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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2021

Tragikomisch

Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García
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Moritz Rinkes Debütroman , Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, war schon ein Leseerlebnis. Deshalb wollte ich den neuen Roman „Der längste Tag im Leben des Pedro Fernandes Garcia“ auch unbedingt ...



Moritz Rinkes Debütroman , Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, war schon ein Leseerlebnis. Deshalb wollte ich den neuen Roman „Der längste Tag im Leben des Pedro Fernandes Garcia“ auch unbedingt lesen.
Der Autor versteht es eine tragikomische Geschichte mit Sprachwitz zu einer guten Roman zu bringen.
Auf Lanzarote hat der Postbote Pedro in seinem Bezirk nicht mehr viel zu tun. Es gibt fast nur Werbeprospekte und Mahnungen.
Sein Lichtblick ist sein kleiner Sohn Miguel.
Dann verlässt ihn seine Partnerin mit dem Jungen, das ist für Pedro das schlimmste.
Mit seinem Freund Tenaro gibt es interessante Dialoge. Dem fallen immer wieder obskure Dinge ein. Er ist ein arbeitsloser Fischer, kommt aber mit aberwitzigen Ideen gut durch die Zeit.
Als plötzlich der Flüchtling Armoda in seiner Küche sitzt, ist das kuriose Team komplett.

Der Roman hat mich mit den vielen Wendungen und Aktionen total gut unterhalten.


Veröffentlicht am 19.08.2021

Ortschronik

Dunkelblum
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Die Schriftstellerin Eva Menasse hat den Roman „Dunkelblum“ kunstvoll gestaltet.
Dunkelblum ist eine österreichische Kleinstadt im Grenzgebiet. Die Einwohner werden über 60 Jahre lang begleitet.Zur ...



Die Schriftstellerin Eva Menasse hat den Roman „Dunkelblum“ kunstvoll gestaltet.
Dunkelblum ist eine österreichische Kleinstadt im Grenzgebiet. Die Einwohner werden über 60 Jahre lang begleitet.Zur Nazuzeit waren viele Personen aktiv und auch danach verstanden die Schlimmsten es sich zu verstellen und waren wieder obenauf. Aber es gibt auch andere.
Aufgedeckt wird einiges, weil einer ein Ahnenforschung betreibt und weil sein Name oft vorkommt, kommt er auf die Idee eine Ortschronik zu schreiben.

Die Autorin schwingt ziemlich oft hin und her. Die Personen wechseln etwas viel, so das man mit den einzelnen Figuren nicht immer warm wird. Trotzdem ist es ein interessanter Roman, mit vielschichtigen Handlungen. Die Autorin verwebt menschliche und politische Katastrophen. Sie brilliert mit großer Erzählkunst. So ist gute Literatur.









Veröffentlicht am 14.08.2021

Die Geburt dieses Romans

Prima Aussicht
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„Prima Aussicht“ von der Schriftstellerin
Judith Poznan ist ein emotionelles ehrliches Buch über eine junge Familie.
Judith erzählt ihre Empfindungen. Mit ihrem Freund Bruno haben sie einen Sohn. Sie ...



„Prima Aussicht“ von der Schriftstellerin
Judith Poznan ist ein emotionelles ehrliches Buch über eine junge Familie.
Judith erzählt ihre Empfindungen. Mit ihrem Freund Bruno haben sie einen Sohn. Sie wünscht sich ein zweites Kind. Der Sohn wird immer nur der Junge genannt.

Den Sommer über wohnen sie in einem Wohnwagen. Die Stimmung ist gut. Judith benimmt sich manchmal ziemlich witzig.
Auf dem Campingplatz geht es gemütlich zu.

Sie will Schriftstellerin werden. Das hat sie ja jetzt geschafft. Sie schreibt locker und leicht mit frischem Stil. Der Roman unterhält gut.

Veröffentlicht am 13.08.2021

Brillant

Ein erhabenes Königreich
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Yaa Gyasi ist in Ghana geboren, ihre Eltern emigrierten mit ihr in die USA.
Schon mit ihrem Roman Heimkehren konnte sie mich berühren.

Ihr Roman „Ein erhabenes Königreich“ zeigt Eine Einwanderin aus ...


Yaa Gyasi ist in Ghana geboren, ihre Eltern emigrierten mit ihr in die USA.
Schon mit ihrem Roman Heimkehren konnte sie mich berühren.

Ihr Roman „Ein erhabenes Königreich“ zeigt Eine Einwanderin aus Ghana in Amerika, die alles für ihre Kinder macht. Sie ist
Krankenlegerin und wenn das Geld nicht reicht, geht sie auch noch putzen.
Die Protagonistin ist die Tochter Gifty
die ehrlich über alles spricht. Als Gifty in der 4, Klasse ist stirbt ihr Bruder. Darauf flüchtet sich die Mutter in Depressionen. Gifty wird den Sommer über nach Ghana geschickt, damit die Mutter genesen kann.

Als Gifty zurückkommt ist die Mutter nicht mehr die Alte und als Gifty studiert erkrankt sie wieder.

Die Autorin erzählt alles eindrucksvoll und bringt uns Giftys Emotionen nahe. Sie wird zu einer jungen Frau, die am Glauben hadert, obwohl sie mal sehr gläubig war.

Der Roman besticht durch seine patente Sprache und lässt den Leser in die Geschichte eintauchen.
Von Yaa Gyasi werde ich gerne weitere Romane lesen.

Veröffentlicht am 30.07.2021

Asiaten in Amerika im 19. Jahrhundert

Wie viel von diesen Hügeln ist Gold
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Die amerikanische Schriftstellerin C. Pam Zhang ist in China geboren.

In ihrem Roman „Wie viel von diesen Hügeln ist Gold“ beschreibt sie das Schicksal chinesischer Einwanderer in Amerika. In der Zeit ...



Die amerikanische Schriftstellerin C. Pam Zhang ist in China geboren.

In ihrem Roman „Wie viel von diesen Hügeln ist Gold“ beschreibt sie das Schicksal chinesischer Einwanderer in Amerika. In der Zeit des Goldrausch.
Die Waisen Judy und Sam, 11 und 12 Jahre alt, Brauchen 2 Silbermünzen, die sie dem toten Vater auf die Augen legen können.
Das ist ein Ritual aus China.

Sie verlassen den Ort, in dem der Vater eigentlich Gold finden wollte, es gab b aber nur Kohle. Sie werden viel angefeindet.

Die Autorin spielt mit den Worten, sie lässt Riten einfließen. Sie schreibt so real und beschönigt nichts.
Der Roman hat eine ernste Geschichte.
So ist gute Literatur.