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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2021

Süßgift

Süßgift
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Ein ländlich urbanes Städtchen, das von seinen Marillenprodukten und der herrlichen Marillenblüten lebt und deswegen ein Fremdenverkehrsanziehungspunkt ist. Doch die Idylle wird plötzlich gestört, als ...

Ein ländlich urbanes Städtchen, das von seinen Marillenprodukten und der herrlichen Marillenblüten lebt und deswegen ein Fremdenverkehrsanziehungspunkt ist. Doch die Idylle wird plötzlich gestört, als ein anonymer Briefeschreiber die Behauptung aufstellt, ein junger Mann wäre in einem Hotelzimmer ermordet worden. Kurz darauf bricht eine junge Touristin im örtlichen Fitnessstudio tot zusammen. Dies ist nun ein Fall für die Kripo, denn weitere Tote folgen. Die junge Kommissarin Ricarda setzt alle Hebel in Bewegungen. Dabei bedient sie sich nicht immer den gesetzlichen Vorschriften und überspringt so manchen Dienstweg, sehr zum Leidwesen ihres Vorgesetzten. Gunther steht kurz vor der Pensionierung und ist das, was man einen "faulen Beamten" nennt. Am liebsten sitzt er am Schreibtisch ohne Aufregung. Mit der modernen Technik steht er eh auf Kriegsfuß. Ricarda sticht in ein Wespennest und so mancher unbescholtener Bürger des Städtchens scheint keine weiße Weste zu haben. Es werden so manche Spuren gelegt, die sich aber verzetteln oder dann beim weiteren Betrachten als falsch erweisen. Ein Buch, das sich sehr gut und vor allem sehr schnell liest. Man hat verschiedene Verdächtige und Ricarda kennt bei ihren Ermittlungen keine Gnade. Besonders gut ist der Schlagabtausch der beiden Kollegen Gunther und Ricarda. Ic mußte immer wieder schmunzeln, erinnert mit doch Gunter in seiner ganzen Art und Weise an einen früheren Kollegen von mir. Der Krimi hat sich auch der allgemeinen Situation angepaßt und auch Corona mitspielen lassen. Das Buch kann ich nur empfehlen. Interessant, spannend, spritzig und witzig zugleich. Das Cover zeigt eine ländliche Ortschaft, eingerahmt in einem, rot-weißen Geschenkband mit Schleife.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Prost auf die Wirtin

Prost, auf die Wirtin
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Wer auf alpenländisches Szenario Wert legt, der ist mit diesem Krimi bestens beraten. Urig, witzig und sehr spannend. Hauptkommissar Tischler läßt sich von der Hauptstadt aufs Land in in das beschauliche ...

Wer auf alpenländisches Szenario Wert legt, der ist mit diesem Krimi bestens beraten. Urig, witzig und sehr spannend. Hauptkommissar Tischler läßt sich von der Hauptstadt aufs Land in in das beschauliche Brunngries versetzen. Sein Dienst hat eigentlich noch gar nicht begonnen, da wird er schon zu einem Mordfall gerufen. Die fesche Leidingerin, Wirtin vom Brunnen, wir dim Wald erschossen aufgefunden. Rätsel geben die beiden Koffer auf, die sie bei sich hatte. Schnell wird ihr Ehemann verdächtigt, der ein gewalttätiger Alkoholiker ist und ein Arsenal an Waffen besitzt. Aber bei der Vernehmung verhalten sich der italienische Koch und die tschechische Bedienung sehr merkwürdig. Und dann gibt es das Metzgerehepaar, auch die scheinen so ihre Heimlichkeiten zu habe. Jedenfalls lockt uns der Autor mit so einigen Verdächtigen, die aber allesamt sich als Fake erweisen. Wunderbar spritzig finde ich den Schlagabtausch zwischen Tischler und dem jungen Beamten Fink. Er erscheint übereifrig, aber gerade deshalb gelingt ihm so mancher Fauxpax. Tischler liebt seinen alten Jaguar und Fink wird man nie ohne seinen Trachebjanker antreffen. Die Dorfbewohner werden hier so richtig schrullig als Nebendarsteller aufgeführt, do dass man sich so manches Mal das Lachen nicht verkneifen kann. Die Ausdrucksweise ist klar und einfach und mit guten bayerischen Sätzen aufgelockert. Das Cover ist Bayerisch:: A Mass, a Dackel, a Herzerl. Ein Hirschgeweih an der Wand darf natürlich nicht fehlen, Inzwischen sind zwei weitere Bände des Ermittlerduos Tischler/Fink erschienen, die dem ersten Band an nichts nachstehen

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Die Hebamme

Die Hebamme
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Ein Buch, dass über eine Frau erzählt, die vor 200 Jahren in Norwegen gelebt hat. Marta Kristine ist ein für die damalige Zeit sehr waches Mädchen und in der Schule tut sie sich wahnsinnig leicht. Sie ...

Ein Buch, dass über eine Frau erzählt, die vor 200 Jahren in Norwegen gelebt hat. Marta Kristine ist ein für die damalige Zeit sehr waches Mädchen und in der Schule tut sie sich wahnsinnig leicht. Sie verbringt viel Zeit mit Hans, einem Bauernsohn, während sie nur eine Kleinhäuslertochter ist. Und irgendwann setzt sie sich zum Ziel, Hebamme zu werden. Doch das ist für ein Mädchen von ihrer Herkunft nicht einfach. Als Hand vom Krieg kommt, hält er um ihre Hand an. Trotz Kinder erlaubt er ihr, zur Hebammenausbildung in die Hauptstadt , die 600 km entfernt ist, zu gehen. Doch zuerst tut sie sich wahnsinnig schwer und die Frauen lehnen sie ab. Trotz ihrer 11 Kinder, von denen nicht alle überlebt haben, setzt sie sich durch bei den gebärenden Frauen. Ihr Mann ist seit dem Krieg seelisch krank, geht keiner geregelten Arbeit nach und das Geld ist immer sehr knapp. Hier wird des Leben der Ururgroßmutter des Autors geschrieben. Teils hat er sich an die geschichtlichen und tatsächlichen Gegebenheiten gehalten, teils hat er dabei seine künstlerische Ader spielen lassen. Das Buch ist sehr emotional und geht sehr in die Tiefe. Wir erleben die kargen Jahreszeiten, die lange Dunkelheit, den Mangel an allem. Aber Marta Kristina ist stark, sie findet immer einen Weg, dass es ihren Kindern gut geht und sie und ihr Mann lieben sich bis zur letzten Stunde, es gib kein böses Wort. Sehr zielstrebig hat sie ihren Beruf angepackt und sie ließ keine Niederlage gelten. Die Protagonisten, egal ob die Eltern, die Kinder, Schwager und Ehemann sind derart gut beschrieben, dass man sich als Leser selbst ein Bild machen kann. Der Autor schreibt sehr gepflegt und in wunderbarer literarischer Form. Man ist von dem Geschriebenen total gefangen, bekommt man doch eine wirkliche gute Einsicht in das Leben während des gesamten 18.Jahrhunderts. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die einzelnen Kapitel sind nochmals in Unterabschnitten eingeteilt und man tut sich mit dem Lesen relativ leicht. Das Leben in dieser Zeit ist gekonnt in Szene gesetzt. Auch der Bucheinband ist gekonnt ausgewählt. In Sepiafarben zeigt es eine Frau in einem Boot, im Hintergrund ein teilweise mit Schnee bedecktes Felsmassiv. Ich bin total begeistert.

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Veröffentlicht am 03.08.2021

Die Gärten von Heligan

Die Gärten von Heligan - Spuren des Aufbruchs
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Dieses Buch hat mich hellauf begeistert und ich habe den Schmöker innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Das Buch erzählt in zwei Handlungssträngen. Einmal im heute und dann geht es zurück auf die Zeit um ...

Dieses Buch hat mich hellauf begeistert und ich habe den Schmöker innerhalb kürzester Zeit ausgelesen. Das Buch erzählt in zwei Handlungssträngen. Einmal im heute und dann geht es zurück auf die Zeit um 1791. Lexi hat London fluchtartig verlassen und hat in Cornwall vorerst eine neue Bleibe gefunden. Sie hat sich eine neue Identität zugelegt, nachdem sie sichvon ihrem toxischen Freund getrennt hat, damit er sie nicht findet. In den Gärten von Heligan findet sie Arbeit. Denn demnächst wird hier ein Jubiläum gefeiert, für das sie alles vorbereiten soll. Jetzt gehen wir ins Jahr 1791 zurück. Die beiden Schwestern Damaris und Allie sind Schwestern und haben bei ihrem Cousin Henry eine neue Heimat gefunden. Bei einem ihrer Streifzüge am Strand finden sie einen halbtoten Schiffsbrüchigen, der auf Henrys Landgut wieder aufgepäppelt wird und in den sich Damaris unsterblich verliebt. Henry ist ein großer Gartenliebhaber und möchte um seinen Landsitz einen besonderen Park anlegen. Damaris begleitet ihn bei seinen Besichtigungsfahrten, da sie sehr gut zeichnen kann. Und so entstehen langsam die Gärten von Heligan und der Kreis schließt sich. Die Autorin schreibt sehr anschaulich und besonders interessant. Eine besondere Würze bekommt das Buch dadurch, dass man sich einmal in der Neuzeit befindet, dann wieder über 200 Jahre zurückgeht. Das Leben auf das Landgut wird sehr bildlich beschrieben, die Protagonisten werden derart wirklichkeitsnah dargestellt, so dass man meint, sie persönlich zu kennen. Und beiden Teile verbergen ein großes Geheimnis, das aber erst im Laufe der Trilogie entschlüsselt werden kann. Hat man sich einmal eingelesen, verfällt man sofort dem Zaubert von den Lost Gardens of Helgan. Aber man ist auch sehr interessiert daran zu erfahren, weshalb sich Lexi vor ihrem Freund verstecken muß. Das Cover allein schon läßt das Herz eines Jeden höher schlagen, ein altes Gutshaus und jede Menge blühende Sträucher und Blumen in den buntesten Farben. Ich muß gestehen, dass ich bis daher von Cornwall nicht allzuviel wußte. Nur das, was Rosamunde Pilcher geschrieben hat. bIS Dato kannte ich die Gärten von Heligan nicht und hatte bisher auch davon nichts gehört. Und nicht um sonst sagt man, dass Lesen bildet. Ein Buch, bei dem man die Welt um sich herum vergißt und in Gedanklen selbst in den Gärten wandelt.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Schwedensommer

Schwedensommer
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Ich liebe die skandinavischen Länder wie auch die Krimis, die dort spielen. Haben mich schon als Kind die Bücher von Astrid Lindgren fasziniert, so liebe ich als Erwachsene die Krimis, die sich dort abspielen. ...

Ich liebe die skandinavischen Länder wie auch die Krimis, die dort spielen. Haben mich schon als Kind die Bücher von Astrid Lindgren fasziniert, so liebe ich als Erwachsene die Krimis, die sich dort abspielen. Denn diese sind besonders brutal und sehr sehr interessant. Jesper Lund ist das Synonym für Jobst Schlennstedt, dessen Krimis ich bisher alle verschlungen habe. Auch dieses Buch um den Kriminalkommissar Niklas Zetterberg und seiner Kollegin Emma Steen steht diesen auf keinem Fall hinterher. Nahe der Öresundbrücke an der Küste Malmös wird ein Toter aus dem Wasser gefischt. Ein LKW-Fahrer hat vor ein paar Tagen beobachtet, wie eine Person eine Leiche ins Wasser gleiten geworfen hat. Bie dem Toten scheint es sich um den steinreichen Reeder Lennard Fogeklou handeln, aber seine Sekretärin sagt aus, dass er am Tag vorher noch in seinem Büro war. Und dann erhält seine Ehefrau ein Paket mit einem abgetrennten Finger. Die Ermittlungen gestalten sich als äußerst schwierig. Der Reeder war Öffentlichkeitsscheu und es existieren fast keine Fotos von ihm. Mit seiner Schwester und den um einige Jahre jüngeren Bruder Olof hatte er so gut wie keinen Kontakt, sein Zwillingsbruder Hans hat seinen Wohnsitz und seine Firma schon seit vielen Jahren in Deutschand. Doch dann meldet sich der Entführer, Lennart lebt: Wochen vorher erhielt er schon Erpresserbriefe von der politischen Gruppierung 89. Die Zeit drängt, denn die Entführer meinen es ernst. Ich finde es sehr gur, dass auch auf die Probleme und menschlichen Schwächen der Ermittler eingegangen wird. Neben der stressigen Situation, den Entführten zu retten, hat Niklas Probleme mit seiner psychich Kranken Ex-Lebensgefährtin. Sie macht ihm das Leben zur Hölle, was das ganze Buch irgendwie auflockert, da ja auch die Kriminalisten keine Supermänner sind, sondern Menschen mit ihren eigenen Problemen. Das Buch hat mich total geflasht, der Autor hat es praktisch fast bis zum Schluß verstanden, den Entführer neben uns zu zeigen, ohne dass wir auf dessen Straftat gekommen wären. Der Autor ist mir als besonders begabter Kriminalist bekannt und ich wurde bisher von keinem seiner Bücher enttäuscht. Das Buch hat der Emons-Verlag gerausgegeben und das Cover zeigt uns das typische rote Schwedebhaus und man meint, jeden Augenblick muß Michel aus Lönneberga seinen Kopf herausstrecken.

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