Es heißt Abschied nehmen
Ein neuer AnfangDer Abschluss der Hebammen-Saga von Nicole Winterberg, es heißt Abschied nehmen von Edith, Margot und Luise. Das Cover ist gut gestaltet und hat einen hohen Wiedererkennungswert zu den drei vorangegangenen ...
Der Abschluss der Hebammen-Saga von Nicole Winterberg, es heißt Abschied nehmen von Edith, Margot und Luise. Das Cover ist gut gestaltet und hat einen hohen Wiedererkennungswert zu den drei vorangegangenen Covern. Das Buch beginnt im Jahr 1957 und beschreibt die Ereignisse um die drei Freundinnen und ihre Schützlinge bis in das Jahr 1959.
Es ist wieder viel los bei den drei Hebammen, jede hat ihren Bereich, für den sie sich ganz besonders verantwortlich fühlt, dabei stehen sie immer füreinander ein und unterstützen die anderen, ganz nach dem Motto nur gemeinsam ist man stark. In dem neuen Lehrjahr fangen drei junge Frauen ihre Ausbildung zur Hebamme an: Jule, Helga und Marion. Diese drei erinnern die Freundinnen an ihre eigenen Anfänge.
Die Themen des Romans, gleichen denen der ersten Bände, es geht natürlich wieder viel um die Schwangerschaft, die Geburt und die Säuglingspflege, hinzu kommt diesmal noch der Fokus auf illegale Abtreibungen und die Aufklärung der jungen Frauen in den 50er Jahren.
Aber auch die Themen Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und Loyalität sowie Vertrauen stehen im Mittelpunkt, ebenso, dass die Frau unabhängig von ihrem Mann sein möchte. Viel neues an Themen hat der vierte Teil der Saga somit nicht zu bieten. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Kreativität gewünscht.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr gut zu lesen, die vielen guten Dialoge helfen den Roman in einem hohen Tempo zu lesen und sorgen für einen guten Lesefluss. Der Roman wird chronologisch erzählt, es finden einige Zeitsprünge statt, die aber durch Zeitangaben kenntlich gemacht werden. Der Haupthandlungsort ist Berlin.
Der Roman kommt in erster Linie für Frauen in Frage, da sich vieles um die Gesundheit der Frau und Schwangerschaft sowie Geburt dreht und Männer hier eher wenig Identifikationspunkte haben werden. Auch bleiben die Männer in diesem Teil wieder sehr blass, auch wenn die eine oder andere der Hauptfiguren eine Beziehung hat bzw. eingeht. So wird das Geschehen nicht aus der Sicht der Männer erzählt. Der Fokus liegt klar auf den Frauen.
Ein guter, aber leider nicht überragender Abschluss der Saga. Es fühlte sich ein klein wenig an, wie ein Wiedersehen nach einigen Jahren, aber viel verändert hat sich nichts.
Insgesamt kann ich aber die Saga durchaus empfehlen, aber vielleicht wäre der Plot von den vier Bänden in drei Bänden besser aufgehoben gewesen.
Ich bedanke mich beim Aufbau Verlag und NetGalleyDE für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.
7/10 P.