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Veröffentlicht am 22.05.2022

Ich habe leider mehr erwartet

More than Words
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Als die 11 Jährige Jessie in einem heruntergekommenen, verwitterten Zugwaggong auf den 12 Jährigen Callen trifft, weiß sie zwar sofort, das er ihr Prinz sein wird, mit dem sie die nächsten Abenteuer meistert, ...

Als die 11 Jährige Jessie in einem heruntergekommenen, verwitterten Zugwaggong auf den 12 Jährigen Callen trifft, weiß sie zwar sofort, das er ihr Prinz sein wird, mit dem sie die nächsten Abenteuer meistert, aber noch nicht, welches das letzte sein wird.

Mit ihrem neuesten Werk hat Mia Sheridan es mir schwer gemacht. So richtig greifen kann ich das Problem nicht, allerdings war etwas mehr als die Hälfte des Buches ein richtiger Kampf in doppelter Hinsicht.

Jessie ist eine zarte, liebevolle Seele. Sie hat einige positive Eigenschaften an sich, aber sie verströmt öfters mal diese Aura der Naivität. Es machte mich fast schon ungehalten, weil sie trotz ihres Wissens und der Erfahrungen mit ihrer Mutter, Erlebnisse erträgt, ohne das zu hinterfragen. Jessie rennt offenen Auges in den Sturm und auch wenn ich sie für ihren Mut bewundere um Callen und für ihre Gefühle zu kämpfen, kam ich nicht umhin ein wenig die Nase über sie zu kräuseln.

Bei Callen ist es leider das Gleiche. Vom Prinzen zum Playboy hat er sich nicht gerade in die beste Richtung entwickelt und doch bringt die erneute Begegnung mit Jessie ihn auf andere Wege. Das Problem bei ihm ist seine zweigeteilte Form. Seine charmante, liebevolle Seite ist niedlich und ich mag sie. Es zeigt den Jungen von damals in den Tiefen seiner Seele. Die selbstzerstörerische Seite aber macht ihn mehr als unsympathisch und sie überwiegt leider auch noch die meiste Zeit.

Auf der einen Seite verstehe ich das Handeln der Charaktere durch ihre Vergangenheit und ich finde es toll, das Jessie über sich hinaus wächst. Auf der anderen Seite ist der Teil des Buches, der nur diese fast schon dunkle Zeit beschreibt, sehr lang gezogen und konnte mich emotional leider nicht so ganz mitreißen. Es war schwer sich in die Personen rein zu versetzen und ich blieb irgendwie oft der äußere Betrachter. Das war schade.

Interessant fand ich hingegen die eingeflochtene Geschichte der jungen Frau an Jeanne D’Arc’s Seite vor ein paar Jahrhunderten. Es gab dem Buch eine andere Note und begleitet uns bis in den Epilog. Davon war ich schwer beeindruckt und auch sehr im Herzen berührt.

Das Buch war in 3 Teile aufgeteilt und leider konnte nur der 3. mitnehmen und vor allem emotional berühren, was mir dann doch zu wenig war. Mia Sheridan hat einen tollen Schreibstil, aber bei “More than Words” fehlte mir einfach etwas, das ich nicht richtig erklären kann.

Ich würde das Buch daher nur bedingt empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.03.2022

Der Abschluss der Reihe war eher mau

The Rules We Break
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Schon in den ersten Bänden bekommen wir Informationen und kleine Momente, die Aufschluss über die Geschichte von LJ und Marisa geben. Ich war wirklich gespannt auf die Zwei, zumal sie mir sehr sympathisch ...

Schon in den ersten Bänden bekommen wir Informationen und kleine Momente, die Aufschluss über die Geschichte von LJ und Marisa geben. Ich war wirklich gespannt auf die Zwei, zumal sie mir sehr sympathisch geworden sind.

Nun erfährt man natürlich noch mehr. Marisa und LJ kennen sich schon seit der Kindheit und beide sind, ohne das der jeweils Andere Bescheid weiß, ineinander verliebt. Die Sache in der Geschichte, die mich leider bald wahnsinnig gemacht hat, war nichtmal das Hin und Her, das Rumgedruckse oder die ständigen Schritte zurück, statt nach vorne. Man kennt die Friends-to-Lover Geschichten ja und das Rad kann nunmal nicht neu erfunden werden. Aber manche Sachen gingen gar nicht und…

Das Heftige waren die Lügen.

Ich verstehe ja absolut, das man sich gegenseitig beschützen möchte und aufgrund diverser Umstände kann ich sogar ihre Intentionen irgendwie nachvollziehen. Aber das die Zwei sich so gut kennen sollen und dabei ihre ganze Freundschaft lang so stark lügen, das das ganze Gerüst, auf dem ihre Freundschaft aufgebaut ist, einfach traurig wirkt, fand ich wirklich schade. Wie kann man denn diese ganzen Sachen nicht bemerken? Ich war wirklich schockiert und die Art und Weise hat mich auch genervt.

Der Vierte und damit erstmal letzte Band der Fulton University Reihe hat mich zum Teil sehr berührt, weil die Probleme von Marisa wirklich heftig sind. Auch LJ hat ein großes Päckchen zu tragen. Dennoch konnte es nicht recht überzeugen und hat mich eher enttäuscht.

Ich fand trotz großer Ängste, die Sache nicht ganz authentisch. Natürlich handelt nicht jeder Mensch perfekt, aber für die Betonung ihrer “besonderen Freundschaft” waren mir da zuviele Lügen und vor allem zu viel Oberflächlichkeit.

Der Schreibstil ist ansonsten aber flüssig und locker, was mich schon über die Seiten fliegen lies.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Ich mochte die Charaktere

Fighting Hard for Me
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Als Sophie ihre Gefühle für Cole endlich hinter sich gelassen hat, beichtet er ihr von seinen. Natürlich kommt es nicht für sie in Frage jetzt zurück zum Ausgangspunkt zu gehen, also ist es für Sophie ...

Als Sophie ihre Gefühle für Cole endlich hinter sich gelassen hat, beichtet er ihr von seinen. Natürlich kommt es nicht für sie in Frage jetzt zurück zum Ausgangspunkt zu gehen, also ist es für Sophie ganz logisch. Cole muss die Gefühle wieder los werden und zwar mit ihrem 12 Punkte Plan. Klar, dass auch nur sie ihm dabei helfen kann.

Mit dem dritten Teil der Reihe hab ich mich schwer getan. Zwar hab ich beide Protagonisten schon verstanden. Sophie hat starke Verlustängste und Cole will sich ein Stück weit beweisen – was beides von Familie und Vergangenheit herrührt.

Aber Bianca Iosivoni hat so viel im Kopf der Beiden abspielen lassen, dass Dialoge von gefühlten 10 Sätzen über mehrere Seiten gezogen waren, weil so viele Gedanken zwischen die gesprochenen Sätze geschoben wurden, dass man irgendwann einfach den Fokus auf das ganze Gespräch verloren hat. Das hat die Geschichte einfach so langwierig gemacht und die Emotionen geraubt.

Ich habe zum Schluss oft überfliegen müssen um dem Ganzen noch die Chance zu geben mich zumindest in die angehende Liebesgeschichte zu reißen, sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich weg gelegt.

Ich fand es klasse, wie Cole und Sophie sich verändert haben. Das sie ein Stück weit erkannt haben, was schief läuft oder sie sich von sich selbst wünschen würden, und das sie danach erst aufeinander zu gegangen sind. Ich mochte ihre Charaktere und vor allem die fein ausgearbeiteten Eigenschaften und Wesenszüge, aber es blieb immer ein wenig zäh.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Tolles Setting, aber nicht so meins

Jack Frost. Geküsst von Eis und Schnee
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Auf eine Geschichte über Jack Frost hatte ich mich gefreut. Das Cover hat mich angesprochen und der Klappentext klang gut, also war es eher eine spontane Entscheidung das Buch von C. R. Scott zu lesen, ...

Auf eine Geschichte über Jack Frost hatte ich mich gefreut. Das Cover hat mich angesprochen und der Klappentext klang gut, also war es eher eine spontane Entscheidung das Buch von C. R. Scott zu lesen, denn ich kenne noch keins der Autorin.

Es hat auch super angefangen. Kristen ist eine starke, selbstständige junge Frau, die ein wenig der Einsamkeit verfallen ist. Als sie in einer echten Hauruck Aktion auf Jack Frost trifft, ist das wirklich cool gemacht. Es wird durch ein paar kurze Zusammentreffen Spannung aufgebaut, die geheimnisvoll und magisch wirken. Die Erklärungen sind authentisch und wie die Autorin das Geschehen der Erderwärmung eingebunden hat, fand ich großartig. Man nimmt davon auf jeden Fall viel mit und kommt, trotzdessen das der Kern der Geschichte eher eine Fantasystory ist, viel gedankliches Material mit, um sich unserem Umweltproblem zu stellen.

Jack ist ein Protagonist, den man fangirlen möchte. Seine Sichtweise, was den Umgang der Menschen mit der Erde angeht, ist mir absolut schlüssig und ich finde seine Gründe durchweg authentisch. Außerdem ist seine Unnahbarkeit natürlich faszinierend für uns Leser, wie auch für Kristen. Wer möchte nicht gerne das weiche Herz in der harten Schale finden?

Der Schreibstil war soweit locker und leicht, ein wenig langwierig ab und zu, sodass sich manche Seiten doch etwas langzogen aber ich kam über die Kapitel. Das Setting war wirklich schön und das hat mich teilweise schon in die Handlung gezogen. Allerdings hat die Geschichte ab einem Punkt für mich an Spannung verloren, da ich es vorhersehbar fand, welchen Plan Mutter Natur einschlagen möchte und dazu kommt das Ende des Buches. Es fühlte sich für mich einfach unnatürlich an und ich war enttäuscht. Die ganze Entwicklung war einfach unschön und hat mich traurig zurück gelassen. Mehr möchte ich nicht verraten, aber es ist einfach im Nachhinein gesehen, nicht so ganz meine Geschichte gewesen.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Die Vorgänger konnten leider mehr überzeugen

Moving Mountains
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Savannah hat es satt von ihren Eltern immer nur wie ein Kind behandelt zu werden. Jede wichtige Entscheidung wird über den Kopf der 21 Jährigen getroffen und das nur weil sie ein sensiblerer Mensch ist, ...

Savannah hat es satt von ihren Eltern immer nur wie ein Kind behandelt zu werden. Jede wichtige Entscheidung wird über den Kopf der 21 Jährigen getroffen und das nur weil sie ein sensiblerer Mensch ist, als andere. Die Depressionen machen Savy selbst nach langer Therapie noch oft zu schaffen und erschweren ihren Alltag, doch sie möchte sich nicht mehr aufhalten lassen. Eine Liste muss her, um Selbstvertrauen zu erlangen und ihren Eltern endlich die Stirn bieten zu können. Da kommt der attraktive, starke Maxx direkt richtig. Wäre da nur nicht die Wagenladung Päckchen auf seinen Schultern, welche die ganze Sache ein bisschen komplizierter machen.

Tami Fischer hat eine sehr leichte, gelungene Art ein Buch über so viele psychische Probleme zu erzählen. Die Emotionen gehen einem ganz schön an die Nieren und ich finde es sehr gut beschrieben, sodass auch Menschen, die die Probleme nicht haben, sich rein versetzen können. Mich hat die Authentizität ziemlich beeindruckt.

Savannah und auch Maxx sind sehr detaillierte Charaktere, die innerhalb der Geschichte einiges zu verarbeiten haben. Genau hier hatte ich ein kleines Problem. Die zwei denken so viel, dass die Dialoge und so manche Details aus dem Umfeld total verloren gingen. Sie wiederholen mir zu oft die gleichen Gedanken und treten dabei so stark auf der Stelle, dass sich das Ganze in die Länge zog. Natürlich ist es authentisch, dass beide Zeit brauchen zu wachsen und zu heilen. Aber die Umsetzung von Tami Fischer war mir nicht richtig ausgewogen. Ich fand den Alltag seltsam umgesetzt und hab mich daher nicht so komplett mitreißen lassen können.

Auch gerade die Nebencharaktere, die hier wichtig für manche Situationen gewesen wären, kamen einfach zu kurz. Sie blieben blass, dabei wäre es gerade für Maxx sehr wichtig gewesen sich mit so mancher Person auseinander zu setzen. Ich hab mich oft gefragt, warum eigentlich nie einer auftaucht und ihn fragt, ob er klar kommt. Es war seltsam und hat mir für ihn leid getan. Eigentlich denke ich nämlich, dass er gerade Creed und auch seinem Bruder eine wichtige Person ist. Aber da kommt es zu keinen oder nur wenigen Begegnungen.

Abschließend kann ich sagen, das “Moving Mountains” gut verarbeitet ist, was die Depressionen oder die nachfolgende Zeit nach einer Haftstrafe angeht, auch die Liebesgeschichte war soweit schön, aber mir hat einfach was gefehlt.

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