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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2021

Erschreckend, wie schnell man zum "Wasserzombie" werden kann!

Dry
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Zum Buch: Es fing harmlos an. Zuerst sollte man kein Wasser mehr verschwenden, keine Pools mehr befüllen und keine Gärten mehr bewässern. Und dann war der Tag da, an dem kein einziger Tropfen Wasser mehr ...

Zum Buch: Es fing harmlos an. Zuerst sollte man kein Wasser mehr verschwenden, keine Pools mehr befüllen und keine Gärten mehr bewässern. Und dann war der Tag da, an dem kein einziger Tropfen Wasser mehr aus dem Wasserhahn kam… Ganz Südkalifornien wird zum Krisengebiet.
Die 16-jährige Alyssa und ihr Bruder Garrett begeben sich dann auf eine Reise, die sich erst einmal utopisch anhört, aber in der so viel Realität steckt… Auf ihrer Suche nach ihren Eltern und Wasser begegnen sie natürlich allerhand Menschen und erst hier zeigt sich, wer zu den Guten zählt und wer nicht…

Meine Meinung: Das Buch zeigt ein Szenario, welches für mich gar nicht mehr unrealistisch ist… denn Wasserknappheit haben wir ja auch schon einmal kurzfristig erlebt. Was dann allerdings passiert und wie schnell die Veränderungen, vor allem in den Menschen, vor sich gehen, das hat mich wirklich erschüttert! Der Autor beschreibt sehr gut, wie die Menschen sich verändern, wenn es um ihr Leben geht, und zwar nicht alle zu ihrem Vorteil!

Die Charaktere der Jugendlichen werden sehr gut gezeichnet, die Sympathien sind recht schnell verteilt. Ich mochte Alyssa sehr gerne, weil sie für ihr Alter schon ziemlich vernünftig ist und sie nicht zu impulsiv handelt. Das ist zum Beispiel bei der jungen Jacqui ganz anders, aber sie lebt auch schon seit zwei Jahren auf der Straße. Alyssas Nachbar Kelton, der heimlich in sie verliebt ist, war ein unheimlich interessanter Charakter. Er wandelt sich vom Nerd zu einem echten Freund, das hat mir auch besonders gut gefallen!

Natürlich ist es ein Jugendbuch und das merkt man auch, was den Schreibstil angeht. Die Sprache ist jung und modern. Aber mir hat der Stil unheimlich gut gefallen! Der Autor lockert die einzelnen Kapitel durch sogenannte „Snapshots“ auf, in denen Momentaufnahmen gezeigt werden, wie die allgemeine Lage ist und auch einzelne fremde Charaktere tauchen hier auf. Hier wird dann klar, wie es anderen Menschen ergeht und welches Ausmaß die Katastrophe wirklich hat! Manchmal trifft man einzelne Charaktere später im Buch wieder, manchmal nicht. Zum Ende hin wird es wirklich noch einmal richtig aufregend und lässt den Leser letztendlich nachdenklich zurück!

Mein Fazit: Dieses Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, da es spannend erzählt, was eventuell noch auf uns zukommen könnte! Durch die jugendlichen Charaktere liest sich das Buch schnell und flüssig und hat doch so ein ernstes Thema! Ich hoffe, dass wir niemals in solch eine Lage kommen werden!

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Ein ausgeklügelter Rachefeldzug!

SCHULD! SEID! IHR!
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Zum Buch: In der Lüneburger Heide wird ein Obdachloser tot im Wald aufgefunden. Scheinbar hat er sich selber mit Strychnin vergiftet. Während das Team um Kommissar Rolf Degenhardt und Jana Liebisch noch ...

Zum Buch: In der Lüneburger Heide wird ein Obdachloser tot im Wald aufgefunden. Scheinbar hat er sich selber mit Strychnin vergiftet. Während das Team um Kommissar Rolf Degenhardt und Jana Liebisch noch den Tatort untersucht, stirbt ein ehemaliger Kollege von ihnen im Krankenhaus an einem Herzinfarkt. Die Kommissare besuchen die Witwe und finden in den Sachen des Toten eine Tarot-Karte, auf der „Der Gehängte“ abgebildet ist. Genauso eine Karte fand man auch am Tatort des Obdachlosen. Wie hängen die beiden Fälle zusammen? Als man schließlich eine Verbindung findet, ist es fast schon zu spät, um den Lauf der Dinge noch zu stoppen…

Meine Meinung: Gleich der Prolog schmeißt den Leser in eine sehr brutale Situation, in der man die Luft anhält! Dann geht es aber sofort temporeich weiter!
In kurzen Kapiteln erzählt „Der Gehängte“ von seinem bisherigen Leben und seinen Plänen. Dann folgt wieder ein Szenenwechsel, diesmal erfährt der Leser, was die Kriminalpolizei unternimmt, um die ominösen Todesumstände aufzuklären. Hier lernt der Leser die Hauptpersonen kennen.

Da wäre zum einen der Hauptkommissar Rolf Degenhardt. Er folgt ziemlich gut seinen eigenen Regeln, ist aber eine gute Spürnase. Nachdem er seinen Partner in eine andere Dienststelle verabschiedet hat, hat er die Nachfolge auch gleich geregelt: die Kommissarsanwärterin Jana Liebisch, mit der er bereits in einem anderen Fall zu tun hatte. Der neue Leiter der Abteilung, Dirk Kaiser, fühlt sich übergangen, denn er hatte jemand anderes für den Posten vorgesehen. Von da an sind sich die beiden spinnefeind.
Gerade den Charakter von Degenhardt finde ich klasse und sehr sympathisch! Obwohl er auch mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat, lässt er nicht locker und sich vor allem nicht die Zügel aus der Hand nehmen! Die einzige, die das wohl schafft, ist seine Tochter Alexandra… sie weiß genau, wie sie die Fäden ziehen muss! Ein wenig in das Privatleben des Hauptermittlers schaut der Leser schon, es steht aber nicht so im Vordergrund, dass es störend wäre.

Zu den anderen Charakteren kann ich hier leider nichts schreiben, ohne zu viel zu verraten. Nur so viel, sie sind allesamt gut ausgearbeitet vom Autor!
Auch fällt einem ziemlich schnell die leicht zu lesende Schreibweise auf. Die kurzen Kapitel und die Szenenwechsel lassen das Buch sehr lebendig erscheinen und der Leser fiebert förmlich mit!

Das Ende war zwar ein wenig vorhersehbar, aber das tut der Spannung überhaupt keinen Abbruch, wie ich finde! Rasant ist es allemal!
Es handelt sich hierbei um den zweiten Fall mit Rolf Degenhardt, aber man kann dieses Buch unabhängig vom ersten Teil lesen.

Mein Fazit: Spannend erzählt macht der Autor hier auch auf ein Problem der Justiz aufmerksam, welches durchaus Aufmerksamkeit verdient! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Krimis und Thrillern, denn es ist irgendwie beides!

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Nur einer kann den Wettkampf gewinnen...

Der Nachlass
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Zum Buch: Die schwerkranke Hedda Laurent versammelt ihre Familie kurz vor ihrem selbstgewählten Todeszeitpunkt noch einmal zu einem Wiedersehen. Der Notar Nowotny soll anschließend das Testament verlesen. ...

Zum Buch: Die schwerkranke Hedda Laurent versammelt ihre Familie kurz vor ihrem selbstgewählten Todeszeitpunkt noch einmal zu einem Wiedersehen. Der Notar Nowotny soll anschließend das Testament verlesen. Die vier Kinder samt Kindern, ihr Ehemann und ihr Bruder sind anwesend, als Hedda sich das todbringende Morphium verabreichen lässt. Als der Notar allerdings die Bedingungen für das Erbe vorliest, sind alle geschockt. Es soll einen Wettkampf in verschiedenen Disziplinen geben und nur der Gewinner erbt am Ende! Nun beginnt ein erbitterter Kampf zwischen den Geschwistern und die Aufgaben werden von Runde zu Runde gefährlicher…

Meine Meinung: Es ist eigentlich ein Klassiker: 10 Personen, die immer weiter dezimiert werden. Dennoch hat mich an diesem Buch der Stil absolut begeistert, denn Jonas Winner wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin- und her. Das sorgt am Anfang zwar für manche Verwirrung, aber eben auch für richtig viel Spannung! Denn man merkt schnell, dass es hier nicht nur um das Erbe geht, sondern um viel mehr. Es muss in der Vergangenheit der Familie liegen, die den Kindern nicht oder nicht mehr bewusst war.

Die Charaktere lernt der Leser so nach und nach kennen. Hier fand ich auch den Stammbaum der Familie Laurent am Beginn des Buches sehr hilfreich, dort kann man immer noch mal nachschauen. Aber irgendwann weiß man, wer zu wem gehört. Und die Familiengeschichte ist wirklich sehr spannend!

Das Ende hat mich auf jeden Fall überrascht, da wäre ich so niemals drauf gekommen! Auch der Schreibstil liest sich flüssig weg, ich habe nur zwei Tage gebraucht, dann war das Buch leider schon wieder zu Ende…

Mein Fazit: Für mich war das mal wieder ein Pageturner, für den ich gerne die volle Punktzahl vergebe! Flüssig und spannend erzählt erfährt der Leser das große Familiengeheimnis der Laurents! Ich kann das Buch nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 28.05.2021

Max Bischoff ist zurück und er muss den Mädchen helfen!

Mörderfinder – Die Spur der Mädchen
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Zum Buch: Der ehemalige Ermittler und Fallanalytiker Max Bischoff hat nach einem schlimmen Erlebnis seinen Job bei der Düsseldorfer Kripo an den Nagel gehängt und arbeitet jetzt als Dozent an der Polizeihochschule. ...

Zum Buch: Der ehemalige Ermittler und Fallanalytiker Max Bischoff hat nach einem schlimmen Erlebnis seinen Job bei der Düsseldorfer Kripo an den Nagel gehängt und arbeitet jetzt als Dozent an der Polizeihochschule. Bis ihn eines Tages Robert Benz aufsucht und ihn um Hilfe bittet. Seine Tochter Leni verschwand vor sechs Jahren und wurde bis heute nicht gefunden. Aber alles deutet darauf hin, dass sie wieder da ist…
Da es gerade eine neue Entführungswelle von kleinen Mädchen gibt, kann Max nicht anders und hängt sich in den Fall. Dabei stößt er zunächst auf Gegenwehr der Kölner Polizei. Aber der leitende Ermittler Bernd Menkhoff erkennt schnell, dass sie zu zweit effektiver sein können. Ist Leni wieder da? Und wenn ja, wo war sie die ganze Zeit?

Meine Meinung: Wow, eins vorweg: Sebastian Fitzek hat total Recht, dass man hier kein Lesezeichen benötigt, da man das Buch sowieso nicht aus der Hand legen kann!

Der Plot ist von Anfang an sehr spannend! Plötzlich stehen Lenis Sachen wieder in dem Haus von Robert Benz, das ist schon wirklich gruselig. Dann tauchen auch noch Tonband-Aufnahmen und alte Skelette auf…, aber das müsst ihr alles selbst lesen!

Die Charaktere finde ich hier in dem Buch sehr stark! Max Bischoff ist ein sehr sympathischer und empathischer Mensch, der nicht anders kann, als gegen schreiende Ungerechtigkeiten anzugehen. Da er nicht mehr im aktiven Polizeidienst ist, unterliegt er auch nicht all deren Regeln. Damit kann er natürlich freier ermitteln als sein neuer Kollege, Bernd Menkhoff. Zu Beginn nicht erbaut, dass sich jemand in seine Ermittlung einmischt, ist er dennoch hinterher froh, mit Max den aktuellen und den damaligen Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Trotz seiner polternden Art ist er aber auf der richtigen Seite und ein guter Ermittler.
Die beiden ehemaligen Freundinnen von Leni, Hannah und Alina, mauern und machen total dicht. Was wissen sie und was verschweigen sie?

Der Schreibstil ist flüssig und sehr einnehmend! Besonders die Kapitel aus Sicht des Opfers gehen einem hier wirklich unter die Haut. Das Ende hat mich gleich in mehrfacher Hinsicht überraschen können!

Mein Fazit: Mit „Mörderfinder“ hat Arno Strobel seinen tollen Ermittler Max Bischoff wieder aus der Versenkung geholt und ich hoffe, wir können weitere Fälle mit ihm lesen! Dieses Buch muss man als Thriller-Fan auf jeden Fall gelesen haben!

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Veröffentlicht am 26.05.2021

Unglaublich, was manche Menschen für Vorlieben haben...

Dem Tod verpflichtet
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Zum Buch: Der Sonderermittler Ruben Hattinger vom LKA in Bamberg erhält einen neuen Fall. In Nürnberg wird eine Frau vor das Auto des Apothekers Johann Pohl geworfen. An ihrer Leiche befinden sich seltsame ...

Zum Buch: Der Sonderermittler Ruben Hattinger vom LKA in Bamberg erhält einen neuen Fall. In Nürnberg wird eine Frau vor das Auto des Apothekers Johann Pohl geworfen. An ihrer Leiche befinden sich seltsame Symbole auf dem Rücken. Die gleichen Symbole fand man vor etlichen Jahren auch an einer bis heute unbekannten männlichen Wasserleiche.
Aus diesem Grund tun sich Ruben und seine Kollegen Eva und Schober mit dem Ermittler in Nürnberg, Mike Köstner zusammen. Als dem Apotheker dann auch noch ausgetauschte Medikamente nachgewiesen werden, ist das für Ruben ein Zufall zu viel… hat Johann etwas zu verbergen?

Meine Meinung: Das ist mein zweites Buch von Mark Franley und wieder bin ich sehr begeistert von seinem Storytelling! Er versteht es unheimlich gut, viele einzelne lose Bindfäden durch das Buch zu weben, die dann erst am Ende zusammenfinden!
Der Leser hat zwar gleich die Vermutung, dass mit dem Apotheker etwas nicht stimmt, aber warum und wie sein Verhalten mit den aufgefundenen Leichen zu tun hat, darauf kommt der Leser nicht! Nach außen hin gibt Johann Pohl nämlich den perfekten Familienvater und erfolgreichen Geschäftsmannes. Und darum finde ich dieses Buch auch wieder sehr spannend!

Über die Ermittler muss man des Öfteren schmunzeln, gerade über Ruben Hattinger. Denn er ist zwar eine ausgezeichnete Spürnase, aber im Umgang doch manchmal recht seltsam. Seine Kollegin Eva, die ja schon länger mit ihm zusammenarbeitet, kann da aber immer ganz gut vermitteln, bevor Mike an Ruben verzweifelt!

Mein Fazit: Mir hat dieser Thriller auch wieder sehr gut gefallen, was bestimmt auch und vor allem am Sonderermittler Ruben Hattinger liegt! Den mag ich einfach besonders gerne, weil er so herrlich schräg ist! Der Fall geht zum Ende hin nochmal gut unter die Haut, hier tun sich dann nochmal wirklich heftige menschliche Abgründe auf… Also von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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