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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2021

Schwierige Vergangenheit

Fanzi
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Als 3. Sohn einer Bauernfamilie hat Franz es nicht leicht. Seine Eltern haben keine Zeit sich um ihn und seine älteren Brüder zu kümmern. Als seine Schwester Elfie geboren wird, hat er endlich eine Aufgabe. ...

Als 3. Sohn einer Bauernfamilie hat Franz es nicht leicht. Seine Eltern haben keine Zeit sich um ihn und seine älteren Brüder zu kümmern. Als seine Schwester Elfie geboren wird, hat er endlich eine Aufgabe. Er kümmert sich rührend um seine kleine Schwester die ihn Fanzi nennt.

Bis die älteren Brüder in den Krieg ziehen und nicht mehr wiederkommen hat niemand Franz als Nachfolger des väterlichen Hofes im Blick. Nach dem Krieg übernimmt er den Hof und heiratet seine Bärbi. Er bleibt jedoch eigenbrötlerisch und in sich gekehrt. Jetzt ist Bärbi tot und Franz alleine auf dem Hof.

Das Buch ist in zwei Erzählsträngen geschrieben aus Sicht von Astrid der Nichte von Franz die als Biologin arbeitet und aus Sicht von Franz der sich an die Vergangenheit während der Nazidiktatur erinnert, die Abschnitte von Astrid wirken verwirrend.

Der Schreibstil ist nicht leicht. Fast ohne wörtliche Rede dafür mit ausführlichen Beschreibungen und teilweise noch im österreichischen Dialekt muss man sich beim Lesen ziemlich konzentrieren. Mit der Person von Astrid kann ich nicht warm werden, Franz Lebensgeschichte dagegen ist erschütternd und es wird deutlich das die Vergangenheit an seiner heutigen Persönlichkeit seinen Anteil hat.

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Veröffentlicht am 18.10.2021

Merkwürdige Zeitung

The Stranger Times
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Hannah Willis sucht nach der Trennung von ihrem Mann verzweifelt einen neuen Job. So gerät sie zu einem Vorstellungsgespräch in eine ehemalige Kirche, heute Redaktion der Stranger Times. Eine Zeitung die ...

Hannah Willis sucht nach der Trennung von ihrem Mann verzweifelt einen neuen Job. So gerät sie zu einem Vorstellungsgespräch in eine ehemalige Kirche, heute Redaktion der Stranger Times. Eine Zeitung die über alle möglichen und unmöglichen Dinge berichtet. Dort sind etliche merkwürdige Leute angestellt. Der Chef, Banecroft ist Alkoholiker und lebt in seiner Redaktion. Die Flüche werden von seiner ergebenen Sekretärin Grace gezählt. Ein anderer droht jede Woche nach der Redaktionssitzung damit sich vom Dach zu stürzen. Eine junge Ausreißerin hat ungewöhnliche Talente.

Das sind die Zutaten für dieses außergewöhnliche Buch voll mit britischem Humor. Wozu auch die Optik des Buches passt. Ein fester roter Einband mit dem Abbild einer Flasche und einem schwarzen Buchschnitt.

Der Schreibstil ist humorvoll aber nicht zu lustig. Auch ernste Themen werden angeschnitten. Die Personen und eingestreuten Zeitungsartikel skurril. Ein ungewöhnliches Leseabenteuer das sich gut lesen lässt.

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Verbotene Liebe

Greta und Jannis
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Greta lebt im letzten Dorf in den Bergen mit ihrer Tante Severine und kümmert sich um ausgesetzte Kinder. Jannis lebt alleine in der Stadt. Die beiden sind als Nachbarskinder aufgewachsen und fühlten sich ...

Greta lebt im letzten Dorf in den Bergen mit ihrer Tante Severine und kümmert sich um ausgesetzte Kinder. Jannis lebt alleine in der Stadt. Die beiden sind als Nachbarskinder aufgewachsen und fühlten sich als Geschwister. Naturgemäß verliebten sie sich ineinander. Doch diese Liebe darf nicht sein. In dem Buch wird auf ungewöhnliche Weise Vergangenheit und Gegenwart verwebt.

Im Einklang mit der Natur wird die Lebens- und Liebesgeschichte der beiden erzählt. Greta bleibt dem Dorf verbunden, Jannis zieht mit seinem Vater in die Stadt und heiratet dort. Nur hin und wieder fährt Greta in die Stadt und trifft ihre verbotene Liebe.

Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, es gibt keine wörtliche Rede und die Sätze sind sehr verschachtelt. Kein Buch das man schnell zur Entspannung lesen kann. Es hat einige Zeit gedauert bis ich mich in diesem Stück Poesie zurechtgefunden habe.

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Veröffentlicht am 17.09.2021

gefährliche Haarfarbe

Die Tote mit der roten Strähne
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Die polnisch stämmige Ermittlerin Betty Rhyzyk verschlägt es von New York nach Texas. Dort trifft sie auf Drogenkartelle, fundamentale Sekten und Stalker. Bei ihrem ersten Einsatz als Leiterin einer verdeckten ...

Die polnisch stämmige Ermittlerin Betty Rhyzyk verschlägt es von New York nach Texas. Dort trifft sie auf Drogenkartelle, fundamentale Sekten und Stalker. Bei ihrem ersten Einsatz als Leiterin einer verdeckten Ermittlung geht alles schief. Unbeteiligte Zivilisten werden getötet, ein Polizist verletzt und der gesuchte Boss eines Drogenkartells entkommt.

Damit hat sie einen schweren Stand bei ihrem Vorgesetzten und muss alles daransetzen den Boss des Drogenkartells zu finden. Während sie den Spuren folgt, macht sich ein anderer Täter auf den Weg um Betty zu folgen. Er macht ihr makabere Geschenke und tut alles ihre Aufmerksamkeit zu erwecken. Damit gerät nicht nur Betty in Gefahr sondern auch ihr Umfeld denn in dem eher konservativen Texas fällt Betty immer wieder auf, sie lebt mit einer Frau zusammen und hat leuchtend rote Haare.

Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig in der Gegenwartsform. Im ersten Teil lernt man die Protagonisten kennen was einige Längen hat. Erst im weiteren Teil kommt Spannung auf und die Kapitel enden mit etlichen Cliffhangern. Die Spannung bleibt so erhalten und man möchte schnell weiterlesen.

Ein eher ungewöhnlicher Thriller mit einer taffen Ermittlerin die ihren Weg in der von Männern dominierten Polizeiwelt gehen muss.

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Veröffentlicht am 04.09.2021

spannendes Familienpuzzle

Die andere Tochter
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Das Cover mit den Puzzleteilen ist schlicht und doch sehr passend für diesen Roman. Antonia arbeitet als Entrümplerin von Wohnungen Verstorbener. Bei einem Rundgang durch eine Wohnung kommt sie mit einer ...

Das Cover mit den Puzzleteilen ist schlicht und doch sehr passend für diesen Roman. Antonia arbeitet als Entrümplerin von Wohnungen Verstorbener. Bei einem Rundgang durch eine Wohnung kommt sie mit einer ätzenden Flüssigkeit in Berührung und verliert ihr Augenlicht. Durch eine Hornhaut Transplantation kann sie wieder sehen. Sie möchte der Mutter der verstorbenen Spenderin danken.

Und obwohl der Kontakt von Spender und Empfänger streng geregelt ist, erhält sie ein persönliches Schreiben der Mutter und trifft sich mit ihr in Frankfurt. Sie bietet sich an die Wohnung zu räumen und erhält so einen tiefen Einblick in das Leben der Verstorbenen und deren Familie. Sie hat Flashbacks und weiß nicht mehr wem sie noch trauen kann und am Ende gerät ihre eigene Familie in Gefahr.

Das Thema Organspende und die unterschiedlichen Traumata der Empfänger wird hier gut dargestellt. Die Geschichte ist sehr komplex mit unterschiedlichen und doch sehr nah beieinanderliegenden Zeitpebenen. Allerdings gibt es einige Längen und den Exkurs in den zweiten Weltkrieg und die Beutekunst hätte es nicht unbedingt gebraucht. Die Erklärungen am Ende waren sehr hilfreich um das Verhalten von Toni zu verstehen.

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