Gefährliche Intrigen
Das Lied des VogelhändlersBisher hatte ich noch kein Buch von Autor Ralf H. Dorweiler gelesen, dabei lese ich eigentlich sehr gerne historische Romane. "Das Lied des Vogelhändlers" hat mich besonders angesprochen, weil ich die ...
Bisher hatte ich noch kein Buch von Autor Ralf H. Dorweiler gelesen, dabei lese ich eigentlich sehr gerne historische Romane. "Das Lied des Vogelhändlers" hat mich besonders angesprochen, weil ich die Werke von Walther von der Vogelweide noch aus meinem Germanistikstudium kenne und so toll fand. Für mich hätte er hier gerne noch stärker in den Vordergrund treten dürfen.
Die ganze Geschichte ist leicht zu lesen, obwohl es um so schwere Themen geht. Gerade die Kapitel mit Franziska beim Kreuzzug fand ich sehr berührend und eindrucksvoll. Ich mochte es auch, wie die Geschichte in zwei Strängen, zeitlich und örtlich versetzt, spielt, um sich dann am Ende zu verbinden. Manches war ein bisschen vorhersehbar, aber insgesamt hat mir die Erzählung gut gefallen. Ich mochte den Witz, den zum Beispiel Walther hat. Den Vogelhändler fand ich wirklich sympathisch, er hat es mir schon auf den ersten Seiten angetan. Als er einen gefährlichen Berg erklimmt, um ein Küken aus dem Nest zu holen, den Falkeneltern aber ihr zweites Küken lässt, weil es schon zu spät im Jahr für eine zweite Brut ist. Damit hatte ich ihn schon ins Herz geschlossen. Auch wie er sich um sein Mündel kümmert, fand ich herzerwärmend. Spannend ist hier die Pfeifsprache der Vogler, von der ich vorher noch nie gehört hatte. Aber ist ja einleuchtend, dass diese Verständigung im Wald besser funktoniert und auch die Tiere nicht aufschreckt.
Ein schöner historischer Roman, der alles hat, was man sich als Leser so wünscht, wie schon der Klappentext hinten sagt: Von Kreuzrittern, Minnesang und einem herzlosen Verrat.