Schreib mal wieder einen Brief
Der schönste Grund, Briefe zu schreibenSara ist Briefträgerin in dem kleinen Dorf Porvenir. Sie ist alleinerziehende Mutter von drei Söhnen und die Nachricht, dass ihr Postamt geschlossen werden soll und sie nach Madrid versetzt werden soll ...
Sara ist Briefträgerin in dem kleinen Dorf Porvenir. Sie ist alleinerziehende Mutter von drei Söhnen und die Nachricht, dass ihr Postamt geschlossen werden soll und sie nach Madrid versetzt werden soll trifft sie sehr. Wie soll sie das schaffen? Damit Saras Vorgesetzten klar wird, dass die Dorfbewohner das Postamt brauchen und sie fleißige Briefeschreiber sind, fängt die 80jährige Rosa eine Briefkette an, um Sara zu helfen, aber auch für sich. Die Kette wird erstaunlicherweise nicht unterbrochen und die Briefe ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman, genau wie die vielen Zitate von bekannten Autoren zum Thema „Brief“, aber auch die Liebe spielt eine Rolle. Viele der Zitate fand ich sehr schön ausgesucht und treffend. Die Protagonisten des Buches sind mir im Laufe der Lektüre sehr ans Herz gewachsen. Ihre ganz unterschiedlichen Lebenswege und Auffassungen vom Leben offenbarten wunderbare Einblicke in das Dorf und die Menschen, in ihre Träume und Wünsche, ihr Leben, das oft nicht so verlaufen ist, wie sie es sich gedacht und/oder gewünscht hatten. Bei der Lektüre entsteht die Sehnsucht nach einem persönlichen, handgeschriebenen Brief, der so viel mehr bedeutet als eine schnell geschriebene Mail. Ein wunderschönes Buch, das noch lange nachwirken wird und das ich sehr empfehlen kann.