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Veröffentlicht am 27.01.2022

Ein grandioser Reihenabschluss - ich habs geliebt!

Die Hexe und der Winterzauber
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Auf das Buch habe ich zirka ein Jahr lang hingefiebert, aber das hat sich auch absolut gelohnt!
Für mich ist 'Die Hexe und der Winterzauber' mein liebster Band der Reihe und wahrscheinlich auch mein Januar-Monatshighlight. ...

Auf das Buch habe ich zirka ein Jahr lang hingefiebert, aber das hat sich auch absolut gelohnt!
Für mich ist 'Die Hexe und der Winterzauber' mein liebster Band der Reihe und wahrscheinlich auch mein Januar-Monatshighlight. Es folgt eine dringliche Leseempfehlung:
Die drei Teile sind immer im Abstand von einem Jahr erschienen, wobei ich mit Teil 3 nun auch so lange warten musste bis ich es lesen konnte. Ich hatte ein wenig Sorge, dass es mir schwer fallen würde wieder in die Geschichte hineinzufinden. Allerdings war bereits nach einigen Seiten und spätestens nach dem Wiedersehen mit Morosko der Bann schon gebrochen und ich hab die Geschichte wahrhaft aufgesogen!

Inhaltlich möchte ich nicht all zu viel sagen, um nichts vorwegzunehmen, aber zu den grundsätzlichen Fakten: Es ist durchgehend spannend. Die Handlung bzw. natürlich auch das Verhalten von Wasja ist erwachsener und gleichzeitig aber auch wieder magischer, was mir zb. im zweiten Band etwas gefehlt hat. Man hat nicht das Gefühl, zu wissen worauf es am Ende hinauslaufen wird. Immer wieder kommen neue Ereignisse, Hürden oder Handlungsstränge hinzu und am Ende fügt sich das alles dann zu einem großartigen, runden und herzergreifendem Finale zusammen. Die magische Welt und das Setting sind zwar etwas komplexer aber taucht man da einmal hinein, ist es wunderschön und magisch. Falls man Namen oder Begrifflichkeiten dann doch nicht mehr wissen sollte, gibt es auch ein Glossar hinten im Buch.
Für mich ist der größte Pluspunkt im Buch die Charakterentwicklung von Wasja. Wobei aber generell die gesamte Bandbreite der Charaktere, bei denen sich alle Facetten nun erst so nach und nach aufgliedern, in meinen Augen total genial sind. Ob Morosko, Sascha, Maria oder sogar Medwed, ich hab sie alle sehr ins Herz geschlossen.
Nun aber zurück zur Protagonistin Wasja: Ihr Mut, ihre Willensstärke und ihr Herzblut haben mich immer wieder total fasziniert. Sie wird erwachsen, selbstständiger und nimmt im alten "Russland" von 1380 ihre Zukunft als Frau selbst in die Hand, um ihre Welten zu retten ... wenn das nicht beeindruckend ist. Durch ihre ehrliche und herzliche Art nimmt sie jeden für sich ein, ohne sich bemühen zu müssen. Trotz der anderen Zeit, in der Rollenvorstellungen und Werte noch ganz anders aus sehen, konnte ich mich in Wasja hineinversetzen und die Emotionen hautnah spüren. Das Buch hat mich bewegt, hat mich zum schmunzeln gebracht, hat mir Tränen in die Augen getrieben, mich aber vor allem sehr begeistert!
Ein weiterer postiver Aspekt an dieser Triologie ist, dass Arden wahre Ereignisse aus dieser Zeit mit in die Geschichte einfliesen hat lassen. Einige Personen gab es wirklich, einige der Geschehnisse sind wirklich oder annäherd so passiert. Ich glaube, zu wissen, dass vor über 600 Jahren die Welt und das Leben dort so ausgesehen haben könnten, hebt die gesamte Geschichte direkt auf eine höhere Stufe.

Fazit: Für mich war das Buch ein grandioses Leseerlebnis und ich freue mich bereits darauf, die Geschichte irgendwann erneut zu lesen. In meinen Augen hat die Winternachts-Triologie sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient, ich kann sie jedem nur sehr ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Purer Zucker dieses Buch!

Heartstopper Volume 1 (deutsche Hardcover-Ausgabe)
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Wer meinen Account schon länger verfolgt weiß, dass ich die Heartstopper-Reihe absolut liebe und sie uneingeschränkt am liebsten jedem in die Hand drücken würde. Jetzt ist Teil 1 endlich auf deutsch erschienen ...

Wer meinen Account schon länger verfolgt weiß, dass ich die Heartstopper-Reihe absolut liebe und sie uneingeschränkt am liebsten jedem in die Hand drücken würde. Jetzt ist Teil 1 endlich auf deutsch erschienen und ich habs wieder so genossen Nick und Charlies Geschichte zu lesen. 
Die Ausgabe des Loewe Verlags ist wesentlich hochwertiger als das Buch im Original. Ein stabiles Hardcover, ganz viele Extras als Anhang und dann diese wunderschönen Bilder - man sollte sich das Buch auf jeden Fall mal genauer ansehen.
Einen kleinen Vorgeschmack auf die genialen Zeichnungen von Alice Oseman gibts im dritten Bild. Man sieht den Charakteren jede Emotion im Gesichtausdruck an, spürt Unsicherheit genauso wie tiefe Freude und Verliebtheit. Nie hätte ich gedacht, dass Bilder eine so authentische und gefühlvolle Geschichte erzählen können und dann kam Alice Oseman. Ich hab mich direkt in Nick und Charlie verliebt und könnte den Graphic Novel bestimmt noch unzählige Male durchblättern. Man hat nicht viel Text und bekommt die Geschichte wirklich mehr durch die Bilder erzählt, aber für mich ist das absolut ausreichend.
Der Graphic Novel erzählt von zwei Jungs, die sich in der Schule kennenlernen und sich direkt gut verstehen. Innerhalb kürzester Zeit entsteht eine intensive Freundschaft und sie verbringen jede freie Minute miteinander. Allerdings wird einem der beiden schnell klar, dass für ihn da mehr ist als nur Freundschaft - eine aussichtslose Verliebtheit, denn während einer offen schwul ist, ist der andere hetero.
Nick und Charlie haben beide einen wundervollen Charakter und sind wahnsinnig liebenswert. Die von ihnen gelebte Toleranz oder deren Mut kann mit Sicherheit viele Jugendliche da drausen stärken und ermutigen sie selbst zu sein. Trotz der wenigen Worte werden die richtigen Werte vermittelt und vor allem im Jugendalter kann man einiges aus der Geschichte mitnehmen. Das Buch ist für Kinder ab 12, aber man kann es auch in meinem Alter noch ins Herz schließen.

Fazit: Heartstopper ist und bleibt mein liebster Graphic Novel, den ich sehr sehr empfehlen kann. Diese Geschichte ist zuckersüß, herzzerreißend und so wertvoll - man verpasst definitv was, wenn man sich das entgehen lässt!

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Veröffentlicht am 07.11.2021

Absolutes Wohlfühlbuch!

Montags bei Monica
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In 'Montags bei Monica' hilft ein kleines Notizbuch einer Gruppe von einsamen Menschen zueinander und vor allem auch wieder zu sich selbst zu finden.
Auf das Buch bin ich durch die Verlagsvorschau aufmerksam ...

In 'Montags bei Monica' hilft ein kleines Notizbuch einer Gruppe von einsamen Menschen zueinander und vor allem auch wieder zu sich selbst zu finden.
Auf das Buch bin ich durch die Verlagsvorschau aufmerksam geworden und ich hätte niemals geahnt, dass hinter diesem wunderschönen Cover direkt eine noch viel schönere Geschichte steckt. Das Buch zu lesen, war wie eine Tasse Tee an einem verregneten Tag - gemütlich, zum Wohlfühlen und wärmend von innen heraus.

Die Reise vom Projekt Aufrichtigkeit startet bei Julian, einem ehemals schillernden, lebensfrohen Künstler, der seit dem Verlust seiner Frau einsam ist und seine Lebensfreude verloren hat. Danach lernt man die herzensgute Monica kennen, die mich nicht nur ein bisschen an Monica aus der Serie Friends erinnerte: Ehrgeizig, stark, Hygiene-Fan und mit dem größten Wunsch nach einer eigenen Familie (ich als großer Friends-Fan fands toll!). Das Notizbuch wandert immer weiter und gleichzeitig verknüpfen sich die verschiedenen Geschichten der Charaktere auf brilliante Art und weise. Denn was der eine sich am meisten wünscht, ist für den anderen vielleicht alltäglich - und warum sich dann nicht helfen? Bald schon entwickelt sich aus einzelnen einsamen Leben, die nach außen oft deutlich besser scheinen, als sie in Wirklichkeit sind, eine Gemeinschaft aus Freunden, die gegenseitig das Leben der jeweils anderen erfüllen. Doch wie auch im Leben gibt es auch nicht ganz so rosige Zeiten: Nicht jeder versteht sich auf Anhieb, Vorurteile müssen überwunden werden, es gibt Streit und es werden auch Fehler gemacht. Diese Hochs und Tiefs machen das Buch authentisch, machen die Charaktere authentisch und am wichtigsten ist hier doch: Sie schaffen es alles immer wieder einzurenken und das durch (wie könnte es anders sein) Aufrichtigkeit.

Das Cover gefällt mir richtig gut und spiegelt perfekt die Atmosphäre um Monicas Café wieder.
Erzählt wird die Handlung aus der Erzählerperspektive und allen Beteiligten des Projekts, die selbst irgendwann mal ins Notizbuch schreiben. Bei mir persönlich dauert es für gewöhnlich auch etwas länger um in die Erzählerperspektive zu finden, aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch die Perspektivwechsel stellen gar kein Problem dar und man kommt hier trotz der Menge an Charakteren nicht durcheinander. Ich mochte Pooleys Schreibstil sehr, hab mit ihr geschmunzelt und wurde herz-erwärmt. Außerdem wurden durch den unbekannten Weg des Büchleins immer wieder Überraschungen offenbart, sodass man fast gespannt auf die nächste Wendung wartet. Auch wenn ich zu Beginn vielleicht etwas länger gebraucht habe - irgendwann hat mich das Buch gefesselt und in seinen Bann gezogen, sodass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Damit hat 'Montags bei Monica' es auch geschafft, mich aus meiner kleinen Leseflaute zu holen und dafür bin ich dem Buch und der Autorin enorm dankbar!

Fazit: 'Montags bei Monica' ist ein absoluter Wohlfühlroman, bei dem mal nicht die eine große Liebesgeschichte im vordergrund steht, die aber durch die grandiose Handlungsidee kein Stück weniger schön ist. Für mich eine ganz große Leseempfehlung, die man am besten mit einer dampfenden Tasse Tee, eingekuschelt in die Lieblingsdecke liest und liebt. Zusammenfassend: Lest es!

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Veröffentlicht am 17.08.2021

Ein letztes Mal zurück in die Soho-WG - einfach wundervoll!

Play & Pretend
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Ich glaube keine Reihe konnte mich bisher so komplett begeistern wie die Soho-Love-Reihe von Nena Tramountani. Mit 'Play&Pretend' findet sie nun einen würdigen Abschluss.

Schon nach Band 1 sind quasi ...

Ich glaube keine Reihe konnte mich bisher so komplett begeistern wie die Soho-Love-Reihe von Nena Tramountani. Mit 'Play&Pretend' findet sie nun einen würdigen Abschluss.

Schon nach Band 1 sind quasi alle weiteren Bücher der Autorin auf meiner Wunschliste gelandet. Tramountani schreibt einfach wundervoll: Authentische Charaktere in Setting mit Wohlfühlstimmung und ganz vielen echten Emotionen. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, vergisst die Zeit und zu schmunzeln gibts auch immer mal wieder etwas. Ich bin wirklich gespannt auf ihr nächstes Projekt und werde es auch auf jeden Fall lesen.

Im dritten Band der Reihe geht es nun um die letzte WG-Bewohnerin Briony. Sie bekam schon im Vorgänger eine etwas größere Rolle und ein Stück weit startete ihre Geschichte da eigentlich auch schon. Man startet also direkt mit der ersten Seite wieder gespannt und neugierig in die Handlung. Gleichzeitig gehen auch noch die anderen WG-Geschichten weiter, diese Dynamik der drei Bücher finde ich einfach grandios gelungen.
Auch Brionys Gegenpart Sebastian kannte man schon etwas, wobei aber die Autorin bereits bei Anthony (aus Band 2) bewies wie sehr sie die Leser trotzdem noch mit versteckter Tiefe überraschen kann. Sebastian und Briony sind Protagonisten mit denen man sehr gut mitfühlen, mitfiebern kann und denen man am Ende auch aus ganzem Herzen ein Happy End gönnt. Nach dem im ersten Teil das Schreiben und in Teil zwei das Malen jeweils die Leidenschaft der Paare war, verbindet nun die Liebe zum Schauspiel. Ich persönlich kenne mich kaum mit Shakespear und seinen Stücken aus, aber es passte wieder perfekt zur Geschichte.

Textpassagen, Methaphern oder generell die Künstler-Mentalität wurden super miteingebunden und verliehen der Handlung auch das gewisse Etwas.

Im Buch spielt Mental Health eine wahnsinnig große Rolle und ich konnte an mir selbst beobachten, wie gut mir manche Sätze und Worte getan haben, auch wenn sie eigentlich an die Charaktere gerichtet waren. Die Geschichte ist Balsam für die Seele und zeigt noch mal, dass psychische Krankheiten, auch wenn man sie nicht sehen kann, allgegenwärtig sind und niemals ein Tabuthema oder etwas für das man sich schämen müsste, sein dürfen.  'Play&Pretend' spricht genau das an. Es ist manchmal sehr intensiv, emotional, aber vor allem echt.

Fazit: In meinen Augen ist die gesamte Reihe eine riesige New Adult Empfehlung, allen voran mein Favorit 'Try&Trust', aber auch die beiden anderen Teile sind einfach nur toll und großartig.

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Veröffentlicht am 24.07.2021

Ein subjektives Sachbuch, das man gelesen haben sollte

Mensch, Erde!
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Dr. Eckart von Hirschhausen kennt man oder? Er ist Mediziner, Moderator, Redner und Komiker. Doch auch sein, im dtv-Verlag erst vor kurzem erschienenes Buch sollte man nicht außen vor lassen. Er selbst ...

Dr. Eckart von Hirschhausen kennt man oder? Er ist Mediziner, Moderator, Redner und Komiker. Doch auch sein, im dtv-Verlag erst vor kurzem erschienenes Buch sollte man nicht außen vor lassen. Er selbst bezeichnet es als ein subjektives Sachbuch und stellt darin Zusammenhänge her zwischen Klimaschutz, Naturschutz und Gesundheitsschutz. Denn im Großen und Ganzen sollten wir mit dem Schutz der Erde vor allem auch uns selbst schützen, bevor wir weiter mit Vollkaracho auf die Selbstzerstörung zu rasen.

Das Buch ist mit seinen etwas über 500 Seiten für ein Sachbuch ein ganz schöner Schinken. Allerdings erzählt Hirschhausen so echt, verständlich und authentisch, sodass man nicht wirklich das Gefühl hat ein Sachbuch zu lesen. Mit Anekdoten, Beispielen und auch dem ein oder anderen Witz fliegt man keineswegs emotionslos durch die Seiten. Man hat das Gefühl sich in einem guten (wenn auch eher einseitigen) Gespräch über unsre jetzige Lage, das was noch auf uns zukommen könnte und das was wir erreichen könnten zu befinden. Jeder Inhalt ist verständlich, mitreißend und keineswegs trocken. Aber vor allem ist jeder einzelne Inhalt relevant und aktuell! Es betrifft jeden Menschen der Erde und noch dazu ist man an den vielen schlimmen und zum Teil irreversiblen Vorgängen größtenteils maßgeblich beteiligt.

Das Buch ist innerhalb der zwölf großen Kapitel immer in kleinere Reportagen, Berichte, Essays oder Erzählungen untergliedert, sodass man es sowohl gut in großen Stücken, als auch sehr gut in kleinen Häppchen konsumieren kann. Apropos in kleinen Häppchen: Einzelne Kapitel hat Hirschhausen als Hörbuch eingesprochen und auch die kann man sich entweder als Kostprobe oder begleitend zum Buch gut anhören.

Auch die Gestaltung des Buchs gefällt mir richtig gut. Ob der Farbschnitt mit Bedeutung, einige sogar eher interaktive Seiten oder aber ein paar tolle Grafiken vom Katapult Magazin - Bei 'Mensch, Erde!' hat sich jemand viele Gedanken gemacht und das merkt man bereits beim Durchblättern. Große Bilder, Merkzettel oder Statistiken veranschaulichen so noch zusätzlich den Inhalt.
Und zum Schluss noch, die wohl bedeutsamste Message des Buchs: "Wir könnten es so schön haben ..." was soviel meint wie, es ist noch nicht zu spät, wir müssen nur endlich mal aktiv werden.

Fazit: 'Mensch, Erde!' gehört für mich zu dem Büchern, die man gelesen haben sollte. Ein Sachbuch zur Klimakrise, das für jederman verständlich ist, bewegt und hoffentlich seinen Teil zum Aufwachen der Menschheit beitragen kann.

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