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Veröffentlicht am 02.10.2021

Ein düster erzählter Psychothriller mit Tiefgang...

Die Dornen der Stille
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Zum Buch: Der 63-jährige Alexander Martin steht eines Tages bei der Polizei in West Vancouver, um ein Verbrechen zu verhindern. Aber so einfach ist es nicht. Über sein Tagebuch, welches er mitgebracht ...

Zum Buch: Der 63-jährige Alexander Martin steht eines Tages bei der Polizei in West Vancouver, um ein Verbrechen zu verhindern. Aber so einfach ist es nicht. Über sein Tagebuch, welches er mitgebracht hat, schälen der Ermittler Abbott und sein Kollege Weire die Wahrheit ans Licht. In Rückblicken erfahren wir, wie Alex´ Leben verlaufen ist und warum er nie länger mit einer Frau zusammengeblieben ist. Alles fing an, als der Nachbarsjunge David bei ihnen einzog…

Meine Meinung: Die Erzählweise in diesem Buch muss man schon mögen. Meistens erzählt Alex aus der Ich-Perspektive die Geschichte durch seine Tagebucheinträge. Diese sind aber nicht kurz und knapp, sondern es ist eine Erzählsichtweise. Abbott und sein Kollege müssen eine Serie von Vergewaltigungen und Morden aufklären und irgendwie haben all diese Fälle mit Alex oder/und David zu tun. Es entsteht ein Katz- und Maus-Spiel, denn David schwebt immer wie ein Damoklesschwert über der ganzen Geschichte. Wem trauen die Kommissare die Morde eher zu? Wer hatte ein Motiv?

Der Schreibstil ist sehr melancholisch und erzeugt eine düstere Grundstimmung, die auch das ganze Buch über anhält. Die Kapitel sind nicht zu lang, so dass man ganz flüssig lesen kann. Die Charaktere sind natürlich stark gezeichnet, es wird ihnen auch viel Raum gegeben. Alex verliert sich quasi in seiner Stille und David in seinen blutrünstigen Geschichten. Die anderen Charaktere sind zwar wichtig für Alex und bleiben dennoch nur Randfiguren.

Das Ende war völlig überraschend, niemand konnte damit rechnen! Aber hier muss ich auch sagen, dass es für mich ein wenig verwirrend war und ich für das Ende einen Stern abziehe. Obwohl ein Psychothriller natürlich genauso ausgehen muss, fand ich es ein wenig zu kurios. Dennoch wurde ich sehr gut unterhalten und mir hat die atmosphärische Stimmung gut gefallen!

Mein Fazit: Schon ein Glanzstück, was Astrid Korten hier erschaffen hat! Wer auf Psychothriller in einer düsteren, beklemmenden Atmosphäre mag, ist hiermit gut beraten! Alleine die schöne Sprache hat für mich ein Extra-Sternchen verdient!

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Veröffentlicht am 27.09.2021

Janus ist zurück und richtet ein absolutes Chaos an...

Stadt des Zorns
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Zum Buch: Janus ist zurück… Der Psychopath Aurel Zargert, der im ersten Teil im Schloss Marienburg eine Gruppe angeblicher Versuchspersonen fast komplett umgebracht hat mit seinen irren Escape-Room-Spielen, ...

Zum Buch: Janus ist zurück… Der Psychopath Aurel Zargert, der im ersten Teil im Schloss Marienburg eine Gruppe angeblicher Versuchspersonen fast komplett umgebracht hat mit seinen irren Escape-Room-Spielen, treibt nun sein Unwesen in Köln. Sein Ziel ist Hannah, die letzte Überlebende des Spiels. Leider tappt sie auch prompt in seine Falle…

Meine Meinung: Zuerst einmal muss ich sagen, dass dieses zwar der zweite Teil um Janus ist, aber es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Teil zu kennen. Der Autor streut hier immer wieder ein, worum es im ersten Teil ging und man versteht die Geschichte auch so. Aber ich würde trotzdem dazu raten, weil das erste Buch einfach richtig toll war!

Leider kam der zweite Teil hier nicht so ganz mit. Meiner Meinung nach wurde die Spannung viel zu spät aufgebaut, so dass ich schon fast die Hälfte gelesen hatte, bis ich das Nägelkauen angefangen habe! Aber dann wird es so richtig gut!

Dieses Mal ist eine Gruppe Umweltaktivisten Janus auf den Leim gegangen. Die ganze Gruppe wird in der Kölner Kanalisation eingesperrt und Hannah stößt dann dazu. Natürlich traut ihr keiner der Gruppe über den Weg und sie wird zeitweise sogar verdächtigt, der Komplize von Janus zu sein.

Der LKA-Kommissar Bernd Kappler, zu dem Hannah mittlerweile ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut hat, versucht, sie und die Gruppe zu retten. Leider ist er lange Zeit der einzige, der an Janus als Täter denkt. Denn die ganze Stadt Köln scheint durch die Aktion der Umweltaktivisten in ein Chaos gestürzt zu sein und niemand nimmt ihn wirklich ernst.

Das Ende fand ich richtig gut, weil es sich stark von dem Ende im ersten Teil unterscheidet. Warum, kann ich leider nicht verraten!

Mein Fazit: Auch, wenn hier meiner Meinung nach der Spannungsbogen später kommt – er kommt auf jeden Fall! Und darum empfehle ich das Buch auch unbedingt weiter! Es sind wieder tolle, kreative Ideen des Autors dabei!

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Hochaktuell und realistisch dargestellter Thriller!

Klima
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Zum Buch: Der junge Datenanalyst Tom Smith hat gerade frisch beim FBI angefangen, als er von seinem Commander mit in die Task-Force „Green Man“ beordert wird. Green Man zerstört Bauwerke, die die Umwelt ...

Zum Buch: Der junge Datenanalyst Tom Smith hat gerade frisch beim FBI angefangen, als er von seinem Commander mit in die Task-Force „Green Man“ beordert wird. Green Man zerstört Bauwerke, die die Umwelt bedrohen. Für manchen Umweltschützer ist er mittlerweile eine Art Volksheld geworden.

Tom ist Brennan aufgefallen, weil er anders denkt als die meisten und sich gut in den Umwelt-Terroristen hineinversetzen kann. Doch je näher sie dem Green Man kommen, desto mehr muss sich Tom fragen, in wieweit der Terrorist die Welt vor dem Untergang beschützt. Heiligt hier jeder Zweck alle Mittel? Und während Tom sich das fragt, läuft die Zeit gegen ihn…

Meine Meinung: In das Buch habe ich einen guten Einstieg gefunden. Zuerst lernt der Leser Tom Smith kennen und mögen. Er ist zwar noch sehr unerfahren auf seinem Gebiet, hat aber ein untrügliches Gespür dafür, wie Terroristen, die nicht entdeckt werden wollen, denken. Und so steigt er ziemlich schnell beim FBI auf. Nicht zuletzt aber auch, weil sein vor kurzem verstorbener Vater und Commander Brennan ein Geheimnis teilten… Toms Schwester redet ihm ins Gewissen, dass er den Green Man auf gar keinen Fall fassen darf, denn wenn er nicht auf die tickende Uhr unserer Welt hinweist, wer dann?

Dann erfahren wir mehr über den Green Man und seinen Hintergrund. Und natürlich ist das auch ein ganz sympathischer Typ mit viel Empathie. Sonst würde er sein Leben nicht für diese Sache aufs Spiel setzen. Und nicht nur seines, sondern auch das seiner Familie.

Im Prinzip ist das hier ein Katz-und Maus-Spiel, nur, dass es hier keinen wirklichen Sieger gibt. Ich finde die Story und deren Verlauf wirklich gut, nur an Spannung hat es mir ein wenig gefehlt. Das Ende ist natürlich nochmal ein Knaller und hat mir außerordentlich gut gefallen!

Der Schreibstil ist gut, man kann das Buch flüssig durchlesen. Die Perspektiven wechseln immer und man ist zwischen den beiden Seiten hin- und hergerissen.

Mein Fazit: Ein tolles, aktuelles Thema, was zu Diskussionen anregt. Heiligt der Zweck die Mittel? Das fragt sich der Leser hier auch öfter. Ich wurde gut unterhalten und vergebe hierfür 4 gute Sterne!

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Veröffentlicht am 04.09.2021

Wer glaubt die alten Spukgeschichten?

Die Villa Price
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Zum Buch: Die junge Immobilienmaklerin Audrey bekommt den Auftrag, die alte Villa Price zu verkaufen, die seit über 20 Jahren unbewohnt ist. Als es plötzlich einen Interessenten gibt, macht sie sich das ...

Zum Buch: Die junge Immobilienmaklerin Audrey bekommt den Auftrag, die alte Villa Price zu verkaufen, die seit über 20 Jahren unbewohnt ist. Als es plötzlich einen Interessenten gibt, macht sie sich das erste Mal auf den Weg dorthin. Alte Spukgeschichten umranken das Haus. Audrey möchte sich selbst ein Bild machen. Diese Nacht alleine in der Villa wird sie wohl nie vergessen…

Meine Meinung: Das ist ein Buch ganz nach meiner Fasson! Ich liebe ja solche Spukgeschichten! Die Autorin kommt hier auch schnell zur Sache. Es ist ja auch eine Kurzgeschichte, deshalb darf man jetzt nicht völlig ausgearbeitete Charaktere erwarten. Aber das ist nicht von Belang. Denn hier kommt es auf die Gänsehaut an, die der Leser auf jeden Fall bekommt! Der Schreibstil ist sehr flüssig und man hat das kleine Büchlein schnell durchgelesen. Aber – in der Kürze liegt oft die Würze!

So auch hier! Man möchte hier auf keinen Fall mit Audrey tauschen! Sie ist sehr mutig und traut sich richtig was… das wird ihr fast zum Verhängnis… Aber ihr müsst die Geschichte selber lesen! Das Ende überrascht auf jeden Fall!

Mein Fazit: Ein sehr kurzweiliges, unterhaltsames Buch, was zwar nicht viele Seiten, dafür Gänsehautgefühle bereithält! Ich vergebe hier gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Ist Andrew ein Mörder?

Blackout
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Zum Buch: Der Schriftsteller Andrew Danner wacht im Krankenhaus auf und erfährt folgendes: Man hat ihm einen Gehirntumor entfernt und ihn blutüberströmt mit der Leiche seiner Ex-Freundin aufgefunden. Hat ...

Zum Buch: Der Schriftsteller Andrew Danner wacht im Krankenhaus auf und erfährt folgendes: Man hat ihm einen Gehirntumor entfernt und ihn blutüberströmt mit der Leiche seiner Ex-Freundin aufgefunden. Hat er diese unfassbare Tat begangen? Andrew selbst weiß es nicht, da er sich an nichts erinnern kann. Aufgrund dieser Amnesie wird er vor Gericht freigesprochen. Aber sicher ist er sich selbst nicht… Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord und Andrew wird erneut verdächtigt.

Meine Meinung: Ich sage mal so, dieser Thriller braucht ein bisschen Zeit. Zeit, um in die Geschichte hineinzukommen und auch um mit dem Schreibstil klarzukommen. Also mir ging es jedenfalls so. Die Sprache, die hier verwendet wird, war für mich anfangs etwas komisch. Aber man kommt hinein. Und es ist wirklich ein gut ausgeklügelter Plot mit vielen Verdachtsmomenten und tollen Wendungen!

Die Charaktere sind schon stark beschrieben. Andrew, von seinen Freunden nur Drew genannt, ist eigentlich ein sehr egoistischer Mensch. Er macht alles nur zu seinem Vorteil. Aber ich glaube, das läuft unterbewusst ab, denn auf der anderen Seite ist er ein ganz netter Kerl mit einem guten Herz. Man leidet auf jeden Fall mit ihm mit, denn er weiß nicht, ob er wirklich anfängt, verrückt zu werden oder ob ihm jemand etwas in die Schuhe schieben will.
Auf seinem Weg durch seine eigenen Nachforschungen begleiten ihn ein paar wirklich gute Freunde, ohne die er echt aufgeschmissen wäre. Und die sind so herrlich schräg, einer wie der andere! Das hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen an diesem Buch!

Das Ende kam für mich unerwartet und hat mich wirklich umgehauen! Bis dahin wird der Leser das eine oder andere Mal in die Irre geführt, gerade auch, weil Drew seine eigene Geschichte als Geschichte aufschreibt!

Mein Fazit: Obwohl es manchmal ein wenig langatmig war, ist dem Autor hier ein toller Thriller gelungen, der mich fesseln konnte! Ich war öfter mal auf dem Holzweg und habe an der Hauptfigur gezweifelt… Ich würde das Buch weiterempfehlen!

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