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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2021

Fuzzie

Flauschig
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Meine Meinung und Inhalt

"He, da bist du ja endlich! Ich bin so froh, dass du dich für mich entschieden hast. Obwohl ich gerade erst in deinen Händen liege, habe ich das Gefühl, dich schon seit Ewigkeiten ...

Meine Meinung und Inhalt

"He, da bist du ja endlich! Ich bin so froh, dass du dich für mich entschieden hast. Obwohl ich gerade erst in deinen Händen liege, habe ich das Gefühl, dich schon seit Ewigkeiten zu kennen." (ZITAT)

Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut und die Handlung ist wirklich kreativ und toll umgesetzt. Die Story, gepaart mit dem guten Schreibstil ist leicht, aber trotzdem so gehaltvoll, dass man an der einen oder anderen Stelle innehalten muss um darüber nachzudenken. Oftmals musste ich auch schmunzeln.

Florence, Maisie, Stephan und Diek, alle sind mehr oder weniger unglücklich, im Grunde also ganz normal. Sie vermissen etwas, wissen jedoch nicht so genau, was, bis sie, jeder für sich, eines Tages auf einen kleinen flauschigen Ball stoßen: Fuzzie.

"Ich stecke nicht in deinem Kopf, ich bin kein Teil von dir, und doch bin ich fest mit dir verbunden. Ich gehe nicht weg, solange du willst, dass ich bleibe. Und, ja: Ich kann mir gut vorstellen, dass du an mir zweifelst." (ZITAT)

Jeden Tag erzählt Fuzzie ihnen Geschichten, Geschichten über Liebe und Verlust, über Träume und Einsamkeit, Geschichten, in denen sich jeder wiederfindet. Sie hören ihrem kleinen Ball zu, sie tun, was er sagt.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und kann es wirklich weiterempfehlen.

Hanna Bervoets, geboren 1984, schreibt Romane, Kolumnen und Drehbücher. Für ihre Romane wurde sie mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter dem Opzij-Literaturpreis für das beste Buch einer niederländischen Autorin und dem BNG Neuer Literaturpreis 2016. 2017 erhielt Hanna Bervoets für ihre Romane den Frans-Kellendonk-Preis.

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Veröffentlicht am 10.08.2021

Spurensuche

Das Gewicht aller Dinge
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Meine Meinung und Inhalt

"Natürlich war das alles etwas Besonderes, etwas, das sich im Grunde nicht erklären ließ. Außer man ließ es zu, an ein Wunder zu denken." (ZITAT)


Cover, Klappentext und ...

Meine Meinung und Inhalt

"Natürlich war das alles etwas Besonderes, etwas, das sich im Grunde nicht erklären ließ. Außer man ließ es zu, an ein Wunder zu denken." (ZITAT)


Cover, Klappentext und Titel sind wirklich perfekt gewählt. Mich konnte dieses Buch berühren und fesseln zugleich. Die Geschichte um die junge Frau ist sehr faszinierend. Man fragt sich als Leser, wer sie ist und woher sie kommt. Sie selbst hat keine Erinnerungen, löst jedoch bei jedem, dem sie begegnet, Erinnerungen aus. Ihre Spurensuche wird zum Sammeln fremder Lebensgeschichten.

Alles war ein Teil von ihr. Und sie war ein Teil dieser Dinge. Nur, dass sie fehlte. Das Bild ließ sich nicht mehr zu einem Ganzen zusammenfügen. Ihr Fehlen schmerzte." (ZITAT)

Die Menschen, die ihr begegnen in ihr, sie berührt sie tief im Inneren, sie erinnert sie an Familienmitglieder, Freunde, Bekannte. Sie ist eine gute Zuhörerin und selbst verschlossene Charaktere beginnen, sich ihr gegenüber zu öffnen, sie vertrauen ihr und schütten der mysteriösen Unbekannten ihr Herz aus. Doch oft stößt sie auch gerade deshalb und wegen ihrer Talente auf Zweifel, Ablehnung und Misstrauen.

"War es nicht seltsam, wie sie sich die Geheimnisse eines jeden von ihnen erschlich, ohne selbst auch nur das allerkleinste Detail von sich preiszugeben? Woher kam sie eigentlich? War es nicht ungewöhnlich, dass ein solches Sprachtalent putzen ging? Und war sie nicht sowieso in allem etwas wunderlich?" (ZITAT)

Je tiefer sie in die Leben der anderen eintaucht, desto intensiver kommt sie dem Leben selbst auf die Spur. Und mit der Erkenntnis, dass allem ein Gewicht anhaftet, steht sie schließlich vor der Entscheidung ihres Lebens.

Leseempfehlung meinerseits!

Zu meinem Lebenslauf gibt es eine offizielle und eine inoffizielle Variante. Hier kommt die Offizielle: 1967 geboren in Trier, aufgewachsen in Mainz, Magisterstudium in den Fächern Romanistik, Slawistik und Mittlere/Neue Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und an der Université de Bourgogne in Dijon. Nach dem Magisterabschluss Einstieg ins Berufsleben. Seit 2000 arbeite ich bei einem großen Fachzeitschriftenverlag in Frankfurt/Main. Und zur Inoffiziellen gelang ihr über meine Homepage unter www.britta-roeder.de.

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Veröffentlicht am 06.08.2021

#vorsichtlustig

Instagrammatik
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Meine Meinung und Inhalt

"Und nun wischen Sie nach rechts für eine Doppelstunde »Instagrammatik«: das pädagogische Regelwerk für die Welt von morgen, der Spickzettel für digitale Stressmomente, ein ...

Meine Meinung und Inhalt

"Und nun wischen Sie nach rechts für eine Doppelstunde »Instagrammatik«: das pädagogische Regelwerk für die Welt von morgen, der Spickzettel für digitale Stressmomente, ein vitaminreicher Multimedial-Sa t für User, deren Avatare Cordjackett tragen." (ZITAT)

Seitdem ich Herrn Schröder mit seinem "Soloprogramm »World of Lehrkraft« live gesehen habe bin ich wirklich ein Fan von seinem Humor.

"Instagrammatik" konnte mich wirklich gut unterhalten und oft zum Lachen bringen. Schröder glänzt mit Wortgewandtheit und Komik.

"Gott, euch muss das Rumtollen ja fehlen und alles, so Unterricht ohne Spuckrohr und Tafelschwamm, was soll das sein? So verrückt: Es ist das erste Schuljahr mit digitalem Klassenbuch. Ohne haptische O line-Version! Nix mehr zum Blättern, Knicken und Wütend-auf-das-Pult-Knallen. Wisst ihr, wie viele Ausdrucksmöglichkeiten mir da verloren gehen?" (ZITAT)

Genre:Humor, Blödsinn

Alles ist neu in der Helene-Fischer-Gesamtschule, denn zum Schrecken des Cholerikums gibt es eine neue Schulleiterin, die ein digitales Update im Gepäck hat. G8 trifft auf 5G: Der Medienwagen hat jetzt Netflix, die Schulbücher gibt's als Podcast, die Referate werden per Videokonferenz gehalten. Doch es gibt auch positive Aspekte: Mithilfe von Youtube-Tutorials wird endlich der Lehrermangel ausgeglichen, und die Schüler*innen haben keine Angst mehr vor Mathe: der Dreisatz in zwei Sätzen.
Selbst Herr Schröder, der gerade zum ersten Mal eine Dienst-E-Mail verfasst hat, wittert Pionierluft und möchte Klick-Millionär werden – Opa-Gangnam-Style. Und seine Klasse soll dabei helfen: Was ist eigentlich TikTok? Warum gibt’s den Link in Bio – und nicht in Deutsch? Und was ist ein Shit-Storm? Das alles wird Herr Schröder am eigenen Leib erfahren.

Tolles Cover, unterhaltsamer Text -> klare Leseempfehlung meinerseits!

JOHANNES SCHRÖDER ist studierter Deutschlehrer und Comedian. Was sich wie ein Widerspruch anhört, steht letztlich in einem direkten, kausalen Zusammenhang. Nach zwölf Jahren Schuldienst tourte „Herr Schröder“ mit seinem ersten Soloprogramm „World of Lehrkra t“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, war in diversen TV-Formaten zu Gast (Markus Lanz, NDR Talkshow u.v.m.) und feierte seine erste SoloAusstrahlung bei RTL. 2019 verö fentlichte der Comedian sein erstes Buch World of Lehrkra t – Ein Pädagoge packt aus, welches ein SPIEGEL-Bestseller wurde. Seit Sommer 2021 ist Herr Schröder mit seinem zweiten Comedy-Programm „Instagrammatik“ unterwegs. Hier dreht sich alles um die Frage, was Schule im digitalen Zeitalter braucht, was Lernen im Kern ausmacht und wer am Ende alles nachsitzen muss.

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Martin und der schwarzen Hahn

Junge mit schwarzem Hahn
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Meine Meinung und Inhalt

„Seine Augen sind sehr schön. Das fällt gleich auf. Dunkel und geduldig. Alles an ihm wirkt ruhig und bedacht. Und das macht ihn den Leuten im Dorf unbequem. Sie haben es ...

Meine Meinung und Inhalt

„Seine Augen sind sehr schön. Das fällt gleich auf. Dunkel und geduldig. Alles an ihm wirkt ruhig und bedacht. Und das macht ihn den Leuten im Dorf unbequem. Sie haben es nicht gern, dass einer zu lebendig ist oder zu ruhig. Derb können sie verstehen. Verschlagen auch. Aber das Bedächtige im Gesicht eines Elfjährigen, das mögen sie nicht. Und dann natürlich der Hahn. Den hat der Junge immer dabei. Auf der Schulter hocken. Oder im Schoß sitzen. Verborgen unter dem Hemd. Wenn das Vieh schläft, sieht es aus wie ein alter Mann, und alle im Dorf sagen, es wäre der Teufel.“ (ZITAT)


In einer Zeit voll Aberglauben und Tyrannei macht sich ein Junge mit reinem Herzen auf, die Hoffnung zu suchen.

Stefanie vor Schulte, 1974 in Hannover geboren, ist studierte Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Marburg. ›Junge mit schwarzem Hahn‹ ist ihr erster Roman.

„Was die sich traut, denkt Martin. Schon allein deswegen muss man sie ein ganzes Leben lang beschützen, um ihr dabei zuzuschauen, wie sie sich Sachen traut. Der Maler lacht. Ihm gefällt es hier. Er zwinkert der Franzi zu. Die ist aber nicht so eine und zwinkert nicht zurück.“ (ZITAT)

Die Autorin schreibt aus der Sicht von Martin, dem Protagonisten, welcher nichts besitzt bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich.

Als Martin die Chance ergreift und mit dem Maler zieht, führt dieser ihn in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mitgefühls und Verstandes widerstehen kann und zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er.

Der Schreibstil ist anders und sehr angenehm. Man kann sich sofort in die Situationen hineinfühlen und der Beginn ist mit dem fehlenden Schlüssel zur Kichentür gleich humorvoll dargestellt.
Das Cover finde ich auch sehr passend und schön gewählt.

Für mich eine klare Leseempfehlung für das mitreißende ausdrucksstarke Debüt von Sefanie vor Schulte.

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Zwei Türen. Kein Ausweg.

Ausweglos
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"Also laufe ich. Immer weiter. Durch Straßenschluchten, Gewerbeparks und verfallene Lagerhäuser. Ich weiß nicht, wo ich bin, weiß nicht, wie ich hierhergekommen bin oder wie ...

Meine Meinung und Inhalt

"Also laufe ich. Immer weiter. Durch Straßenschluchten, Gewerbeparks und verfallene Lagerhäuser. Ich weiß nicht, wo ich bin, weiß nicht, wie ich hierhergekommen bin oder wie lange meine Beine mich noch tragen werden. Aber ich weiß, dass ich laufen muss, nicht anders kann. Denn  Stunden und  Minuten nach ihrem Tod liegt die Last schwerer auf mir denn je." (ZITAT)

Dieses Buch war wirklich super fesselnd, voller unerwarteter Wendungen, einem hübschen Cover und einem perfekten, rasanten Katz-und-Maus-Spiel.

Faber hat mir mit seinem Debüt wirklich spannende Lesestunden bescheren können. Er schreibt klar und ohne Schnörkeleine und hält kontinuierlich die Spannung.

"Das scharlachrote, feucht glänzende Laken und das leichenblasse Bein, an dem es klebt. Und mein letzter Gedanke, bevor ich wieder zurück in die Ohnmacht sinke: Vielleicht ist das doch die Hölle." (ZITAT)


Vor Jahren hielt eine Mordserie Hamburg in Atem. Jetzt gibt es erneut eine Tote: Wieder fehlt der Ringfinger, wieder trägt die Tat die blutige Handschrift des Killers.

Doch diesmal gibt es einen Zeugen, er wohnt Tür an Tür mit dem Opfer. Kommissar Blom ist fest entschlossen, den Mörder endlich zu fassen. Aber je tiefer er sich in den Fall verstrickt, desto mehr verschwimmen die Grenzen.


Was ist Wahrheit, was Lüge? Wer ist Freund und wer Feind? Und vor allem: Wer ist Opfer und wer Täter?


Henri Faber, Jahrgang 1986, geboren und aufgewachsen in Niederösterreich, Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft, lebt als Autor und Texter in Hamburg. ›Ausweglos‹ ist sein Debüt als Thrillerautor.

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