Neo …
Das Leben in unseren HändenDas Leben in unseren Händen
Diane Jordan
Neo …
Krieg, Flucht, Vertreibung und ein Neuanfang in einem fernen Land, mein neuester Roman könnte nicht aktueller sein. Mein Taschenbuch „Das Leben in unserer ...
Das Leben in unseren Händen
Diane Jordan
Neo …
Krieg, Flucht, Vertreibung und ein Neuanfang in einem fernen Land, mein neuester Roman könnte nicht aktueller sein. Mein Taschenbuch „Das Leben in unserer Hand“ von Eva Neiss ist fein recherchiert und mitreißend geschrieben. Der Plot geht unter die Haut und mitten ins Herz. Die Protagonisten Hannah und Ada Rosenbaum, das Frühgeborene sowie Mr. Martin A. Couney sind vortrefflich erdacht und detailliert beschrieben. Sie wirken authentisch, lebensnah und sehr real. Der Familienroman schildert auf rund 416 Seiten das bewegende Frauenschicksal der beiden ungleichen Schwestern, die ich eben zuvor namentlich erwähnt habe. Als Leserin fand ich besonders die Anfänge der Neonatologie beeindruckend, die sich mit der Neugeborenen-Medizin befasst. Und die in diesem Taschenbuch eine zentrale Rolle spielt. Im Klinikum Hamburg-Wandsbek war ich selbst einmal als Babyfotografin tätig und habe dort auch hin und wieder einen Blick auf die aufgepäppelten Neos zum späteren Shooting werfen dürfen, was mich sehr berührt und begeistert hat. Die von Eva Neiss beschriebenen Anfänge in diesem spektakulären Medizinabschnitt finde ich mega gelungen. Die bewegende Lebensgeschichte der Schwestern Rosenbaum geht mir persönlich, vielleicht auch durch den Ukraine-Krieg und die mediale Berichterstattung, besonders an die Nieren. Zeitweise hatte ich ziemlich mit den Tränen zu kämpfen und musste ein paar Mal kräftig schlucken. Dadurch hat das Lesen des Buches und meine Rezension jetzt auch etwas länger gedauert, der Schreibstil begeistert, ebenso wie die Wortwahl. Der Spannungsaufbau ist durchgängig und die Story fein erdacht. Ich liebe solche Geschichten mit einem Schuss Fiktion, in denen man aber auch eine Menge Hintergrundwissen zu anderen Themen bekommen kann, wie bei diesem Buch. Das Cover ist ebenfalls sehr ansprechend. Die legendäre Brooklyn Bridge die hier für mich als Symbol für „eine Brücke schlagen“ steht. Und die Vergangenheit versus Neuanfang prima verdeutlichen. Abschließend könnte ich mir das Buch auch gut als Film vorstellen, in meinem Kopfkino lief er zumindest schon mal vorab als kleine „Premiere“ mit abschließendem Teil-Happy End.
Inhalt:
Manchmal macht Liebe uns blind, und manchmal lehrt sie uns sehen.
1939: Mit einem der letzten Schiffe gelingt Hannah und Ada Rosenbaum die Ausreise aus Deutschland nach New York. Während Hannah davon träumt, Ärztin zu werden, ist ihre Schwester Ada schwanger, verheimlicht jedoch den Kindsvater. Kaum sind sie in New York angekommen, kommt Adas Tochter zur Welt – viel zu früh. Hannah kann ihre Nichte nur vor dem sicheren Tod bewahren, weil sie diese in die Obhut des berühmten Martin A. Couney übergibt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Frühgeborene zu versorgen. Kann er den Säugling retten? Während Hannah wochenlang um das Leben ihrer Nichte bangt, kann sie nicht umhin, die Arbeit von Mr. Couney zu bewundern. Als er ihr anbietet, in seinem Krankenhaus zu arbeiten, ergreift sie die Chance – und kommt ihrem Traum Stück für Stück näher ...
Eva Neiss verwebt die Geschichte zweier bewegender Frauenschicksale mit spannenden Details aus dem Leben des Martin A. Couney, dem Pionier der Neonatologie
Die Autorin:
Eva Neiss, geboren 1977, hat einen Magister in Literaturwissenschaften und einen Bachelor in Psychologie. Während ihres Studiums und jahrelanger journalistischer Arbeit entdeckte sie ihre Liebe zum ausgiebigen Recherchieren und Erkunden von gesellschaftlichen Zusammenhängen. Leider kam zwischen all den Fakten das Erfinden von Geschichten zu kurz, weshalb sie sich dazu entschloss, beide Leidenschaften beim Schreiben historischer Romane zu verbinden. Heute lebt Eva Neiss glücklich zwischen Fiktion und Wirklichkeit sowie mit Mann und Sohn im Süden Hamburgs.
Weitere Bücher:
Lotte Lenya und das Lied des Lebens: Die Frau, die Kurt Weill und Bertold Brecht ihre Stimme schenkte
Fazit: ***** Der Roman „das Leben in unseren Händen“ von Eva Neiss ist im Fischer Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat zirka 416 Seiten, die mir eine „Reise in die Vergangenheit“ beschert haben.