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Veröffentlicht am 06.11.2021

Spannend und witzig zu gleich

Frau Morgenstern und die Verschwörung
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Violetta Morgenstern arbeitete nach ihrer Pensionierung als Vollstreckerin im Namen des Staates. Hier konnte sie ihren Hang zur Selbstjustiz ausleben. Gemeinsam mit dem Ex-Söldner Miguel Schlunegger teilte ...

Violetta Morgenstern arbeitete nach ihrer Pensionierung als Vollstreckerin im Namen des Staates. Hier konnte sie ihren Hang zur Selbstjustiz ausleben. Gemeinsam mit dem Ex-Söldner Miguel Schlunegger teilte sie sich ein Büro. Beide arbeiteten zusammen als Team. Bei Auftragsmorden kannten sie den Grund nicht. Gerade bekamen sie einen neuen Auftrag. Sie sollten Gabriele Ferrara, einen Kardinal und Direktor der Vatikanbank, eliminieren. Der Kardinal befand sich gerade im Kloster St. Michael. Das Ableben sollte nach einem natürlichen Tod aussehen. Doch bevor sie ihren Auftrag erledigen konnte, kam ihnen jemand zuvor und tötete Gabriele Ferrara durch einen Schuss.

Der Krimi glänzt nicht nur durch eine ungewöhnliche Krimihandlung, sondern der Autor hat ein Gespür für wunderbare Dialoge, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann. Die beiden Hauptprotagonisten Violetta und Miguel sind gut herausgearbeitet und bilden ein tolles Team. Ich mag ihre kleinen Sticheleien untereinander, die oft mit kleinen Lebensweisheiten gewürzt sind. Vieles ist durchzogen mit schwarzem Humor, flapsigen Sprüchen und wird gekrönt durch viel Wortwitz. Ein Krimi, der aus der Masse herausragt.

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Spannend bis zur letzten Seite

Verloschen: Thriller
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Rechtsmedizinerin Julia Schwarz ist durch ihren Beruf viel gewohnt. Als sie von Kriminalkommissar Florian Kessler zu einem Containerplatz gerufen wird, verschlägt es ihr die Sprache. In einem abgeklebten ...

Rechtsmedizinerin Julia Schwarz ist durch ihren Beruf viel gewohnt. Als sie von Kriminalkommissar Florian Kessler zu einem Containerplatz gerufen wird, verschlägt es ihr die Sprache. In einem abgeklebten Container befand sich festgeschnallt auf einer Liege eine tote Frau. Auf dem Kopf trug sie eine Wollmütze und darunter kamen frisch angenähte Ohren zu Tage, die eher von der Größe zu einem Mann passten. Bei den Ermittlungen mussten sie von einem weiteren Opfer ausgehen.

Auch mit ihrem neuen Band um die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und dem Kriminalkommissar Florian Kessler ist Catherine Shepherd wieder ein spannender Thriller gelungen. Gekonnt sind unterschiedliche Perspektivwechsel eingebaut und durch diesen Erzählstil hat es die Autorin wieder geschafft, die Spannung auf hohem Niveau zu halten und immer noch zu steigern. Catherine Shepherd versteht es, die Leserschaft mit spannenden Entwicklungen am Ball zu halten und immer wieder aufs Neue zu fesseln, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Bis zum Schluss habe ich mit gefiebert. Wer bereits einen Thriller von Catherine Shepherd gelesen hat, weiß, dass die Lösung des Falles immer eine Überraschung bietet.

Mich hat dieser rundum gelungene Thriller wieder gepackt und sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 29.10.2021

Ausflug in die Vergangenheit von Berlin

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch
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Auch in dem zweiten Band um die Polizeiärztin begleite ich Magda Fuchs bei ihrer Arbeit in Berlin. Gerade wurde das Jahr 1922 eingeläutet. Schlagartig endet der Silvesterball für Magda und Kommissar Kuno ...

Auch in dem zweiten Band um die Polizeiärztin begleite ich Magda Fuchs bei ihrer Arbeit in Berlin. Gerade wurde das Jahr 1922 eingeläutet. Schlagartig endet der Silvesterball für Magda und Kommissar Kuno Mehring. Doris Kaufmann aus der Pension Bleibtreu lag verletzt auf den Fliesen. Jemand hatte offenbar mit einem Messer auf sie eingestochen. Es waren viele Zeugen in der Nähe, doch keiner hatte in dem Gedränge etwas gesehen. Einen Tag später wird Magda erneut zu einem Verbrechen gerufen. Eine junge Frau wurde lebensgefährlich verletzt und hat sich noch zu ihrem kleinen Sohn geschleppt, um den Säugling ein letztes Mal zu versorgen. Nach Durchsicht der Revierakten kamen weitere Opfer hinzu. Alle hatte dasselbe Alter und der Stich wurde stets an der gleichen Stelle ausgeführt, gleichzeitig ließen sich alle bezahlen, nur eine junge Frau viel aus dem Rahmen.

Nach dem ersten Band war ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und wurde nicht enttäuscht. Das Buch umfasst die Zeit von 1922 – 1924 in der ich Magda Fuchs begleite. Gekonnt vermittelt das Autorenduo die medizinischen sowie die gesellschaftlichen Probleme der damaligen Zeit. Sehr bewusst wird auf die Stellung der Frau Anfang des 20. Jahrhunderts hingewiesen, aber auch die Inflation ist ein Thema. Neben Magda Fuchs entwickeln sich die weiblichen Hauptprotagonisten weiter und zeigen ein harmonisches Zusammenspiel.

Das Autorenduo glänzt mit viel Atmosphäre. Die historische Kulisse von Berlin wird sehr ansprechend und authentisch beschrieben. Unterstrichen wird dieses noch durch die eingestreuten Wörter und Sätze im Berliner Dialekt. Durch die bildhaften Beschreibungen sah ich nicht nur die großen Villen, sondern auch die Armenviertel mit ihren dunklen Hinterhöfen. Zur Orientierung gibt es im Buch einen Stadtplan aus dem Jahr 1923 von Berlin und ein Register mit den wichtigsten Personen.
Für mich hat sich das Buch wieder zum Pageturner entwickelt, der mich von Beginn an gefesselt hat. Nun bin ich schon auf die Fortsetzung gespannt.

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Veröffentlicht am 24.10.2021

Die Entwicklung zur Schokoladenfabrik

Die Schokoladenfabrik - Die Tochter des Apothekers
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Anna Sophia ist stolz auf ihre selbsthergestellten Kräuterbonbons, die nicht nur ihrer Schwester Julie die Stimme wiedergegeben haben, sondern die nun auch von ihrem Vater Gottfried in der Apotheke verkauft ...

Anna Sophia ist stolz auf ihre selbsthergestellten Kräuterbonbons, die nicht nur ihrer Schwester Julie die Stimme wiedergegeben haben, sondern die nun auch von ihrem Vater Gottfried in der Apotheke verkauft werden. Gottfried würde es gern sehen, wenn der Apothekergeselle August seine Tochter Anna Sophia heiraten würde, denn er sieht in August den Sohn, den er nicht hatte. Als Gottfried plötzlich erkrankt und keiner ihm helfen kann, fällt der Verdacht von Anna Sophia auf August, der den Vater vergiftet haben soll, um an die Apotheke zu gelangen.

Aus Kindertagen kannten sich bereits Franz Stollwerck und Anna Sophia. Um nicht den Kramladen seines Vaters zu übernehmen, hatte Franz das Bäckerhandwerk erlernt und kehrt nun nach Jahren der Wanderschaft zurück in seine Heimatstadt Köln. Als Franz und Anna Sophia heiraten, schwor August, dass Anna für die Abfuhr leiden muss.

Dieses ist der erste Band und zeigt die Entwicklung zur Schokoladenfabrik. Rebekka Eder wurde inspiriert durch die wahre Geschichte der Kölner Familie Stollwerck und den Beginn ihres Schokoladenimperiums. Das Buch ist in vier Teile aufgegliedert und umfasst die Zeit von 1838 bis 1849. Gekonnt hat die Autorin nicht nur die Geschichte der Familie Stollwerck, sondern auch die historischen Ereignisse wie die politischen Spannungen, sozialen Ungerechtigkeiten und den Kampf um Gleichberechtigung miteinander verwoben. Durch die Erzählweise wird der Zeitausschnitt in seiner Entwicklung und den Folgen auf das Alltagsleben der Menschen spürbar. Historische und fiktive Personen spielen ausgezeichnet zusammen und bereichern das Geschehen. Hilfreich ist das Personenregister am Ende des Buches.

Mich hat dieser historische Roman schnell in seinen Bann gezogen. Er bot mir unterhaltsame Lesestunden und nun freue ich mich bereits auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Die Welt der Düfte

Das Haus der Düfte
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Isabell, die Mutter von Anouk, hat die Normandie verlassen, um sich eine neue Existenz in der geerbten Apotheke aufzubauen. Anouk träumte schon in jungen Jahren davon als Parfümeurin arbeiten zu dürfen. ...

Isabell, die Mutter von Anouk, hat die Normandie verlassen, um sich eine neue Existenz in der geerbten Apotheke aufzubauen. Anouk träumte schon in jungen Jahren davon als Parfümeurin arbeiten zu dürfen. Ihre Mutter hielt von dieser Idee nichts. Die Erfahrungen von Anouk in der Apotheke reichten nicht aus, eine Stelle in den namhaften Parfümhäusern zu erhalten. Durch Zufall traf sie auf Stephane Girard, der aus Grasse, dem Ort des Inbegriffes der Parfümherstellung, war. Er war beeindruckt von ihrem ausgeprägten Geruchstalent und lud sie ein mit ihm nach Grasse zu seiner Familie zu kommen. Das Talent von Anouk weckte Erinnerungen an Florence Girard, die vor fünfzig Jahren den Erfolg des Unternehmens eingeleitet hat. Anouk wird von der Familie unterstützt und merkt frühzeitig, dass die Girards mit der Familie Bonnet in einer Fehde leben. Als sich Anouk verliebt, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Wird sich der Traum von Anouk erfüllen?

Pauline Lambert hat einen wunderbaren Erzählstil, der mich sofort gefangen genommen hat, denn es ist ihr mühelos gelungen mich in die Geschichte hineinzuziehen. Die Gegend in Südfrankreich und um Grasse ist farbig geschildert, man hatte die bunten Blumenfelder direkt vor Augen beim Lesen. Die Aromen der vielen Düfte sind sehr bildhaft beschrieben, so dass ständig Wohlgerüche die Nase umwehen. Durch die gute Recherche fand ich es faszinierend mehr über die Herstellung von Parfüm und die Vermarktung zu erfahren.

Das Buch ist in sieben Teile untergliedert, die abwechselnd die Zeit von 1925 – 1929 und die Zeit von 1951 – 1953 behandeln. So setzt sich die Geschichte der Familie Bonnet sowie der Familie Girard nach und nach wie Puzzlestücke zusammen. Man erfährt, wie sich die Feindschaft zwischen den rivalisierenden Familien entwickelt hat und gleichzeitig stößt man auf ein Familiengeheimnis.
Ein unterhaltsamer Roman, der mir angenehme Lesestunden bereitet hat.

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