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Veröffentlicht am 01.07.2021

Blick in eine düstere und engstirnige Vergangenheit

Aufbruch in die Dunkelheit
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Dieser historische Roman erzählt hauptsächlich die Geschichte um die beiden Familien Mandelbaum und Escher. Es ist eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderungen, aber leider nicht nur zum Guten. Die Industrialisierung ...

Dieser historische Roman erzählt hauptsächlich die Geschichte um die beiden Familien Mandelbaum und Escher. Es ist eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderungen, aber leider nicht nur zum Guten. Die Industrialisierung und die Entwicklung der Bevölkerung verändert die Welt. Alles strebt nach Expansion und die sozialen Bestrebungen der Arbeiter als größte Bevölkerungsschicht nehmen an Bedeutung zu. Und diese Veränderungen erreichen auch die mittelalterliche Stadt Waldbrügg. Mir kommt diese Stadt, umringt von einer Mauer und durch die kleinen Gassen sehr düster vor. Die mittelalterliche Bauweise steht für mich auch stellvertretend für die eingefahrene und altmodische Sichtweise der Menschen dort. Sie hängen am Alten fest und hier werden Traditionen samt festgefahrenen Hierarchien noch aktiv gelebt. Aber die meisten Menschen sind zufrieden und leben friedlich miteinander. Aber dann ändert sich die Stimmung in der Stadt, bestärkt durch den "Nationalen Club". Und schon gibt es Unruhe und die Beziehungen der Menschen zueinander ändern sich, gerade durch die judenfeindlichen Äußerungen einiger neu zugezogenen Mitbürger.

Ich fand diese Geschichte sehr interessant. Sie zeigt ein sehr düsteres und irgendwie bedrohliches Bild von der Stadt und es war bedrückend zu beobachten, dass die Art und Weise wie sich damals die Menschen von einigen Meinungsmachern beeinflußt wurden, auch heute wieder aktuel ist. Es wurden Gerüchte gestreut - Halbwahrheiten verbreitet und immer fehlte der eigentlich Beweis für die Vermutungen. Es hat mich beim Lesen etwas runtergezogen. Obwohl es auch schöne und positive Momente gab. Die Protagonisten sind sehr authentisch dargestellte Personen und man konnte sie sich anhand der detailiierten Beschreibungen gut vorstellen. Ihre Verhaltensweisen offenbarten meist den wahren Charakter der Person und man verteilte seine Sympathien bzw. Antipathie schnell. Es gibt viele Missverständnisse zwischen den Leuten und auch der Stolz spielt eine große Rolle in dem Geschehen. Beim Lesen ist man so nah am Geschehen dran, dass man aufspringen und die Leute vor der Zukunft warnen möchte. Man leidet mit ihnen und hofft mit ihnen. Die Figuren haben den Zeitgeist der damaligen Zeit gut getroffen und man konnte die Beweggründe der Protagonisten nachvollziehen, egal ob sie positiver oder negativer Natur waren. Es war eine Geschichte, die die Menschen mit all ihren Fehlern, aber auch mit ihren guten Seiten klar darstellt. Man erlebt eine sehr lebendige Geschichte. Es ist kein leichtes Buch, aber man sieht trotz allem Negativen auch die Zukunft vor sich, die der einzelne Mensch auch positiv gestalten kann. Man muss für das Gute und seine Werte einstehen, egal welche Konsequenzen das manchmal haben kann. Nur so bleibt man sich treu und lebt ein angenehmes Leben.

Wer mehr über diese Zeit des Aufbruchs kennenlernen möchte, ist hier gut aufgehoben. Man erfährt viel über den damaligen Zeitgeist am Beispiel dieser kleinen Stadt. Es macht auch Mut, dass es immer weitergeht und Veränderungen auch gut sein können. Es kommt immer darauf an, was der einzelne daraus macht und bereit ist zu geben.

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Veröffentlicht am 19.06.2021

eine etwas andere Urlaubsreise

Adria mortale - Bittersüßer Tod
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In dem Buch "Adria Mortale - Bittersüßer Tod" erleben die beiden jungen Frauen Sonja und Elke aus Deutschland einen besonderen Urlaub. Nicht nur, weil sie zum ersten Mal alleine im Urlaub sind und sogar ...

In dem Buch "Adria Mortale - Bittersüßer Tod" erleben die beiden jungen Frauen Sonja und Elke aus Deutschland einen besonderen Urlaub. Nicht nur, weil sie zum ersten Mal alleine im Urlaub sind und sogar mit dem Roller bis nach Italien gefahren sind. Nein - in dem kleinen idyllischen Ort passiert auch noch ein Mord. Das Mordopfer und die beiden Frauen wohnten sogar in der gleichen Pension. Mir hat die Erzählung sehr gut gefallen. Man wird wirklich in die 50er Jahre zurückversetzt und erlebt hautnah die damalige Atmosphäre in Deutschland (durch die Rückschau auf die Lebensverhältnisse von Sonja und Elke) und in Italien. Die Beschreibungen der Landschaft und der Menschen ist so detailreich, dass man sich alles gut vorstellen kann. Man spürt die Wärme und sieht den Dorfplatz richtig vor sich. Es weckt beim Leser die Reiselust. Die beiden jungen Frauen waren mir sofort sympathisch, besonders weil sie diese Reise alleine mit dem Roller gewagt haben. Ich finde, sie kommen sehr authentisch rüber. Aber das trifft auch für die anderen Personen zu. Die Dorfbewohner werden ja sehr gut beschrieben und man hat eine Velzahl von Charaktere vor Augen. Besonders die Besitzerin der Pension Federica Pellegrini hat es mir angetan. Sie wohnt schon einige Jahre im Ort, wird aber immer noch als Fremde angesehen. Aber sie lässt sich davon nicht beeinflussen. Sie ist eine couragierte und interessierte Frau und bringt sich schon sehr bald in die Ermittlungen ein. Sehr zum Leidwesen des Commissario Garibaldi. Er wird in diesen kleinen Ort geschickt und ist natürlich etwas im Nachteil, da er die ganzen dörflichen Verstrickungen und Geschichten nicht kennt. Aber dafür hat er ja Federica. Und er nimmt im Laufe der Zeit auch die Hilfe der Pensionswirtin an. Und das nicht nur, weil sie eine sympathische und schöne Frau ist. Es wird in dem Buch nicht nur ein Todesfall aufgelöst, sondern man wird auch durch kleine Spitzen über die Vorurteile der Menschen informiert. Ich fand die Darstellung der "typisch" deutschen oder auch italienischen Eigenarten gelungen. Auch sonst war die Handlung interessant und man wurde ständig mit neuen Details gefüttert, die die Suche nach dem Schuldigen immer wieder erschwerte. Aber es hat Spaß gemacht den ganzen Verwicklungen und Entwicklungen zu folgen. Es ist jetzt nicht der brutale Thriller, sondern man erlebt auf eine informative und abwechslungsreiche Art und Weise die verschiedenen Lebensumstände der Protagonisten und am Ende wird der Fall gelöst. Und mir hat die Aufklärung zum Schluß gut gefallen. Ich hätte allerdings gerne noch gewußt, was die beiden jungen Frauen aus Deutschland noch aus ihrem Urlaub gemacht haben. Und natürlich über das weitere Schicksal von Federica ud Lorenzo. Aber vielleicht gibt es ja weitere Fälle mit Lorenzo und Federica. Ein richtig schöner und fast sanfter Krimi, der dem Leser die kleine Welt eines einsam gelegenen Dorfes näher bringt. Der Text lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man bleibt immer im Geschehen und man kann beim Lesen amüsiert sein oder sich über die Dinge aufregen. Es gibt ein paar Geheimnisse, die durch die Ereignisse endlich aufgedeckt werden. Mir hat das ganze Buch sehr gut gefallen und ich habe einige schöne Stunden an der Adria verbracht.

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Veröffentlicht am 12.06.2021

ein interessanter Lebensweg

Ein Meer aus Licht und Farben
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In diesem Buch schildert die deutsche Sylvia B. Lindström einen großen und wichtigen Teil ihres Lebensweges. Sie entschließt sich Anfang der 1990 Jahre mit ihrem kleinen Sohn nach Schweden auszuwandern. ...

In diesem Buch schildert die deutsche Sylvia B. Lindström einen großen und wichtigen Teil ihres Lebensweges. Sie entschließt sich Anfang der 1990 Jahre mit ihrem kleinen Sohn nach Schweden auszuwandern. Ohne das Land zu kennen oder die Sprache zu sprechen, aber voller Optimismus und Vertrauen in die Zukunft. Hier erzählt sie nun ihre Erlebnisse von damals bis heute auf eine sehr lebhafte und anschauliche Art und Weise. Mir hat ihr Schreibstil sehr gut gefallen. Sie erzählt einfach wie es war, ohne viel Schnörkel drumherum. Ich konnte alles sehr gut nachvollziehen, auch wenn natürlich jeder Leser seine eigene Meinung über die verschiedenen Lebensmodelle hat. Aber ich finde, Sylvia bleibt sich und ihren Zielen treu und hat auch für ihren Sohn Hauke die richtigen Entscheidungen getroffen. Sie kommt immer sehr ehrlich und authentisch rüber und sie hat in ihrem Leben immer versucht, das richtige für ihre kleine Familie zu tun. Ich fand es sehr mutig in eine fremdes Land zu ziehen und sich dort ein neues Leben aufzubauen. Aber Sylvia ist sehr flexibel und ideenreich und vor allen Dingen für alles offen - für die Menschen, die tolle Natur und die sich bietenden Möglichkeiten. Sie hat sehr viel für ihren Traum tun müssen, aber ich hatte immer das Gefühl, sie ist trotz der Widrigkeiten glücklich dabei und das ist das Wichtigste. Die Schilderungen aus dem Alltag in Schweden haben mir sehr gut gefallen, denn manche Dinge erlebt oder erfährt man als reiner Urlauber in dem Land natürlich nicht. Ich kannte z.B diese Sache mit der Indentifikationsnummer nicht und war überrascht darüber. Der Zusammenhalt der Menschen, gerade auf dem Land - hat mir sehr gut gefallen. Das Leben dort hat mir gut gefallen und ich war beeindruckt, mit welcher Kraft und Durchsetzung Sylvia zeitweise den Lebensunterhalt erarbeitet hat. Kreativität und die Offenheit für die verschiedenen Tätigkeiten haben Sylvia immer wieder weiter gebracht. Pferde sind jetzt nicht mein Hobby, aber es ist interessant zu lesen, was man in diesem Bereich alles machen kann. Aber nicht nur die menschlichen Aspekte haben mir in dem Buch gefallen, auch die toll beschriebene Natur hat es mir angetan. Ich habe die Landschaften vor meinen Augen gesehen und mich fast wie im Urlaub dabei gefühlt. Besonders Öland hat es mir angetan. Ich kann also sagen, dieses Buch über Sylvias Leben in Schweden hat mir sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht die Entwicklungen zu beobachten und zu erleben, wie Sylvia alle Höhen und Tiefen überstanden hat. Ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen, denn es bringt einen sehr positiven Lebenswillen rüber und man kann sich auch für das eigene Leben Impulse holen. Denn es geht immer irgendwie weiter und es kommt oft auf die eigene positive und offene Lebenseinstellung an - das kann der Leser hier gut nachvollziehen.

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Veröffentlicht am 31.05.2021

fremde Welten

In den Weiten der Highlands
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In diesem Taschenbuch finden wir drei Geschichten über den "Berserker" genannten Clanchef Ian McLaren und seine Familie zusammengefasst. Ich finde es besser, denn die einzelnen Erzählungen wären mir zu ...

In diesem Taschenbuch finden wir drei Geschichten über den "Berserker" genannten Clanchef Ian McLaren und seine Familie zusammengefasst. Ich finde es besser, denn die einzelnen Erzählungen wären mir zu kurz gewesen zum Lesen. Aber hier kann man sie gut hintereinander weglesen und sich voll und ganz in diese vergangene Zeit entführen lassen.

Ich fand es interessant, diese Zeit und seine Sitten und Gebräuche durch die lebendige und authentische Darstellung kennenzulernen. Die Handlung wird auch noch mit einigen Fantasy-Einschlägen bereichert. Die Sichtung der geheimnisvollen weißen Frau oder auch die Gespenster bringen einen mysteriösen Hauch dazu und machen es sehr spannend. Der Handlung kann man durch die guten Beschreibungen sehr gut folgen. Der Text lässt sich leicht und flüssig lesen. Die vorkommenden Charaktere sind sehr vielschichtig und man verteilt als Leser schnell seine Sympathien. Es werden viele Themen angesprochen wie Liebe, Glaube, Treue, Hass, Macht oder Intrigen. Alles schön verpackt in die Erlebnisse der Protagonisten. Und man hat auch hier einen roten Faden durch die Familie McLaren. In jeder Geschichte gibt es verschiedene Ereignisse, aber das Leben der Familie kann man ja fortlaufend verfolgen. Es hat mir Spaß gemacht in dieses fremde Land vor langer Zeit einzutauchen.

Wer also ein paar schöne und verzauberte Lesestunden habe möchte, ist hier gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 18.05.2021

Gefahr in der Heide

Heidewut
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Auch in diesem Band um die Kommissarin Inka Brandt lernen wir die Heide von ihrer anderen Seite kennen. Die Touristen erleben eine tolle Landschaft mit urigen Dörfern und dem leckeren Essen in den Gaststätten ...

Auch in diesem Band um die Kommissarin Inka Brandt lernen wir die Heide von ihrer anderen Seite kennen. Die Touristen erleben eine tolle Landschaft mit urigen Dörfern und dem leckeren Essen in den Gaststätten inmitten der Heide. Aber es gibt auch die andere Seite und die erleben wir zusammen mit der Kommissarin und ihrem Team. Es fängt so schön und harmlos an. Die Wahl der Heidekönigin ist ein Highlight der Gegend. Alle feiern ausgelassen, nur für die neu gewählte Heidekönigin endet das Ganze nicht so wie geplant.

Bevor sie allerdings zu einem "Fall" wird,passiert ein Mord. Und das in dieser Idylle. Inka bekommt jetzt einiges zu tun. Alles ist etwas seltsam und undurchsichtig. Aber bei den Ermittlungen kommt dann doch einiges ans Tageslicht. Die Ermittler haben viel zu tun. Aber es macht Spaß diesen unterschiedlichen Personen zu folgen. Die Charaktere der Ermittler, aber auch der vorkommenden Verdächtigen und der Dorfbewohner sind interessant und sehr unterschiedlich. Das macht das Ganze sehr lebendig und authentisch. Mir gefällt die unaufgeregte Art, wie Inka ihre Arbeit erledigt. Sie ist sehr sympathisch und hat ihr Leben trotz mancher Widrigkeiten fest im Griff. Obwohl sie gerade im privaten Bereich an mehreren Erleignissen zu knabbern hat. Sie muss einige Entscheidungen treffen und dazu findet sie bei den aufregenden Ermittlungen keine richtige Zeit. Mir waren es diesmal manchmal zu viele unterschiedliche Bereiche zu beachten. Die Kriminalfälle und dazu noch das Geschehen unabhängig von der Arbeit mit Kind, zukünftigen Exmann und Verehrer. Außerdem lief ja auch noch die seltsame Situation um Sebastian und seiner Vergangenheit. Es kam beim Lesen jedenfalls keine Langeweile auf. Die Handlungen sind spannend und gehen rasant voran. Es passiert immer was und bringt neue Fakten auf den Tisch. Das Thema Schweinemast Großbetrieb ist gut in den Fall eingearbeitet und die Problematik wird sehr plausibel dargestellt. Der Leser kann dem Geschehen jedenfalls gut folgen und man verteilt seine Sympathien schnell. Nebenbei bekommt man die schöne Landschaft beschrieben. Der Totengrund tauchte jedenfalls gut vor meinem inneren Auge auf.

Wer Spaß an Regionalkrimis hat und die Lüneburger Heide kennt oder kennenlernen möchte, ist hier gut aufgehoben. Und auch ohne Vorkenntnisse zu lesen. Allerdings macht es mehr Spaß, wenn man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest. Ich bin jedenfalls schon auf weitere Fälle um Inka Brandt gespannt.

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