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Veröffentlicht am 06.01.2022

herrlich unterhaltsam, wie auch berührend

Die Frauen von Schönbrunn (Die Schönbrunn-Saga 1)
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Schon als Kind liebt Emma es, ihren Vater, dem Veterinär der Menagerie, in den Kaiserlichen Zoo zu begleiten. Ihr größter Wunsch, wen wundert’s, ist es ebenfalls Tierärztin zu werden. Aber leider wird ...

Schon als Kind liebt Emma es, ihren Vater, dem Veterinär der Menagerie, in den Kaiserlichen Zoo zu begleiten. Ihr größter Wunsch, wen wundert’s, ist es ebenfalls Tierärztin zu werden. Aber leider wird Frauen ein Studium verwehrt. Um ihrer Tierliebe trotzdem nachgehen zu können, wird sie eine der ersten Tierpflegerinnen im Wiener Tiergarten Schönbrunn. Sie geht in dieser Aufgabe voll auf. Sieht ihren Job nicht nur in der Reinigung der Ställe und der Fütterung der Tiere, sie erkennt auch die sozialen Bedürfnisse der Tiere. Als dann der 1. Weltkrieg ausbricht, sich über die Jahre alles verknappt, die Existenz und die Berechtigung des Zoos bedroht bzw. angezweifelt wird, beginnt für sie ein täglicher Kampf ums Überleben.
Beate Maly gibt dem Leser einen wunderbaren Einblick in die Zeit des Wiener Zoos während des Krieges. Gleichzeitig ummantelt sie dies mit dem Schicksal von Emma. Das Buch hat mich in die damalige Zeit eintauchen lassen, um mit Emma und ihrer Schwester Greta mit zu bangen. Nicht nur der Zoo litt unter Existenzangst, auch die beiden Schwestern wissen oft nicht, wie sie ihren Schuldenberg abtragen sollen, ohne zu verhungern oder ihr Elternhaus zu verlieren. Mir ist es sehr leichtgefallen, mich in ihre Sorgen und Nöte einzudenken. Umso wütender wurde ich auch immer, wenn wieder ein „Seitenhieb“ vom stellvertretenden Zoodirektor oder vom nett tuenden Nachbarn ein unverschämt geringes Kaufangebot kamen. Ja, beim Lesen gehen die Gefühle rauf und runter und die Liebe spielt natürlich auch eine Rolle. Ich finde das Buch sehr lesenswert und gebe daher auch 5 Lese-Sterne. Wer Frauenromane mag, liegt mit diesem Buch total richtig.

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Veröffentlicht am 04.01.2022

gelungener 3. Teil – 100%ige Lese-Empfehlung

Das Zeichen
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Arne Stiller, Kryptologe beim K11 in Dresden, hat in seinen jahrzehntelangen Berufsjahren schon einiges an Brutalität erlebt. Aber als er diesmal am Tatort des in seinem Schlafzimmer ermordeten Stefan ...

Arne Stiller, Kryptologe beim K11 in Dresden, hat in seinen jahrzehntelangen Berufsjahren schon einiges an Brutalität erlebt. Aber als er diesmal am Tatort des in seinem Schlafzimmer ermordeten Stefan Mahner steht, muss selbst er sich zusammenreißen, um nicht gleich wieder den Raum zu verlassen. Das Opfer weist nicht nur massige Schlagverletzungen auf, es wurde ihm auch die Gesichtshaut entfernt. Ein Anblick, den man kaum ertragen kann. Wer ist zu so etwas fähig? Genau dieser Frage muss Arne Stiller nachgehen und wie immer ist ihm sein direkter Chef, Nathan Schuster, dabei keine Hilfe. Zwischen den beiden knistert es auch in diesem Fall wieder mächtig. Aber nicht vor Zuneigung und Liebe zueinander, sondern vor Verachtung und Missgunst. Genau das ist es, was auch den 3. Fall wieder so unterhaltsam und lebendig erscheinen lässt.
Der Täter hat in Mahners Schlafzimmer ein mit Blut geschriebenes Zeichen an der Wand hinterlassen - Alpha 55. Stiller kann sich anfangs keinen Reim auf dieses Zeichen machen. Erst als beim nächsten Opfer ein weiteres Symbol auftaucht, ahnt er den Sinn, der hinter diesen Zeichen steht. Aber bis dieser Fall geklärt ist, stehen muss Stiller noch viele Zusammenhänge aufdecken und dem Leser stehen noch viele spannende Leseseiten bevor. Denn eins ist sicher: mit diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet! Von mir gibt’s darum auch 5 absolut verdiente Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 04.01.2022

spannende Unterhaltung

Die Autopsie
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Dieser Krimi hat mich gefesselt, was sicher auch an der sehr guten Intonation der Vorleserin lag.
Wir lernen die ehrgeizige Medizinstudentin Julia Schwarz kennen. Die 24-jährige Studentin, die ihr Studium ...

Dieser Krimi hat mich gefesselt, was sicher auch an der sehr guten Intonation der Vorleserin lag.
Wir lernen die ehrgeizige Medizinstudentin Julia Schwarz kennen. Die 24-jährige Studentin, die ihr Studium sehr ernst nimmt, welches sie durch einen Job im Krankenhaus sowie der Arbeit als Tutorin für die Erstsemester finanziert. Julias Traum ist es einmal Rechtsmedizinerin zu werden. Aber jetzt gerät in ihrem Leben so einiges durcheinander. Ihr WG-Mitglied, Lennart, wird des Mordes verdächtigt. Julia kann nicht glauben, dass er zu so etwas fähig ist. Als sie dann in der Rechtsmedizin eine zweite Tote mit den gleichen Würgemerkmalen am Hals auf dem Seziertisch sieht, vertieft sie sich näher in die Todesumstände, ein Entschluss, der sie selbst schlussendlich in arge Bedrängnis bringt….
Ich empfand dieses Buch/Hörbuch als sehr kurzweilig und spannend. Julia mit ihrem Ehrgeiz mochte ich von Anfang an. Auch ihr Glaube an die Unschuld von Lennart, wo doch alles gegen ihn sprach, hat mich für sie eingenommen. Gleichzeitig bleibt aber bis zum Schluss offen, wer hinter den Morden steht, so dass Spannung garantiert ist. In meinen Augen ein lesenswerter Krimi, den ich gerne weiterempfehle und dem ich uneingeschränkte 5 Lese-Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

was für eine tapfere Frau, toller Lesestoff

Der Winzerhof – Das Prickeln einer neuen Zeit
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Henni steht vor den Scherben ihrer Vorfahren. Der Krieg hat die Sektkellerei, die ihr Großvater aufgebaut hat, stark beschädigt. Ein Wiederaufbau ist nur mit fremden Mitteln möglich. Doch wird es ihr gelingen ...

Henni steht vor den Scherben ihrer Vorfahren. Der Krieg hat die Sektkellerei, die ihr Großvater aufgebaut hat, stark beschädigt. Ein Wiederaufbau ist nur mit fremden Mitteln möglich. Doch wird es ihr gelingen von der Hausbank Malzer einen Kredit zu bekommen? Und wenn ja, zu welchem Preis????
Es ist mir leichtgefallen mich in den Roman einzulesen. Die Autorin vermittelt voller Gefühl, welche Sorgen und Nöte Henni, die jetzt das Familienoberhaupt der Familie Herzberg ist, antreiben. Henni, diese empathische junge Frau, muss an vielen Fronten kämpfen und dabei immer noch die anderen Mitglieder der Firma und der Familie aufrichten. Eine starke Frau, die man einfach gernhaben muss. Dabei erlebt sie in diesem Roman so viele Rückschläge und Seitenhiebe aus dem Familienkreis, dass ich es bewundernswert finde, dass sie dabei nicht verzweifelt aufgibt. Es hat mich stark berührt, wie Henni trotz allem ihre herzliche Art und ihren Kampf- und Familiengeist aufrecht gehalten hat. Ja ich gebe es zu, an manchen Stellen war ich zu Tränen gerührt. Dieser wunderbare Frauenroman hat 5 Lese-Sterne voll verdient und bekommt von mir eine 100%ige Lese-Empfehlung.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Einsamkeit empfindet jeder anders

Weil Träume unendlich sind
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Die Schwestern Ruth und Marlies haben seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr. Marlies weiß nicht einmal, ob Ruth noch lebt. Doch nun, nach einem Schwächeanfall, wird sie sich der eigenen Endlichkeit bewusst ...

Die Schwestern Ruth und Marlies haben seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr. Marlies weiß nicht einmal, ob Ruth noch lebt. Doch nun, nach einem Schwächeanfall, wird sie sich der eigenen Endlichkeit bewusst und hat mit ihren 81 Jahren nur noch einen Wunsch: sie möchte ihre Schwester Ruth noch einmal sehen.
Wir lernen in diesem Buch die Geschichte von Ruth kennen. Einem jungen Mädchen, dass nur einen Traum hat: sie möchte Physik studieren, wissenschaftlich arbeiten. Aber da Marlies sich für den Widerstand gegen die Doktrin der DDR-Regierung und ihrer Handlanger engagiert, ist ihr dieser Weg verbaut. Ruths Traum aber bleibt, ist fest in ihrem Hirn verankert. Dagegen hilft auch die aufgezwungene Lehre zur Forstwirtin auf Usedom nicht. Obwohl die Arbeitsbedingungen, gerade für ein so junges und zartes Mädchen wie sie, alles andere als angenehm sind. Hier in der Einsamkeit der unberührten Natur findet sie Wege und Aufgaben, die ihrem Intellekt entsprechen. Aber zu welchem Preis und wie wird das enden? Das liest bitte selbst nach.
Für mich war das wieder Lesevergnügen pur. Der Autorin ist es gelungen die Wunder der Natur einprägsam zu vermitteln. Es war wie ein Eintauchen in eigene Erlebnisse in der Natur. Dinge, die nur der sehen kann, der auch die Augen offenhält. Zwar sind bei mir noch viele Fragen offengeblieben, was ich aber nicht negativ empfunden habe. Vielmehr ist es so, dass dadurch meiner eigenen Fantasie mehr Spielraum gelassen wurde. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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