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Veröffentlicht am 15.08.2020

Spannender Thriller mit Liebesgeschichte

Remember Me – Tödliche Vergangenheit
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„Remember me“ von Annabell Nolan, eine Geschichte die weit mehr ist als nur ein Liebesroman.

Jubilee Harper erholt sich langsam von einem schicksalhaften Vorfall, der ihr Leben komplett aus der Bahn geworfen ...

„Remember me“ von Annabell Nolan, eine Geschichte die weit mehr ist als nur ein Liebesroman.

Jubilee Harper erholt sich langsam von einem schicksalhaften Vorfall, der ihr Leben komplett aus der Bahn geworfen hat. Unterstützt von ihrem besten Freund Brady versucht sie sich in ein normales Leben zurück zu kämpfen und lernt dabei direkt am ersten Tag in ihrer neuen Wohnung Garland kennen, der das Appartment gegenüber bewohnt. Zwischen den Beiden entwickelt sich langsam so etwas wie eine Beziehung. Beide haben ihre Probleme damit anderen zu vertrauen und schwanken lange zwischen Nähe und Distanz zueinander.

Darüber hinaus wird man als Leser sofort mit Lees Panikattacken und Paranoia konfrontiert, die sich auf Grund ihrer Vergangenheit immer wieder in den Vordergrund schieben und ein normales Leben fast unmöglich zu machen scheinen. Es geschehen Dinge in ihrer Wohnung und in ihrem Umfeld, die sie an sich selbst und ihrem Verstand zweifel lassen. Diese Sequenzen sind so hervorragend geschrieben, dass ich als Leser zwischendurch selbst nicht mehr wusste, was nun Einbildung und was Wirklichkeit ist. Man spürt förmlich ihre Verwirrung, den Schmerz und die ständige Frage ob sie langsam aber sicher ihren Verstand und den Bezug zur Realität verliert.

Zum Ende hin kam immer wieder ein Verdacht auf, wer hinter den ganzen Wirren stecken könnte aber mit diesem Ende hätte ich so nicht gerechnet. Das Buch war spannend bis zum Schluss und lies mich nicht mehr los. Ich wollte unbedingt erfahren was Jubilee passiert ist, weshalb sie so ist, wie sie ist und ob sie die ganzen Ungereimtheiten aufklären kann. Mit den Häppchen die einem die Autorin hinwirft und mit denen man Stück für Stück das Puzzle zusammensetzen kann, ist es fast unmöglich aufzuhören zu lesen und das Buch mal weg zu legen.

Wer nach mehr sucht als einer reinen, seichten Liebesgeschichte ist bei diesem Buch richtig. Eine absolute Kaufempfehlung meinerseits, allerdings würde ich das Cover nochmal überarbeiten, es wird der Geschichte definitiv nicht gerecht!

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Veröffentlicht am 15.05.2022

Wenn aus Vernunft Liebe wird

Der Duke und die unbeugsame Witwe
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Im Roman „Der Duke und die Witwe“ von Freda MacBride geht es um die junge Witwe Helena, die mit ihrem Sohn Gussi einfach ein ruhiges Leben verbringen möchte und Charles den Duke of Elmsley der ein bekennender ...

Im Roman „Der Duke und die Witwe“ von Freda MacBride geht es um die junge Witwe Helena, die mit ihrem Sohn Gussi einfach ein ruhiges Leben verbringen möchte und Charles den Duke of Elmsley der ein bekennender Junggeselle ist. Beide müssen jedoch aus unterschiedlichen Gründen den Bund der Ehe eingehen und sowohl Helena als auch Charles sind bei ihrer Partnersuche darauf bedacht, jemanden zu finden, der sie bestenfalls ihr angestammtes Leben weiterleben lässt. Als Charles über einen Freund von Helena erfährt, macht er dieser bzw. deren Vormund direkt ein Heiratsangebot. Er stimmt zu Gussi, den Sohn von Helena, bei ihm mit aufzunehmen, im Gegensatz dazu verspricht Helena, dass Charles seine Geliebte weiterhin sehen darf, ein perfektes Bündnis für Beide. Womit sie jedoch nicht gerechnet haben, sind die Gefühle die sie jeweils ineinander wecken und das, obwohl beide mit Geheimnissen aus Gegenwart und Vergangenheit belastet sind. Erst als das Schicksal zuschlägt merken sie, was sie am anderen haben.

Mir ist zunächst das Cover des Romans aufgefallen, welches mir sehr gut gefällt. Es springt ins Auge, ist dezent aber durch die Schriftfarbe doch hervorstechend. Dann hat mich das Klappentext sofort begeistert, endlich mal ein Regency Roman mit erwachseneren Protagonisten, die beide schon etwas erlebt haben und sich nicht mehr durch rauschende Ballnächte täuschen lassen. Wer hier einen typische Regency Roman mit jungfräulicher, blutjunger Lady und jungem Gentleman sucht, die sich die Nächte in Ballsälen um die Ohren schlagen, der ist hier falsch. Mir hat das sehr gefallen. Toll fand ich auch die Wandlung der beiden Protagonisten im Verlauf der Geschichte. Hier passiert nichts von jetzt auf gleich, sondern entwickelt sich und braucht manchmal eine Weile, so dass es einfach echt wirkt. Was mich ein wenig gestört hat, waren die englischen Begriffe wie „his Grace“, dafür gibt es durchaus deutsche Begriffe die den Lesefluss nicht unterbrochen hätten aber ansonsten ein für mich durchaus sehr gelungener Roman mit Action, Liebe, Spannung und prickelnden Momenten.

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Veröffentlicht am 20.02.2022

Gute Laune Roman mit spannendem Setting

Liebe beginnt, wo Pläne enden
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Im Roman „Liebe beginnt, wo Pläne enden“ von Sandra Poppe geht es um Kristin, die kurz vor dem lange geplanten Familienurlaub in den Sommerferien durch Zufall herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt. Kurzerhand ...

Im Roman „Liebe beginnt, wo Pläne enden“ von Sandra Poppe geht es um Kristin, die kurz vor dem lange geplanten Familienurlaub in den Sommerferien durch Zufall herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt. Kurzerhand plant sie um und nimmt gemeinsam mit ihren Töchtern an dem Projekt „Gelebte Geschichte“ im Museum teil. Sie leben, gemeinsam mit anderen Teilnehmern, 6 Wochen lang wie im 18 Jahrhundert und finden dadurch einen neuen Zugang zueinander, sowie eine tolle Gemeinschaft mit den Anderen und eine willkommene Ablenkung vom Alltag.

Der Schreibstil von Sandra Poppe hat mir sehr gut gefallen, war sehr flüssig und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Sie schaffte es den Protagonisten Tiefgang zu geben und mich in deren Gefühls- und Lebenswelt mitzunehmen. Trotz schwieriger Themen wie Fremdgehen und Trennung habe ich selten bei einem Buch so gelacht und geschmunzelt. Die Charaktere sind toll gewählt, humorvoll, ansprechend mit teilweise schwarzem Humor und bissigen Kommentaren geben sie der Geschichte das gewisse Etwas, auch wenn mich der ein oder andere Protagonist zwischendurch ein paar Nerven gekostet hat, aber auch das passte perfekt mit rein. Besonders Kristins Art machte es mir leicht mit ihr mitzuerleben und sie in Herz zu schließen. In der Geschichte entwickeln die Charaktere sich weiter, treten nicht auf der Stelle, sondern helfen sich untereinander und finden Lösungen, die sie allein so nicht gefunden hätten. Für mich fand ich das Setting der Geschichte auch einfach toll, die Idee 6 Wochen Living History zu machen und einfach mal so fremde Menschen miteinander in eine vergangene Epoche zu schicken, das sollte es in Wirklichkeit auch geben, ich würde mich sofort freiwillig melden.

So schön die Geschichte und der sehr ansprechende Schreibstil auch waren, das Ende war mir etwas zu plötzlich. Gefühlt habe ich bis kurz vor Ende noch voll in der Geschichte gesteckt, war aufgeregt was wohl noch passieren wird und plötzlich war innerhalb weniger Seiten alles aufgelöst, so als müsste die Autorin schnell fertig werden. Auch wenn also am Ende alle losen Enden aufgelöst sind, ich hätte mir dafür irgendwie mehr Raum gewünscht.

Alles in Allem gebe ich trotzdem eine klare Leseempfehlung für jeden der gerne lacht, sich bei derben Witzen nicht auf den Schlips getreten fühlt und sich von absolut liebenswerten Charakteren in den Alltag des 18 Jahrhunderts und die Schwierigkeiten einer Ehe entführen lassen möchte, der ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 14.05.2021

blutiger Auftakt der "Quellen von Malun" Trilogie

Die Quellen von Malun - Blutgöttin
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Bei „Blutgöttin“ von Daniela Winterfeld handelt es sich um den ersten Teil der Trilogie „Die Quellen von Malun“. Das Wasser in der Welt Ruann ist weitgehend versiegt und längst hat das Volk von Sapion ...

Bei „Blutgöttin“ von Daniela Winterfeld handelt es sich um den ersten Teil der Trilogie „Die Quellen von Malun“. Das Wasser in der Welt Ruann ist weitgehend versiegt und längst hat das Volk von Sapion die Welt mit Krieg überzogen um an die wertvolle Ressource zu gelangen. Nach und nach fallen die Länder Ruanns der rohen Gewalt der Sapioner zum Opfer, werden versklavt oder getötet. In dieser rauen, von Brutalität und Gewalt gezeichneten Welt versuchen sich Alia die Sklavin, Dorgen der Offizier, Tailin der Soldat und Feyla die Tochter des wichtigsten Politikers aus Sapion zu behaupten.

Der Schreibstil der Autorin passt sehr gut zu der Welt die sie geschaffen hat, sie beschönigt nichts, im Gegenteil, die Gewalt und Intrigen werden durch die unverblümte Sprache sehr nahe an den Leser herangetragen. Daniela Winterfeld erschafft in ihrem Fantasy Roman eine ganze Welt mit unterschiedlichen Völkern, Glaubensrichtungen und Zeitrechnungen. Sie schafft es einen mit in die Welt von Ruann zu nehmen und lässt einen oftmals schockiert und etwas fassungslos auf die dortigen Zustände schauen. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und klug gewählt. Durch die unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen und Lebenslagen in denen die Protagonisten stecken, erfährt man sehr viel über die einzelnen Völker und bekommt einen guten Eindruck in deren Lebens- und Denkweisen.Das Ende des Buches ist offen gestaltet, was aber perfekt zum Buch passt und einen dazu animiert direkt mit Buch 2 zu beginnen.

Einziges Manko ist für mich, dass es mir sehr schwer viel mich mit den vielen verschiedenen Göttern und Zeitrechnungen zurecht zu finden, hier hätte ich mir ein Glossar gewünscht bei dem dies erklärt wird und man es bei Bedarf nachlesen kann.

Alles in Allem ein toller Auftakt zu einer Fantasy Serie, der sich nicht verstecken muss. Man muss sich nur im Klaren darüber sein, dass die Autorin hier kein Blatt vor den Mund nimmt und die Welt von Ruann genauso brutal und mitunter wirklich abartig beschreibt wie sie ist, für zartbesaitete würde ich das Buch daher nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Tragischer Unfall oder doch Mord?

Bunburry - Nur das Schaf war Zeuge
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Ein tragischer Unfall bei einem Survival Camp lässt das Bunburry Trio, bestehend aus Alfie, Liz und Marge aufhorchen. War der tödliche Sturz eines Campteilnehmers wirklich nur ein Unfall oder steckt doch ...

Ein tragischer Unfall bei einem Survival Camp lässt das Bunburry Trio, bestehend aus Alfie, Liz und Marge aufhorchen. War der tödliche Sturz eines Campteilnehmers wirklich nur ein Unfall oder steckt doch mehr dahinter?
Anders als das Cover und der Titel vermuten lassen hat die Geschichte wenig mit Schafen zu tun, was dem Ganzen jedoch keinen Abbruch tut. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, sehr bildlich gehalten und zieht einen direkt in die Handlung mit rein. Bereits nach den ersten paar Seiten hatte ich das Gefühl mit Alfie durch Bunburry zu streifen und mit Liz und Marge bei Tee und Karamell im Wohnzimmer zu sitzen. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar aufeinander abgestimmt und jeder auf seine Art wirklich schnell ins Herz zu schließen. Die, teilweise schrägen, Eigenheiten der Protagonisten sind das, was das Buch und die Geschichte ausmachen und die Autorin hat diese so lebendig beschrieben, dass man fast meinen könnte, man würde sie wirklich kennen. Ebenso amüsant und teilweise herrlich schrullig wie die Personen selbst sind die Dialoge zwischen ihnen, die mich wirklich zeitweise zum Lachen brachten oder mindestens zum Schmunzeln. Der Sturz des Verstorbenen wird zeitweise zur Nebensache, ist aber dennoch stets präsent. Auf Grund der Kürze des Buches ist das Ende für mein Gefühl etwas zu abrupt aber es wird alles plausibel aufgelöst.
Das war mein erster Bunburry Krimi aber es wird sicherlich nicht mein Letzter sein. Ich habe die Charaktere jetzt schon ins Herz geschlossen und möchte gerne weiterhin mit dem Trio Fälle lösen und erfahren ob Alfie und Emma sich vielleicht doch langsam näher kommen.

Fazit: Ein kurzer, erheiternder Krimi für humorvolle Stunden und ohne das typische, blutige Bild was bei den meisten anderen Krimis vorherrscht. Das Cover und der Titel sind etwas irreführend und hätten der Geschichte besser angepasst werden können. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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