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Veröffentlicht am 22.09.2021

Welche Geheimnisse hütet das Litersum?

Litersum
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Malou Winters hat sich damit abgefunden, dass ihr Anti-Musen-Kuss die Ideen angehender Autoren auslöscht und sie diese Gabe zum Wohle des Litersums einsetzen muss.
Als der junge Detective Chris Lansbury ...

Malou Winters hat sich damit abgefunden, dass ihr Anti-Musen-Kuss die Ideen angehender Autoren auslöscht und sie diese Gabe zum Wohle des Litersums einsetzen muss.
Als der junge Detective Chris Lansbury von Scotland Yard sie jedoch verdächtigt, zwei Autoren ermordet zu haben, will sie das nicht auf sich sitzen lassen. Zusammen begeben sie sich über zwei Universen hinweg auf die Suche nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf allerhand Lügen und Widerstände. Malous Verständnis vom Litersum wird auf den Kopf gestellt und bald weiß sie nicht mehr, wem oder was sie glauben soll.
Und dann ist da noch dieses verwirrende Herzklopfen, sobald sie sich in der Nähe des attraktiven, aber grimmigen Lansbury aufhält.
Ob auch das mit einem Kuss ausgelöscht werden kann?

Für jeden, der Bücher liebt, ist dieses Cover wohl ein absoluter Traum. Ganz in Sepia Tönen gehalten, sieht man darauf eine Frau, die auf einen schmalen Durchgang zugeht und links und rechts davon Unmengen an Büchern. Das Cover ist unheimlich schön gestaltet, wie ich es von diesem Verlag auch kenne und was ich sehr mag.

Bei Litersum - Musenkuss handelt es sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte. Es gibt zwar noch das Buch "Litersum - Musenfluch", dabei handelt es sich jedoch um einen Spin off zu dieser Geschichte, der ebenfalls in sich abgeschlossen ist. Das gefällt mir sehr gut.

Litersum ist für mich das erste Buch, das ich von der Autorin lese. Ihr Schreibstil gefällt mir gut, er lässt sich flüssig lesen und ich konnte mir das, was sie beschreibt, vollkommen egal, wo wir uns in der Geschichte gerade befanden, sehr gut vorstellen.

Die Charaktere wurden von der Autorin ebenfalls gut ausgearbeitet. Sie hat ihnen Tiefe verliehen und auch die eher kleineren Rollen sind nicht blass geblieben, sondern jeder hat seinen Raum von ihr bekommen. Mit Malou bin ich nicht zu 100% warm geworden, das haben aber zum Glück Sheldon und Lansbury wieder wett gemacht, die mir total gut gefallen haben.

Die Geschichte an sich hat mir auch gut gefallen, ich habe allerdings einige Zeit gebraucht, bis sie mich wirklich für sich eingenommen hat und anfangs fiel es mir auch schwer, dran zu bleiben. Nach gut der Hälfte des Buches war es erst soweit, dass ich es wirklich spannend fand und neugierig war, wie es denn jetzt wohl weitergeht.

Von mir gibt es daher vier Sterne und auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Den Spin off möchte ich auch gerne noch lesen und ich bin mir sicher, dass ich auch anderen Büchern der Autorin gerne mal Lesezeit widmen werde.

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Wenn du plötzlich alleine bist...

Allein durch die Sterne
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»Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein ›Hilfe‹ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viele Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle ...

»Meine Fotos wurden kurioser. Selfies im leeren Supermarkt. Ein ›Hilfe‹ aus Dosenravioli gebaut. Da war niemand. Niemand sah meine Bilder, egal wie viele Hashtags ich versuchte. Ich betitelte sie alle mit #iamunstoppable.« Was würdest du tun, wenn du der letzte Mensch der Welt wärst? Das mag anfangs wie ein schöner Traum klingen, findet auch Ariadne – aber irgendwann sehnt sie sich nach anderen Menschen. Bis sie eines Tages eine Nachricht von Sanghyun erhält – dumm nur, dass er in Shanghai lebt, und damit auf der anderen Seite der Welt …

Zunächst möchte ich auf das Cover eingehen. Zu sehen ist eine leere Straße, die Rückansicht eines Mädchen mit einem Rucksack und neben ihr ein Hund. Am Himmel die Sterne. An und für sich finde ich das Cover ganz passend, abgesehen von der leeren Straße. Denn die passt nicht zur Geschichte.

Bei "Allein durch die Sterne" handelt es sich um einen Einzelband, die Geschichte ist in sich abgeschlossen. Für mich ist es das erste Buch, das ich von der Autorin lese.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er ist flüssig zu lesen. Die Kapitel sind alle aus der Sicht der Protagonistin Ariadne geschrieben, was ich sehr passend finde.

Ariadne ist ein sehr eigener Charakter, die Autorin hat ihr Tiefe verliehen und mir war sie auf jeden Fall echt sympathisch. Ebenso hat mir Sanghyun gut gefallen. Auch er hat die nötige Tiefe bekommen. Die Nebencharaktere hatten tatsächlich nur sehr kleine Rollen, diese waren aber durchaus gut geschrieben.

Ich denke, dass dieses Buch schwierig einzuordnen ist. Eine richtige Dystopie ist es für mich nicht, allerdings auch kein Fantasy. Zu Young Adult passt es für mich auch nicht wirklich. Vielleicht ist es eine wilde Mischung aus vielen Genres. Das passt auch ganz gut zu Ariadne und Sanghyun, da sie auch nicht wirklich in eine Schublade passen (wollen). Es ist ein Buch über Suchen und Finden - vorallem sich selbst.

Und auch darüber, was mit einem Menschen passiert, wenn er plötzlich allein auf der Welt ist… Den Gedanken hatten wohl viele schon einmal. Doch haben sie ihn auch zuende gedacht? Was passiert mit der Welt, wenn keiner mehr da ist außer man selbst? Als Leser versucht man das ganze Buch hindurch dahinter zu kommen, was denn nun passiert ist. Ob es die Wirklichkeit ist oder Fiktion? Träumt Ariadne? Oder passiert alles wirklich? Die Spannung bleibt hier bis zum Schluss groß.

Eine Leseempfehlung kann ich für dieses Buch auf jeden Fall aussprechen. Denn mir hat die Geschichte gut gefallen und ich habe Ariadne sehr gerne begleitet. Man konnte sich so gut in sie hinein fühlen und dabei jedes Gefühl einmal durch machen. Von mir gibt es vier Sterne.

Ganz zum Ende noch ein Zitat: Seltsam, dass der Mensch eine Spezies ist, die allein verkümmert. Obwohl er häufig seine Einsamkeit selbst wählt.

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Glaubst du an Geister?

Evangeline und die Geister des Bayou
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Evangeline ist nichts wichtiger, als selbst einmal eine so angesehene Geisterjägerin wie ihre Großmutter zu werden. Dafür nimmt sie es mit jedem Schattenbeißer auf! Als ein Hilferuf aus New Orleans eintrifft, ...

Evangeline ist nichts wichtiger, als selbst einmal eine so angesehene Geisterjägerin wie ihre Großmutter zu werden. Dafür nimmt sie es mit jedem Schattenbeißer auf! Als ein Hilferuf aus New Orleans eintrifft, hofft Evangeline, dass sie endlich zeigen kann, was in ihr steckt. Aber dann bekommt sie es mit einem Werwolf zu tun. Ausgerechnet dem Werwolf, der ihre Mutter getötet hat! Und weil ihre Großmutter sich das Bein bricht, bleibt ihr lediglich Julian als Unterstützung, der so gar nicht an Geister und Werwölfe glaubt …

Das Cover zeigt Evangeline und ich finde sie ist wirklich sehr gut getroffen. Sie steht auf einem Steg, im Hintergrund ein Haus und rechts und links vom Steg sieht man Wasser. An den Seiten des Covers hängen Pflanzen nach unten. Diese finden sich auch am Beginn jedes Kapitels wieder.

Bei "Evangeline und die Geister des Bayou" handelt es sich um ein Buch für Kinder ab 10 Jahren. Diese Altersempfehlung finde ich auf jeden Fall angemessen.

Für mich ist es das erste Buch der Autorin. Der Schreibstil gefällt mir gut. Die Kapitel sind aus der Sicht von Evangeline geschrieben und haben eine angenehme Länge.

Die Geschichte selbst trägt uns mitten in den Sumpf und schon der Titel lässt ja darauf schließen, dass es in New Orleans spielt. Das gefällt mir sehr gut und an diesem Buch angesprochen hat mich der Titel. Denn den Namen Evangeline verbinde ich einfach untrennbar mit dem Film Küss den Frosch, der ja ebenfalls in New Orleans spielt.

In der Geschichte trifft man auf alles, was man so mit dieser Gegend verbindet. Mardi-Gras, Jambalaya und natürlich auch die Magie, den Aberglauben. Mir hat das Setting sehr gut gefallen und auch die Charaktere fand ich echt gut gelungen. Die Autorin hat ihnen Tiefe verliehen und das Verhalten von Evangeline war für mich aufgrund ihres Alters auch entsprechend nachvollziehbar.

Da ich schon etwas älter bin als die angegebene Altersempfehlung, habe ich manche Dinge sehr viel schneller verknüpft und so gab es für mich so gut wie keine Überraschungen in der Geschichte. Das hat aber meiner Freude am Lesen keinen Abbruch getan.

Die Geschichte ist für sich abgeschlossen, ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Autorin noch weitere Geschichten rund um Evangeline und ihre Tätigkeit aufs Papier bringt.

Mir hat das Buch auf jeden Fall gut gefallen. Daher spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 24.04.2021

Interessante neue Charaktere, aber ich hatte meine Schwierigkeiten

Game of Blood
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Lou und Reid haben gleich mehrere Verfolger. Die gefährlichen Dames Blanches, die Vertreter des Königs von Belterra und die Chasseure sind allesamt hinter ihnen her. Zusammen mit ihren Freunden Ansel und ...

Lou und Reid haben gleich mehrere Verfolger. Die gefährlichen Dames Blanches, die Vertreter des Königs von Belterra und die Chasseure sind allesamt hinter ihnen her. Zusammen mit ihren Freunden Ansel und Coco verstecken sie sich in den finsteren Wäldern. Doch um zu überleben, brauchen sie neue mächtige Verbündete. Während Lou verzweifelt versucht, die Menschen zu schützen, die sie liebt, steuert sie unweigerlich auf die dunkle Seite der Magie zu. Doch damit bringt sie Reid in Gefahr, den sie doch mehr liebt als alles andere.

Dieses Cover ist wieder einfach der Hammer. Ich kann es nur als wunderschön beschreiben. Wie schon beim ersten Teil ziert das Cover der Kopf einer Frau, den man von der Seite sieht. Dieses Mal von der anderen Seite als bei Teil 1. Wieder sind auf dem Cover Sprenkel zu finden, die richtig schön schimmern - passend zum Titel in rot. Wirklich sehr gelungen.

Bei "Game of Blood" handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie. Der erste Teil muss zwingend vorher gelesen werden, um die Zusammenhänge überhaupt verstehen zu können, da diese doch sehr komplex sind.

Es ist schon eine Weile her gewesen, dass ich "Game of Blood" gelesen habe und so hat es erwartungsgemäß auch etwas gedauert, bis ich wieder in die Geschichte gefunden habe. Das ist mir dann aber relativ bald gelungen und ich konnte sowohl die Personen, als auch die Ereignisse wieder zuordnen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir bereits in Teil 1 sehr gut gefallen, daran hat sich auch beim zweiten Teil nichts geändert.

Was sich allerdings geändert hat bzw. was einen Dämpfer erhalten hat, ist meine Begeisterung, die ich beim ersten Band empfunden habe. Es ist nicht so, dass mir die Geschichte nicht gefallen hätte. Auch die Charaktere waren wieder wirklich gut ausgearbeitet und jeder hat von der Autorin wieder Tiefe mitbekommen. Dazu sind neue Charaktere gekommen, die wirklich neugierig gemacht haben und eine tolle Bereicherung für die Geschichte sind.

Was für mich das Lesen dieses Bandes etwas schwierig gestaltet hat, war das Verhalten von Reid und auch von Lou. Auch wenn ich vieles nachvollziehen konnte, war es irgendwann doch echt einfach nur anstrengend. Die tolle Dynamik, die zwischen den Beiden in Band 1 geherrscht hat und die mich auch so begeistert hat, bleibt hier fast komplett auf der Strecke. Das finde ich wirklich schade… Aber nicht umsonst sagt man ja, dass es der Mittelband einer Trilogie oft schwer hat. Dieser hier hat es mir auf jeden Fall schwer gemacht.

Mein Resümee sind somit 4 Sterne, die geblieben sind und ich bin wirklich gespannt, ob die Autorin das im dritten Teil wieder raus reißt. Lesen möchte ich den finalen Band auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 08.03.2021

Der Panther und der Luchs

Emanio – Der Schöne und das Biest
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Emanio senkte den Kopf und schloss die Augen, als er begriff, dass er für immer ein Panther bleiben und in dieser Gestalt gefangen sein würde, wenn es ihm nicht gelang, bis zur Wintersonnenwende seine ...

Emanio senkte den Kopf und schloss die Augen, als er begriff, dass er für immer ein Panther bleiben und in dieser Gestalt gefangen sein würde, wenn es ihm nicht gelang, bis zur Wintersonnenwende seine wahre Liebe zu finden. Doch wie sollte das gehen? Wer würde sich schon in eine Bestie verlieben?"

Der schöne Herzogssohn Emanio ahnt nichts von den Intrigen, die seinen Ruf zerstören und sein Leben beenden sollen. Als er von einer Hexe für seine Verbrechen in eine Bestie verwandelt wird, ist es ausgerechnet Wildhüter und Luchsgestaltwandler Lerio, der ihm das Leben rettet – dabei war jener ins Schloss gekommen, um Emanio für die Verführung seiner Schwester zur Rechenschaft zu ziehen. Die Umstände zwingen die beiden zusammenzuarbeiten, um Emanios Feinde aufzuspüren und den Fluch zu brechen.

Zunächst möchte ich wie immer auf das Cover eingehen. Der Hintergrund ist in Orange-, Gelb- und Rottönen gehalten, als wäre Sonnenaufgang oder -untergang. Ebenfalls zu sehen ein Schloss mit hohen Türmen, inmitten eines Waldes. Das Cover gefällt mir sehr gut und es ist sehr passend, da fast das komplette Setting des Buches dort stattfindet.

Bei "Emanio - der Schöne und das Biest" handelt es sich um einen Einzelband. Wie unschwer am Titel zu erkennen ist, handelt es sich um eine Märchenadaption zu "Die Schöne und das Biest".

Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, für mich ist es jedoch das erste Buch, das ich von ihr lese. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig zu lesen und sie schafft es, in meinem Kopf mit ihren Beschreibungen auch Bilder entstehen zu lassen. Sehr wichtig natürlich, wenn man in diesem Genre schreibt. Ich konnte mir Emanio und Lerio und auch die Wälder rund ums Schloss und das Schloss selbst, sowie seine Bewohner gut vorstellen.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben von der Autorin jeweils eine eigene Geschichte erhalten, um entsprechende Tiefe zu schaffen. Emanio war mir jedoch fast etwas zu naiv. Seine Entwicklung hat mir allerdings gut gefallen und auch die von Lerio war schön zu lesen und auch nachvollziehbar. Obwohl es doch einige unterschiedliche Personen gab, konnte ich den Überblick gut wahren und die Personen auch immer zuordnen ohne groß überlegen zu müssen.

Die Geschichte an und für sich ist ja nichts Neues und das Ursprungsmärchen dürfte wohl so jedem bekannt sein. Daher bot es auch hier jetzt nicht wirkliche Überraschungen. Es war recht durchschaubar und die Enthüllungen, wer hinter was steckt, waren jetzt keine solchen für mich. Mir war schnell klar, wer hinter welchen Taten steckt. Das hat mir aber zu keinem Zeitpunkt die Freude am Lesen dieser Geschichte genommen.

Wirklich gut umgesetzt fand ich von der Autorin das Thema, dass sich hier zwei gleichgeschlechtliche Menschen ihrer Gefühle füreinander bewusst werden. Sie stellt es nicht in den Vordergrund, sondern integriert es. Finde ich super, denn es sollte doch vollkommen egal sein, wen man liebt.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn alles sehr vorhersehbar war. Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.

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