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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2021

Giftig

Toxic
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„Toxic“ von Marc T. Sullivan ist ein spannender Thriller, der in tiefste Abgründe blicken lässt.
Das Team von Detective Sergeant Seamus Moynihan steht vor einer großen Herausforderung, als sie einen neuen ...

„Toxic“ von Marc T. Sullivan ist ein spannender Thriller, der in tiefste Abgründe blicken lässt.
Das Team von Detective Sergeant Seamus Moynihan steht vor einer großen Herausforderung, als sie einen neuen Fall zugeteilt bekommen. Die übel aussehende Leiche eines Mannes, die zunächst als Ebola-Verdachtsfall eingestuft wurde, entpuppt sich als perfider Mord. Der Tote, der nackt ans Bett gefesselt wurde, starb an mehreren Bissen gefährlicher Giftschlangen. Die rätselhafte Botschaft am Spiegel, die der Killer zurückließ, gibt nur noch mehr Rätsel auf. Leider wird bald ein weiteres Opfer aufgefunden, so dass das Team von einem Serienkiller ausgehen muss, der mit seiner Mission noch lange nicht am Ende angelangt ist.

Dies ist mein erstes Buch von Mark T. Sullivan und er konnte mich von der ersten bis zur letzten Zeile komplett überzeugen. Der Stil erinnert mich irgendwie an klassische Krimiromane, die durchgehend aus der Perspektive des üblicherweise gebrochenen Helden geschrieben sind, als wäre man sein stiller Begleiter und würde alle Geschehnisse live miterleben.
Seamus Moynihan ist eine Art gefallener Held, der als Jugendlicher auf dem Weg zu einer Profikarriere als Sportler war und der nach einer Verletzung doch noch den Weg seines ermordeten Vaters und eine Laufbahn als Polizist eingeschlagen hat. Seine Ehe ist an seinen Frauengeschichten gescheitert und das Verhältnis zu seinem Sohn wird durch seine fordernden Arbeitszeiten schwer strapaziert.
Die Ermittlungen in den grausamen Mordfällen führen auf verschiedene Spuren, die immer mehr das Privatleben von Seamus berühren. Ich mag seinen Charakter, der jede Menge Ecken und Kanten aufzuweisen hat und doch im Grunde sehr sympathisch ist. Die Balance zwischen den privaten Hintergründen und Verwicklungen des Ermittlers und den eigentlichen Mordfällen ist für mich stimmig und greift gekonnt ineinander.
Der Aufbau der Handlung ist dem Autor sehr gut gelungen. Falsche Fährten, unerwartete Twists und eine nicht abflauende Spannungskurve fesseln bis zum Schluss. Der packende Showdown am Ende hat mich absolut überrascht und auch mit der Auflösung hätte ich nicht unbedingt gerechnet.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Wunderschöner Abschluss

The Dare – Liebe mich, wenn du dich traust
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„The Dare – Liebe mich, wenn du dich traust“ von Elle Kennedy ist der Abschlussband ihrer wundervollen „Briar U“ – Reihe.
Die zurückhaltende Taylor bereut schon längst ihre Mitgliedschaft in der Schwesternschaft ...

„The Dare – Liebe mich, wenn du dich traust“ von Elle Kennedy ist der Abschlussband ihrer wundervollen „Briar U“ – Reihe.
Die zurückhaltende Taylor bereut schon längst ihre Mitgliedschaft in der Schwesternschaft einer Studentenverbindung, denn erneut wird sie zum Zielobjekt ihrer intriganten Verbindungschwestern. Auf einer Party soll sie den attraktiven Eishockeyspieler Connor Edwards mit auf ein Zimmer nehmen und verführen. Doch statt dem Plan zu folgen, sagt Taylor Connor die Wahrheit und dieser spielt überraschend willig mit. Er geht sogar noch weiter und gibt ihren frisch verliebten Schein-Freund, um Taylor vor weiteren Anfeindungen zu schützen. Doch je länger beide die Beziehung vortäuschen, desto mehrfühlen sie sich ernsthaft zueinander hingezogen.

Ich liebe diese Reihe und den lockeren und leichten Schreibstil von Elle Kennedy. Und obwohl natürlich vorhersehbar ist, wie diese Scheinbeziehung endet, ist die Handlung sowohl amüsant und unterhaltsam, als auch berührend und durchaus dramatisch.
Fake it, till you make it. Das war offensichtlich nicht das Motto von Taylor und Connor, aber genauso ist es mit den beiden gekommen. Eigentlich könnten beide Charaktere nicht unterschiedlicher sein, denn während Taylor durch die ihr zu Unrecht eingeimpften Komplexe wegen ihrer Figur total unerfahren ist, nimmt Connor so ziemlich alles mit, was er kriegen kann. Doch in letzter Zeit fühlt er eine Leere in sich, die in Gesellschaft von Taylor zu verschwinden scheint.
Die Autorin spricht mehrere wichtige und brisante Themen in ihrer Geschichte an, mit denen vor allem Taylor zu kämpfen hat. Deren Ängste und innere Zerrissenheit sind dabei glaubhaft und authentisch dargestellt. Beide Hauptcharaktere geben einander Halt und haben eine unglaublich gute Chemie. Vor allem dem Charme von Connor kann man sich definitiv nicht entziehen. Der liebenswerte Frauenheld entwickelt sich zum perfekten Bookboyfriend, auch wenn er ebenfalls seine dunklen Ecken und Kanten hat. Elle Kennedy schafft die Balance zwischen ernst und unterhaltsam und ich habe bei einigen Szenen echt Tränen gelacht.

Mein Fazit:
Ich kann die Reihe nur absolut empfehlen und gebe natürlich die vollen fünf Sternchen!

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Veröffentlicht am 06.08.2021

Cap & Bucky

Old Love, New Trouble (College Love 4)
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„Old Love, New Trouble“ ist der finale Band der sehr unterhaltsamen College Love Reihe von Teagan Hunter.
Denver zog für fünf Jahren ans andere Ende des Landes, um dort gemeinsam mit ihrer großen Liebe ...

„Old Love, New Trouble“ ist der finale Band der sehr unterhaltsamen College Love Reihe von Teagan Hunter.
Denver zog für fünf Jahren ans andere Ende des Landes, um dort gemeinsam mit ihrer großen Liebe Shepard am College zu studieren. Doch dieser Traum wurde von Shepard brutal zerstört und damit brach er ihr das Herz. Nun ist Denver zurück in ihrer Heimatstadt und macht sich gerade einen Namen als Sportjournalistin. Leider läuft sie ausgerechnet hier ihrem Ex über den Weg, der inzwischen ein äußerst erfolgreicher Baseballstar ist. Ein Interview mit ihm könnte die lang ersehnte Beförderung einbringen, aber Shepard hat eine ganz bestimmte Gegenleistung im Auge.

Ich liebe diese Reihe von Teagan Hunter, die trotz immer wieder sehr ernster Themen eine grandiose Leichtigkeit versprüht und unglaublich unterhaltsam ist. Fans der Reihe werden Shep bereits aus dem ersten Band kennen und ich gebe ehrlich zu, dass ich überrascht war, dass er seine eigene Lovestory bekommt. Nach seinem bisherigen Verhalten ist sein Karmakonto zillionenmal in den Miesen und ich wusste zu Beginn nicht, ob ich ihm ernsthaft ein Happy End gönne oder lieber einen ganz besonderen Platz in der Hölle.
Seine Vorgeschichte hat mich echt überrascht und im Laufe der Handlung konnte ich seine Beweggründe zumindest ansatzweise nachvollziehen, wenn auch überhaupt nicht gutheißen. Er war irgendwann einmal ein wirklich netter und liebenswerter Kerl, bevor er falsch abgebogen ist und erst nach fünf Jahren den richtigen Weg wieder fand.
Denver ist herrlich mit ihrer unkomplizierten und offenen Art und ich mochte sie auf Anhieb. Die witzigen Textnachrichten, die ein Markenzeichen der Reihe sind, machen einfach nur Spaß und sind sehr amüsant. Ich mag die Entwicklung, die die Charaktere im Buch durchmachen und habe mich auch über das Wiedersehen mit den bereits bekannten Figuren riesig gefreut.
Wieder einmal ist es ein süßer Vierbeiner, der hier das Eis bricht und dem weder ich noch Denver widerstehen können. Schade, dass die Reihe nun schon zu Ende ist, denn jedes einzelne Buch ist ein absolutes Highlight.

Mein Fazit:
Teagan Hunter sorgt mit ihren Geschichten jedes Mal für ein dickes Lächeln auf dem Gesicht und ich kann nur eine ganz klare Leseempfehlung geben!

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Veröffentlicht am 06.08.2021

KI mit Gefühlen

Seeing what you see, feeling what you feel
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„Seeing what you see, feeling what you feel“ von Naomi Gibson ist ein großartiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und einige wichtige Fragen stellt.
Die siebzehnjährige Lydia programmiert schon seit ...

„Seeing what you see, feeling what you feel“ von Naomi Gibson ist ein großartiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und einige wichtige Fragen stellt.
Die siebzehnjährige Lydia programmiert schon seit Jahren an ihrer eigenen KI. Zuerst noch gemeinsam mit ihrem Vater, aber seit dieser nach dem Unfalltod ihres Bruders Henry die Familie verlassen hat, arbeitet Lydia allein an ihrem Projekt. Henry ist auch der, der der KI seinen Namen leiht. Inzwischen ist Henry für Lydia zur einzigen Bezugsperson geworden, denn ihre Familie ist komplett auseinandergebrochen und ihre einst beste Freundin ist nun ihre schlimmste Feindin. Henry wird immer selbstständiger und weicht Lydia nicht mehr von der Seite, aber er kennt auch keine Grenzen, wenn es darum geht, Lydia zu beschützen.

Ich finde das Grundthema Künstliche Intelligenz total spannend und in diesem Buch auch hervorragend umgesetzt. Viele Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, werden im Buch aufgeworfen. Die Antworten dazu muss aber jeder für sich persönlich finden.
Lydia kämpft mit den Albträumen vom Unfall und mit der Entfremdung von ihren Eltern, die der Tod ihres kleinen Bruders verursacht hat. Sie ist zur Außenseiterin geworden und das begünstigt ihre Zuwendung zu der einzigen Person, die immer für sie da ist und die alles für sie tun würde. Welche Ausmaße Henrys Zuwendung annimmt, sieht man erst, als Lydia unter dem Mobbing ihrer einst besten Freundin zusammenbricht. Danach eskaliert die Situation und die Handlung nimmt rasant Fahrt auf.
Lydias Verhalten ist zum Teil nachvollziehbar und sie tat mir auch wirklich leid. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt und ihre Verzweiflung ist in vielen Momenten direkt greifbar. Der Mix aus Gefahr und Versuchung, den Henry für sie darstellt, ist kompliziert und stürzt sie permanent in ein Gefühlschaos. Aber auch die Konsequenzen ihrer Entscheidungen werden thematisiert, ohne zu moralisieren oder Antworten vorwegzunehmen.

Mein Fazit:
Naomi Gibson hat ein fantastisches und hochspannendes Debüt abgeliefert, welches von mir eine ganz klare Leseempfehlung und die vollen fünf Sternchen bekommt!

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Veröffentlicht am 06.08.2021

Herrlich verrückte WG

Alles begann mit einem Rocksong (Die Rockstars-Serie)
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„Alles begann mit einem Rocksong“ ist der Abschlussband der sehr unterhaltsamen Rockstar Reihe von Teresa Sporrer.
Charice ist etwas überrumpelt und eigentlich stinksauer, als sie dem halbnackten Rockstarspross ...

„Alles begann mit einem Rocksong“ ist der Abschlussband der sehr unterhaltsamen Rockstar Reihe von Teresa Sporrer.
Charice ist etwas überrumpelt und eigentlich stinksauer, als sie dem halbnackten Rockstarspross Gabriel Kramer das erste Mal über den Weg läuft. Genau genommen will er gerade mit ihrer Mitbewohnerin Charices Bett entweihen und hat auch noch die Dreistigkeit, Charice zum Mitmachen zu bewegen. Das bringt ihm eine gebrochene Nase und Charice Ärger mit ihrer Mitbewohnerin. Gabriels Entschuldigungsversuch geht wenig später ebenfalls voll in die Hose, so dass Charice plötzlich dringend einen neuen Schlafplatz benötigt und schließlich in Gabriels verrückter Rockstar-WG landet.

Auch wenn das Buch den Abschluss einer Reihe bildet und viele bekannte Charaktere darin auftauchen, kann man die amüsante Lovestory von Charice und Gabriel auch problemlos unabhängig von den anderen Bänden lesen.
Die gesamte Story wird aus der Perspektive von Charice erzählt, deren trockener Humor einfach nur herrlich ist. Sie schlittert ungewollt von einer Katastrophe in die nächste, woran Gabriel nicht ganz unschuldig ist. Die WG und deren Mitbewohner adoptieren sie quasi und so ändert sich ihr eher zurückgezogenes Leben um hundert Prozent. Erst ist Charice von dem Chaos total überfordert, aber bald lernt sie es sogar zu lieben. Das Knistern in der Gegenwart von Gabriel verwirrt sie zunehmend, vor allem da er völlig widersprüchliche Signale aussendet.
Gabriel ist in seiner Naivität einfach liebenswert und süß. Er scheint überhaupt nichts zu checken und bringt sich damit immer wieder in Schwierigkeiten. Andererseits ist er wieder richtig aufmerksam und fürsorglich, aber an seiner Kommunikation muss er definitiv arbeiten.
Die Story ist einfach witzig und ich konnte bis zum Schluss nicht aufhören zu lachen. Die sympathischen Protagonisten sorgen für jede Menge Spaß und amüsante Schlagabtausche und vor allem die abgedrehte Chaosqueen Daphne ist dabei mein Liebling. Das Buch schließt die Reihe perfekt ab und ich freue mich schon auf die neuen Ideen der Autorin.

Mein Fazit:
Romantik, Spaß und Unterhaltung ergeben in diesem Buch einen gelungenen Mix und ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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