Ein Mädchen wird Kaiserin
Sisi – Kaiserin wider WillenDie junge Prinzessin Elisabeth genannt Sisi reist zusammen mit ihrer Schwester Helene und ihrer Mutter Ludovika nach Ischl wie sich ihre Schwester Helene mit dem Kaiser von Österreich verloben soll.
Es ...
Die junge Prinzessin Elisabeth genannt Sisi reist zusammen mit ihrer Schwester Helene und ihrer Mutter Ludovika nach Ischl wie sich ihre Schwester Helene mit dem Kaiser von Österreich verloben soll.
Es wird aber schnell klar, dass Franz Joseph gefallen an Sisi gefunden hat und er sich für sie entschieden hat.
Auch Sisi hat sich in ihn verliebt und stimmt der Verlobung mit Franz Joseph zu.
Leider steht die Liebesheirat der Beiden unter keinem guten Stern. Sisi leider unter dem spanischen Hofzeremoniell und der Bevormundung durch ihre Schwiegermutter.
Doch Sisi gibt die Hoffnung auf ein Selbstbestimmtes Leben nicht auf.
Das Leben von Kaiserin Elisabeth von Österreich genannt Sisi fasziniert mich schon seit vielen Jahren und so hatte ich mich auf den Roman sehr gefreut.
Mir war klar, dass die Autorin Allison Pataki sich überwiegend auf die gängigen Biografien stützen wird die ich schon seit vielen Jahren kenne.
Die Biografie von Brigitte Hamann ist unter Historikern allerdings umstritten und genau auf diese stützt sich doch das meiste was die Autorin hier aufgegriffen und erzählt hat.
Der Einstieg ins Buch ist mir noch recht leicht gefallen und anfangs kam ich auch recht gut voran, doch je weiter ich kam umso langsamer kam ich voran.
Der Roman wurde vollständig aus der Sicht von Sisi erzählt und teilweise war mir der Roman auch etwas zu einseitig erzählt.
Leider ist es mir nicht immer leicht gefallen dem Handlungsverlauf zu folgen da für mich vieles zu überzogen dargestellt war und auch nicht zur Wahrheit wie es wohl wahr gepasst hat.
Es gibt einige Punkte die so nicht gestimmt haben und mich auch gestört haben:
Marie Festetics trat erst im Dezember 1871 in die Dienste Sisis ein und nicht wie hier erzählt 1854.
Da wurden die drei ersten Kinder auf Schloss Laxenburg geboren und nicht in Schönbrunn wie die Autorin uns hier erzählt.
Als Sisi auf Reisen war hat sie 1861 den Winter und das kommende Frühjahr in Venedig verbracht und zwar zusammen mit ihrem Kindern Gisela und Rudolf was auch Bilder beweisen.
Bei der Königskrönung war Sisi vielleicht schwanger aber so wie hier geschildert war es nicht, denn sie wollte ein Kind das sie dem ungarischen Volk schenken wollte und wäre es ein Junge geworden hätte er Stephan geheißen.
Auch die Sache mit ihrer Schwiegermutter Sophie stimmt so nicht und kann auch nachgelesen werden.
Dies was ich hier aufgezählt habe war nur ein kleiner Teil der Fehler die mir beim Lesen ins Auge gesprungen sind und ja alles hätte man ganz einfach nochmal nachlesen können und es wäre immer noch ein toller Roman geworden.
Die Figuren des Romans konnte ich mir während des Lesens anhand der Beschreibungen gut vorstellen.
Da ich den Großteil der Handlungsorte kenne konnte ich mir alles vor dem inneren Auge entstehen lassen beim Lesen auch wenn nicht alles wirklich richtig anschaulich beschrieben war.
Ich war ja schon auf einiges gefasst nachdem ich im Dezember 2021 einen anderen Sisi Roman gelesen habe und ja dieser hier war besser aber auch nicht so gut das er mich vollständig überzeugen konnte. Auch hier gab es Fehler die mit etwas mehr Recherche verhindert hätten werden können und das finde ich wirklich Schade.
Nach wirklich längerer Überlegung habe ich mich entschlossen drei von fünf Sternen zu vergeben und sollte es eine Fortsetzung geben weiß ich nicht ob ich noch mit von der Partie bin.