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Veröffentlicht am 07.09.2021

Kann nicht mit den ersten Teilen mithalten, dennoch als Finale lesenswert

Deluxe Nights
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Pascal Dumont hat die Hauptgeschäfte des Familienunternehmens übernommen, nachdem sein Cousin und sein Bruder erfolgreich von seinem Vater Gautier vertrieben wurden. Er braucht eine neue Hausangestellte, ...

Pascal Dumont hat die Hauptgeschäfte des Familienunternehmens übernommen, nachdem sein Cousin und sein Bruder erfolgreich von seinem Vater Gautier vertrieben wurden. Er braucht eine neue Hausangestellte, die ihn auch als Assistentin unterstützt. Seine Mutter empfiehlt ihm Gabrielle, die Tochter der Haushälterin. Schon als Kind kannte er sie, aber von einem Tag auf den anderen verschwand sie spurlos. Die junge Frau, die ihm nun gegenübersteht, fasziniert ihn und erzeugt verwirrende Gefühle. Genau wie er scheint aber auch sie Geheimnisse zu haben.

So sehr hatte ich mich auf Pascals Geschichte gefreut, denn als Schurke dieser Reihe nimmt er hinter seinem Vater Gautier gleich den zweiten Platz ein. Eiskalt und rücksichtslos agierte er in den ersten beiden Bänden und ich war gespannt, wie sich seine Entwicklung zum Gutmenschen vollziehen sollte.

Leider wurde ich ein wenig enttäuscht. Es gibt einige Punkte in „Deluxe Nights“, die ich kaum nachvollziehen kann. Dass sich jemand für die Frau, die er liebt, zum Positiven verändern kann, ist absolut möglich. Wie Pascal aber nun seine bisherigen Taten und seine Mitschuld am begangenen Unrecht reflektiert, scheint kaum plausibel. Schon lange hätte er sich gegen seinen
gewissenlosen Vater stellen können und eine Menge Leid und Angst verhindern. Nach wie vor macht er sich über die Verletzungen an der Seele seiner Familie kaum Gedanken.

Dazu kommt eine zwar starke, aber selten dumme und naive Protagonistin. Relativ schnell wird den Leser*Innen klar, welche Grausamkeit Gabrielle als Jugendliche widerfahren ist. Und wie schrecklich ist es, wenn man vor der Person, die einem am nächsten steht, keinerlei Unterstützung erfährt? Dass sie Rachegelüste hegt, ist natürlich eindeutig und offenkundig. Wie sie sich aber erneut in schreckliche Gefahr bringt und sehenden Auges ins Verderben fährt, ist einfach leichtsinnig und gedankenlos.

Immerhin hat dies - wie in den vorherigen Bänden auch - zu einem furiosen und actiongeladenen Finale geführt, das bestens unterhält. Dass ein Teil des Settings diesmal auf Mallorca stattfindet, bringt erneut ein angenehmes Urlaubsfeeling ins Buch und Karina Halle fängt den Zauber der Insel stimmungsvoll ein.

Wenn das Finale der Trilogie auch nicht mit den ersten beiden Bänden mithalten kann, so hätte ich doch um keinen Preis darauf verzichten wollen. Vieles war vorhersehbar, anderes schlicht unglaubwürdig (ich würde mich mit niemandem versöhnen, geschweige denn ihm vergeben, der mich derartig grausam behandelt hat) und insgesamt kaum überzeugend. Trotz einiger Mängel hat mich die Autorin zwar nicht bestens, aber doch sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Kommt nicht ganz an die Vorgänger heran, dennoch lesenswert

Most Wanted Boss
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Die schüchterne Briefträgerin Noelle soll gemeinsam mit ihren Freunden aus ihrem Wohnhaus vertrieben werden. Der Eigentümer, Malcolm Blackberg, will es abreißen lassen und einen modernen Wohnblock errichten. ...

Die schüchterne Briefträgerin Noelle soll gemeinsam mit ihren Freunden aus ihrem Wohnhaus vertrieben werden. Der Eigentümer, Malcolm Blackberg, will es abreißen lassen und einen modernen Wohnblock errichten. Alle Versuche, ihn davon abzubringen oder ihm das Haus sogar abzukaufen, sind bisher fehlgeschlagen. Noelle nimmt all ihren Mut zusammen und macht sich mit einem Video, das die Bewohner gemeinsam gedreht haben, auf dem Weg zu ihm. Sie ist fest überzeugt, ihn mithilfe dieses Films von seinem Vorhaben abzubringen. Durch eine Verwechslung hält Malcolm sie allerdings für seinen neuen Coach, der ihm Führungsqualitäten beibringen soll. Zu diesem Training wurde er nämlich von einem Gericht verpflichtet, da er einen Mitarbeiter angegriffen hat. Noelle sieht ihre Chance und nutzt sie.

Zunächst hatte ich erhebliche Mühe, in dieses Buch zu finden. Schon die ersten Kapitel fand ich staubtrocken und fast ein wenig langatmig. Verwöhnt von den ersten vier Teilen der „Most-Wanted-Reihe“, hatte ich hohe Erwartungen an diesen Band. Tief Luft geholt, nochmal gestartet und dann hat tatsächlich der Funke gezündet. Staubtrocken - ja, aber ein derart trockener Humor, dass ich aus dem Kichern nicht mehr herausgekommen bin.

Der mürrische und rücksichtslose Menschenfeind Malcolm ist ein perfekter Protagonist für eine romantische Komödie. Alle hassen ihn, also hasst er alle anderen. Oder: er hasst alle, also hassen alle ihn. Egal, wie man es dreht und wendet - er schert sich einen Dreck um andere Menschen oder deren Meinung. Und dann steht die kleine Noelle vor ihm. Ein Mädchen vom Land, eine kleine Maus, die Blusen mit Schleifen trägt (mit Igelmuster!) und ganz naiv glaubt, dass ein Video das Herz dieses Mannes erweichen kann. Und wir sprechen hier von 20 (zwanzig!) Stunden Filmmaterial…Natürlich ist das völlig realitätsfremd, denn im wahren Leben werden wirtschaftliche Interessen immer überwiegen, so traurig das auch ist.

Schön war es auf jeden Fall, einige Protagonisten der anderen Bände wiederzusehen, die sich in die Initiative der Bewohner einbringen. Wie immer bei Annika Martin sind auch die Nebenrollen gut besetzt und tragen viel zum Charme ihrer Bücher bei.

Nichtsdestotrotz hat die Geschichte ihre Längen und hätte gerne 50 Seiten weniger haben können. Auch für die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden braucht man Geduld. Natürlich müssen Held und Heldin nicht gleich auf Seite 23 miteinander ins Bett springen und es hat durchaus zu Noelles Charakter gepasst, aber ein bisschen mehr Tempo hätte es sein dürfen. Zumal mich die erotischen Szenen auch nicht umgehauen haben…Die waren so trocken wie der Humor.

Eine Gegensätze-ziehen-sich-an-Romanze, die nicht an die Vorgänger herankommt, aber dennoch gut unterhält. Wer die anderen Teile gelesen hat, sollte auch dieses hier mitnehmen.

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Veröffentlicht am 25.06.2021

Frech und urkomisch, aber auch bittersüß

Sex/Life
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B.B. Easton, Schulpsychologin, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, ist enttäuscht über das eingeschlafene Sexualleben mit ihrem Ehemann Ken. Sie fängt an, in einem geheimen Tagebuch die Eskapaden ...


B.B. Easton, Schulpsychologin, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, ist enttäuscht über das eingeschlafene Sexualleben mit ihrem Ehemann Ken. Sie fängt an, in einem geheimen Tagebuch die Eskapaden mit den Freunden ihrer Jugend niederzuschreiben. Bis sie im Chat mit ihrer besten Freundin Sara auf die Idee kommt, dass es ganz hilfreich wäre, wenn Ken lesen würde, was sie so schreibt. Vielleicht würde ihm das auf die Sprünge helfen. Das tut es tatsächlich, denn Ken liest heimlich mit…

Gleich vorneweg - ich habe mich köstlich amüsiert. Easton schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Offenherzig, frech, ohne jede Zurückhaltung und mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Ihr Wortwitz ist grandios, ihre Vergleiche teils zum Schreien komisch. Und ich konnte mich sooo gut selbst wieder erkennen. Die vier Männer, die sie für ihr Tagebuch heranzieht, hätten auch meine Wahl als Teenager sein können. Bis auf Ken allesamt Bad Boys, wie sie im Buche stehen - Skinhead, Punker, Heavy-Metal-Musiker. Also genau die, vor denen meine Mutter mich immer gewarnt hat und die auch schon mal Hausarrest (völlig zwecklose Erziehungsmaßnahme) oder andere Strafandrohungen mit sich brachten (genauso sinnlos, denn verliebte Teenager finden immer einen Weg).

Denen gegenüber steht der brave Ken mit einem Abschluss in Rechnungswesen, der sie völlig umhaut und den sie auch als Ehemann und Vater ihrer Kinder wählt. Trotz seiner ruhigen, manchmal regelrecht langweiligen Art, die ihn als Roboter erscheinen lässt. B.B. fragt sich immer häufiger, ob ihre Entscheidung für ihn wirklich richtig war. Dabei erwartet sie - in ihren Augen - gar nicht viel. Sinnlichere Erotik, einem Kosenamen, mal ein Kompliment, ein Tattoo mit ihrem Namen als ultimativen Liebesbeweis.

Als Ken im Verlauf der Geschichte tatsächlich aus sich herauskommt und beginnt, sich zu dem Mann zu verändern, den sie sich wünscht, muss sich B.B. fragen, ob sie wirklich auf dem richtigen Weg war. Oder ob auch sie an sich arbeiten muss und ihren Gatten so akzeptiert, wie er eben ist. Denn im Gegensatz zu ihren Ex-Freunden bietet er ihr all das, was für ein gemeinsames Leben elementar ist und Bestand haben kann.

Das ist der Punkt, an dem das Buch auch Tiefgründigkeit zeigt. Wir alle kennen sicher das Problem, mit etwas eigentlich Gutem in unserem Leben nicht zufrieden zu sein. Das Gefühl zu haben, dass da mehr sein könnte. Den Wunsch, aus Mustern auszubrechen und etwas Verrücktes zu tun. Ob das mehr Zufriedenheit bringt, lasse ich mal dahingestellt. Es könnte auch mit Bedauern enden und unwiderruflich weg sein.

Was den Spaßfaktor noch erhöht hat: B.B. hat zwei Tagebücher geschrieben. Ein etwas übertrieben geschöntes für Ken und ein geheimes, in dem sie schildert, wie es wirklich war. Da wird aus dem gut aussehenden Mann schon mal jemand mit schlechten Zähnen oder miesem Körpergeruch.

Ich habe nicht nur Tränen gelacht, sondern tatsächlich auch geweint, als Easton gegen Ende des Buches unerwartet ernst wird. Und das macht ein wirklich gutes Buch aus - alle Gefühlsebenen der Leser*innen anzusprechen.

„Sex/Life“ ist romantische Komödie, Erotikroman (ja, sehr offenherzig, aber heutzutage nicht mehr wirklich schockierend), Tagebuch und Memoiren vereint in einer Geschichte. Es könnte mit der Vielzahl an Bad Boys fast als Warnung für junge Frauen dienen. Andererseits MUSS Frau solche Erfahrungen einfach machen. Ich kann es nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Kommt nicht ganz an den ersten Band heran - trotzdem gute Unterhaltung

The Happy Ever After Playlist
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Sloan ist eine 26-jährige Malerin, die ihre Kreativität mit dem Unfalltod ihres Verlobten verloren hat. Es fällt ihr schwer, morgens aufzustehen, sich selbst zu versorgen oder über den Tag in irgendeiner ...

Sloan ist eine 26-jährige Malerin, die ihre Kreativität mit dem Unfalltod ihres Verlobten verloren hat. Es fällt ihr schwer, morgens aufzustehen, sich selbst zu versorgen oder über den Tag in irgendeiner Form aktiv zu sein. Eines Tages springt ihr ein Hund erst vor ihr Auto, danach durch das offene Schiebedach direkt hinein und erklärt sie kurzerhand zur neuen Besitzerin. Anhand des Anhängers an seinem Halsband versucht sie, den Halter zu finden, aber ihre täglichen Anrufe werden nicht beantwortet. Als sie gerade beschließt, Tucker zu behalten, meldet sich Jason, Musiker und Sänger, der gerade in Australien auf Tournee ist. Schnell entwickeln sich ihre Nachrichten und Telefonate von neckischen Flirts zu etwas Ernsthaftem. Doch Sloan tut sich schwer damit, Jason in ihr Herz zu lassen, nachdem sie bereits einmal jemanden verloren hat. Aber er ist mehr als bereit, um sie zu kämpfen.

Wieder lehnt Abby Jimenez ihren zweiten Roman an eine wahre Geschichte an, wie sie in ihrem sehr ehrlichen und ausführlichen Nachwort anmerkt. Das Grundthema ist diesmal unbewältigte Trauer und wie man lernen kann, damit umzugehen. Nicht nur als Betroffene, sondern auch als Freunde und Familie, die oft hilflos sind und mit abgedroschenen Phrasen reagieren, die nicht wirklich förderlich sind. Sloan ist sich zwei Jahre nach dem Tod von Brandon durchaus bewusst, dass sie allmählich anfangen muss, loszulassen und weiterzuleben. Dass es ausgerechnet ein Hund ist, der ihr die nötige Motivation verleiht, finde ich absolut stimmig und richtig, denn Tiere können wunderbare Helfer sein.

Das Thema Trauer bestimmt weitgehend die erste Hälfte des Buches, ist dabei aber nicht schwer und wahnsinnig traurig, sonst leicht und mühelos zu lesen. Dann jedoch wird eher Jason zum Hauptthema, denn er ist ein angehender Star und kämpft selber mit Problemen, die seine Berühmtheit mit sich bringt. Ob es eine Stalkerin ist, ein engmaschiger Tourneeplan, der ihn für lange Zeit von Sloan trennen würde oder die brachialen Methoden einer Plattenfirma, die vor nichts zurückschreckt, um ihren neuen Stern am Musikhimmel zu promoten. Auch wenn es keine Branche ist, in der ich mich auskenne - bei diesen üblen Machenschaften wurde mir ganz anders und ich mag mir wirklich nicht vorstellen, dass dies üblich ist. Hat Jason gegenüber Sloan viel Geduld und Durchhaltevermögen bewiesen, muss sie nun zeigen, wie sehr sie zu ihm steht. Leider wird das relativ langatmig und mit ein wenig zu viel Drama behandelt. Trennung, Versöhnung, wieder Trennung, wieder Versöhnung - einmal hätte gereicht und das Buch um 50 sinnlose Seiten verkürzt.

Ich bin nicht - wie im ersten Band der Reihe - auf einer Achterbahn der Gefühle gefahren. Die ganz großen Emotionen haben mir ein bisschen gefehlt, trotz der Ernsthaftigkeit des Themas. Auch an den grandiosen Wortwitz von Teil eins kommt die Autorin hier nicht heran. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen, denn Abby Jimenez hat einen leichten und einnehmenden Stil, den ich mag und der in der deutschen Übersetzung gut umgesetzt wurde. Deshalb freue ich mich auf Adrians Geschichte, die hier ihre Einleitung findet und im nächsten Band fortgesetzt wird.

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Veröffentlicht am 20.04.2021

Gelungener Mix aus Romanze, Drama und Action

Deluxe Dreams
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Die amerikanische Studentin Sadie ist als Rucksacktouristin mit dem Zug quer durch Europa unterwegs. Begonnen hatte sie die Reise mit ihrem Freund, von dem sie sich aber unterwegs getrennt hat. Ihr Budget ...

Die amerikanische Studentin Sadie ist als Rucksacktouristin mit dem Zug quer durch Europa unterwegs. Begonnen hatte sie die Reise mit ihrem Freund, von dem sie sich aber unterwegs getrennt hat. Ihr Budget ist klein, deshalb übernachtet sie in billigen Hostels und ernährt sich von preiswerten Gerichten. Als sie vom südfranzösischen Cannes nach Barcelona weiterreisen will, wird sie auf dem Weg zum Bahnhof überfallen und verletzt. Der charmante Franzose Olivier vertreibt ihren Angreifer und bringt sie in sein Luxushotel nach Antibes. Er überredet sie dazu, ihre Verletzung in seiner Suite auszukurieren. Fasziniert voneinander, verbringen sie einige Tage miteinander und erkennen bald, dass dies mehr als ein kurzer Sommerflirt ist.

Karina Halle lässt in im ersten Buch der Dumont-Reihe Welten aufeinanderprallen. Sadie ist es gewohnt, mit wenig Geld auszukommen und obwohl sie den Luxus, den Olivier ihr bietet, durchaus genießt, lässt sie sich davon nicht wirklich beeindrucken. Das wiederum genießt Olivier, ist er doch gewohnt, dass sich Menschen hauptsächlich wegen seines Reichtums mit ihm einlassen. Doch er öffnet sich ihr gegenüber nicht völlig, denn ein Geheimnis, das ihn seit zehn Jahren schwer belastet, wird eine gemeinsame Zukunft unmöglich machen.

Der Autorin gelingt es ganz wunderbar, das französische Flair der Côte d’Azur und - im weiteren Verlauf des Buches - den Zauber von Paris einzufangen und den Leser*innen zu vermitteln. Sie hat auch zwei sehr sympathische und liebenswerte Hauptdarsteller geschaffen, die schnell mein Herz gewonnen haben. Den beiden gegenüber steht der verfeindete Zweig der Dumont-Familie, Oliviers Onkel und dessen Söhne. Auch sie sind so vortrefflich kreiert, dass ich ihnen jede Bösartigkeit, jede Manipulation und jeden Verrat ohne weiteres abnehme.

Gefallen hat mir ebenso der recht bunte Mix von Genres innerhalb der Geschichte. Wir begleiten nicht nur Sadie und Olivier bei ihrer Romanze, sondern finden uns auch einem Familiendrama, einem Mysterythriller und einem Actionfilm wieder. Ich möchte nicht spoilern, aber es gibt schon einige Szenen, bei denen ich die Seiten gar nicht schnell genug umblättern konnte. Darüber hinaus finde ich es erfrischend, dass sich das unvermeidliche Drama mal nicht zwischen Held und Heldin, sondern um sie herum entfaltet.

Die erotischen Szenen sind sexy, aber geschmackvoll und dominieren das Buch nicht. Sie passen immer gut in die Handlung und entsprechen auch dem Charakter der Protagonisten.

Schon deshalb kann ich den nächsten Teil der Saga kaum erwarten. Zum einen finde ich Oliviers Geheimnis nicht so schrecklich, dass es ihn eine solch lange Zeit belastet hat. Da muss es noch mehr geben. Zum anderen bleiben noch viele offene Fragen, die hoffentlich in den kommenden Bänden beantwortet werden. Ich bin nur froh, dass „Deluxe Dreams“ nicht mit dem befürchteten Cliffhanger geendet hat.

Ein wirklich gelungener Start in eine neue Reihe. Ich vergebe nur deshalb nicht fünf mögliche Sterne, weil ich mir vorstellen kann, dass es mit den nächsten Büchern noch besser wird.

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