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Veröffentlicht am 19.05.2017

Bestes Buch der Reihe!

Scary Harry (Band 5) - Hier scheiden sich die Geister
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Inhalt:
Es ist Halloween im Radieschenweg! Doch anstatt sich mit seinem echten Skelett-Freund unter die Verkleideten zu mischen, hockt Otto allein zu Hause. Harold macht sich rar, denn sein neuer Boss ...

Inhalt:
Es ist Halloween im Radieschenweg! Doch anstatt sich mit seinem echten Skelett-Freund unter die Verkleideten zu mischen, hockt Otto allein zu Hause. Harold macht sich rar, denn sein neuer Boss Rufus Rattlebone hat knallharte Regeln aufgestellt: Diesseitsbesuche außerhalb der Dienstzeit sind ausdrücklich verboten! Gut, dass sich wenigstens der frisch aus dem Jenseits zurückgekehrte Onkel Archibald Zeit nimmt, mit Otto und Emily die Schneekugel in Gang zu setzen und eine Verbindung zu seinen Eltern in der Zwischenwelt aufzubauen. Sie erfahren, dass Ottos Eltern von einem Sensenmann mit Holzbein dorthin verschleppt wurden.
Als Otto eines Nachts ein gruseliger Schatten mit Holzbein auflauert und Harolds Boss ein ebensolches zu haben scheint, häufen sich die Zufälle ...

Meinung:
Otto bekommt Harold seit einiger Zeit nicht mehr oft zu Gesicht. Dies liegt an dessen neuem Boss Rufus Rattlebone. Rattlebone verbietet den Umgang mit Menschen sowie Besuche ins Diesseits. Auch Emily geht voll und ganz in ihrem Biologieprojekt mit Albert auf. Und dann sieht Otto nachts auch noch einen Schatten vor seinem Bett stehen und niemand scheint ihm zu glauben.

Mittlerweile geht die Scary Harry Reihe in die fünfte Runde und es geht genauso spannend und witzig weiter wie in den Vorgängerbänden. Ich finde sogar, dass dies der bisher beste Teil der Reihe ist. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass Otto und Emily sich in diesem Buch stark weiterentwickeln. Ich bin jetzt schon gespannt wie sich ihre Freundschaft im nächsten Buch entwickeln wird.
Aber auch die Dramatik und Spannung nimmt noch mal zu, denn die Suche nach Ottos Eltern wird immer konkreter.
Toll fand ich es, dass der lange vermisste Onkel Archibald in diesem Buch mit von der Partie ist und den Kindern mit seinem Wissen über das Jenseits zur Seite steht.
Auch auf Vincent die Fledermaus ist wie immer Verlass. Mit seinen frechen und teilweisen fiesen Sprüchen sorgt er für ordentlich Lacher.
Das schönste an dem Buch ist jedoch, dass der Leser etwas über Harolds Vergangenheit erfährt. Hiermit hätte ich nicht wirklich gerechnet, aber umso mehr habe ich das Wissen wie ein Schwamm aufgesaugt.

In diesem Buch werden so einige Fragen beantwortet, die man sich im Laufe der Reihe gestellt hat. Man merkt also deutlich, es geht dem großen Finale entgegen. Worauf ich mich einerseits sehr freue, andererseits werde ich Harold, Otto, Vincent und Co. schon jetzt fürchterlich vermissen.
Auch der Gruselfaktor spielt eine Rolle. Meistens dann, wenn der unheimliche Schatten bei Otto Zuhause auftaucht.
Der fast schon obligatorische Besuch im Jenseits darf in diesem Buch nicht fehlen - einfach nur toll.

Die Zeichnungen von Fréderic Bertrand sind wieder absolut genial und passen wie die Faust aufs Auge zu den Charakteren von Sonja Kaiblinger. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass in diesem Buch Vincent den Zeichner wohl sehr beeinflusst hat.

Fazit:
Band 5 der Reihe ist noch witziger, schauriger, abenteuerlicher und genialer als die Vorgängerbücher. Wer an dieser Reihe bisher vorbeigegangen ist, sollte unbedingt zu Band 1 greifen und in die Welt von Otto, Harold und Emily eintauchen. Euch erwartet ein grandioser Lesespaß!
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 19.05.2017

Entführt in 1001 Nacht

Zorn und Morgenröte
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Inhalt:
Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden ...

Inhalt:
Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein... Und doch werden sie magisch voneinander angezogen...

Meinung:
In Chorasan leben die Familien von jungen Frauen in großer Angst. Denn der mächtige Kalif erwählt jeden Tag eine Frau und behält diese über Nacht in seinem Palast, um sie am nächsten Morgen töten zu lassen. Dies ist auch mit Shahrzads bester Freundin Shiva passiert. Genau aus diesem Grund hat sich Shahrzad freiwillig gemeldet. Denn sie möchte Rache nehmen am mächtigen Herrscher und ihn töten. Doch dann kommt alles ganz anders...

Aufgrund des interessant klingenden Klappentextes ist mir das Buch schon länger ins Auge gefallen. Eine Geschichte die im Orient spielt und über die Märchen aus 1001 Nacht handelt? Muss ich haben! Natürlich hatte ich daher einige Erwartungen an das Buch und kann voller Überzeugung sagen, das es diese alle erfüllt, wenn nicht in manchen Punkten sogar übertroffen, hat. Das Thema ist mal etwas anderes, was einen als Vielleser sehr fasziniert. Und auch der Orient als Hintergrundkulisse konnte mich begeistern. Ich spürte förmlich den Sand der um mich herumwirbelte und die heißen Temperaturen der Wüste. Aber auch die Geschichten aus 1001 Nacht, die Shahrzad dem Kalifen Chalid erzählt, tun ihr übriges zu der besonderen Magie des Buches.

Die Charaktere wuchsen mir während des Lesens immer mehr ans Herz und ich war am Ende richtiggehend traurig nun für unbestimmte Zeit Abschied von ihnen zu nehmen.
Shahrzad ist eine aufgeweckte Hauptperson, die geradeheraus ist und jedem ihre Meinung sagt, egal ob dieser sie nun hören will oder nicht. Zudem ist Shahrzad dickköpfig und mutig. Ich mochte sie aufgrund all dieser Eigenschaften wahnsinnig gerne.
Aber auch der Herrscher von Chorasan, Chalid, hatte sofort einen festen Platz in meinem Herzen. Chalid versucht seit Jahren mit seinen Problemen alleine fertig zu werden. Seine Familie weist er oft von sich und leidet still und leise vor sich hin. Ich fand Chalid furchtbar faszinierend, da man hinter seinem harten Kern oftmals seine weiche Schale durchscheinen sieht.
Genauso bezaubert war ich von Jalal, dem Hauptmann der Palastgarde und Chalids Cousin, der eine sehr humorvolle Art an sich hat.
Auch Despina, Sharzads Dienerin, ist kein graues Mäuschen und hat es Öfteren mit Sharzads Dickköpfigkeit zu kämpfen.
Einzig allein Tarik, Sharzads Jugendliebe, konnte bei mir nicht immer punkten. Oftmals verliert er das Wesentliche aus den Augen und lässt sich von seinen Gefühlen leiten.

Die Geschichte wird nicht nur aus der Sicht von Shahrzad erzählt, sondern wir tauchen auch unter anderem in die Gedankengänge von Chalid und Tarik ein. So versteht man die Gefühle und Empfindungen der einzelnen Personen noch besser.
Das Geheimnis des Kalifen trägt zudem dazu bei, dass man ganz gefesselt an den Seiten klebt und sich nicht so schnell davon befreien kann.
Zum Glück ist das Ende kein ganz fieser Cliffhanger, aber trotzdem warte ich jetzt schon ungeduldig auf den zweiten Band der Dilogie.

Fazit:
"Zorn und Morgenröte" hat mich tief in den Orient geführt. Ich erlebte die Geschichten aus 1001 Nacht hautnah mit und verliebte mich in diese wundervollen Charaktere. Ich konnte mich der Magie des Buches einfach nicht entziehen und bin vollkommen hin und weg. Lest dieses Buch, denn es ist eine gelungene Abwechslung zu all den anderen Jugendbüchern.
5 von 5 Hörnchen!

Veröffentlicht am 10.05.2017

Möhrchenhafter Lesespaß für die Kleinen

Moppi und Möhre - Abenteuer im Meerschweinchenhotel
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Inhalt:
Als ihre Besitzer in den Urlaub fahren, müssen Moppi und Möhre ins Meerschweinchenhotel. Doch der Abschiedsschmerz währt nicht lange, denn das Leben hier ist herrlich: Es gibt Gurkeneis und Löwenzahnmilch ...

Inhalt:
Als ihre Besitzer in den Urlaub fahren, müssen Moppi und Möhre ins Meerschweinchenhotel. Doch der Abschiedsschmerz währt nicht lange, denn das Leben hier ist herrlich: Es gibt Gurkeneis und Löwenzahnmilch mit Strohhalm, die Heubergbetten sind kuschlig weich und man kann per Rutsche gleich zum Knabberbuffet sausen. Und dann sind da noch Elvis, Schäfi, Grufti und Nacki, mit denen man richtig was erleben kann. Doch als Schäfi in den Hotelpool fällt – ohne Schwimmflügel! – wird es Moppi und Möhre fast ein bisschen zu aufregend …

Meinung:
Die Kinder Annika und Louis verreisen zusammen mit ihren Eltern. Da die beiden Meerschweinchen Moppi und Möhre nicht mitreisen können, bringen die Kinder die beiden in ein Meerschweinchenhotel. Hier gibt es alles was ein Meerschweinchenherz sich erträumt: ein leckeres Knabberbuffet mit Gurkeneis und Löwenzahnmilch, kuschelige Betten, goldene Toiletten und eine lange Rutsche. Auch andere Meerschweinchen machen hier Urlaub und so lernen Moppi und Möhre nach und nach die anderen Bewohner des Hotels kennen.

Dieses Buch ist mir als erstes durch sein süßes Cover aufgefallen und auch der Klappentext klang nach einer knuddeligen Geschichte für kleine Tierfreunde.
Denn welches Kind würde sich nicht die Frage stellen: Wie geht es meinem Tier eigentlich in der Pension in dem wir es während des Urlaubs gelassen haben?
Anna Lott schafft es auf spielerische Art und Weise den Kindern zu vermitteln, dass sie keine Angst davor haben müssen ihr Tier für einen Urlaub lang abzugeben.

Moppi und Möhre sind die beiden Protagonisten des Buches. Moppi ist eher etwas faul und frisst für sein Leben gerne. Außerdem hat Moppi Höhenangst. Möhre ist der Kopf des Duos und ihr fallen ständig tolle Ideen und Lösungen für Probleme ein.
Im Hotel lernen Moppi und Möhre auch noch vier andere Meerschweinchen kennen.
Schäfi ähnelt so ein wenig einem Schaf und verliert andauernd ihre Haare. Das ist nicht immer so toll, gerade wenn der Berg voll Fressen plötzlich voller Haare von Schäfi ist.
Nacki ist ein Nacktmeerschweinchen, was einer Fleischwurst gar nicht so unähnlich sieht.
Elvis ist ein schwarzes Meerschweinchen, welches für sein Leben gerne laut und schräg singt.
Und dann haben wir da noch Grufty, der ein richtiger Griesgram ist und immerzu schlechte Laune zu haben scheint.

In diesem Buch spielt das Thema Freundschaft eine große Rolle, aber auch über das Gefühl verlassen worden zu sein wird hier gesprochen. Ich mochte die Botschaft die die Autorin den Kindern mit auf den Weg gibt und bin mir jetzt schon sicher, dass ich dieses Buch meinem Sohn in ein paar Jahren auf jeden Fall vorlesen werde.

Nicht vergessen möchte ich noch die zauberhaften Zeichnungen von Susanne Göhlich. Sie geben dem Buch noch mal eine ganz besondere Note. Die Bilder sind einfach nur goldig. Und ich bin mir sicher, dass ich das Buch in nächster Zeit noch des Öfteren in die Hand nehmen werde, nur um mir die Bilder noch einmal anzuschauen.

Fazit:
Ein kunterbuntes Meerschweinchenabenteuer erwartet die jungen Leser und ihre Eltern. Die wunderschönen Bilder geben dem Buch seinen ganz eigenen Charme. Und ich denke, dass das ein oder andere Kind nun beruhigter sein Haustier in einer Pension abgeben wird.
Verdiente 5 von 5 Meerschweinchen, ähhh Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Sehr gelungen, leider etwas kurz

Maybe not
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Inhalt:
Ein Mädchen als Mitbewohnerin in der WG? Nichts lieber als das, denkt Warren. Vor allem, wenn besagte Mitbewohnerin so überaus attraktiv und sexy ist wie Bridgette.
Doch Warren gegenüber verhält ...

Inhalt:
Ein Mädchen als Mitbewohnerin in der WG? Nichts lieber als das, denkt Warren. Vor allem, wenn besagte Mitbewohnerin so überaus attraktiv und sexy ist wie Bridgette.
Doch Warren gegenüber verhält sich Bridgette kaltschnäuzig und abweisend. Offensichtlich hasst sie ihn aufs Blut … oder doch nicht? Was, wenn die Leidenschaft, mit der sie ihn verabscheut, eine ganz andere Leidenschaft verbirgt? Genau die plant Warren aus ihr herauszukitzeln. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem Warren Gefahr läuft, sein Herz zu verlieren …

Meinung:
Warren ist überhaupt nicht davon begeistert in der reinen Männer-WG ein Mädchen mit aufzunehmen. Da er aber keine Miete zahlt, hat er kein Mitbestimmungsrecht und so zieht Bridgette bei ihnen ein. Bridgette ist kratzbürstig, zickig und abweisend. Eigentlich absolut nicht Warrens Typ. Dennoch fühlt er sich von ihr angezogen.

Da es sich hier um ein Spin-Off zu "Maybe Someday" handelt, war ich gespannt, ob ich dieses Buch auch lesen kann ohne das Hintergrundwissen aus dem ersten Band zu haben. Dies kann man und zwar ohne Probleme! Viel mehr erging es mir sogar so, dass ich unbedingt wissen wollte was in "Maybe Someday" passiert, so begeistert war ich von den Charakteren der WG und deren Nebengeschichten.

Auch wenn das Buch nur knappe 150 Seiten hat, hatte ich nie das Gefühl im Schnelldurchgang durch die Geschichte zu rasen. Ein ganz klein wenig länger hätte das Buch allerdings schon sein können, aber auch nur, weil ich einfach gerne noch mehr über Warren, Bridgitte und die anderen WG-Bewohner gelesen hätte, aber mir bleibt ja noch "Maybe Someday".

Warren ist mit seinem bisherigen Leben sehr glücklich, bis plötzlich Bridgitte auftaucht und ihn an den Rand der Verzweiflung treibt. Warren ist einfach ein Charakter den man gern haben muss. Er ist lebensfröhlich, ist immer gut für einen Streich, aber unterstützt seine Familie und Freunde wo er kann. Zudem fand ich es interessant eine Liebesgeschichte einmal aus der Sicht eines Mannes zu lesen.
Bridgitte ist für Warren ein Rätsel was er unbedingt knacken möchte. Sie ist kaltschnäuzig, stur und nicht im Stande Menschen in ihr Herz zu schließen. Ihre innere Zerrissenheit und Angst vor menschlicher Nähe hat mich berührt und nachdenklich gestimmt.
Die restlichen WG-Bewohner werden bei der Kürze des Buches natürlich nicht mit so viel Tiefe bedacht wie Warren und Bridgitte. Dennoch haben mich die Aktionen in der WG wirklich neugierig auf das Vorgängerbuch gemacht.

Natürlich kommt es auch zu Sexszenen zwischen Warren und Bridgitte. Die beiden fühlen sich zu Beginn nämlich rein sexuell voneinander angezogen. Ich finde, dass Colleen Hoover diese Szenen aber immer sehr schön beschreibt und sie nicht abgedroschen wirken.
Dies ist erst mein zweites Hoover-Buch, aber mittlerweile kann ich total verstehen, warum alle ihre Bücher so lieben.

Fazit:
Zwar hat dieses Buch nur knappe 150 Seiten, dennoch stecken in dieser kurzen Geschichte jede Menge lustige Charaktere, amüsante Streiche und Wortgefechte sowie ein Liebespaar bei dem es ganz gehörig knistert.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 04.04.2017

Ein wunderbarer Mix aus Abenteuer, Liebe und einem Hauch von Mystery

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans
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Inhalt:
Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent ...

Inhalt:
Gab es je ein abschreckenderes Beispiel für junge Bildungsreisende als Sir Henry Montague? Nach Montys Cavaliersreise wird der englische Adel seine Sprösslinge bestimmt nie wieder auf den Kontinent schicken! Irgendwie ist Monty immer in eine Tändelei verwickelt oder betrunken oder zur falschen Zeit am falschen Ort nackt (in Versailles! Am Hof des Königs!). Zwischen Paris und Marseille verlieren Monty, Percy und Felicity auch noch ihren Hofmeister, kämpfen gegen Wegelagerer und Piraten, gegeneinander (Monty und Felicity) oder gegen ihre Gefühle füreinander (Monty und Percy). Aber am Ende dieser abenteuerlichen Reise finden sie alle drei nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst.

Meinung:
Monty begibt sich zusammen mit seinem besten Freund Percy und seiner nervtötenden Schwester Felicity auf seine Cavaliersreise quer durch Europa. Monty ist sich bewusst, dass diese Reise ihm das letzte Mal die Möglichkeit zu all seinen Lastern geben wird. Denn nach der Reise soll er das Erbe seines Vaters antreten und Land und Haus verwalten. Dabei plant Monty doch viel mehr die Zeit mit Percy zu genießen. Denn seit kurzer Zeit hat Monty Gefühle für Percy entwickelt, die über die reine Freundschaft hinausgehen.
Ein turbulentes Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Dies ist mein erstes Königskinderbuch und nach dem lesen der Geschichte kann ich sagen, dass es definitiv nicht das letzte Buch des Verlags gewesen sein wird!
Schon oft habe ich gehört, dass die Bücher aus dem Königskinderverlag etwas ganz besonderes und wahre Schätze sein sollen. "Cavaliersreise" bietet hier keine Ausnahme. Selten habe ich ein Buch gelesen, was mich so berühren, mitnehmen und verzaubern konnte. Dabei springt man in diesem Buch quasi von einem Genre ins Nächste. Zum einen erleben wir hier eine Abenteuergeschichte mit jeder Menge spannenden Wendungen. Ich konnte meistens nicht erahnen was als nächstes passieren wird. Zum anderen ist da natürlich die zarte Liebesgeschichte zwischen Monty und Percy.
Dann darf aber auch ein Mystery-Part nicht fehlen, der für mich das Buch gekonnt abrundet.
Zwischen all den Zeilen stecken zudem tief berührende Botschaften an den Leser.

Monty wirkt auf den ersten Blick wie ein Lebemann und sorgloser Hallodri. Nach und nach erfährt der Leser allerdings mehr über Montys Vergangenheit und Beweggründe. Ich konnte sein Verhalten zwar nicht zu jeder Zeit nachvollziehen, dennoch ist Monty einfach ein Charakter den man gern haben muss.
Percy ist im Gegensatz zu Monty deutlich ruhiger. Er lebt zwar in einer adeligen Familie, dennoch ist er nicht gleichgestellt mit seinen Verwandten. Percy ist nämlich ein Schwarzer und wird daher von der besseren Gesellschaft nicht akzeptiert. Seine liebevolle Art macht es dem Leser jedoch einfach ihn zu lieben.
Das Trio komplettiert Montys Schwester Felicity. Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein Bücherwurm der keinen Sinn für Humor hat. Felicity ist jedoch der eigentliche Star des Buches. Sie ist willensstark, lässt sich von (fast) niemandem etwas sagen und besitzt wahnsinnig viel Mut. Ich würde mich freuen, wenn die Autorin irgendwann noch mal ein Buch über Felicity schreiben würde.

In diesem Buch geht es auch um die Beziehung zwischen zwei Männern. Was in diesem Zeitalter natürlich nicht so akzeptiert wurde wie zu heutigen Zeiten. Gerade wegen diesem Aspekt hat mich das Buch so fasziniert. Die kleinen Annäherungen zwischen Monty und Percy haben mir durchaus gut gefallen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus deutlich mehr auf der Liebesbeziehung der Beiden liegt.
Auch gibt es kleinere Längen im Buch, die ich aber aufgrund der sehr abwechslungsreichen Geschichte fast außer Acht lassen konnte.

Sehr gut gefallen haben mir die Anmerkungen der Autorin am Ende des Buches. Hier erklärt diese z.B. was es mit der Cavaliersreise zu damaligen Zeiten auf sich hat oder wie die Homosexualität gelebt wurde.

Fazit:
Dieses Buch muss man einfach gelesen haben. Es ist ein zauberhafter Buchschatz voller Abenteuer, Herzschmerz, Mut, Liebe und einem Hauch von Magie. Trotz zwei kleinen Kritikpunkten bekommen Monty und seine Freunde von mir knappe 5 von 5 Hörnchen.