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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2021

West und Ost

Die Enkelin
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Eine ausgezeichnete Erzählung, ganz wie man es von Herrn Schlink gewohnt ist. Inhaltlich umfasst es das Leben als junger Student in Ost und West (Berlin), das Aufwachsen, aber auch das Schicksal und vor ...

Eine ausgezeichnete Erzählung, ganz wie man es von Herrn Schlink gewohnt ist. Inhaltlich umfasst es das Leben als junger Student in Ost und West (Berlin), das Aufwachsen, aber auch das Schicksal und vor allem Familie.
Gekonnt gespickt mit Informationen, die man aus den Medien kennt, aber vergessen hat. Wie zum Beispiel die Ausbreitung sogenannter völkischer Dörfer im ländlichen Ostdeutschland.
Der Roman ist außerdem ein Spiel mit Kontrasten, schwarz und weiß. Ein Versuch zu erklären, wie rechtes Gedankengut vererbt wird und wie man in so einem Dunstkreis überhaupt lebt. Daneben der Großvater, ein gebildeter Buchhändler, Musikliebhaber aber einsam im Alter. Die Rebellion gegen die eigenen Eltern, Mutlosigkeit und Angst.
Und natürlich gibt es auch überraschende und traurige Momente. Viel Emotionen bei klarem Schreibstil. Alles für mich nah an der Realität, einfach gut.

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Veröffentlicht am 19.10.2021

Was, wenn?

Stell dir vor ...
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Zuerst einmal ein Lob an die Gestaltung und Haptik. Nachhaltig gedruckt auf höchstem ökologischen Standard, da kommt kein schlechtes Gewissen auf.
Das Buch fühlt sich einfach schon mal gut an.
Inhaltlich ...

Zuerst einmal ein Lob an die Gestaltung und Haptik. Nachhaltig gedruckt auf höchstem ökologischen Standard, da kommt kein schlechtes Gewissen auf.
Das Buch fühlt sich einfach schon mal gut an.
Inhaltlich trifft es den Zeitgeist, Fridays for Future und Extinction Rebellion sind auf der einen Seite Thema, was für mich aber weitaus inspirierender daherkommt, sind die fantasievollen Themen, wie man zu einer nachhaltigeren Zukunft kommt.
Jeder hat Möglichkeiten, man muss es nur angehen. Besonders gefallen hat mir der Einstieg in eine mögliche Welt von morgen. Gefolgt von den ganz unterschiedlichen Kapiteln/Wegen um dahin zu kommen. Auf aktuelle falsche Entwicklungen wird ausgiebig eingegangen, z.B. die negativen Seiten von social Media, Leistungsdruck in der Schule und der fortwährende Gewinnmaximierung seitens Staaten und Unternehmen. Wir wären definitv anders, wenn die Fantasie mehr Raum hätte. Das Buch liest sich gut und lässt einen nachdenklich zurück. Man hat den Drang jetzt etwas verändern zu wollen. Nun, ich werde meiner Fantasie freien Lauf lassen...

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Einfach nur brilliant!

Barbara stirbt nicht
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Zugegeben, für Männer ist dieses Werk weniger geeignet, sie würden vermutlich die Komik darin nicht so ganz verstehen. OK, machen wir die Schublade wieder zu. Ich wurde für meinen Teil jedenfalls bestens ...

Zugegeben, für Männer ist dieses Werk weniger geeignet, sie würden vermutlich die Komik darin nicht so ganz verstehen. OK, machen wir die Schublade wieder zu. Ich wurde für meinen Teil jedenfalls bestens unterhalten.
Manche Szenen konnte ich auch nicht für mich behalten, der Humor ist so staubtrocken, dass ich oft vor Lachen meinen Bauch halten musste. Erinnert entfernt auch an Loriot.
In jedem Fall ein guter Stoff um verfilmt zu werden. Vorausgesetzt, es hat die entsprechenden Schauspieler hinter dem Vorhang.
Aber bei aller Leichtigkeit geht es im Kern um ein trauriges Thema. So nach und nach fühlt man sich ein und auch mit den Darstellern. Gerade die Flapsigkeit im Schreibstil legen den Fokus auf die Krankheit Barbaras und das, was die Frau ausgemacht hat, als sie noch gesund war. Durch diesen Kontrast wird die Traurigkeit verstärkt. Das Unveränderliche ist schwer zu akzeptieren. Ausgerechnet, wenn man über sein halbes Leben miteinander Seite an Seite gelebt hat.

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Wein ist mein Gemüse oder Du bist, was Du isst.

Dumm gegessen!
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Ich wusste es schon immer. Es gibt nichts über ein Gläschen Vino. Das ist definitiv günstiger für den Körper als die gekauften hochverarbeiteten Lebensmittel aus dem Supermarkt.
Warum wird die Menschheit ...


Ich wusste es schon immer. Es gibt nichts über ein Gläschen Vino. Das ist definitiv günstiger für den Körper als die gekauften hochverarbeiteten Lebensmittel aus dem Supermarkt.
Warum wird die Menschheit gefühlt eigentlich immer dümmer? Gibt es da einen Zusammenhang mit der Ernährung? Warum trifft Alzheimer nicht alle Regionen auf der Welt gleich?
Warum sind Babygläschen und -milch schon suboptimal für die Kleinsten? Ob ich jetzt einen Apfel esse oder ein Glas Saft trinke ist doch das gleiche, oder? Was ist so schlimm an Zucker oder Glutamat?
Diesen Fragen und weiteren geht Herr Grimm in diesem Werk nach.
Der Schreibstil ist klar und sachlich, gespickt mit vielen Verweisen auf Entdecker, Studien, Büchern, Analysen, etc.
Besonders gut haben mir die aufgezeigten Verstrickungen (Interessenskonflikte) gefallen, z.B. zur Politik oder zum eigentlichen Auftraggeber der Fallstudie. Leider bewahrheiten sich viele der persönlich gehegten Befürchtungen. Nicht umsonst steckt da eine riesige Industrie dahinter. Das Wissen aus diesem Buch sollte eigentlich bereits in der Schule thematisiert werden. Damit alle möglichst gleiche Chancen auf ein gesundes Leben haben.

Fazit: für alle, die sich mit Ernährung befassen und dem Fertigfraß auf den Grund gehen wollen

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Veröffentlicht am 09.09.2021

besonders und ungewöhnlich

Das Glashotel
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Ein Roman mit Tiefgang, der Schreibstil ist sehr besonders. Literarisch umspielend, phasenweise dahin plätschernd aber manchmal auch einfach ergreifend.
Ein Werk abseits vom Mainstream.

Besonders das ...

Ein Roman mit Tiefgang, der Schreibstil ist sehr besonders. Literarisch umspielend, phasenweise dahin plätschernd aber manchmal auch einfach ergreifend.
Ein Werk abseits vom Mainstream.

Besonders das letzte Drittel hat mir außerordendlich gut gefallen. Man darf alle wesentlichen Charaktere, quasi über das Leben hinaus, begleiten. Trifft man im Leben die richtigen Entscheidungen? Was davon ist Schicksal und umungänglich? Wie verläuft das Leben, wenn man sich die perfekte Gelegenheit entgehen lässt?

Die Hauptperson, eine junge Frau namens Vincent, packt ihre Gelegenheit am Schopfe und wird die Geliebte eines reichen älteren Mannes. Recht unverblümt schildert sie die Aufgaben und Forderungen, die ein solches Arrangement mit sich bringt. Es handelt sich bei dem reichen Mann nämlich um den Eigentümer des wunderbaren Luxushotels am Ende der Welt. Genau dort lernt er Vincent kennen, an der Bar, sie mixt die Cocktails.
Die Personen und Orte werden ausgezeichnet umschrieben, das gelingt einfach ohne viel Worte. Gerne wäre man selbst Gast im Glashaus.

Eine Leseempfehlung für alle, die das Besondere suchen.

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