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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2025

Teilweise inspirierend, aber nicht überzeugend

It Begins With You
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Jillian Turecki verbindet in "It Begins with You" persönliche Erfahrungen, Coaching-Fallbeispiele und Selbsthilfeansätze, um Leser:innen dazu anzuregen ihre eigenen Denkmuster und Verhaltensweisen zu reflektieren. ...

Jillian Turecki verbindet in "It Begins with You" persönliche Erfahrungen, Coaching-Fallbeispiele und Selbsthilfeansätze, um Leser:innen dazu anzuregen ihre eigenen Denkmuster und Verhaltensweisen zu reflektieren. Die zentrale Botschaft des Buches: Eine erfüllte Partnerschaft setzt voraus, dass man sich selbst versteht, annimmt und liebt.
Strukturiert in neun Kapitel, beleuchtet das Buch jeweils eine zentrale Wahrheit und ergänzt diese mit Umsetzungstipps. Dabei greift Turecki auf bewährte Selbsthilfemethoden wie Journaling und die Aufarbeitung persönlicher Traumata zurück. Besonders gelungen ist, dass sie ihre eigenen Erlebnisse sowie die Geschichten ihrer Klienten einfließen lässt, das macht die Lektüre anschaulich und praxisnah. Allerdings vermittelt das Buch oft das Bild, dass persönliche Erfüllung in romantischer Liebe, Heirat und Familiengründung mündet. Eine Perspektive, die meiner Meinung nach nicht für alle Leser:innen passend sein dürfte. Zudem bleibt die wissenschaftliche Fundierung ihrer Thesen vage, sodass viele Erkenntnisse auf persönlichen Erfahrungen basieren. Tureckis Schreibstil ist eingängig, wodurch sich das Buch leicht lesen lässt. Die Kapitel sind klar strukturiert, auch wenn einige Passagen etwas langatmig wirken. Wer bereits mit Selbsthilfeliteratur vertraut ist, wird viele bekannte Konzepte wiederfinden. Insgesamt bietet "It Begins with You" motivierende Impulse für persönliches Wachstum und Selbstliebe. Wer jedoch eine tiefgehende, wissenschaftlich fundierte Analyse sucht oder Coaching-Ansätze kritisch sieht, wird hier weniger fündig. Daher für mich 2,2 ⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2024

Gute Idee, schwache Umsetzung

Break the Cycle
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Dr. Mariel Buqués Buch Break the Cycle widmet sich dem Thema des transgenerationalen Traumas – ein bedeutendes und weitreichendes Thema, das viele Menschen betrifft. Die Autorin verfolgt das Ziel, grundlegende ...

Dr. Mariel Buqués Buch Break the Cycle widmet sich dem Thema des transgenerationalen Traumas – ein bedeutendes und weitreichendes Thema, das viele Menschen betrifft. Die Autorin verfolgt das Ziel, grundlegende Zusammenhänge zu vermitteln und gleichzeitig Ansätze zur Heilung aufzuzeigen. Trotz dieses vielversprechenden Ziels und einer klaren Sprache enttäuscht das Buch in mehreren Aspekten.
Eine der Stärken des Buches liegt in der verständlichen Sprache, mit der Buqué ein komplexes Thema zugänglich macht. Sie erklärt anschaulich, wie Traumata entstehen, welche Mechanismen ihre Weitergabe über Generationen ermöglichen und wie sie sich im Alltag bemerkbar machen können. Diese klare Herangehensweise eignet sich besonders für Leser:innen, die neu in das Thema einsteigen und sich mit den Grundlagen vertraut machen möchten. Zudem trägt die strukturierte Gliederung des Buches dazu bei, dass sich Leser:innen gut orientieren können. In drei Hauptteile unterteilt, führt Buqué die Leserschaft durch das Thema, beginnend mit der Erklärung der Entstehung und Weitergabe von Traumata bis hin zu Heilungsansätzen. Sie stützt sich dabei sowohl auf wissenschaftliche Erkenntnisse als auch auf ihre eigenen Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis. Ein weiteres Plus sind die persönlichen Anekdoten und Fallbeispiele, die das Thema greifbarer machen. Diese Geschichten schaffen Nähe und ermöglichen es den Leser:innen, eigene Erfahrungen zu reflektieren. Viele werden sich in den geschilderten Situationen wiederfinden, was das Thema emotional zugänglich macht. Trotz dieser Stärken bleibt Break the Cycle in Bezug auf praktische Lösungen enttäuschend oberflächlich. Buqué kündigt an, konkrete Werkzeuge zur Heilung von transgenerationalem Trauma zu liefern, doch die vorgestellten Ansätze sind wenig hilfreich, wenn es darum geht, tiefsitzende familiäre Verstrickungen aufzuarbeiten. Die vorgeschlagenen Übungen, wie Atemtechniken oder Reflexionsaufgaben, wirken eher wie Ergänzungen zu einer professionellen Therapie und nicht wie eigenständige Werkzeuge. Wer sich wirklich mit der Vergangenheit seiner Familie auseinandersetzen möchte, wird schnell an Grenzen stoßen, vor allem wenn familiäres Schweigen oder fehlende Informationen die Aufarbeitung erschweren. Obwohl Buqué dieses Problem anspricht, liefert sie keine praktikablen Ansätze, wie man damit umgehen kann. Das Buch bleibt also bei den versprochenen praktischen Lösungen hinter den Erwartungen zurück. Zwar regen die Methoden zum Nachdenken an, doch bieten sie keine ausreichenden Ansätze, um transgenerationale Traumata nachhaltig zu heilen.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Break the Cycle für den Einstieg in das Thema transgenerationales Trauma geeignet ist, aber an praktischer Tiefe und Umsetzbarkeit fehlt. Es vermittelt grundlegendes Wissen und regt zur Reflexion an, liefert aber keine handfesten Werkzeuge, die bei der tatsächlichen Aufarbeitung von Traumata hilfreich sind. Wer auf der Suche nach tiefgreifenden Lösungen ist, wird hier nicht fündig.

Veröffentlicht am 03.10.2024

Vielversprechende Idee mit schwacher Umsetzung

Immortal Longings
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"Games of Shadows" von Chloe Gong bietet auf den ersten Blick vielversprechende Ansätze, konnte mich jedoch letztlich nicht überzeugen. Die Geschichte dreht sich um Calla Tuoleimi, eine geächtete Prinzessin, ...

"Games of Shadows" von Chloe Gong bietet auf den ersten Blick vielversprechende Ansätze, konnte mich jedoch letztlich nicht überzeugen. Die Geschichte dreht sich um Calla Tuoleimi, eine geächtete Prinzessin, die in den Spielen von San-Er ihren eigenen Racheplan verfolgt. An ihrer Seite steht Anton Makusa, der aus eigenen, jedoch nicht sehr tiefgründigen Motiven, teilnimmt. Schon der erste Eindruck des Settings erinnert stark an "Die Tribute von Panem", was meine Neugier weckte. Die spannende Idee, dass einige Charaktere zwischen Körpern springen können, geriet leider durch ihre verwirrende Umsetzung ins Wanken. Oft wusste ich nicht mehr, wer gerade wer ist, was dem Leser einiges an Spannung nahm. Der Schreibstil von Gong ist sehr komplex und detailreich, was das Lesen nicht gerade erleichtert. Gerade der Anfang des Buches ist überladen mit Informationen, die den Lesefluss eher bremsen. Erst nach und nach kommt die Handlung in Schwung. Dennoch finden sich in den letzten Kapiteln einige spannende Kämpfe und unerwartete Wendungen, die mich zumindest ein Stück weit versöhnten. Was jedoch die Beziehung zwischen Calla und Anton betrifft, blieb ich unberührt. Es fehlte einfach die emotionale Tiefe, die ihre Verbindung glaubwürdig gemacht hätte. Calla selbst erscheint zwar als beeindruckende Figur, entschlossen und mutig, aber einige ihrer Entscheidungen konnte ich nur schwer nachvollziehen. Alles in allem ist "Games of Shadows" für mich ein eher durchschnittlicher Fantasyroman, der an manchen Stellen durchaus glänzen kann, aber insgesamt hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Leser, die sich an einer stark gezeichneten Protagonistin und actionreicher Handlung erfreuen und zudem Geduld mitbringen, könnten dennoch ihren Gefallen daran finden.

Veröffentlicht am 17.08.2023

Fehlende Tiefe

Und wir tanzen, und wir fallen
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Der Roman "Und wir tanzen, und wir fallen" von Catherine Newman widmet sich intensiv der Freundschaft zwischen den Protagonistinnen Edith und Ashley. In dieser bewegenden Erzählung steht die ergreifende ...

Der Roman "Und wir tanzen, und wir fallen" von Catherine Newman widmet sich intensiv der Freundschaft zwischen den Protagonistinnen Edith und Ashley. In dieser bewegenden Erzählung steht die ergreifende Situation im Fokus, in der Ashley und weitere Angehörige Edith auf ihrem Weg zum Sterben begleiten. Die gewählte Thematik von "Tod und Freundschaft" finde ich persönlich äußerst ansprechend. Allerdings konnte mich die Art und Weise, wie es umgesetzt wurde, nicht vollständig überzeugen. Meine Erwartungen, die ich aufgrund des Klappentextes, des Titels und der Leseprobe hatte, wurden nicht ganz erfüllt.

Aber... Catherine Newman präsentiert einen äußerst zugänglichen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt. Dennoch fand ich es schwierig, eine starke emotionale Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Insbesondere Ashley wirkte auf mich wenig sympathisch dargestellt. Zudem hätte ich mir mehr Tiefe und Nuancen in der Handlung gewünscht.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass das Buch zwar interessante Ansätze verfolgt, jedoch nicht vollständig mein Empfinden für das Thema "Tod und Freundschaft" angesprochen hat. Die Umsetzung und Charakterdarstellung könnten meiner Meinung nach verbessert werden, um den Lesern:Innen ein noch intensiveres und berührenderes Leseerlebnis zu bieten.

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Langatmig und kein roter Faden

Kleine Philosophie der Begegnung
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Ich lese gerne philosophische Bücher und setze mich gerne mit dieser Thematik auseinander. Aus diesem Grund dachte ich mir, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein könnte, da mich die Leseprobe ...

Ich lese gerne philosophische Bücher und setze mich gerne mit dieser Thematik auseinander. Aus diesem Grund dachte ich mir, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein könnte, da mich die Leseprobe schon angesprochen hatte. Des Weiteren hat mir das Cover auch gut gefallen und mich neugierig gemacht. Leider ist das Buch so gar nicht meins. Der Autor hat mir das Gefühl gegeben als sei der rote Faden verloren gegangen. An vielen Stellen war ich verwirrt und habe schwer mitverfolgen können, worauf der Autor hinaus wollte, da dieser mehrere Beispiele für diverse Aspekte der Begegnung genannt hat, die mir so nicht geläufig waren. Auf der einen Seite kannte ich viele Personas nicht und auf der anderen Seite wurde vieles wiederholt. Davon abgesehen hat mich die Sprache so gar nicht gepackt und ich musste mich an vielen Stellen zwingen weiterzulesen.

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