Platzhalter für Profilbild

Yakko

Lesejury Star
offline

Yakko ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Yakko über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2022

Nicht überzeugend

Wie man sich einen Lord angelt
0

Kitty ist die älteste von fünf Schwestern und nach dem Tod ihrer Eltern für das Wohlergehen ihrer Schwestern verantwortlich. Ihr Vater hat jedoch eine Menge Spielschulden hinterlassen und dann platzt auch ...

Kitty ist die älteste von fünf Schwestern und nach dem Tod ihrer Eltern für das Wohlergehen ihrer Schwestern verantwortlich. Ihr Vater hat jedoch eine Menge Spielschulden hinterlassen und dann platzt auch noch die Verlobung zu einem reichen Mann aus gutem Hause. Doch Kitty hat einen Plan, wie sie genügend Geld für die Familie beschaffen könnte und begibt sich nach London.

Mich hat an dem Buch vor allem der Klappentext angesprochen, die Story erinnert mich sehr an die Serie Bridgerton und auch im Buch selbst gibt es einige Parallelen. Doch leider konnte mich das Buch insgesamt nicht wirklich überzeugen. Ich muss zugeben, dass das Genre neu für mich ist, auch wenn ich sonst viele Liebesromane lese. So war der Sprachstil passend zu der Zeit, aber für mich bis zum Schluss zu emotionslos. Es wirkt, als sei die Handlung lieblos nieder erzählt. Zumindest kam bei mir nichts an, leider.
Kitty als Protagonistin konnte mich nur zum Teil überzeugen. Einerseits mag ich ihre direkte, ehrliche Art und ihre Cleverness. Doch manchmal war es zu viel und das machte sie dann auch wieder unsympathisch. Lord Radcliffe ist eher unnahbar und man erfährt nicht wirklich viel von ihm

Insgesamt habe ich mir viel mehr von dem Buch erhofft. Der Klappentext, die Aufmachung des Buches - all das passt für mich nicht zum emotionslosen Erzählstil, auch wenn mir die Handlung als solches zugesagt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.01.2022

Potenzial verschenkt

Eine kurze Liste meiner Probleme (Mutter nicht mitgezählt)
0

Cressidas Leben verläuft nicht wirklich nach Plan, sie hat weder Job noch Geld, eine Familie, die sich viel zu sehr einmischt. Dann verstirbt noch ihre Mutter, zu der die Beziehung ohnehin immer schon ...

Cressidas Leben verläuft nicht wirklich nach Plan, sie hat weder Job noch Geld, eine Familie, die sich viel zu sehr einmischt. Dann verstirbt noch ihre Mutter, zu der die Beziehung ohnehin immer schon schwierig war. Cressidas Probleme gehen aber, so wie der Titel des Buches bereits andeutet, noch weiter.

Der Schreibstil ist einfach, jedoch passend zur Protagonistin. Irgendwie durcheinander und chaotisch, so als wäre man in Cressidas Kopf drin. Ich fand das Lesen zeitweise anstrengend, weil alles so schnell und turbulent wurde und ich mich gehetzt gefühlt habe.
Die Hauptfigur wirkt anfangs zwar etwas chaotisch und naiv, doch man merkt im Laufe des Buches, dass sie doch sehr interessant gestaltet wurde. Hintergrund ist hier eine toxische Mutter-Tochter-Beziehung, die Cressida auch nach dem Tod der narzisstischen Mutter stark beschäftigt.

Ich finde, die Geschichte hatte gerade durch die Beziehung zwischen Cressida und ihrer Mutter sehr viel Potenzial, weil so viele tiefe Konflikte auftauchen, die tatsächlich auch nach und nach aufgearbeitet werden. Es war sehr spannend zu beobachten, wie Cressida sich und ihr Leben reflektiert und sich weiter entwickelt, auch mit Hilfe ihres Therapeuten und der anderen Personen aus ihrem Umfeld.
Leider wird einiges des Potenzials verschenkt, weil das Buch an vielen Stellen zu gewollt witzig und unterhaltsam geschrieben wird. Für mich passt das nicht wirklich zusammen, ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht, mehr ehrlich gemeintes Drama und weniger Probleme, die mit (teils schlechtem) Humor überspielt werden. Daher war das Buch für mich insgesamt leider nur mittelmäßig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2021

Zu wild und durcheinander

Bis ans Ende aller Fragen
1

Maxi ist Mitte vierzig und träumt von einem Leben, das ihr vergönnt geblieben ist - eines mit einem Ehemann und Kindern. Stattdessen muss sie nun auch noch damit klar kommen, dass ihr Ex, der mit ihr keine ...

Maxi ist Mitte vierzig und träumt von einem Leben, das ihr vergönnt geblieben ist - eines mit einem Ehemann und Kindern. Stattdessen muss sie nun auch noch damit klar kommen, dass ihr Ex, der mit ihr keine Kinder wollte, plötzlich samt Baby mit seiner jüngeren Frau vor ihr steht. Dazu kommt, dass ihre Familie sie ständig zu verkuppeln versucht. Doch Maxis Nichte Summer scheint dann die Idee zu haben, den perfekten Mann für ihre Tante zu finden. So schleppt sie sie zu einer Trauergruppe, damit sie sich einen Witwer angeln kann. Doch ob dieser Plan tatsächlich aufgeht?

Dies ist das erste Buch des Autorenduos, das ich gelesen habe und habe war von Anfang an sehr angetan vom Schreibstil, der locker und witzig ist.
Die Story fand ich anfangs auch sehr witzig, Maxi war mir auf Anhieb sympathisch und ihre chaotische, lockere Art war sehr unterhaltsam. Sie scheint eine Art Midlife-Crisis zu haben, die dazu noch verstärkt wird, dass sie von beinahe jedem darauf hingewiesen wird, dass sie schon so "alt" sei und noch immer keinen Mann und keine Kinder habe.
Die Geschichte wird auch Maxis Perspektive erzählt, dazwischen finden sich immer wieder Tagebucheinträge der 14-jährigen Maxi, die ganz lustig geschrieben sind.
Die Idee mit der Trauergruppe wird ja bereits im Klappentext beschrieben und scheint zunächst witzig, wird aber ziemlich schnell nur noch unangenehm, weil die Lüge von Maxi nicht direkt aufgelöst wird. So verstrickt sie sich in weitere Lügen, sodass sie ihre anfängliche Sympathie nach und nach verspielt. Unglaubwürdig fand ich auch, dass Maxi selbst absolutes Klischeedenken an den Tag legt, obwohl sie genau das von ihrer Familie beispielsweise so ablehnt. Irgendwann ist ihr Verhalten fast schon nervig und überhaupt nicht altersgemäß.
Dazu kommt das Hin und Her um die Männer, die plötzlich alle um Maxi herum schwirren, teilweise so übertrieben und damit mehr als unglaubwürdig. Lediglich die Chemie zwischen ihr und Alex fand ich stimmig.

Insgesamt wird mir die Geschichte irgendwann einfach zu wild und übertrieben und wenig glaubwürdig. Maxi scheint immer mehr zum Teenager zu werden und die ursprüngliche Idee des Buches bezüglich der Trauergruppe scheint irgendwann auch gar keine Rolle mehr zu spielen. Das Buch ist zeitweise zwar unterhaltsam durch den Schreibstil, konnte mich aber dennoch nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2021

Hat mich nicht überzeugt

Und immer nur du
0

Fenja hat zusammen mit ihrem Vater mit 16 Jahren ihre Heimat verlassen, nachdem ihre Mutter untreu geworden war. Nach 14 Jahren und keinerlei Kontakt zu ihrer Mutter erfährt sie, dass diese verstorben ...

Fenja hat zusammen mit ihrem Vater mit 16 Jahren ihre Heimat verlassen, nachdem ihre Mutter untreu geworden war. Nach 14 Jahren und keinerlei Kontakt zu ihrer Mutter erfährt sie, dass diese verstorben ist. Sie kehrt zurück, um alle Angelegenheiten zu klären.

Dies ist das zweite Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und zunächst war ich sehr gespannt, da der Klappentext dem vorherigen Buch ("Wenn es uns gegeben hätte") sehr stark ähnelt. Doch auch wenn es einige Parallelen gibt, geht es dennoch in eine andere Richtung.
Die Autorin hat einen einfachen Schreibstil, dem es manchmal an Tiefe fehlt, sodass die Gefühle und Gedanken nicht immer bei mir angekommen sind.
Die Hauptfiguren sind ähnlich zum Vorgänger. Fenja ist eine unsichere, aber sympathische junge Frau, die durch den Tod ihrer Mutter und die Rückkehr in die Heimat plötzlich die gesamten letzten Jahre ihres Lebens infrage stellt. Über Elias erfährt man nicht besonders viel, auch er ist zwar sympathisch, aber eher unnahbar.

Die Handlung konnte mich insgesamt leider nicht wirklich überzeugen. Den Konflikt zwischen Fenja und ihren verstorbenen Eltern halte ich für wenig glaubwürdig. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine 16-Jährige von jetzt auf gleich den Kontakt zu ihrer liebenden Mutter abbricht, weil diese ihrem Vater vermeintlich untreu gewesen sein soll. Auf diesen Grundkonflikt stützt sich jedoch der Verlauf der weiteren Geschichte, das macht es schwierig, die Gedanken und Gefühle der Protagonistin zu verstehen. Einige Handlungen sind wenig nachvollziehbar (der Friedhofbesuch alias Elias' "Überraschung").
Auch die Entwicklung der gesamten Story bis hin zum Ende ist für mich nicht glaubwürdig, das erzeugte Drama zu gewollt und einfach nicht passend zum Geschehen. Es wirkt, als hätte die Autorin keine andere Idee gehabt, wie sie gegen Ende noch etwas Dramatik einbauen soll (der Wendepunkt wird bereits im Klappentext angedeutet).

Insgesamt war das Buch für mich gerade so mittelmäßig, ich würde es nicht weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2021

Eine zweigeteilte Geschichte

Wenn es uns gegeben hätte
0

Ela und Timo sind beste Freunde, doch kurz vor seiner Abreise nach Amerika gesteht Timo Ela seine Liebe. Und obwohl sie diese erwidert, sagt sie nichts und lässt ihn ziehen. Acht Jahre später taucht Timo ...

Ela und Timo sind beste Freunde, doch kurz vor seiner Abreise nach Amerika gesteht Timo Ela seine Liebe. Und obwohl sie diese erwidert, sagt sie nichts und lässt ihn ziehen. Acht Jahre später taucht Timo wieder auf und stellt Elas Leben auf den Kopf. Endlich lassen sie sich aufeinander ein, leider wird ihre Liebe jedoch durch das Schicksal auf die Probe gestellt.

Ich bin so hin und her gerissen von diesem Buch. Die erste Hälfte des Buches habe ich in einem Rutsch verschlungen, doch nach der dramatischen Wendung um Timos Krankheit, lag das Buch erst mal eine Weile da, das Interesse daran war plötzlich so stark ausgebremst.
Die Hauptfiguren sind sympathisch, wenn auch eher oberflächlich gezeichnet. Ela plagen übertriebene Ängste, während Timo nett und witzig ist, dennoch unnahbar wirkt. Nachdem beide zueinander finden, folgt schon die Wendung, Timo erkrankt sehr schwer. Ab hier ging es für mich nur noch bergab in der Geschichte, zu viel gewolltes Drama und wirklich miserable Dialoge. Gerade zwischen Ela und Timo geht es nur noch darum, wie sehr sie sich doch lieben und ihre Liebe eine zweite Chance bekommen hat. Es gibt kaum andere vernünftige Gespräche zwischen den beiden, nichts, dass bei mir irgendwelche Emotionen auslöst. Auch wenn der Schreibstil sonst insgesamt in Ordnung ist, sind die Dialoge auch zwischen den anderen Figuren sehr flach.
Dadurch wirkt die zweite Hälfte des Buches sehr zäh und langweilig und irgendwie musste ich mich überwinden weiterzulesen.

Insgesamt bin ich sehr enttäuscht von dem Buch, denn das Drama ab der zweiten Hälfte sorgt bei mir leider nicht für viele Emotionen und Spannung, so wie es vermutlich beabsichtigt war, genau das Gegenteil war der Fall. Trotzdem vergebe ich drei Sterne, da mir die erste Hälfte des Buches wirklich gut gefallen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere