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Veröffentlicht am 09.08.2021

Ein Örtchen zum Träumen

Still into you (Moonflower Bay 1)
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Eve verbrachte ihre Sommer immer bei ihrer Tante in Moonflower Bay. Dort lernte sie auch ihre große Jugendliebe Sawyer kennen. Doch vor 10 Jahren endete alles abrupt und Eve kehrte nie zurück. Bis sie ...

Eve verbrachte ihre Sommer immer bei ihrer Tante in Moonflower Bay. Dort lernte sie auch ihre große Jugendliebe Sawyer kennen. Doch vor 10 Jahren endete alles abrupt und Eve kehrte nie zurück. Bis sie die Nachricht erhält, dass sie das Mermaid Inn ihrer Tante geerbt hat und ein Jahr führen muss, bevor sie es verkaufen darf. Eve wird mir ihrer Vergangenheit konfrontiert. Kann sie Sawyer verzeihen?

Ich wollte die Geschichte unbedingt lesen, weil das Örtchen so idyllisch klang und auch die Thematik mit der Pension ziemlich cool klang.

Eve hat ihren Traumjob als Bibliothekarin gefunden und liebt ihr Leben in Toronto eigentlich. Ihr Aufenthalt in Moonflower Bay soll daher nicht von Dauer sein. Eve hat nach all den Jahren immer noch an der Trennung von Sawyer zu knabbern und verhält sich ihm gegenüber sehr abweisend und zickig. Ich konnte ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen, da ich es nach all der Zeit überzogen fand.

Sawyer ist ein herzensguter und anständiger Kerl. Er ist der Polizeichef des Ortes und wird zu allem hinzugezogen. So trifft er auch wieder auf Eve und weiß nicht, was er von ihrer Rückkehr halten soll.

Beide nähern sich sehr langsam an und Eve erfährt, was es mit ihrem Zerwürfnis von damals auf sich hatte. Die Lovestory war süß, konnte mich aber nicht komplett abholen. Denn es gab innerhalb der Handlung immer wieder größere Zeitsprünge, in denen sich die Figuren nicht weiterentwickelt hatten und auf der Stelle verweilten. Das fand ich nicht überzeugend gemacht von der Autorin.

Was mir wiederum richtig gut gefiel, war das Setting. Das Örtchen ist idyllisch und lebt von seinen Bewohnern, deren Eigenarten und Festivitäten. So spielen hier auch Meerjungfrauen eine große Rolle und das war wirklich besonders. So kommt es auch zu einem sehr schönen und runden Ende, welches mich noch weiter an Moonflower Bay denken ließ.

Jenny Hollidays "Still into you" ist eine atmosphärische Sommerlektüre, die uns in das idyllische Städtchen Moonflower Bay schickt. Dort müssen Sawyer und Eve erkennen, was es heißt seine große Liebe nach 10 Jahren wiederzusehen.

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Fast zu idyllisch, um wahr zu sein

Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)
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In einer luxuriösen Seniorenresidenz in Kent treffen ein ehemaliger Psychiater, Gewerkschaftsführer und eine ehemalige Geheimagentin aufeinander. Als die 80-jährige Joyce dort einzieht, schließt sie sich ...

In einer luxuriösen Seniorenresidenz in Kent treffen ein ehemaliger Psychiater, Gewerkschaftsführer und eine ehemalige Geheimagentin aufeinander. Als die 80-jährige Joyce dort einzieht, schließt sie sich deren Runde an: Dem Donnerstagsmordclub. Gemeinsam graben sie alte, ungelöste Fälle aus und klären sie auf. Als in Coopers Chase und Umgebung zwei Morde passieren, ist der Ermittlergeist der vier geweckt und sie begeben sich auf eine raffinierte Täterjagd.

Cover und Titel des Buches sprachen mich sofort an, da die perfekte ländliche Idylle in der englischen Literatur ja öfters mal von einem Mord gestört wird. Und so versprach ich mir hier spannende und vor allem atmosphärische Unterhaltung.

Ich glaube, ich hatte bisher noch kein Buch gelesen, in denen alle Protagonisten jenseits der 70 sind. Das Alter merkte man ihnen auch an. Sie machen Gedächtnisübungen und sind in stetiger Überlegung, was sie körperlich noch leisten können und was schon lange nicht mehr. Das fand ich kurios und sehr gut getroffen. Ich empfand die Figuren als sehr liebenswert und eigen. Der Autor hat hier für seinen Donnerstagsmordclub ein tolles Ermittlerteam erschaffen.

Hinter beiden Morden stecken Motive, die uns von Anfang an klar sind, wer der Täter ist, war mir allerdings nicht klar und somit komme ich zum größten und einzigen Kritikpunkt, den ich für das Buch habe. Während des Hörens wurde ich oft mit Namen bombardiert, so dass es mir wirklich schwer fiel, diese immer zuordnen zu können. Es sind auch wirklich viele Nebencharaktere dabei, die immer mal wieder angeschnitten werden. Und das fiel mir bei der Auflösung ein wenig auf die Füße.

Was mir dafür richtig gut gefiel war das Setting. Es ist so wunderbar idyllisch und die Geschichte lebt zum Teil davon. Es machte einfach Spaß, die Protagonisten durch Coopers Chase zu begleiten.

Ein richtiges Highlight war die sprechende Tätigkeit von Beate Himmelstoß und Johannes Steck. Gerade Letzterer spielte so sehr mit seiner Stimme, dass er den unterschiedlichsten Figuren Leben einhauchte und das war auf den Punkt gebracht. Ich fand das wirklich grandios.

Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman punktete mit liebenswerten und ganz eigenen Senioren, die in einer perfekten englischen Idylle ermitteln. Das wurde im Hörbuch durch eine perfekte, sprecherische Leistung umgesetzt. Einzig die Flut an Charakteren und Namen waren für mich nicht ganz ideal.

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Inspirierend

Little People, Big Dreams. Mini – Rosa Parks
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Rosa Parks ist mir zum ersten Mal in der Schule begegnet, als wir im Geschichtsunterricht über die Rassentrennung in den USA sprachen. Sie weigerte sich im Bus ihren Sitzplatz für einen weißen Mann aufzugeben ...

Rosa Parks ist mir zum ersten Mal in der Schule begegnet, als wir im Geschichtsunterricht über die Rassentrennung in den USA sprachen. Sie weigerte sich im Bus ihren Sitzplatz für einen weißen Mann aufzugeben und veränderte somit etwas in den USA und trug einen großen Schritt für die Gleichberechtigung bei.

Die neuen Miniausgaben der Reihe sind wirklich niedlich. Sie bestehen aus festem Karton und sollen somit auch für jüngere Kinder geeignet sein. Auf der Rückseite des Buches steht, dass es ab 1 Jahr sei, was mir eher negativ aufstieß, denn auf der zweiten Seiten steht das Wort Sklaverei. Ich denke nicht, dass ich mich in 5 Monaten mit meinem Baby über so schwerwiegende Themen wie Menschenhandel und Sklaverei verständigen werde. Das Format des Buches ist für Kinder ab eins geeignet, aber nicht dessen Inhalt! Diesen würde ich vielleicht in 4 bis 5 Jahren das erste Mal anschneiden, um meinem Kind zu vermitteln, dass nicht jeder Mensch das Glück hatte, frei und gleichberechtigt leben zu dürfen. Dass es sich aber lohnt für sich selbst und gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen.

Diese Botschaften werden hier vermittelt und das finde ich wieder sehr schön illustriert dargestellt. Die Reihe macht Mut und inspiriert auf kindgerechte Weise. Sicher werden irgendwann noch weitere Bücher der Serie bei uns einziehen und ich hoffe, dass auch noch einige Persönlichkeiten so ihren Zugang für ein jüngeres Publikum finden. Damit die richtigen Werte ins Kinderzimmer einziehen!

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Äußerst empfehlenswert

Der Bewohner
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Mich sprachen Titel und Klappentext sofort an. Dieser Thriller hat wirklich eine brisante Thematik, denn die Geschichte wird aus der Sicht eines Serienkillers erzählt, der sich über Dachböden in die Häuser ...

Mich sprachen Titel und Klappentext sofort an. Dieser Thriller hat wirklich eine brisante Thematik, denn die Geschichte wird aus der Sicht eines Serienkillers erzählt, der sich über Dachböden in die Häuser von Leuten einschleicht. Diese Vorstellung ist so beklemmend, dass es der perfekte Stoff für einen Thriller ist.
Der Protagonist Brogan ist definitiv kein Sympathieträger und so verfolgen wir ihn mit einer gewissen Abscheu durch die Geschichte. Wie er den "Enkeltrick" bei einer älteren Dame anwendet oder versucht ein Pärchen zu entzweien.
Das hat der Autor definitiv fesselnd erzählt und ich lauschte dem Hörbuch sehr gerne. Einzig das Ende war nicht ganz so stark wie der Rest und das hallte für mich leider negativ nach.
Peter Lontzek liest das Hörbuch ein und macht dabei einen sehr guten Job. Seine Stimme verlieh Brogan ihren Charakter und das gefiel mir richtig gut.
Bis auf dem kleinen Abstrich zum Ende hin, kann ich "Der Bewohner" von David Jackson nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 31.05.2021

Regt die Fantasie an

Sylvia und der Vogel
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Sylvia ist eine Baumhüterin, das heißt sie lebt mit ihren Volk in den Bäumen und ist dabei nur so groß wie ein Daumen. Die Baumhüter pflegen die Natur und ihre Heimat: die Bäume. Es ist eine eingeschworene ...

Sylvia ist eine Baumhüterin, das heißt sie lebt mit ihren Volk in den Bäumen und ist dabei nur so groß wie ein Daumen. Die Baumhüter pflegen die Natur und ihre Heimat: die Bäume. Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft, doch Sylvia hat keine Freunde. Da landet eines Tages ein junger Vogel bei ihr und die junge Hüterin kümmert sich um ihn. Die beiden werden Freunde und eröffnen einander eine neue Welt.

Cover und Titel des Kinderbuches sind eher etwas altmodischer. Daher war ich auch erst gar nicht auf die Geschichte aufmerksam geworden. Doch ein Blick ins Innere verzauberte mich direkt.

Die Illustrationen wurden mit Tusche gemalt und ihre Farbigkeit ist sehr naturgetreu. Die Details der Welt der Baumhüter ist bezaubernd und machte Spaß zu entdecken. Der Text, ein paar Verse pro Seite, webt sich in die großflächige Bilderlandschaft ein und macht das Buch somit zu einem Gesamtkunstwerk.

Außerdem stecken in dem Kinderbuch einige wichtige Botschaften. Achte die Natur und gib dir einen Ruck, damit die Leute dich so sehen können wie du bist.

Noch schöner finde ich allerdings, dass das Kinderbuch um Sylvia und ihren Vogelfreund die Fantasie anregt. Wie wäre es wohl, wenn wir alle nur cm-groß wären und unsere Heimat die Bäume wären. Ich freue mich darauf mit meinem Baby in ein paar Jahren darüber zu philosophieren.

Hinter dem unscheinbaren Äußeren von Gemma Koomens "Sylvia und der Vogel" steckt die fantasievolle Welt der Baumhüter. Die eingeschworene Gemeinschaft hat einige tolle Botschaften dabei, die ich gerne vorlesen werde. Für Groß und Klein ein tolles Bilderbucherlebnis.

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