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Veröffentlicht am 17.02.2022

Ein erschütternder Jugendbuch Roman über Auschwitz Birkenau mit unpassendem Ausgang

Das rote Band der Hoffnung
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Wer sich schon einmal mit den Grauen des Holocaust beschäftigt hat sieht auf den ersten Blick worum es in diesem Buch geht. Die Gestaltung des Covers ist prägnant und typisch für Bücher die während dieser ...

Wer sich schon einmal mit den Grauen des Holocaust beschäftigt hat sieht auf den ersten Blick worum es in diesem Buch geht. Die Gestaltung des Covers ist prägnant und typisch für Bücher die während dieser Zeit spielen. Vielleicht auch ein wenig Einfallslos , wie ich Anfangs dachte. Doch eigentlich genau richtig, wie ich nach dem Lesen des Buches für mich entschieden habe. Im krassen Gegensatz dazu steht der Titel „Das rote Band der Hoffnung“.

Die Geschichte um die Protagonistin Ella ist rein fiktiv. Der Ort jedoch, an dem diese in Worte kaum zu fassende grausame Geschichte spielt ist real : Auschwitz – Birkenau. DAS Vernichtungslager der Nationalsozialisten während des zweiten Weltkrieges. Ich habe das Buch in einem Zug gelesen, und dennoch hat es in mir soviel bewegt, dass ich erst mit einigen Tagen Abstand meine Gedanken dazu in Worte fassen konnte.

Die Geschichte von Ella und ihren Leidensgenossinnin könnte ebenso real sein, wie die von Anne Frank. Da ich schon sehr viele Jahre Bücher über und aus dieser Zeit lese , und auch den geschichtlichen Kontext sehr gut kenne, kann ich sagen, dass dieser Roman sehr detailreich und authentisch geschrieben ist. Die Näherinnen von Auschwitz gab es wirklich. In diesem Buch wird Ella eine von Ihnen, und verschafft Ihnen damit nach so langer Zeit Gehör.
Auf der einen Seite erleben wir die Abgründe menschlichen Handelns in all seinen unbegreifbaren Facetten. Auf der anderen Seite jedoch erlebt der Leser in diesem Buch auch immer wieder die Menschlichkeit an diesem so unmenschlichen Ort. Wie ein kleiner Keim zieht sich dieser Funken Hoffnung durch das Buch . Während Ella sich von Tag zu Tag , von Stunde zu Stunde kämpft steht Rose an Ihrer Seite, die Bücher und Geschichten liebt, und Ihren Mithäftlingen so die Flucht in eine andere, menschlichere Welt ermöglicht. Rose dient meiner Meinung nach auch dazu um das Buch der Zielgruppe (Jugendliche ab Jahre) altersgerecht nahe zu bringen. Viele Begebenheiten in dem Lageralltag werden umschrieben und nicht in Ihrer gänzlichen und absoluten Brutalität dargestellt. Dieses Thema für Jugendliche aufzubereiten ist eine Gradwanderung die der Autorin jedoch recht gut gelungen ist.
Einzig und Allein beim Ende bin ich sehr enttäuscht gewesen. Es gibt ein Happy End, was grundsätzlich natürlich nicht negativ zu bewerten ist. Für mich endet dieser Roman jedoch dermaßen unrealistisch und überzogen positiv, das ich fassungslos zurück geblieben bin. Das Ende wird einem Märchen gerecht, aber nicht einem Jugendbuch über den Holocaust. Rose hätte dieses Ende so geschrieben, aber wenn wir doch ehrlich sind, hätte Rose in Birkenau nicht überlebt.

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Veröffentlicht am 20.10.2021

Ein emotionsgeladener , spannender Roman vor der Kulisse des 2. Weltkrieges

Wenn die Schatten einmal weichen
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"Wenn die Schatten einmal weichen" ist ein tiefgründiger Roman vor der Kulisse des 2. Weltkrieges, genauer gesagt vor der niederländischen Kulisse des besagten Krieges.

Im Mittelpunkt des Buches stehen ...

"Wenn die Schatten einmal weichen" ist ein tiefgründiger Roman vor der Kulisse des 2. Weltkrieges, genauer gesagt vor der niederländischen Kulisse des besagten Krieges.

Im Mittelpunkt des Buches stehen die 3 Frauen Lena, Ans und Mirijam, deren Schicksal unwiederbringlich miteinander verknüpft ist . Kurz bevor die Deutschen 1940 die Niederlande besetzen, macht sich Lenas Tochter Ans, auf in ein neues , unabhängiges Leben. Während Ihre Mutter die ländliche Idylle auf Ihren Hof niemals gegen ein anderes Leben eintauschen möchte und könnte, drängt es Ihre Tochter in die Großstadt Leiden. Dort trifft sie auf die Jüdin Mirijam, die gemeinsam mit Ihren Vater aus Deutschland geflohen ist und nun versucht sich in den Niederlanden ein neues Leben aufzubauen.

Thematisch sprach mich das Buch bereits nach Lesen des Klappentextes an. Ich hatte schon immer einen Faible für Bücher, die vor der Kulisse des 2. Weltkrieges spielen, in diesem Buch vor der Kulisse der Niederlande, die lange Zeit eher ein verklärtes Bild von sich als Nation und der Rolle im Nationalsozialismus hatten. Erst in den vergangenen Jahren setzen sich die Niederländer selbstkritisch und realistisch mit Ihrer Rolle im Nationalsozialismus auseinander und ich war gespannt wie Lynn Austin mit dieser Rolle in Ihrem Roman umgehen würde.




Der Einstieg in den Roman ist zu Beginn etwas holprig für mich gewesen.

Zunächst bin ich mit den kurzen Kapiteln und den immer wieder wechselnden Perspektiven nicht wirklich "warm" geworden. Die kurzen Kapitel machten es schwierig für mich Zugang zu den Charakteren zu finden. Doch bereits nach einigen wenigen Kapiteln änderte sich das. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, so dass man sich sehr gut auf die Handlung bzw. Die verschiedenen Handlungsstränge konzentrieren kann. Mir fiel es schwer die ganzen emotionalen Eindrücke zu verarbeiten. Obwohl die einzelnen Kapitel kurz und übersichtlich gehalten sind, fesseln sie einen zutiefst.

Die Atmosphäre des Buches ändert sich zetigleich mit den historischen Entwicklungen in den Niederlanden. Man spürt als Leser quasi zunehmends wie die Luft für die jüdische Bevölkerung im wahrsten Sinne des Wortes immer dünner wird. Man wird geradezu hineingezogen in einen Strudel aus Angst, Ungewissheit und den kleinen Funken Hoffnung, den sich die Menschen nicht nur in diesem Buch, sondern auch in der Vergangenheit bewahrt haben. Die Spannung nimmt im Laufe des Buches, der Handlung , ja dem Fortschreiten des Krieges immer weiter zu , doch hat mich das Ende dann doch ein wenig enttäuscht. Ohne allzu viel zu verraten kann ich sagen, dass es mir alles andere als realistisch vorkam, die meisten Leser das ende aber wohl als “schön” und versöhnlich empfinden werden.

Die Frage nach Gott und dem eigenen Glauben ist ein zentrales Thema des Buches. Dreh- und Angelpunkt ist das Gottvertrauen, welches mir selber fremd ist. Und auch mit einem enormen zeitlichen Abstand ist es mir ein Rätsel wie man nach dem zweiten Weltkrieg und der Vernichtung der Juden daran festhalten kann. Der Glaube der einzelnen Figuren steht im krassen Gegensatz zu dem beschriebenen Kriegsalltag. Immer noch bin ich hin- und hergerissen und fühle so wie auch die Figuren dieses Romans gefühlt haben. Es gab unglaublich emotionale Szenen, dann wiederum Ereignisse die einen den Atem stocken ließen und dann wieder Augenblicke der bitteren Erkentnisse.

Zusammenfasssend kann ich sagen, dass der Autorin ein spannender und abwechslungsreicher Roman mit starken Charakteren gelungen ist, die es so auch in “Echt” hätte geben können. Der Bezug zum Glauben und der Religion war für meinen Geschmack jedoch ein bisschen zu sehr Thema, was dem Lesegenuss allerdings keinen Abbruch getan hat. Wer zudem gerne mehr über die Rolle der Niederländer während des Nationalsozialismus erfahren möchte, und dabei auf eine spannende Lektüre zurückgreifen will, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.10.2021

Eine spannende Fortsetzung mit hohem Science Fiction Anteil

Bloom
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Im Sommer letzten Jahres konnte mich bereits der erste Teil dieser Dystopie „Bloom – Die Apokalypse beginnt in deinem Garten“ begeistern, und die ganze Zeit fieberte ich gespannt der Fortsetzung entgegen. ...

Im Sommer letzten Jahres konnte mich bereits der erste Teil dieser Dystopie „Bloom – Die Apokalypse beginnt in deinem Garten“ begeistern, und die ganze Zeit fieberte ich gespannt der Fortsetzung entgegen. Entsprechend hoch sind nicht nur meine Erwartungen gewesen, sondern auch die Freude, als ich nun endlich die Fortsetzung lesen konnte. Band 1 ist meiner Meinung nach eine Voraussetzung um Band 2 inhaltlich folgen zu können. Ohne das vorherige Lesen des ersten Bandes fehlen dem Leser einfach zu viele Hintergrundinformationen , die für das Verständnis aber erforderlich sind.

Wer hätte nach dem ersten Band gedacht, dass das schwarze Gras und die Killerpflanzen, welche sich über den gesamten Erdball verteilt haben längst nicht das einzige Problem der Menschheit sind? Das entwickelte Herbizid reicht längst nicht aus, um alle Killerpflanzen zu töten und zu allem Übel müssen Anaya, Petra und Seth sich nun auch noch mit einer animalischen Gefahr aus dem Weltall auseinander setzen. On Top gibt es dann noch die Erkenntnis, dass die drei Freunde selber zur einen Hälfte irdischen und zur anderen Hälfte außerirdischen Ursprungs sind. Sie werden als nationale Bedrohung eingestuft und mit anderen Jugendlichen „Ihrer Art“ in eine Art unterirdisches Versuchslabor gesperrt. Dort werden Ihre Fähigkeiten und Grenzen auf ganz perfide Art und Weise getestet.

Was nach einem Science Fiction Roman klingt, habe ich beim Lesen auch so empfunden. Musste ich mich zu Beginn als Leser erst eimal wieder mit den Charakteren und der Handlung vertraut machen, überstürzten sich dann schon ziemlich bald die Ereignisse. Die Handlung nimmt rasant an Fahrt auf, was mir streckenweise aber zu viel gewesen ist. Die Stimmung ist düster und unheilvoll , ähnlich einer bevorstehenden Apokalypse. Hier hat der Autor ein echtes Händchen bewiesen. Dies ist meiner Meinung nach auch die Stärke des Buches. Man konnte sozusagen während des Lesens das Knistern der Spannung hören. Und das habe ich während des Lesens sehr genossen. Andererseits dürfte die Stimmung zarten Seelen eher aufs Gemüt schlagen, als Begeisterungsjubel hervorrufen. Grausamkeit, Unmenschlichkeit und nicht zuletzte auch eine enorme Portion Ungerechtigkeit kommen in dieser Fortsetzung oftmals zum Tragen.

Die Charaktere machen zwar auch eine unglaubliche Entwicklung durch, doch hier fehlt mir irgendwie das Identifikationspotential. Zwar gibt es sowohl positive , als auch negative Entwicklungen, so dass man sich als Leser für die “gute” oder “böse” Seite entscheiden kann. Doch durch die außerirdische Komponente erscheinen die Charaktere unnahbar und irgendwie entrückt. Anders kann ich es nicht beschreiben.

Das apokalyptische Endzeit – Szenario welches hier geschaffen wurde dürfte bei jungen Science Fiction Fans Anklang finden. Ob die Hybride Entwicklung der Charaktere den jungen Lesern gefallen wird bleibt jedoch abzuwarten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass dem Autor hier eine temporeiche und spannende Fortsetzung gelungen ist, die auf Science Fiction Leser eine große Anziehung ausüben dürfte. Ich bin gespannt wie das Finale dieser Trilogie ausgehen wird . Hoffentlich müssen wir auf diese nicht so lange warten…

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Eine originelle Unterwasser-Geschichte

Die Seepferdchen-Bande. Gomi tanzt aus der Reihe
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Ein bisschen erinnert das Abenteuer von Gomi tatsächlich an die Abenteuer von "Nemo", den kleinen, orangefarbenen Clown-Fisch dessen Abenteuer meine 5-Jährige Tochter so liebt. Daher bin ich sofort Feuer ...

Ein bisschen erinnert das Abenteuer von Gomi tatsächlich an die Abenteuer von "Nemo", den kleinen, orangefarbenen Clown-Fisch dessen Abenteuer meine 5-Jährige Tochter so liebt. Daher bin ich sofort Feuer und Flamme gewesen, als ich von der "Seepferdchen Bande" las. In 12 Kapiteln und auf knapp 90 Seiten begleiten wir Gomi und Ihre zwei Freundinnen Schnebbi und Plicki bei Ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer. Alle 3 besuchen gemeinsam die Wasserballett Stunde bei Madame Hippocamp. Aus den unterschiedlichsten Gründen sind alle 3 jedoch von der Wasserballett-Stunde alles andere als begeistert, und so machen sie sich auf die abenteuerliche Suche nach dem Meeresgott Neptun.
Der Geschichte um die 3 frechen Seepferdchen merkt man die Verbundendenheit der Autorin zur Meereswelt an. Ihre ersten Haustiere sind ebenfalls Meeresbewohner gewesen, für die sie sich die wildesten Abenteuer auszudenken begann. Die kleinen Leser begleiten Gomi und Ihre Freundinnen nicht nur auf ein spannendens Abenteuer, sondern erfahren auch allerhand über die verschiedensten Meeresbewohner. Diese sind auf einerseits auf ganz wunderbare weise individuell dargestellt. So ist Gomi beispielsweise vom Charakterher der Typ der gerne einmal aus der Reihe tanzt und sich gegen Autoritäten auflehnt. Schnebbi ist eher der unkonzentrierte , flüchtige Typ, weil sie immer zuerst ans Essen denkt und darüber oftmals alles andere vergisst. Andererseits wurde ich beim lesen das Gefühl nicht los, das den Kindern auf eine manchmal leicht gezwungen wirkende Art vermittelt werden soll, dass es ok ist seinen eigenen Kopf durchzusetzen und auch einmal aus der Reihe zu tanzen. Das dabei der Tanzunterricht geschwänzt wird mag gerade so noch durchgehen, allerdings ist es meiner Meinung nach gerade für Schulkinder pädagogisch gesehen der falsche Ansatz.
Die Geschichte ist lustig geschrieben und auch die Illustrationen fand meine Tochter auf Anhieb toll. Allerdings sind sie für Kinder ab 5 Jahren (die Altersempfehlung des Verlages) auf manchen Seiten doch sehr rar und meiner Tochter waren die Textpassagen stellenweise einfach zu lang. Hier mangelte es dann oft an der Konzentration . Ich persönlich habe auch den gesamten Umfang des Buches für eine Leseempfehlung ab 5 als zu groß empfunden. Zwar ist das Buch insgesamt in 12 Kapitel unterteilt, allerdings tauchen eine Vielzahl an Begrifflichkeiten auf, die neu für die Altersgruppe sind und dementsprechend erst einmal erklärt werden müssen. Die Namen der Charaktere sind ebenso bunt originell wie die Illustrationen , allerdings waren manche Namen so schwer auszusprechen, dass auch dies den Lesefluss störte.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autorin hier eine farbig schillernde Geschichte um 3 Charakterstarke Seepferdchen gelungen ist, die sicher Potential zu einer Kinderbuch-Reihe hat. Für Kinder ab 5 ist die Geschichte meiner Meinung nach jedoch stellenweise zu umfangreich und komplex. Dennoch hat meiner 5 Jährigen Tochter das Buch sehr gut gefallen, weswegen ich zwischen 3 und 4 Sternen geben würde.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Eine gelungene , vor allem spannende Fortsetzung

Narbenherz
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Für Lesefluss und -verständnis ist es nicht erforderlich den ersten Band der Reihe um die Investigativjournalistin Heloise Kaldan und dem Kommissar Erik Schäfer gelesen zu haben. Aber irgendwie rundet ...

Für Lesefluss und -verständnis ist es nicht erforderlich den ersten Band der Reihe um die Investigativjournalistin Heloise Kaldan und dem Kommissar Erik Schäfer gelesen zu haben. Aber irgendwie rundet es die Reihe ab. Auch wenn ich den ersten Roman nur durchschnittlich bewertet habe, würde ich sagen, dass man ihn vorher lesen sollte.

Dreh – und Angelpunkt dieses skandinavischen Krimis ist das Verschwinden eines 10-Jährigen Jungen. Allein bei der bloßen Vorstellung zerreißt es mir als Mutter einer 5-Jährigen Tochter das Herz. Auch Erik Schäfer, der ermittelnde Kommissar und Heloise Kaldan hängen sich bei diesem Fall voll rein. Obwohl beide kinderlos sind ist Ihnen klar, dass jeder Tag, jede Stunde , ja jede Minute bei den Ermittlungen zählt. Die Anspannung des Ermittlungsteams ist zum greifen nah und stetig spürbar. Die Atmosphäre knistert vor Spannung . Von Anfang an habe ich mitgefiebert und versucht die zusammenhangslosen Schnüre in den Ermittlungen selber zu einem sinnvollen Bild zusammen zufügen. Aber genau wie die Hauptcharaktere des Buches hatte ich dabei meine Schwierigkeiten. Zum einen hat mich diese Tatsache beim lesen immer unruhiger werden lassen, zum anderen macht dies den Reiz beim lesen eines Krimis aus . Je weiter die Handlung fort schritt, desto spannender wurde das Buch für mich.

Neben der Handlung ist aber auch die Gestaltung der Charaktere diesmal besser gelungen als im Vorgänger- Buch .Im Mittelpunkt steht diesmal wieder das Privatleben von Heloise. Sie kämpft mit den Dämonen der Vergangenheit und steht vor wichtigen privaten Entscheidungen die Zukunft betreffend. Die persönliche Seite wird in diesem Roman so simpel und fließend mit dem kriminalistischen Plot verknüpft, dass man zu keiner Zeit den Eindruck hat , dass die Verkettung dieser zwei Handlungsstränge auf irgendeine Art und Weise erzwungen oder unecht ist . Nichts wirkt konstruiert oder künstlich. Im Gegenteil. Der Autorin scheint es hier mit einer gekonnten Leichtigkeit gelungen Privates und Berufliches so geschickt miteinander zu verknüpfen, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht . Heloise wirkt realistisch und menschlich wie kaum eine andere Crime-Protagonistin die mir in den vergangenen Jahren begegnet ist. Dieses Buch zeichnet sich somit nicht nur durch einen spannenden Plot, sondern vor allem durch eine enorme Portion Authentizität aus. Über das Ende des Krimis kann ich – ohne allzu viel zu verraten – sagen, dass es eine echte Überraschung gegeben hat was die Auflösung des Falls angeht.

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