Der Titel ist absolut irreführend
Was wir in uns sehen - Burlington UniversityHinter „Was wir in uns sehen“ hatte ich eine gefühlvolle Story erwartet, in der es um tiefe Freundschaft und unerwiderte Liebe geht. Nie hätte ich damit gerechnet, dass (gefühlt ?) zwei Drittel des Buches ...
Hinter „Was wir in uns sehen“ hatte ich eine gefühlvolle Story erwartet, in der es um tiefe Freundschaft und unerwiderte Liebe geht. Nie hätte ich damit gerechnet, dass (gefühlt ?) zwei Drittel des Buches einfach nur um Sex geht. Wer es wie mit wem treibt… diese Infos hätten mir getrost erspart bleiben können. Dylan und Chasisty sind beide unsympathisch dargestellt und die ständigen Wiederholungen, wie geil sie doch einander finden, ging mir zunehmend auf den Keks. Ebenso fand ich den Schreibstil und die Ausdrucksweisen sehr gewöhnungsbedürftig. Sind beide um die 20, werden sie von potenziellen Kunden mit „Kinder“ und „Kleiner“ betitelt. Da wäre es bei mir schon rum mit dem Geschäft gewesen Dylan und Chasisty schien es jedoch gar nicht zu stören. Eigentlich mag ich Bücher, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind und in diesem Werk begleitet man die zwei Hauptfiguren abwechselnd. Nachdem mich aber keiner der Charaktere berührt hat, fand ich die Gedankengänge oftmals richtig nervig. Auch die Dialoge der beiden waren nicht nur einmal an Sinnlosigkeit nicht zu überbieten. Von Tiefe und Emotionen keine Spur. Und noch ein weiterer Kritikpunkt lässt sich nicht unter den Teppich kehren: Lag es an der Übersetzung, dass Personen einfach rumschreien und rumjaulen? Oder war dies schon im Original so formuliert? Ich konnte darüber einfach nur noch den Kopf schütteln, teilweise kam ich mir so vor wie in einem Comic.
Fazit:
Im Grunde wollte ich nur ein Sternchen für den Roman geben, da es meiner Meinung nach ein kompletter Schuss in den Ofen war. Die Geschichte mit Dylans Bruder Griffin war allerdings dann am Ende doch noch ein klitzekleiner Trost, der ein zweites Sternchen dazu gezaubert hat. Dieser Story ist der Auftakt einer Reihe, aber ich denke, es überrascht kaum, dass ich von dieser Autorin nichts mehr lesen werde.