"Gesundheit geht durch den Magen." Sagt man und es stimmt sicher auch. Im Zuge meiner zweiten Schwangerschaft war ich auf der Suche nach gesunden und gehaltvollen Rezepten, die mein Wohlbefinden ...
"Gesundheit geht durch den Magen." Sagt man und es stimmt sicher auch. Im Zuge meiner zweiten Schwangerschaft war ich auf der Suche nach gesunden und gehaltvollen Rezepten, die mein Wohlbefinden positiv unterstützen. So bin ich über "Heilsam kochen mit Ayurveda" von Dr. Dietrich Grönemeyer gestolpert. Ich gehöre zwar absolut nicht zur Zielgruppe, die das Buch wahrscheinlich anspricht, kenne mich mit Ayurveda nicht aus, die Rezepte haben mich allerdings sehr angesprochen. Vegetarisch, abwechslungsreich, recht einfach zu bewerkstelligen und dazu noch lecker ‐ was will man mehr. Positiv ist zudem, dass die Zutaten nicht zu exotisch sind, was ja oft der Fall ist, sondern ich eigentlich fast alles im Supermarkt bekommen habe.
Ob die Rezepte tatsächlich heilsam sind wie es der Titel bzw. Dr. Grönemeyer verspricht, kann ich nicht sagen. Das war auch nicht meine Intention beim Buchkauf. Wer leckere gesunde Rezepte sucht, die einfach nachzukochen sind, wird sicher nicht enttäuscht.
Gebt ihr Büchern eine Chance auch wenn euch das Cover mehr abschreckt als gefällt? Ich definitiv ja. Und ich bin so froh, dass mir dadurch diese tolle Dystopie nicht entgangen ist. David Moitet ...
Gebt ihr Büchern eine Chance auch wenn euch das Cover mehr abschreckt als gefällt? Ich definitiv ja. Und ich bin so froh, dass mir dadurch diese tolle Dystopie nicht entgangen ist. David Moitet hat tagesaktuelle Themen in seinem Jugendroman aufgegriffen und zeigt schonungslos wie unsere Zukunft auf der Erde in Zeiten des Klimawandels, der Flüchtlingskrise und weltweiten Pandemien aussehen könnte.
Zunächst möchte ich loswerden, dass das im Edel Verlag erschienene Jugendbuch durchaus auch für erwachsene Leser*innen spannend ist. Ich bin mit meinen Ü30 das beste Beispiel, da ich die Dystopie innerhalb von 2 Nachmittagen regelrecht verschlungen habe. Dabei war der Start sogar etwas holprig. Ich musste mich nämlich erst an den Schreibstil des Autors gewöhnen. David Moitet schreibt in sehr, sehr einfachen und schnörkellosen Sätzen. Fast schon unterkühlt könnte man sagen. Außerdem habe ich durch die Erzählperspektive aus der 3. Person etwas gebraucht bis ich Zugang zu unserem jungen Protagonisten Oliver gefunden habe. Ganz langsam haben wir einander gefunden und spätestens nach dem ersten Drittel mochte ich ihn richtig gerne. Oliver ist eine Kämpfernatur durch und durch. Er lässt sich nichts diktieren, sondern hinterfragt die Dinge. Dass im Bunker so einiges nicht mit rechten Dingen zugeht wird klar, als Olivers Vater ums Leben kommt und in weiterer Folge Olivers Bruder Marco in die verseuchte Außenwelt verbannt wird. Warum musste sein Vater sterben? Wieso wurde das Implantat mit den gespeicherten Erinnerungen des Vaters stümperhaft entfernt und fast zerstört? Was verheimlichen die Wasserkrieger, die sich täglich an die Oberfläche begeben, um die Menschen im Bunker mit Wasser zu versorgen? Findet es gemeinsam mit Oliver heraus! Ich fand es mega spannend und fesselnd was Oliver so alles aufdeckt. Hilfe bekommt er dabei von Tsché, einer jungen Außenweltlerin, und Fuku, Tschés treuer Hündin. Es ist ein tolles Gespann, welches die 3 abgeben. Obwohl sie so unterschiedlich sind und aus verschiedenen Welten kommen, lernen sie einander zu vertrauen und zu verstehen. David Moitet schafft es, hier trotz der ganzen dramatischen Ereignisse die Geschichte mit ein paar witzigen Dialogen und einer ganz dezenten Liebesgeschichte aufzulockern. Sehr gelungen!
Die Handlung selbst konnte mich wie gesagt sehr überzeugen. Als Schauplatz hat sich der französische Autor für seine Heimat Frankreich entschieden, wobei das ganze Land aufgrund von Wassermangel zerstört wurde und der Großteil der Bevölkerung durch verheerende Seuchen ausgelöscht wurde. Nur wenige haben es geschafft zu überleben und eben diese kämpfen für sich alleine, ohne Rücksicht auf Verluste. Es ist eine Gesellschaft, in der sich jeder selber am nächsten steht. Gewalt, Mord und Plünderungen sind an der Tagesordnung. Das Konzept ist eigentlich kein neues und David Moitet hat das Rad nicht neu erfunden. Dennoch ist sein Plan aufgegangen eine spannende und mitreißende Geschichte zu konstruieren. Es ist eine abenteuerliche und gefährliche Mission auf die wir gehen. Einzig das Ende ging mir dann ein bisschen zu schnell und war für meinen Geschmack zu einfach gestrickt und auch zu fröhlich, auch wenn es natürlich Hoffnung vermittelt.
Was mir am besten gefallen hat und was ich euch nicht vorenthalten will, ist, dass wir zwischen den einzelnen Kapitel auch immer wieder in die Vergangenheit und den Beginn der Krise abtauchen. Durch das Implantat von Olivers Vater tauchen wir immer wieder in dessen Erinnerungen ab und erfahren hautnah und gänsehautverursachend, wie sich die Welt verändert und in eine Todesfalle verwandelt hat. Für mich waren diese Zeitsprünge mitunter die spannendsten und aufwühlendsten Szenen. Zu lesen wie eine Familie aus ihrer Heimat flüchten muss um zu überleben. Auf was für Hindernisse sie stoßen, die Ausgrenzung und Ablehnung, die sie erleben und die ständige Bedrohung durch den tödlichen Cholera‐Virus war wirklich nervenaufreibend geschildert.
Ich könnte noch so viel mehr erzählen, halte mich aber zurück. Lest das Buch einfach selber. Lasst euch vom Cover nicht abschrecken. Für mich war RC 2722 eine eindrucksvolle Dystopie und ein Must Read aus dem Genre.
Fazit
David Moitet hat mit RC 2722 eine erschreckend realitätsnahe Dystopie zu Papier gebracht. Sein einfacher Schreibstil richtet sich zwar eher an Jugendliche, die Themen werden aber durchaus auch erwachsenen Lesern gerecht. Brandaktuelle Topics wie Klimawandel, Ressourcen‐ und Rohstoffknappheit, Flüchtlingskrise und Pandemie werden aufgegriffen und verarbeitet. Es ist ein ziemlich schonungsloses und erschreckendes Bild der Gesellschaft, welches David Moitet uns präsentiert. Nervenkitzel und Gänsehaut sind beim Lesen garantiert! Bis auf das Ende, das mir etwas zu einfach und schnell abgehandelt wurde und auch zu fröhlich war, fand ich das Buch überraschend gut. Die Dystopie reiht sich in meine Must Reads des Genre ein.
Wo habt ihr euren Partner kennen gelernt? In der Disco, an der Bushaltestelle oder auf der Arbeit? Bei mir trifft Letzteres zu. Ich habe allerdings viele Bekannte, die tatsächlich ihre Liebe ...
Wo habt ihr euren Partner kennen gelernt? In der Disco, an der Bushaltestelle oder auf der Arbeit? Bei mir trifft Letzteres zu. Ich habe allerdings viele Bekannte, die tatsächlich ihre Liebe des Lebens beim Onlinedating kennen gelernt haben. Franziska Jebens ist mit ihrem sommerlichen Liebesroman auch auf diesen Zug aufgesprungen und hat eine herrlich peppige und humorvolle Geschichte zu Papier gebracht. Das Schönste ist aber, dass das Buch ohne großes Drama, dafür aber mit viel Gefühl und lockeren Sommevibes aufwartet.
Franziska Jebens schickt ihre sehr durchgeplante, korrekte und tief im Herzen romantisch veranlagte Protagonistin Marlene auf einen abenteuerlichen Roadtrip namens Leben. Von einem Tag auf dem anderen verliert Marlene einfach alles. Ihre Jugendliebe Sebastian lässt sie mit dem eben erst gekauften Haus sitzen und reißt Marlenes Herz damit in Stücke. Doch Marlene kämpft sich mit einer grandiosen Geschäftsidee aus ihrem Loch - sie gründet die Dating-Agentur Wolke Sieben, in welcher sie als Geschäftsführerin ihre romantische Ader so richtig ausleben kann. Im wahren Leben hat Marli, wie Marlene vom ihren Freunden genannt wird, nämlich längst den Glauben und vorallem das Vertrauen in die Liebe verloren. Denkt sie zumindest....
Mir war Marli wirklich von Anfang an sehr sympathisch, was vielleicht auch ein bisschen Corinna Dorenkamp zu verdanken ist, die ihr eine wunderbare Stimme verliehen hat. Es hat wirklich Spaß gemacht Corinna zuzuhören, auch wenn ich die Geschwindigkeit ordentlich hochstellen musste, sonst wäre mir die Lesung tatsächlich zu langsam gewesen und ein bisschen Tempo hat der peppigen Geschichte nicht geschadet.
Aber zurück zu Marlene, die ich für ihren Kampfgeist und ihre Stärke wirklich bewundert habe. Es war so schön ihre Entwicklung zu beobachten und ich muss sagen, auch wenn es vielleicht gemein klingt, was besseres als von Sebastian sitzen gelassen zu werden, hätte ihr nicht passieren können. Denn dann wäre ihr wahres und strahlendes Ich wahrscheinlich nie zum Vorschein gekommen, sie hätte nie den Weg von Basket, Bruno und Co. gekreuzt und ihre Zukunft wäre nicht so von Erfolg gekrönt gewesen.
Aber nicht nur Marlene, auch die anderen Charaktere konnte ich ins Herz schließen. Von charmant, liebevoll, tollpatschig, kauzig bis schräg war alles vertreten. Alle kamen aber sehr authentisch rüber.
Auch mit ihren Schauplätzen konnte Franziska Jebens bei mir Punkten. Sowohl in Hamburg, als auch auf Sardinien versprüht Amor Funken und lässt Fernweh aufkommen. Franziskas Schreibstil ist derart bildhaft, dass man das Gefühl hat direkt vor Ort zu sein.
Ich mochte den leichten und herrlich unkomplizierten Erzählstil wahnsinnig gerne. Und es war einfach nur toll wieder mal ein Buchzu lesen, dass ohne Drama auskommt. Den einzigen kleinen Kritikpunkt, den ich habe ist, dass die Geschichte von Anfang an doch sehr vorhersehbar ist und so richtige Überraschungsmomente mit Aha-Effekt einfach fehlen. Auch der Twist am Schluss hat mich jetzt nicht besonders überrascht, habe ich es irgendwie schon so kommen sehen. Außerdem werden so einige Klischees bedient und der Zufall spielt der Liebe auch sehr, sehr oft in die Hände. Sowas muss man mögen. Wem das aber nicht stört, wer sich einfach nur in eine lockere und unkomplizierte Liebesgeschichte fallen lassen möchte, dem kann ich Suche Platz auf Wolke Sieben wirklich empfehlen. Vorallem jetzt im Sommer hat das Buch riesigen Spaß gemacht.
Fazit:
Habt ihr Online-Dating schon mal ausprobiert? Nein? Franziska Jebens oder besser gesagt ihre Protagonistin Marlene zeigt euch wie es geht. Ich habe den sommerlichen Roman, der uns zu wunderbaren Schauplätzen in Hamburg und Sardinien entführt wirklich gerne gehört. Die herrlich unkomplizierte und undramatische Geschichte wurde sehr angenehm von Corinna Dorenkamp eingelesen. Ich habe Marlenes Weg zum Glück gebannt verfolgt, auch wenn ich mir vielleicht ein paar mehr Überraschungsmomente gewünscht hätte und vielleicht ein paar Klischees weniger. Trotzdem gibt's eine Leseempfehlung für diesen sommerlichen Must Read.
Tale of Magic - Eine geheime Akademie ist der neue Reihenauftakt von Chris Colfer und ein ganz bezaubernder noch dazu. Man merkt zwar, dass das Buch sich an ein wirklich junges Publikum richtet und vieles ...
Tale of Magic - Eine geheime Akademie ist der neue Reihenauftakt von Chris Colfer und ein ganz bezaubernder noch dazu. Man merkt zwar, dass das Buch sich an ein wirklich junges Publikum richtet und vieles sehr kindlich dargestellt ist, aber dennoch hatte ich als erwachsene Leserin unglaublich viel Spaß beim Anhören des Hörbuches. Nicht zuletzt weil es einfach großartig von Rufus Beck eingelesen wurde. Wie Rufus Beck die einzelnen Personen darstellt ist einfach genial und man kann kaum glauben, dass das Buch tatsächlich nur von einem einzigen Sprecher vorgelesen wird. Großes Kino kann ich da nur sagen!
Chris Colfer entführt uns in eine Welt, in der die Wirkung von Magie unter Höchststrafe verboten ist. Doch die strengen Gesetze im südlichen Königreich verbieten Frauen auch das Lesen und Studieren. Diese Dinge sind rein dem männlichen Geschlecht vorbehalten. In dieser frauenunterdrückenden Gesellschaft muss sich auch die junge Brystal Evergreen durchschlagen. Die junge Heldin war mir von Anfang an unglaublich sympathisch. Sie lässt sich von ihrem Vater, einem Richter, nicht unterkriegen, ist wissbegierig und ein kleiner Bücherwurm. Als Brystal während ihrer Arbeit als Putzfee in der städtischen Bibliothek ein geheimnisvolles Buch entdeckt und verbotenerweise daraus zu lesen beginnt, setzt sie Kräfte frei, von denen sie bislang keine Ahnung hatte. Von dem Tag an soll sich Brystals Leben mit einem Schlag dramatisch ändern. Was genau passiert und welche Hürden Brystals zu überwinden hat, bis sie schließlich in Madame Weatherberrys Akademie der magischen Künste aufgenommen wird, müsst ihr natürlich selber herausfinden. Es wird auf jeden Fall spannend und abenteuerlich. Und in der magischen Welt auch überaus gefährlich, denn im nördlichen Königreich verbreitet eine böse, hasserfüllte Hexe Schrecken unter den Menschen.
Chris Colfer hat mit seiner magischen Welt voll ins Schwarze bei mir getroffen. Brystal ist eine tolle und mutige Protagonisten, die sich trotz ihrer erst 14 Jahre nicht unterkriegen lässt. Sie verfolgt ihre Ziele und lässt sich von den Männern in ihrem Umfeld nicht unterdrücken. Doch es ist nicht nur der Kampf um die Rechte der Frauen, den Brystal ficht. Auch in der magischen Welt ist nicht alles so zauberhaft wie es auf den ersten Blick scheint. Auch hier kämpft Brystal um Gleichberechtigung und Akzeptanz. Die gesellschaftskritische Beleuchtung der Themen hat Chris Colfer ganz wunderbar, altersgerecht aufgearbeitet. Er ermutigt seine jungen Leser/innen nicht alles wortlos hinzunehmen, ihre Ziele und Träume zu verfolgen, sich aber auch für andere einzusetzen. Denn auch das Thema Freundschaft und Zusammenhalt wird ganz groß geschrieben. Neben Brystal treffen wir auf zahlreiche weitere Charaktere, jeder einzigartig und speziell auf seine eigene Art und Weise. Brystal und ihre Freunde sind ein bunt zusammen gewürfelter Trupp, der sich tapfer dem Norden stellt und auch im südlichen Königreich für Veränderungen sorgen will
Die Handlung und das Worldbuilding sind einfach unglaublich ausgereift, mit zahlreichen Überraschungsmomenten, Twists, aber auch vielen humorvollen Stellen. Das Lesen war eine unglaubliche Freude, die einzig dadurch ein kleines bisschen getrübt wurde, dass die Einführung sich ein bisschen in die Länge gezogen hat. Tatsächlich waren schon rund 30 % des Hörbuches um, als die Ereignisse endlich ins Rollen gekommen sind. Und auch dann dauert es noch gut bis zur Hälfte, dass wir endlich die magische Akademie erreichen. Hier hätte man eventuell ein bisschen was kürzen können, ohne dass es der Geschichte groß geschadet hätte. Dafür hätte man vielleicht mehr Zeit in die magische Ausbildung und die besonderen Fähigkeiten der begabten Kinder investieren können. Trotz allem war Chris Colfers neuer Reihenauftakt ein herrlich facettenreiches und spannendes Abenteuer, welches ich absolut empfehlen kann.
Fazit
Die Legende der Magie - Eine geheime Akademie ist ein faszinierender und zauberhafter Reihenauftakt aus der Feder von Chris Colfer. Es ist ein Buch, das zum Träumen einlädt, seine Leser/innen auffordert für seine Ziele zu kämpfen und nicht alles so hinzunehmen wie es die Gesellschaft diktiert. Es geht um Unterdrückung und den Kampf um Gleichberechtigung - das ganze kindgerecht erzählt und märchenhaft verpackt. Es war eine Freude die 14-jährige Brystal auf ihrem Weg zu einer gerechteren Welt zu begleiten.
Die Geschichte wurde großartig vom Meister der Stimmen, Rufus Beck, eingelesen. Ich kenne keinen anderen Sprecher, der es schafft mich dermaßen einzufangen und zu fesseln und der mit so einer breiten Palette an Stimmfarben aufwartet. Großes Kino! Allein für die geniale Lesung vergebe ich 5 Herzchen!
Das einzige was ich mir gewünscht und was das Buch perfekt gemacht hätte, wäre gewesen, wenn man die Einführung in die Welt etwas gerafft und mehr Fokus auf die magische Akademie gelegt hätte.
Gesamt gibt's 4,5 Herzchen und eine absolute Lese- bzw. Hörempfehlung!
Können 7 Minuten dein Leben verändern? Wenn es nach Lea Coplin geht, dann ja. Denn mehr Zeit ist für Penny und Milo nicht notwendig, um den jeweils anderen nachhaltig in Erinnerung zu behalten. ...
Können 7 Minuten dein Leben verändern? Wenn es nach Lea Coplin geht, dann ja. Denn mehr Zeit ist für Penny und Milo nicht notwendig, um den jeweils anderen nachhaltig in Erinnerung zu behalten. Lea Coplin hat mit ihrem Buch Mir dir leuchtet der Ozean eine wunderbar leichte Sommerromanze zu Papier gebracht, die nicht nur auf die idyllische Kanareninsel Fuerteventura entführt, sondern auch mit sympathischen Protagonisten, ausgelassener Partystimmung, herrlichen Summervibes und nicht all zu viel Drama glänzt. Ein tolles Buch, um den Alltag für kurze Zeit zu entfliehen und perfekt für einen Tag am Strand oder Pool.
Es ist tatsächlich so, dass ich das Buch an einem Tag durchgehört habe, wollte ich das sonnige Eiland einfach nicht mehr verlassen. Mit knappen 8 Stunden zum Hören bzw. 336 Seiten zu lesen, ist das auch richtig gut machbar. Lea Coplins lockerer und leichter Erzählstil gibt einem ohnehin das Gefühl nur so durch die Kapitel, welche abwechselnd aus Pennys und Milos Sicht geschrieben sind, zu fliegen. Durch die eher kurzen Abschnitte kommt zudem zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Dabei passiert vorallem im ersten Teil des Buches relativ wenig. Man lernt Penny, Milo und die anderen Mitarbeiter im All Inclusive Club kennen, feiert mit ihnen ausgelassene Strandpartys, genehmigt sich bei Milo einen Cocktail an der Bar oder probt mit Penny für die kommende Theateraufführung. Daneben erfährt man auch so einiges aus der Vergangenheit von Penny und Milo, was die beiden vor 4 Jahren in den Schrank getrieben hat, und warum sie das Schicksal letztlich nach Fuerteventura geführt hat. Ein bisschen Drama ist natürlich vorprogrammiert und wer den Klappentext gelesen hat, kann sich eigentlich auch denken in welche Richtung es steuert. Denn Milo ist eigentlich mit Helena, Pennys Zimmergenossin, in einer Beziehung. Aber keine Panik, das ganze Dilemma nimmt erst im letzten Drittel so richtig Fahrt auf und überlagert keinesfalls die zuvor aufgebauten Summervibes. Es ist eigentlich alles sehr unaufgeregt und dennoch kurzweilig.
Außerdem konnte ich mich sehr gut in die beiden Protagonisten hineinfühlen. Ich empfand ihre Darstellung sehr natürlich und authentisch und auch die Geschehnisse rund um den Cluballtag sehr gelungen und keinesfalls überzogen. Ein bisschen habe ich mich in meine eigene Zeit als Hotelpraktikantin zurück versetzt gefühlt und wehmütig zurück geblickt. Und das eine und andere ist tatsächlich auch mir damals passiert. Vielleicht konnte ich gerade auch deshalb so gut mit Penny, Milo und Helen mitfiebern.
Ich fand Mit dir leuchtet der Ozean trotz Vorhersehbarkeit unglaublich stimmig und zudem wahnsinnig toll eingelesen von Sebastian Fischer und Funda Vanroy. Die beiden Sprecher haben Milo und Penny perfekt in Szene gesetzt, so manche Dialoge nochmals um einiges humorvoller wirken lassen, als sie ohnehin schon sind, und einfach dazu beigetragen, dass man beim Hören wunderbar abschalten und sich wegtragen lassen konnte. Absolute Hör- bzw. Leseempfehlung!
Fazit
Mit dir leuchtet der Ozean ist ein wunderbar leichter Liebesroman mit herrlichen Summervibes, der Lust auf Strandpartys, Cocktails und Urlaub macht. Ich habe Lea Coplins Sommerromanze an einem Tag durchgehört. Sowohl die luftig und leichte Art des Erzählens und die beiden Sprecher Sebastian Fischer und Funda Vanroy haben dazu beigetragen, dass ich mich einfach mit der Geschichte davontreiben lassen konnte. Wer Lust auf eine überwiegend unaufgeregte Liebesgeschichte hat, welche auf die Kanareninsel Fuerteventura entführt, dem kann ich Lea Coplins Roman sehr ans Herz legen.