Tiefgründiger Krimi, in dem unsere Ernährung im Mittelpunkt steht
Angst in der FächerstadtIm Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe, in dem gerade eine Ausstellung mit dem Titel "Digital Food" stattfindet, wird ein Toter gefunden, der dort mit einem Messerstich getötet worden ist. Mit den ...
Im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe, in dem gerade eine Ausstellung mit dem Titel "Digital Food" stattfindet, wird ein Toter gefunden, der dort mit einem Messerstich getötet worden ist. Mit den Ermittlungen betraut wird Georg König, der sich gerade halbwegs vom Burn-out erholt hat, aber immer noch sehr "labil" ist. Er verbeisst sich in diesen Fall während seine Frau Amadea,
Journalistin ihres Zeichens, selbstständig und Herausgeberin eines Journals, gerade "Eiweiß", näher unter die Lupe nimmt.
Der Krimi schildert die Ermittlungen, die mir sehr gut gefielen, weil da die Tücken der Arbeit und auch das Zusammenspiel der verantwortlichen Personen deutlich wird bzw. auch unter welchem Druck alle stehen. Gleichwertig bzw. fast intensiver werden Amadeas journalistische Recherche und Eindrücke bezüglich eines Proteinshakes beschrieben nebest ihrer Mutterrolle, Angestellte in einem Cafe und Ehefrau. Georg, der wegen Amadeas Einmischungen schon mal "Schaden" in seinem Job erlitten hat, will sie einerseits aus den Ermittlungen total heraushalten andererseits steckt Amadea schon mittendrin, weil sie auch in der Ausstellung war. Sie ist in meinen Augen manchmal ein wenig übermotiviert, was aber sicherlich Geschmacksache ist.
Ein sehr vielschichtiger Krimi, durch den ich noch tiefer in die Thematik der "Ernährung" eingetaucht bin, ich über den Täter lange im Unklaren blieb und der zum Ende hin sehr spannend wurde.
Mit Sicherheit sehe ich Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel jetzt noch viel kritischer. Denkanstöße in Krimiform! Vier Sterne!