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Veröffentlicht am 16.08.2021

Das schwarze Buch

Bahnhofstrasse
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"Bahnhofstrasse" von Andreas Russenberger ist der Nachfolger von "Paradeplatz" und im Mittelpunkt steht wieder der Bankprofessor Philipp Humboldt.
Die Züricher Privatbank von Werdenberg soll verkauft ...

"Bahnhofstrasse" von Andreas Russenberger ist der Nachfolger von "Paradeplatz" und im Mittelpunkt steht wieder der Bankprofessor Philipp Humboldt.
Die Züricher Privatbank von Werdenberg soll verkauft werden und das zu einem unanständig hohen Preis. Philipp wird von Alexander von Werdenberg beauftragt, Recherchen zur Geschichte der Brüder von Werdenberg und der Entstehung des Bankenhauses zu betreiben und dann ein Buch zu schreiben. Unterstützung und Hilfe werden ihm an die Hand gegeben.
Durch diese Recherchen tauchen wir als Leser tief in die Vergangenheit mit ab, wo sich schon recht schnell einige Ungereimtheiten zeigen. Das ist total spannend beschrieben. Auch die Passagen, die sich um das Bankenwesen drehen, sind alles andere als langweilig, sondern sehr lebendig und aufschlußreich.
Schön fand ich es, dass man als Leser immer etwas tiefer in den Geschehnissen war, als Philipp und dadurch die Zusammenhänge gut erkannte. Die Auflösung der Geschichte passiert erst zum Ende hin, wodurch man die komplette Geschichte erst nach und nach erfährt.
Auch ohne den Vorgänger gelesen zu haben, kommt man gut in die Geschichte, sie steht völlig für sich allein. Ich werde das Buch jetzt aber nachholen, da mich der Schreibstil des Autors überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 15.08.2021

Kindheit am See

Die Überlebenden
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"Die Überlebenden" von Alex Schulman ist ein Buch, dass mir so schnell nicht wieder aus dem Kopf gehen wird.
Wir begleiten hier die Brüder Benjamin, Pierre und Nils zum Sommerhaus ihrer Kindheit, wo ...


"Die Überlebenden" von Alex Schulman ist ein Buch, dass mir so schnell nicht wieder aus dem Kopf gehen wird.
Wir begleiten hier die Brüder Benjamin, Pierre und Nils zum Sommerhaus ihrer Kindheit, wo sie die Asche der verstorbenen Mutter verstreuen. Das Sommerhaus liegt in wunderbarer Natur an einem See mitten im Wald. Aber diese Idylle ist trügerisch, die Brüder stellen fest, wie fremd sie einander geworden sind.
Benjamin ist hier der Erzähler der Geschichte und sie beginnt mit der Szene am See und der Urne mit der Asche der Mutter und arbeitet sich dann in der Zeit zurück, auf der Suche nach dem Ursprung der Zerrissenheit. Zwischendurch werden immer wieder Szenen aus der Kindheit erzählt.
Der Autor hat ein großes Talent Bilder entstehen zu lassen, ganz wunderbare Bilder, die von der Schönheit der Natur berichten und furchtbar beklemmende Bilder aus dem Leben der drei Jungen.
Alles was nach ausgelassener und friedvoller Kindheit klang, bekommt hier einen ganz erschreckenden Beigeschmack, ein Wettschwimmen wird ein Kampf auf Leben und Tod, der Alltag ein Kampf um die Liebe von Mutter und Vater.
Sprachlich ist das Buch so gut verfasst, dass es beim Lesen fast wehtut, dass die Bilder und Gefühle der Jungen so echt wirken, dass sie einen nicht wieder loslassen. Das ist ganz große Erzählkunst und ich warte gespannt auf das nächste Werk des Autors.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Die Magie schimmert durch

Unsichtbar im hellen Licht
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"Unsichtbar im hellen Licht" von Sally Gardner ist eine Art Märchen, eine Fantasygeschichte auf die man sich einlassen können muss. Das ist grade am Anfang nicht ganz einfach, weil man vieles hinterfragen ...

"Unsichtbar im hellen Licht" von Sally Gardner ist eine Art Märchen, eine Fantasygeschichte auf die man sich einlassen können muss. Das ist grade am Anfang nicht ganz einfach, weil man vieles hinterfragen möchte.
Ein Mädchen, Celeste, soll ein Spiel spielen, sagt der Mann im grünen Anzug und er sagt, es hängt sehr viel davon ab. Ein anderes Mädchen, Marie, hat auch schon gespielt und wird Celeste helfen. Alles wirkt etwas verträumt, unwahrscheinlich und märchenhaft. Wer ist diese Celeste, zu der die anderen Marie sagen? Und warum soll sie in der Oper tanzen, wo sie doch gar nicht tanzen kann? Warum paßt ihr Kostüm nicht so perfekt wie es sollte?
Es hat etwas gedauert bei dieser Geschichte, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dann war ich dort, in dieser Welt, die so ein bißchen verschoben wirkt. Es ist eine Welt des Theaters, der großen Aufführungen, es gibt einen König und verschwindene Schiffe. Es gibt einen Blinden, der so viel besser sieht als viele andere.
Auch wenn am Ende des Buches einige Fragen für mich offen blieben, hat mich diese Geschichte total verzaubert. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen, sie schafft es wahrhaft magische Bilder zu zaubern. Die Altersempfehlung würde ich eher höher als zwölf ansetzen, da man am Beginn etwas Durchhaltevermögen braucht.

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Veröffentlicht am 09.08.2021

Gesundheit in vielen Themen

Der neue Optimismus – Die Gesundheit der Zukunft
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«Der neue Optimismus – Die Gesundheit der Zukunft» ist die Ausgabe von 2021 der Sanitas Health Forecast Studienergebnisse der Schweizer Krankenversicherung. Es ist ein sehr hochwertiges Buch mit vielen ...

«Der neue Optimismus – Die Gesundheit der Zukunft» ist die Ausgabe von 2021 der Sanitas Health Forecast Studienergebnisse der Schweizer Krankenversicherung. Es ist ein sehr hochwertiges Buch mit vielen Beiträgen, Informationen und Fotos geworden. Über 400 Seiten geht es hier um Körper, Geist, Sexualität und unsere Umwelt. An diesem Buch hat ein Team aus rund 30 unabhängigen Journalistinnen und Journalisten gearbeitet und in Befragungen und Gesprächen mit Experten und ganz normalen Bürgern und auch in Selbstversuchen ein ziemlich umfassendes Bild geschaffen.
Ich bin begeistert, wie umfassend die Informationen in diesem Buch sind und wie toll die Texte aufgearbeitet wurden. Durch die vielen Infografiken, Bilder, Interviews, Ratschläge und Expertentipps hat es sehr viel Spaß gemacht, diese Menge an Wissen aufzunehmen.
Für mich ist dieses Buch sher gut geeignet, um sich zu informieren und es dann immer mal wieder aus dem Regal zu holen, um etwas nachschlagen zu können. Absolute Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Vom Weiterleben

Niemehrzeit
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In "Niemehrzeit" von Christian Dittloff schreibt der Autor über das Jahr in seinem Leben, in dem er zuerst seinen Vater und dann auch noch seine Mutter verlor. Er nimmt uns mit auf seinem Weg der Trauer, ...

In "Niemehrzeit" von Christian Dittloff schreibt der Autor über das Jahr in seinem Leben, in dem er zuerst seinen Vater und dann auch noch seine Mutter verlor. Er nimmt uns mit auf seinem Weg der Trauer, der Erinnerungen und des Schmerzes und das macht er auf eine ganz persönliche, emotionale Art und Weise.
Die Sprache in diesem Buch ist sehr poetisch, aber auch kraftvoll und ehrlich, die Art seines erzählens wird in mir auf jeden Fall noch länger nachhallen. Das Buch ist nie kitschig und will kein Mitleid, es beschreibt schonungslos Gefühle und Gedanken, die unter die Haut gehen.
Die Kapitel sind kurz, damit hat man immer wieder die Zeit innezuhalten, den Worten nachzusinnen, zu reflektieren. Dabei sind die einzelnen Kapitel sehr abwechslungsreich gestaltet, ich mochte die Listen, die Vater und Mutter beschrieben sehr, sie waren ehrlich und doch betroffen machend.
Das Buch kann eine heilsame Lektüre sein für Menschen nach Verlusten, aber auch in anderen Lebenssituationen kann man sehen, wie man Gefühle zuläß, lebt und damit verarbeitet. Dieses Buch werde ich sicher noch öfter zur Hand nehmen, um darin zu lesen.
Ich empfinde tiefen Respekt für den Autor, wie er es schafft, die tiefe Liebe zu seinen Eltern, den Schmerz über den Verlust, die Lücken in den Erinnerungen, all das Ungesagte der Lebensjahre in eine so wertvolle Lektüre zu verwandeln.

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