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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2021

Emma ist tot.

Ausweglos
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Hat der Ringfingermörder wieder zugeschlagen? Um es gleich zu sagen: „Ausweglos“ ist eine umwerfende Erfahrung. Worum geht es?
Vor Jahren hielt eine Mordserie Hamburg in Atem. Jetzt gibt es erneut eine ...


Hat der Ringfingermörder wieder zugeschlagen? Um es gleich zu sagen: „Ausweglos“ ist eine umwerfende Erfahrung. Worum geht es?
Vor Jahren hielt eine Mordserie Hamburg in Atem. Jetzt gibt es erneut eine Tote: Wieder fehlt der Ringfinger, wieder trägt die Tat die blutige Handschrift des Killers. Doch diesmal gibt es einen Zeugen, Noah, er wohnt Tür an Tür mit dem Opfer. Kommissar Elias Blom ist fest entschlossen, den Mörder endlich zu fassen. Aber je tiefer er sich in den Fall verstrickt, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Was ist Wahrheit, was Lüge? Wer ist Freund und wer Feind? Und vor allem: Wer ist Opfer und wer Täter?
„Ausweglos“ ist das Thriller-Debüt von Henri Faber. Das Buch gliedert sich in vier Teile. Die einzelnen Kapitel sind überschrieben mit Noah, Elias und Linda. Ich mag wechselnde Perspektiven, denn die sorgen für Dynamik. „Ausweglos“ ist ein fesselnder, psychologisch raffinierterer Thriller, der niemanden kaltlässt über eine große Liebe, aber auch über Schuld und Lüge.
Henri Faber erzählt seine Geschichte in perfektem Tempo und mit stetig steigender Spannung bis zum überraschenden Ende. Mit „Ausweglos“ präsentiert sich der Autor als Meister der Irrungen und Wendungen. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt er noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen…

Fazit: Spannend, wendungsreich und unvorhersehbar. Eine echte Überraschung!

Veröffentlicht am 25.06.2021

Ein ausgeklügelter Racheplan

SCHULD! SEID! IHR!
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SCHULD! SEID! IHR! von Michael Thode ist nach „Das stumme Kind“ der zweite Fall für Hauptkommissar Rolf Degenhardt und Kommissarin Jana Liebisch, die in der Lüneburger Heide ermitteln. Über das Wiedersehen ...

SCHULD! SEID! IHR! von Michael Thode ist nach „Das stumme Kind“ der zweite Fall für Hauptkommissar Rolf Degenhardt und Kommissarin Jana Liebisch, die in der Lüneburger Heide ermitteln. Über das Wiedersehen habe ich mich gefreut, zumal der Fall hochspannend ist.
Ein Obdachloser wird tot aufgefunden, alles deutet auf Selbstmord hin. Die Ermittlungen ergeben dann allerdings ein anderes Bild, als ein ehemaliger Kollege von Degenhardt an einem Herzinfarkt stirbt. Was beide Fälle verbindet ist die jeweils zurückgelassene Tarotkarte des Gehängten. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit als klar wird, dass mit weiteren Opfern zu rechnen ist. Werden es Degenhardt und sein Team schaffen, den Killer zu stoppen?
Die Story ist dicht, mit Wendungen und Überraschungen, dabei sehr spannend. Die Kapitel wechseln sich mit der Sicht des Gehängten und der Sicht "der Anderen" ab, die des Ermittlerteams. Als Leser sind wir der Polizei immer ein Stück weit voraus, was aber nichts von der Spannung nimmt. Nach und nach wird klar, was den Täter antreibt - und warum.
Personell gibt es im Team von Degenhardt einige Veränderungen, Oberkommissar Jens Vorberg verlässt das Team, Jana Liebisch wird seine Nachfolgerin und die Position des Kriminalrats wird mit Dirk Kaiser neu besetzt. Mit dieser Konstellation kommt ein interessanter, wenn auch unsympathischer Charakter ins Rennen. Die Ermittlungen sind authentisch geschildert, ein Fall zum miträtseln und spekulieren, der bis zum Ende spannend bleibt.

Fazit: Fall Nr. 2 für Degenhardt & Liebisch. Extrem fesselnd und voller Twists.

Veröffentlicht am 13.06.2021

Sport ist Mord

Die Karte
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„Die Karte“ von Andreas Winkelmann ist der vierte Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald aus Hamburg. Für mich das beste Buch der Reihe. Worum geht es?
Joggerinnen, die ihre Laufstrecken in einer Community ...

„Die Karte“ von Andreas Winkelmann ist der vierte Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald aus Hamburg. Für mich das beste Buch der Reihe. Worum geht es?
Joggerinnen, die ihre Laufstrecken in einer Community teilen, werden Opfer eines kaltblütigen Killers. Er stranguliert seine Opfer und filmt ihren Todeskampf mit dem Handy. Jens und Rebecca müssen den Killer finden, bevor es weitere Opfer gibt. Doch noch gibt es keine Parallelen, keine Anhaltspunkte, nach welchen Kriterien der Täter seine Auswahl trifft. Ein unerwarteter Todesfall im Kollegenkreis bringt Jens an seine Grenzen...
Der Autor thematisiert den teils leichtfertigen Umgang mit sensiblen Daten in den sozialen Medien und seine Folgen, aktuell und brisant. Jens ist bei diesem Fall emotional gefordert, trotzdem muss er funktionieren und den Fall lösen. Gibt es einen Zusammenhang mit einem anderen Mord? Das gilt es herauszufinden, doch die Ermittlungen kommen lange nicht voran.
Man kann bei diesem Fall wunderbar miträtseln, der Plot ist dicht und unvorhersehbar, so dass ich bis zum Schluss im Dunkeln tappte. Über das Wiedersehen mit Jens und Becca habe ich mich gefreut und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Absolut spannend mit vielen Cliffhangern, für mich ein Pageturner.

Fazit: Durchgängig spannend bis zum Schluss, der hoffentlich nicht das Ende der Reihe bedeutet.

Veröffentlicht am 09.06.2021

Nur einer kann gewinnen

Der Nachlass
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„Der Architekt“ und „Murder Park“ hatten mich überzeugt. Und auch „Der Nachlass“ hat mich nicht enttäuscht. Schon die Leseprobe ließ auf einen fesselnden, psychologisch raffinierteren Thriller hoffen. ...

„Der Architekt“ und „Murder Park“ hatten mich überzeugt. Und auch „Der Nachlass“ hat mich nicht enttäuscht. Schon die Leseprobe ließ auf einen fesselnden, psychologisch raffinierteren Thriller hoffen. Worum geht es?
Hedda Laurent ist tot. Ihr Mann, die vier Kinder mit ihren Familien und Heddas Bruder sind nach Berlin gekommen, um Abschied zu nehmen. Doch bei der Testamentseröffnung erleben sie eine böse Überraschung. Nur einer der Anwesenden wird Heddas beträchtliches Vermögen erben. Wer der Glückliche ist, soll ein Wettkampf entscheiden. 27 Aufgaben müssen die Angehörigen lösen. Wer wird verlieren, wer wird gewinnen? Und um welchen Preis?
Jonas Winner hat seinen neuen Thriller packend inszeniert. Der Plot erinnert an „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie: In einem abgeschlossenen Raum geschieht ein Mord; der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden, denen eine Flucht unmöglich ist. Nun ja, hier ist es eine Villa auf einer Insel im Tegeler See.
Der Autor, erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Zwischendurch sind immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen. Die Psycho-Spielchen, denen die Familie ausgesetzt ist, haben einen hohen Unterhaltungswert.
Nichts ist wie es scheint, niemand ist, wer er zu sein scheint. Irgendwann taucht die Frage auf, wer in diesem ganzen Szenario eigentlich Täter ist, wer ist Opfer? Die Frage bleibt lange unbeantwortet. Im letzten Drittel wird das Buch enorm spannend - und punktet mit einem mehr als überraschenden Ende.

Fazit: Starker Stoff. So muss Thriller!

Veröffentlicht am 08.06.2021

Eine Frage der Knochen?

Ostseeschmerz
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„Ostseeschmerz“ von Elias Haller ist der vierte Fall für das Dreamteam aus Anklam: Hardy Finkel und Greta Silber. So gut die Vorgänger auch waren, der neue Thriller ist noch besser, spannender. Ein Serienkiller-Thriller ...

„Ostseeschmerz“ von Elias Haller ist der vierte Fall für das Dreamteam aus Anklam: Hardy Finkel und Greta Silber. So gut die Vorgänger auch waren, der neue Thriller ist noch besser, spannender. Ein Serienkiller-Thriller mit einer interessanten Geschichte in der Geschichte.
Hardy und Greta müssen den Tod einer Esoterikerin aufklären, die sich auf Knochen verstand. Die Spur führt sie nach Hiddensee. Es geht um einen Vermisstenfall und einen Mörder, von dem alle glauben, er wäre tot. Es handelt sich um einen Fall, der auf wahren Begebenheiten basiert. Ein ungeklärtes Verbrechen.
Elias Haller hat seinen neuen Ostsee-Thriller packend inszeniert. Der Plot ist glaubwürdig und nicht vorhersehbar. Der zeitgeschichtliche Hintergrund bietet eine hohe atmosphärische Dichte. „Ostseeschmerz“ punktet mit vielen falschen Fährten und überraschenden Wendungen, mit denen der Autor die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt.
Hardy und Greta sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Auch Hardys Freund Jan und die Studentin Lena sind wieder mit von der Partie. Eine sympathische Truppe, der ich gerne wieder über die Schulter schauen möchte. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger, so dass die Reihe hoffentlich weitergeht.

Fazit: Fall Nr. 4 für Finkel & Silber. Hier wird der Leser nicht nur hervorragend unterhalten, sondern bekommt auch noch viel Stoff zum Nachdenken.