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Judiko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2022

Zu Anfang noch ganz lustig, aber...

Eine kurze Liste meiner Probleme (Mutter nicht mitgezählt)
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Ich hatte mal wieder richtig Lust auf eine skurille und witzige Geschichte. Mimi Steinfeld kam da, mit Cressida, ihren kuriosen Schwestern, der toten Mutter und deren letzten Wunsch,  genau richtig... ...

Ich hatte mal wieder richtig Lust auf eine skurille und witzige Geschichte. Mimi Steinfeld kam da, mit Cressida, ihren kuriosen Schwestern, der toten Mutter und deren letzten Wunsch,  genau richtig... ⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Cressidas Probleme lassen sich schnell aufzählen: zu wenig Geld, zu viele Dates, zu viele anstrengende Familienmitglieder. Dazu noch Mika, der One-Night-Stand ihrer Mitbewohnerin, der sich in ihrer WG einquartiert hat. Ganz oben auf der Liste steht allerdings Cressis Mutter Eveline. Genauer gesagt deren Beerdigung und letzter Wunsch: Ihre Asche soll illegalerweise im Englischen Garten verstreut werden, außerdem hat sie Cressi auch noch ein altes Bistro hinterlassen. Kein Wunder, dass Cressi ständig ihren Therapeuten, Herrn Lindholm, anrufen muss. Ihr Leben ist ein einziger Notfall! Aber womöglich könnte Mika ihr dabei helfen, das Leben und ihr Herz in den Griff zu bekommen ...⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Dieses Buch enthält, vor allem zu Beginn, sehr viel Situationskomik, die an manchen Stellen auch ein wenig makaber war, was mich persönlich aber auch gut unterhalten hat. Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Irgendwann kippte bei mir die Stimmung. Nämlich dann, als die Protagonisten Cressida nur noch, mit gefühlt jeden, in die "Kiste" wollte und dies auch mit ihrem Psychiater kommuniziert hat. Selbst der stand schon immer auf ihrer Wunschliste. Diese Art von Beziehungsunfähigkeit, die sie auch beschreibt, ist einfach nicht meine, auch wenn man, weit am Ende erfährt, was ihr Problem eigentlich ist. Da hatte mich Cressida aber eh schon verloren. Wenn ich jetzt alles zusammenzähle, ist es ein recht lustiges, teils makaberes Buch, was mich aber ganzheitlich betrachtet, auch genervt hat. Schade, denn dabei war ich am Anfang noch voll bei Cressida, mit ihrer ganz eigenen und besonderen Art. Aber auch das, worum es eigentlich gehen sollte, nämlich Mutters letzte Wille, wurde dann am Ende sehr schnell abgehandelt. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Eine Protagonisten, die manche bestimmt mögen, wegen ihrer ganz speziellen Art. Mich aber hat sie mehr und mehr genervt. ⁣

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Nicht ganz perfekt

Acht perfekte Stunden
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𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Alles hätte an diesem Tag geschehen können. Doch nie hätte Noelle geglaubt, dass ausgerechnet an diesem Tag ein Schneesturm sie auf der Autobahn festhalten würde – mitten in der Nacht, ...

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Alles hätte an diesem Tag geschehen können. Doch nie hätte Noelle geglaubt, dass ausgerechnet an diesem Tag ein Schneesturm sie auf der Autobahn festhalten würde – mitten in der Nacht, ohne Handyempfang. Und nie hätte sie gedacht, dass sie plötzlich im Wagen des charmanten Amerikaners Sam sitzen und bis in die frühen Morgenstunden das beste Gespräch ihres Lebens führen würde – acht perfekte Stunden lang. Aber Sam ist auf dem Weg zum Flughafen und beide wissen, dass sich ihre Wege am nächsten Tag für immer trennen werden. Doch was, wenn das Schicksal einen anderen Plan für sie bereithält? ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Wenn mir eine Geschichte gefallen soll, brauche ich zumindest schon mal den Bezug zu den Protagonisten. Hier kommt der Leser, was das angeht, voll auf seine Kosten. Zumindest zu Beginn. Ich war voller Euphorie, dass ich am Anfang noch gesagt habe, das wird ein 5-Sterne-Buch. Doch ab der Mitte wurde ich von Seite zu Seite enttäuschter. Nicht, dass man sagen könnte, die Geschichte ist jetzt schlecht. Für mich fühlte es sich aber so an, wie zuviel gewollt. Zuviel um Sam und Noelle herum, der eigentlichen Geschichte. Depression, Schlaganfall, Geldsorgen, Zukunftsorientierungslosigkeit, Aufopferung und ein Unfall, um ein paar Dinge zu nennen. Aber, vor allem zuviel Zufall!⁣
Das war schon sehr unglaubwürdig.⁣

Als ich mich für dieses Buch interessiert habe, dachte ich auch, dass sich die Story hauptsächlich um die 8 Stunden dreht. Wo der Leser Sam und Noelle, im Auto durch Rückblicke, richtig kennenlernt. So war dem nicht. Die besagten 8 perfekten Stunden waren auf den ersten Seiten schnell vorbei. Was folgte waren eine Verkettung vieler Zufälle. Natürlich fiebert man mit, aber nicht so wie erhofft.⁣
Deswegen glaube ich, liegt für mich die Einschränkung an einer falschen Erwartung, gepaart mit diesem, viele Dinge in einem Roman unterzubringen. Trotzdem, war es keine schlechte Geschichte, denn den Schreibstil fand ich großartig, sodass ich, wie gesagt dachte, dies wird ein unvergessliches und tolles Buch. Ich werde auf alle Fälle den Vorgänger, aufgrund des Schreibstils, auch noch lesen. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, mit zu vielen Zufällen. Damit es schöner klingt, nennen wir es doch einfach Schicksal. ⁣

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Veröffentlicht am 05.02.2022

Gut, aber nicht so gut wie der Vorgänger

Dein Herz in tausend Worten.
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Nach Rendezvous in zehn Jahren, was überwiegend in Amsterdam spielt und was mir überaus gut gefallen hat, wollte ich unbedingt auch nach Notting Hill und die schüchterne Millie kennenlernen. ⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ...

Nach Rendezvous in zehn Jahren, was überwiegend in Amsterdam spielt und was mir überaus gut gefallen hat, wollte ich unbedingt auch nach Notting Hill und die schüchterne Millie kennenlernen. ⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Die schüchterne Millie arbeitet als Assistentin in einem Verlag und rettet heimlich abgelehnte Manuskripte. Eins davon hat es ihr besonders angetan - eine traurige Liebesgeschichte, deren Worte sie in ihrem Innersten berühren. Sie beginnt, einzelne Zeilen daraus heimlich in Cafés und in Läden zu verteilen, um auch anderen Menschen Trost zu spenden. Als der Autor William Winter einen Zettel entdeckt, ist er entsetzt. Wurde sein Roman geklaut? Macht sich jemand über ihn lustig? William will unbedingt herausfinden, wer das getan hat. Doch als er Millie das erste Mal unwissentlich begegnet, geschieht etwas mit ihm: Sie bringt ihn dazu, über sein Geheimnis zu sprechen, und berührt ihn tief in seinem Herzen. Nur Millie macht die plötzliche Nähe Angst, sie glaubt nicht an das Glück und flüchtet … ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Ich muss leider sagen, dass ich zunächst nicht richtig in die Geschichte gefunden habe. Sowohl was die Charaktere angeht als auch die Atmosphäre. Eigentlich finde ich ja, dass gerade die Portobello Road, mit all seinen Farben, die Sehnsucht dorthin zu reisen, dieses Potential hat. Doch Fernweh blieb aus. Auch die Protagonisten blieben schwach, sodass ich die Story zuerst etwas zäh fand. Plötzlich, ab Seite 116,  hatte ich dann meinen sogenannten "Magic Moment", wo die Geschichte was mit mir gemacht hat. Ab da hatte ich richtig Lust und Spaß weiterzulesen. Auch, wenn ich jetzt nicht sagen kann, dass mich diese Story so überzeugt hat wie der Vorgänger, fand ich sie am Ende doch ganz nett. Allem voran die Idee, aussortierte Manuskripte, die nicht den Weg in ein Buch schaffen, eine Chance zu geben, etwas zu bewirken. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Eine süße Geschichte für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Ein ganzes Leben lang
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Wenn man bei einem Buch, das ziemlich häufig auf Instagram erschienen ist, sich endlich auch eine eigene Meinung bilden möchte, dann greift man zu seinem SuB und et voilà! ⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Emma und ...

Wenn man bei einem Buch, das ziemlich häufig auf Instagram erschienen ist, sich endlich auch eine eigene Meinung bilden möchte, dann greift man zu seinem SuB und et voilà! ⁣

𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣

Emma und Leo sind seit sieben Jahren glücklich verheiratet. Leo schreibt Nachrufe für eine große Tageszeitung, Emma ist eine brillante Meeresbiologin und ein ehemaliger Fernsehstar. Gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Ruby genießen sie das Familienidyll in Hampstead, London. Nur eines trübt das Glück – Emma leidet an einer schweren Krankheit. Und so erhält Leo den Auftrag, einen Nachruf auf seine geliebte Frau zu verfassen, falls es zum Schlimmsten kommt. Doch bei den Recherchen über ihr Leben stößt er auf eine schockierende Wahrheit: Alles, was Emma ihm über sich erzählt hat, ist eine Lüge … ⁣

𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣

Es ist schon fast 4 Jahre her, als ich den Vorgänger "Ohne ein einziges Wort" gelesen habe. Trotzdem erinnere ich mich noch ganz genau, dass ich es, nach ein paar Startschwierigkeiten, ziemlich gut fand. ⁣

Hier ist es ähnlich, wenn auch nicht gleich. Wieder braucht die Autorin, bis die Story Fahrt aufnimmt. Das ist schade, weil mir so die Protagonisten verloren gehen. Ich mochte Emma und Leo zunächst, aber wenn es nur noch so vor sich hinplätschert, verliere ich nicht nur den Bezug, sondern auch die Lust am Weiterlesen. Einzig, die kleinen Brocken, die mir, bezüglich Emmas Vergangenheit, hingeworfen wurden, haben mich bei Laune gehalten. Ich wollte schon wissen, welches Geheimnis dahinter steckt, das sie nie ihrem Mann anvertrauen konnte. ⁣
Also habe ich weitergelesen. Mit dem Ergebnis, dass es schon spannende Stellen gab. Inzwischen war es eher ein Spannungs-, als ein Liebesroman und trotzdem muss ich sagen, dass ich fast ein wenig enttäuscht bin. Ich habe einfach mehr erwartet. Mehr Gefühl, mehr Drama, mehr Szenen, wo mir einfach die Kinnlade runterfällt. Denn solch einen Moment gab es auch im Vorgänger. Jetzt habe ich aber gemerkt, dass die Autoren gerne etwas ausführlicher beginnt. Hier, bis weit über den Mittelteil hinaus, was ich wirklich schade finde, denn Potenzial ist eigentlich vorhanden, daraus ein rundum gutes Buch zu machen. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Es ist kein schlechtes Buch. Für mich aber eben auch nicht komplett überzeugend. Zumal ich öfter gedacht habe, dass ich es endlich beenden möchte, um etwas anderes zu lesen? Blöd nur, wenn man dem Geheimnis aber noch auf die Schliche kommen möchte. Somit auch kein Buch zum Abbrechen. Ich würde sagen, es kann sich gut im Mittelfeld einsortieren. Wenn ich mir jetzt die beiden Bücher so nebeneinander anschaue, muss ich aber zugeben, dass sie echt schön zusammen aussehen. Ich mag die Cover und den damit verbundenen Wiedererkennungswert. ⁣

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Veröffentlicht am 18.11.2021

Habe die Liebesgeschichte nicht gefühlt

Die allerbeste Zeit meines Lebens
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Als ich vor Monaten auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde, stand für mich fest, ich muss diese Geschichte lesen, weil sie sehr berührend klingt. Ich liebe ja Herzschmerz - Bücher. Hin und wieder brauche ...

Als ich vor Monaten auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde, stand für mich fest, ich muss diese Geschichte lesen, weil sie sehr berührend klingt. Ich liebe ja Herzschmerz - Bücher. Hin und wieder brauche ich das. Rotz und Wasser will ich dann heulen und das habe ich mir von diesem Buch erhofft. ⁣⁣
⁣⁣
𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣⁣
⁣⁣
Emma hat, was Vitus fehlt. Unbändigen Hunger auf das Leben. Witz, Verwegenheit. Die Begegnung mit ihr in einer Nacht in Kopenhagen trifft ihn wie ein Kometeneinschlag. In Emmas Gegenwart wird jeder Tag zum Abenteuer und das Gestern und das Morgen sehen merkwürdig blass aus. Vielleicht verschweigt er ihr deshalb so lange, dass seine Ex-Freundin ein Kind von ihm erwartet. Als er es endlich gesteht, verschwindet sie, und Vitus wird beinahe wahnsinnig. ⁣⁣
⁣Er ahnt nicht, dass Emma ihm ebenfalls etwas verschweigt… ⁣⁣
⁣⁣
𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣⁣
⁣⁣
Ich musste erst in die Geschichte reinfinden. Was ein wenig an den vielen dänische Namen und Orten lag, aber auch an der Story. Ich hatte gar keine Ahnung was ich da lese, wer und warum ist beim Psychiater? Also erstmal tapfer weiterlesen. Nach ca 30 Seiten, von 208, war es dann okay für mich und ich konnte Zusammenhänge erkennen. Was ich mochte, war die unverblümte Art, mit der der Autor schreibt. Zitat Seite 36: >>Sie war bloß Muskeln, Blut, Knochen, Knorpel, Eingeweide und Kacke, zusammengehalten von Menschenhaut.<<⁣
⁣⁣
Leider wurde ich, im weiteren Verlauf, nie ganz warm mit den Protagonisten. Sara, die einfach nur ihr Ding durchzieht. Vitus, der gar kein Plan hat, was sein Leben betrifft und Emma, die mir irgendwie mit ihrer Art suspekt erschien. Sich in der 8. Etage, mit den Zehenspitzen, an den Abgrund zu stellen ist kein Nervenkitzel, sondern einfach dumm. ⁣⁣
⁣⁣
Zu dem Schreibstil kann ich wirklich sagen, der Autor haut raus. Stellenweise hatte ich das Gefühl, ohne Rücksicht auf Verluste. ⁣
Dabei waren manche Sätze aber wirklich gut. Seite 64, >>Emmas Energie und Neugier waren ansteckend wie Ebola in einem Fahrstuhl.<<⁣

Trotzdessen kamen bei mir aber keine Emotionen an. Alles wirkte so distanziert und abgeklärt oder fand unter Drogeneinfluss statt. Gewollt war sicherlich auch, dass alles so düster und depressiv wirkte, mich aber zog das runter und machte mir eher ein schlechtes Gefühl. Somit konnte ich mich auch nicht richtig auf die Liebesgeschichte einlassen. Dabei wollte ich mitleiden und ich wollte auch ein paar Tränen vergießen, doch wie gesagt, die Gefühle blieben hier auf der Strecke. Leider haben sie mich nicht erreicht, dabei hätte es klappen können, wenn ich die Protagonisten mehr gefühlt und verstanden hätte. ⁣

𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣

Leider habe ich die Liebesgeschichte nicht gefühlt, was an der Distanziertheit zu den Protagonisten lag. Schade, denn eigentlich hatte die Geschichte Potenzial, eine sogenannte Taschentuchalarm-Geschichte zu werden. ⁣

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