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Veröffentlicht am 02.04.2018

Alles was glänzt

Alles was glänzt
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Alles was glänzt, von Marie Gamillscheg

Cover:
Nicht gerade ein Eyecatcher.

Inhalt:
Es geht um ein Dorf (und seine Bewohner) am Hang eines Berges.
Die Stollen des alten Bergwerks sind lange schon stillgelegt. ...

Alles was glänzt, von Marie Gamillscheg

Cover:
Nicht gerade ein Eyecatcher.

Inhalt:
Es geht um ein Dorf (und seine Bewohner) am Hang eines Berges.
Die Stollen des alten Bergwerks sind lange schon stillgelegt.
Viel wird spekuliert. Bricht der Berg demnächst in sich zusammen?
Und was bringt das für Konsequenzen oder Gefahren, für das Dorf und seine Bewohner?

Meine Meinung:
Ich habe mich schwer mit dem Buch getan, irgendwie hat es sich mir nicht geöffnet. Den Schreibstil empfinde ich mit seinen kurzen, nüchternen und sachlichen Sätzen als sehr distanziert, teilweise klingt es für mich sehr naiv.
Es ist für mich alles sehr verwirrend, diffus, teilweise auch sehr unzusammenhängend und sprunghaft.
Mir kommt es vor wie ein Stummfilm, schwarz-weiß, ich sehe keine Emotionen und die Handlungen sind mir unverständlich. Alles wird nur von außen betrachtet und kommentiert. Oder als ob ich nur einen kleinen Teil einer Geschichte zu sehen bekomme und mir den Rest zusammenreimen (vorstellen) soll – aber das klappt bei mir überhaupt nicht.

Autorin:
Die Autorin ist 1992 in Graz geboren, lebt in Berlin und arbeitet als freie Journalistin. –Dies ist ihr Romandebüt.

Mein Fazit:
Leider konnte mich das Buch so überhaupt nicht ansprechen.
Mir fehlt eine Aussage, irgendwie bin ich ratlos.
Deshalb von mir 2 Sterne.

Veröffentlicht am 25.10.2017

Das Vermächtnis der Spione

Das Vermächtnis der Spione
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Das Vermächtnis der Spione, von John le Carré

Cover:
Schwarz/weiß mit einem roten Akzent – gefällt mir.

Inhalt:
1961: An der Berliner Mauer sterben zwei Menschen, Alec Leamas und Liz Gold.
2017 Peter ...

Das Vermächtnis der Spione, von John le Carré

Cover:
Schwarz/weiß mit einem roten Akzent – gefällt mir.

Inhalt:
1961: An der Berliner Mauer sterben zwei Menschen, Alec Leamas und Liz Gold.
2017 Peter Guillam (Spion a.D.) wird ins britische Innenministerium beordert um bei der Aufklärung dieses Falles zur Aufklärung beizutragen.
Die Kinder der beiden Toten drohen die Regierung zu verklagen.
Der damalige Leiter George Smiliey glänzt durch Abwesenheit und Peter Guillam rückt auch nicht so frei mit der Sprache heraus.
Was liegt hier noch im Verborgenen?
Was gilt es auch nach so langer Zeit noch unter den Teppich zu kehren?


Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch vom Autor und auch aus der „George Smiliey Reihe“.
Ich dachte die Romane: „Der Spion, der aus der Kälte kam“ und „Dame, König, As, Spion“, so bekannt und hochgelobt, da muss ich doch auch mal rein lesen.

Aber war wohl eine falsche Entscheidung, denn es wurde absolut nicht mein Buch.

Alles ist sehr geheimnisvoll, es wird mehr angedeutet (ist vielleicht anders wenn man die Vorgängerbücher kennt?) als ausgesprochen. Viele Personen (und Codenamen), konnte nicht immer alle richtig zuordnen oder ihre Verbindung untereinander verstehen und nachvollziehen. Es gab viele Widersprüche, viel Andeutungen und ausgesprochene Vermutungen.
Jeder bespitzelt und beschreit jeden anders.
Wem kann man glauben?
Was ist Lüge was ist Wahrheit.
Es gab zu viele Sprünge zwischen Gegenwart, Vergangenheit oder den Gedanken, es war für mich sehr verwirrend und ich konnte nicht immer sagen oder nachempfinden wo wir uns gerade befanden.

Autor:
John le Carré, geb.1931, studierte in Bern und Oxford. Er war Lehrer und arbeitete während des Kalten Kriegs kurze Zeit für den britischen Geheimdienst. Seit fünfzig Jahren ist das Schreiben sein Beruf.

Mein Fazit:
Ein Buch für Fans von verwirrenden Spionage- und Geheimdienststorys.
Wenn es ein extra Genre dafür gäbe, würde ich sage: absolut nicht meins.
Für mich war es zu konfus und verwirrend (vielleicht auch weil ich die Vorgänger nicht kenne).
Ich kann hier nur 2 Sterne geben.

Veröffentlicht am 01.08.2017

Dunkels Gesetz

Dunkels Gesetz
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Dunkels Gesetz, ein Debüt von Sven Heuchert

Cover:
Wie eine Kulisse aus einem alten Kinofilm, macht neugierig

Inhalt:
Eine Gesellschaft am Rande des Sozialen Abstiegs. Drogen, Gewalt, Morde, Prostitution, ...

Dunkels Gesetz, ein Debüt von Sven Heuchert

Cover:
Wie eine Kulisse aus einem alten Kinofilm, macht neugierig

Inhalt:
Eine Gesellschaft am Rande des Sozialen Abstiegs. Drogen, Gewalt, Morde, Prostitution, Kriminalität. Eine Gewaltspirale ohne Happy End.

Meine Meinung:
Ich bin irgendwie nicht in die Geschichte rein gekommen. Die Personen blieben mir „Gesichtslos“ ihre „Position“, ihr Beziehungen und ihre Verflechtungen untereinander wurden mir nicht ganz klar. Die Charaktere waren für mich austauschbar und sehr klischeehaft.
Z.B. „Dunkel“, der EX Soldat: dieses ungute Gefühl, diese Schuld die er mit sich rumträgt, kam für mich nicht zum Ausdruck.
Auch die Handlung war austauschbar und (für mich) nur aneinandergereihte Episoden einer kriminellen Geschichte.
Was die Handlung mit dem zu Tode gekommenen Jungen auf sich hatte, habe ich im Grunde genommen auch zum Schluss nicht verstanden.

Der Schreibstil war für mich eher ein Bericht, kurze Sätze, von außen betrachtet, die Emotionen kamen für mich nicht rüber, die Personen waren nicht „belebt“. Auch deshalb kam für mich zu keinem Zeitpunkt Spannung auf.
Die Sprache ist sehr „gewöhnlich“, ich denke sie soll die Verwahrlosung und die niedere soziale Schicht widerspiegeln.

Autor:
Sven Heuchert, geb. 1977, lebt heute bei Köln, er veröffentlichte zahlreiche Literaturzeitschriften.
Dunkels Gesetzt ist sein Debütroman.

Mein Fazit:
Mich hat dieser Krimi leider nicht erreicht.
Deshalb von mir (auch wenn ich das bei einem Debüt ungern mache) nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 08.04.2017

Überall bist du

Überall bist du
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Überall bist du, ein Debüt von Gerhild Stolenberg

Cover:
Der hellgrüne Schutzumschlag ist relativ unspektakulär und passt meiner Meinung nach irgendwie nicht zum hellblau des Buches.

Inhalt:
Martha erzählt ...

Überall bist du, ein Debüt von Gerhild Stolenberg

Cover:
Der hellgrüne Schutzumschlag ist relativ unspektakulär und passt meiner Meinung nach irgendwie nicht zum hellblau des Buches.

Inhalt:
Martha erzählt aus ihrem Leben.
Sie steckt in einer ziemlichen Krise, da sie von ihrem Freund ohne einen richtigen Schlussstrich verlassen wurde.
Das Warten auf ein „Lebenszeichen „ von ihm treibt sie immer mehr in ein tiefes Loch.

Meine Meinung.
Der Einstig ist mir schon mal nicht so leicht gefallen.

Den Erzählstil finde ich eher sehr ruhig, unspektakulär, irgendwie mit Distanz.
In Marthas Leben geht alles seinen gewohnten und automatischen Gang, so zwangsläufig. Ihre Gedanken und ihr Handeln bleiben für mich durchs ganze Buch unverständlich und nicht nachvollziehbar.
Die Emotionen werden für mich nicht transportieret.

OK Oskar! Der ist unglaublich (mit 5 Jahren),
Man hört ja immer wieder wie pfiffig die „Kleinen“ heute so sind, aber sagt ein 5 jähriger wirklich „Liebelein“ oder kennt er Spiegelneutronen?
Es fängt meiner Meinung nach witzig an, aber dann ist es nur noch überzeichnet und für mich total unglaubwürdig.

Teilweise werden Weisheiten über Kinder und Kindererziehung einfach nur aneinandergereiht, es klingt für mich recht monoton aufgezählt.

Manche/viele Szenen sind mir zu unwirklich.

Was soll ich mit diesen Sätzen anfangen:
--Es war dieser Tag im Jahr, an dem die Luft nach toten Marienkäfern roch……….
--Keine Mensch kann Wien, diese pieksüße Sachertorte einer Stadt, länger ohne Schaden ertragen.
Ich finde die sind einfach zu gewollt poetisch.

Dann gibt es wieder Sätze die einfach schön klingen, (die mir aber fehl am Platz erscheinen.)
z.B. …um Postkarten in mein Herz zu knipsen.
Licht läuft wie warmes Wasser durch meinen Körper.

Autorin:
Gerhild Stolltenberg, geb. 1979 in Hamburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Mein Fazit:
Ein Buch über Liebeskummer, der für mich schon an eine Depression grenzt.
Leider wurde ich mit dem Buch nicht warm, der Funke ist einfach nicht übergesprungen.
Ich konnte die Handlung nicht nachvollziehen und verstehen.
Ich habe lange mit mir gerungen, aber ich kann dem Buch (aus meiner Sicht) nur 2 Sterne geben.

Veröffentlicht am 16.12.2016

Zurück nach Hollyhill

Zurück nach Hollyhill
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Zurück nach Hollyhill, von Alexandra Pilz

Cover:
Durch die gelbe Farbe strahlend hell und mit den pinken Farbtupfen strahlt es eine gewisse Leichtigkeit aus.

Inhalt:
Direkt nach ihrem Abitur, erhält ...

Zurück nach Hollyhill, von Alexandra Pilz

Cover:
Durch die gelbe Farbe strahlend hell und mit den pinken Farbtupfen strahlt es eine gewisse Leichtigkeit aus.

Inhalt:
Direkt nach ihrem Abitur, erhält die 17jährige Emily von ihre Oma, einen Brief von ihrer verstorbenen Mutter.
Diese „beschwört“ sie darin nach England, nach Hollyhill zu fahren. In ein Hollyhill das auf keiner Karte zu finden ist, ein Dorf im Moor.
„Wenn du dort bist, wirst du es finden“, schreibt die Mutter eindringlich.
Mit dem Brief erhält sie auch ein besonderes Armband, das magische Eigenschaften zu haben scheint.
Mit dem Besuch in England beginnt für Emily ein Abenteuer voller Magie und Zauber, eine Zeitreise in eine andere Welt, in der sie auf Matt trifft und sich verliebt.
Aber: nichts wird mehr so sein, wie es war……………

Meine Meinung:
Mit „Logik“ darf man dieses Buch nicht lesen.
Denn Zeitreisen und alles was daraus resultiert, machen das Ganze sehr verwirren. Mal wissen alle was, dann wieder nicht, mal wird Emily sofort erkannt, dann wieder nicht.
Emily und Matt sollen eine Aufgabe haben/erfüllen, die sich für mich nicht so ganz erschließt und bei der sie für mich auch äußerst unlogisch vorgehen.
Diese ganzen „magischen“ Handlungen sind für mich verworren und ich kann ihnen teilweise nicht folgen.

Nebenher ist noch eine Herz-Schmerz- Liebesgeschichte eingebaut die im jugendlichen Stil recht süß ist.

Der Einstig und der Schreibstil ist lockert und flüssig.
Aber im Gesamtpaket konnte mich das Buch leider so gar nicht überzeugen.

Autorin:
Alexandra Pilz, Journalistin, liebt England und hat eine Schwäche für komplizierte Liebesgeschichten. Sie lebt mit Mann und Katze in München und träumt von einem Cottage in Cornwall.

Mein Fazit:
Der Anfang war recht gut, doch dann wurde es recht „phantastisch“, im Sinne von „erfunden“, und das war mir alles zu verwirrend.
Ich denke hier war ich mit meinen ü50 auch nicht die richtige Zielgruppe, hier werden meiner Meinung nach eindeutig viel jüngere Leser angesprochen.
Deshalb von mir persönlich nur 2 Sterne.