dabei fand ich es gut, dass das nicht erst zum Ende des Buches passiert, sondern schon ab der Hälfte. So haben die Protagonisten noch Zeit, sich persönlich kennenzulernen, was jedoch für beide nicht ganz einfach ist und ein wenig Drama mit sich bringt. Das gehört aber zu diesem Genre natürlich auch dazu. Leider konnte ich nicht jedes Drama verstehen, dass die Autorin in ihr Buch eingebaut hat. Einiges war mir dann doch too much und ich hatte das Gefühl, dass am Ende noch versucht wurde, noch mehr ernste Themen in der Geschichte unterzubringen. Es hat zwar alles zur Geschichte gepasst, aber für mich hat nicht alles genug Raum bekommen.

Dafür hat das Thema „Selbstfindung“ viel Platz im Buch und wird am Beispiel von Ellie sehr gut beleuchtet. Die Protagonistin bekommt in ihrer Familie einfach keine Möglichkeit eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, weil ihr alles vorgegeben wird. Dieses Thema hat Christelle Zaurini in meinen Augen sehr schön aufgearbeitet.

Am Ende gibt es nochmal einen kleinen Zeitsprung und ich mochte den Schluss, er passt für mich wirklich gut zur Geschichte.

Fazit:

Christelle Zaurini hat hier eine sehr schöne Geschichte geschaffen über Selbstfindung und über besondere, emotionale Verbindungen. Die Lovestory zwischen den beiden Protagonisten fand ich besonders süß und ungewöhnlich, ich konnte das Kribbeln sehr gut nachvollziehen. Leider gelang mir das nicht bei allen Gefühlen und zum Schluss hin kam es mir so vor, als würden noch ein paar ernste Themen unbedingt Platz finden müssen, aber nicht genug Raum zur Entfaltung bekommen.

Insgesamt war es aber ein sehr schönes, emotionales Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 20.05.2021

Ein schöner Abschluss für eine märchenhafte Trilogie

Märchenhaft-Trilogie (Band 3): Märchenhaft erblüht
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Inhalt:

Der Tag der Entscheidung rückt immer näher und es sind nur noch drei Kandidatinnen übrig. Doch bevor Lean seine Wahl bekannt geben kann, taucht die Schwarze Hexe erneut auf und entführt seinen ...

Inhalt:

Der Tag der Entscheidung rückt immer näher und es sind nur noch drei Kandidatinnen übrig. Doch bevor Lean seine Wahl bekannt geben kann, taucht die Schwarze Hexe erneut auf und entführt seinen Vater.

Gemeinsam mit seinen Freunden macht der Prinz sich auf den Weg in den Finsterwald, um die Schwarze Hexe ein für alle Mal zu besiegen und endlich in Frieden leben zu können. Doch der Weg ist voller Gefahren und es gibt mehr zu verlieren, als sich die Gruppe je hätte vorstellen können … .

Meine Meinung:

Das Buch schließt nahtlos an seinen Vorgänger an und wir erleben mit, wie sehr Heera unter der Zurückweisung von Lean leidet. Sie verkriecht sich und hat an nichts mehr Freude. Jeder, der selbst einmal Liebeskummer hatte, kann sicher Heeras Verhalten nachvollziehen. Und ich wäre am liebsten ins Buch gestiegen und hätte Lean geschüttelt, denn man spürt förmlich, dass auch er leidet und nichts mehr möchte, als mit Heera zusammen zu sein. Trotzdem sieht er für sie beide keine Zukunft.

Doch auch die anderen Protagonisten haben mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Ich fand es sehr schön, dass nur noch wenige Kandidatinnen übrig sind, weil sich jetzt die Geschichte besser auf diese konzentrieren konnte und man etwas tiefer in die einzelnen Schicksale einsteigt. Dabei spürt man auch deutlich, die Zerrissenheit der einzelnen Charaktere, was mir sehr gut gefallen hat.

Während sich die Geschichte im ersten Drittel eher auf die Gefühlswelt der Figuren konzentriert, nimmt die Handlung rund um die Schwarze Hexe im zweiten Drittel Fahrt auf und man begleitet die kleine Gruppe auf ihrer gefährlichen Reise zum Finsterwald.

Im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse dann geradezu und ich hatte das Gefühl, dass es fast etwas zu viel wird. Dort hat die Autorin nämlich so viele verschiedene Märchen eingebaut und es passieren so viele Dinge gleichzeitig, dass ich kaum noch hinterher kam. Mir wäre es ehrlich gesagt lieber gewesen, die Ereignisse hätten sich etwas verteilt. Doch so hat sich die Spannung natürlich zum Zerreißen gesteigert und ich konnte mich kaum noch vom Buch lösen, weil ich unbedingt wissen wollte, ob der Kampf gegen die Schwarze Hexe gelingt und es ein Happy End für Heera und Lean gibt.



Fazit:

Dieser letzte Band ist ein schöner Abschluss für die Trilogie. Man bekommt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten und trotzdem steigert sich die Spannung stetig. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und mir war es fast etwas zu viel. Trotzdem habe ich mit Heera, Lean und ihren Freunden auf jeder Seite mitgefiebert und konnte mich erst lösen, nachdem ich wusste, wie es zu Ende gehen würde.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 08.05.2021

Spannend

Die Nacht der Acht
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Inhalt:

Quentin läd seine Freunde in die neue Villa seiner Eltern ein, die abgelegen in den Bergen liegt. Um die Party etwas spannender zu gestalten stellen sie diese unter das Motto: Wer sich erschreckt ...

Inhalt:

Quentin läd seine Freunde in die neue Villa seiner Eltern ein, die abgelegen in den Bergen liegt. Um die Party etwas spannender zu gestalten stellen sie diese unter das Motto: Wer sich erschreckt muss trinken.

Was anfangs noch als Spaß beginnt, wird schnell zum bitteren Ernst, als der Geist einer tot geglaubten Mitschülerin auftaucht und es keinen Handyempfang mehr gibt.

Abgeschnitten von der Außenwelt läuft die Nacht bald aus dem Ruder, als einer nach dem anderen verschwindet… .

Meine Meinung:

Normalerweise hätte ich nie zu dem Buch gegriffen, denn Thriller sind so gar nicht mein Genre. Ich grusel mich viel zu schnell und bekomme dann Angst. Doch der Verlag hat eine große Aktion zum Buch veranstaltet, an der ich teilnehmen durfte, deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Die Geschichte beginnt damit, dass man die Jugendlichen erst einmal kennenlernt. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas überfordert war. Es gibt so viele Charaktere, denn neben den acht Leuten aus der Clique kommen noch mehr dazu und da man nur einen kurzen Abriss von ihnen bekommt, konnte ich sie anfangs nicht so ganz zuordnen, auch, wenn der Autor versucht hat, jedem seiner Figuren eine besondere Eigenschaft mitzugeben, an der man sie erkennen sollte. Dabei bedient er sich aber auch einiger Stereotypen und verleiht den Charakteren meiner Meinung nach nicht genug Tiefgang, um richtig mit ihnen mitzufiebern.

So richtig viel Vorlauf bekommt man als Leser sowieso nicht, dann findet man sich schon auf der Party wieder. Dort geht es dann richtig los, denn jeder der acht Jugendlichen hat sich etwas ausgedacht, wie er seinen Freunden Angst einjagen könnte. Manche der Scherze fand ich tatsächlich ziemlich geschmacklos, bei anderen wäre ich wahrscheinlich vor Angst ohnmächtig geworden. Aber ich fand es wirklich sehr interessant, was sich die Jugendlichen alles haben einfallen lassen. So wird das Buch nicht nur spannend aufgrund der vielen Gänsehautmomente, sondern auch, weil so viel passiert.

Doch dann verändert sich die Geschichte und man fragt sich irgendwann, was ein Scherz von einem der Kids ist und was Wirklichkeit. Ist das alles nur Einbildung aufgrund des vielen Alkohols und der ganzen Atmosphäre oder passiert wirklich etwas Unheimliches in dem Haus am Waldrand? Teilweise hat es mich wirklich ordentlich gegruselt und ich war froh, dass ich das Buch nur am Tag gelesen habe, sonst hätte ich vielleicht auch richtig Angst bekommen (und trinken müssen :D). Dem Autor ist es auf jeden Fall gelungen mir viele Gänsehaut- und Gruselmomente zu bescheren, aber noch in einem Rahmen, in dem ich das auch für Jugendliche verträglich finde.

Tatsächlich ist man dann doch sehr schnell am Ende angekommen, da man ja doch wissen möchte, was dahintersteckt. Einen kleinen Verdacht hatte ich ehrlich gesagt, aber die Auflösung hat mich dann doch etwas überrascht. Ehrlich gesagt hätte ich mir für einen Jugendthriller doch mehr „lehrreiche“ Konsequenzen am Ende gewünscht. So hinterlässt das Buch bei mir ein bisschen einen schalen Nachgeschmack.

Fazit:

„Die Nacht der Acht“ war für mich jetzt kein großes Kino, hat mir aber einige spannende Lesestunden beschert. Auch als Nicht-Thriller-Leser kann man dieses Buch gut zur Hand nehmen und sich in einem verträglichen Rahmen gruseln. Am Ende hätte ich mir aber doch mehr „lehrreiche“ Konsequenzen für ein Jugendbuch gewünscht.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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