Ganz nett
FrostEigentlich war die isländische Thrillerserie rund um Kommissarin Hulda nach dem 3.Teil „Nebel“ abgeschlossen. Deshalb war ich überrascht und erfreut ( weil ich die Reihe sehr mochte) , dass jetzt eine ...
Eigentlich war die isländische Thrillerserie rund um Kommissarin Hulda nach dem 3.Teil „Nebel“ abgeschlossen. Deshalb war ich überrascht und erfreut ( weil ich die Reihe sehr mochte) , dass jetzt eine Fortsetzung oder ein Spin off dazu erschien und wollte dieses auch sogleich lesen.
In dieser Geschichte ist nicht Hulda die Hauptperson, sondern Helgi, ein Student für Kriminologie, der Hulda‘s Posten bei der der Polizei übernehmen soll, nachdem Hulda von ihrem Vorgesetzten Magnus in den vorzeitigen Ruhestand gedrängt wurde. Zunächst ist Helgi aber noch mit seiner Abschlussarbeit für sein Studium beschäftigt und recherchiert im Rahmen dieser zu einem 30 Jahre zurückliegenden Mordfall in einem Sanatorium für Tuberkulosekranke. Sein Fokus liegt dabei auf der Polizeiarbeit von damals, und schnell entdeckt er Ungereimtheiten, die ihn zweifeln lassen, dass der Fall wirklich aufgeklärt wurde.
Helgi ist jung, clever und sympathisch. Man kann sich gut vorstellen, dass er das Potential für einen guten Kommissar hat. Privat hat er in seiner Ehe aber große Probleme.
Die Kapitel von Jónasson sind wie gewohnt kurz und prägnant. Wir springen in verschiedene Zeitebenen und die Spannung ist nicht allzu hoch. Deshalb würde ich auch diese Geschichte als Spannungsroman aber nicht als Thriller bezeichnen. Der Fall ist nicht übermäßig spektakulär, aber unterhaltsam. Für Fans der Huldareihe ist das Buch eine nette Ergänzung.
Von mir gibt es 3,5 Sterne.