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Veröffentlicht am 13.03.2022

Unterhaltsam, nicht nur für Kinder

Falkenreiter - Flucht aus Luma
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„Ma, Alex gehört nicht zu uns. Sie sollte uns dankbar sein, aber sie ist es nicht. Und jetzt bringt sie uns alle in Gefahr.“ (S. 24)

Vor zehn Jahren sind alle Magier aus Rekadom, der Stadt des Königs, ...

„Ma, Alex gehört nicht zu uns. Sie sollte uns dankbar sein, aber sie ist es nicht. Und jetzt bringt sie uns alle in Gefahr.“ (S. 24)

Vor zehn Jahren sind alle Magier aus Rekadom, der Stadt des Königs, geflohen, denn sie waren dort nicht mehr sicher. Auch der Magier des Königs, Hagos RavenStarr, wollte mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter, die Stadt verlassen. Doch sie wurden unverhofft aufgehalten. Die beiden Erwachsenen wussten sich nicht anders zu helfen und haben das kleine Kind einer Frau in einem Zug in die Hand gedrückt, mit dem Versprechen, sie bald wieder zu finden.
Zehn Jahre später ist Alex immer noch bei ihrer Ziehmutter und deren drei Kindern. Sie ist tagsüber auf dem Markt in Luma, und kümmert sich abends um das Essen und den Haushalt.

Zu Beginn erinnert die Geschichte an Aschenputtel: das Kind, das niemand will, bekommt nur das Nötigste und muss dafür das Haus putzen, die Wäsche waschen und die „bösen Stiefschwestern“ dürfen herausgeputzt in die Stadt gehen. Doch der kleine Bruder mag Alex sehr und zusammen fliehen sie aus dem Haus und Luma, als die Schildwachen vor der Tür stehen um sie zu holen.
Es entwickelt sich eine spannende Verfolgungsjagd, mit verschiedenen Jägern aus unterschiedlichen Gründen. Dabei kommen die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht zu kurz: Familie und Freundschaft.
Falkenreiter – Flucht aus Luma ist der spannende Start einer Reihe, mit vielen verschiedenen Charakteren, Familiengeschichten und unterschiedlichen Schicksalen. Die Altersempfehlung liegt bei 11 Jahren und ist angemessen. Es wird keine vulgäre Sprache verwendet und die Zusammenhänge sind leicht zu erkennen. Ein wunderbares Buch, nicht nur für Kinder.

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Veröffentlicht am 04.03.2022

Romantisch ohne Sexszenen, wunderbar

Sehnsucht nach Rose Cottage (Herzklopfen in Schottland)
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Ellie lebt seit ungefähr 18 Jahren in Berlin, hat sich kürzlich von ihrem Freund getrennt und ist auf der Suche nach sich selbst. Sie hat sich verloren, seit sie Schottland verlassen hat. Im Herzen ist ...

Ellie lebt seit ungefähr 18 Jahren in Berlin, hat sich kürzlich von ihrem Freund getrennt und ist auf der Suche nach sich selbst. Sie hat sich verloren, seit sie Schottland verlassen hat. Im Herzen ist sie wild, liebt die Freiheit und die Wildnis Schottlands.
Als sie ein Brief erreicht, der sie um Hilfe für das Rose Cottage bittet, überlegt sie nicht lang und reist nach Fallbury, zu ihrer Großtante Rosemary und dem Cottage, das für viele Sommer ihr Zuhause war.

Zu Beginn von Sehnsucht nach Rose Cottage wird sehr häufig wiederholt, wie sehr Ellie Schottland liebt und vermisst und wie wild und frei sie eigentlich ist oder sein möchte. Ebenso ihr Vater. Die Autorin wird nicht müde, dies anfangs zu wiederholen, bis es auch der letzte Leser verinnerlicht hat.
Sobald Ellie schottischen Boden betritt, wird sie von Erinnerungen an ihre Sommer in Fallbury und ihre Freundschaft mit Graham überflutet. Sie erzählen von einer wundervollen Kindheit, passen stimmig ins Geschehen und transportieren die überschwänglichen Emotionen in Ellies Gegenwart.
Daß Ellie ungern wieder nach Berlin zurück möchte und ihr Herz an Rose Cottage hängt, wird ziemlich schnell klar. Nur Ellie zögert noch, möchte es ihren Eltern Recht machen und ihren Chef nicht enttäuschen. Dieses Sträuben ist anstrengend, hat am Ende jedoch Sinn ergeben.
Durch den Klappentext lässt sich eine romantische Beziehung bereits erahnen, was mir ein wenig Sorge bereitet hat. Doch meine Furcht wurde mir genommen, denn die Szenen zwischen Ellie und Graham sind niedlich, manchmal schüchtern und überhaupt nicht aufdringlich.

Sehnsucht nach Rose Cottage ist der Beweis, daß romantische Bücher auch ohne Sexszenen auskommen. Man kann nach Schottland abtauchen, alles auf sich wirken lassen und am Ende ist man ein wenig traurig, Rose Cottage verlassen zu müssen. Ein unterhaltsamer, schöner Roman für Zwischendurch, wenn die Welt wieder zu grau ist.

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Veröffentlicht am 12.02.2022

Trotz Vorhersehbarkeit unterhaltsam

Wolfsversprechen
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Kelly trifft auf ihrer Reise nach Deutschland auf einen Geschäftsmann, der viele neugierige Fragen stellt, ihr aber keine einzige beantwortet. Er kommt ihr nicht nur arrogant, sondern auch unheimlich vor, ...

Kelly trifft auf ihrer Reise nach Deutschland auf einen Geschäftsmann, der viele neugierige Fragen stellt, ihr aber keine einzige beantwortet. Er kommt ihr nicht nur arrogant, sondern auch unheimlich vor, und ist froh, daß er nicht an der gleichen Bahnstation aussteigt. Oder doch?
Da die Übergabe des Artefakts sich verzögert, folgt sie dem Rat ihrer Freundin und Chefin und begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln, da ihre Familie ursprünglich aus Deutschland kommt. Doch das Schicksal scheint andere Pläne zu haben, denn sehr weit kommt sie nicht. Aufgehalten wird sie von zwei streitenden Männern und einem auf der Straße liegenden Wolf. Sie versucht die Situation zu entschärfen und lernt so Ben von Thalberg kennen, der ein Händchen für verletzte Wölfe hat.

Wolfsversprechen ist zwar recht kurz, dafür aber voller Spannung und Geheimnisse. Kelly ist ein sympathischer, etwas verwirrter Charakter, deren Gedankenwelt die Geschichte humorvoll auflockert. Es gibt einen Bösewicht und einen Retter in der Not, doch wer wer ist, wird Kelly nicht sofort klar.
Obwohl das Buch teilweise vorhersehbar ist, ist es unterhaltsam und gibt am Ende sogar noch einen kurzen Exkurs zu Werwölfen mit weiterführenden Quellen.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

„Mach, was ich sage, Zwerg, wenn du nach Hause willst.“ (S.129)

Das Vermächtnis der Âlaburg
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Das Vermächtnis der Âlaburg schließt direkt an den fünften Teil, Der Orden der Âlaburg, mit einer Flucht aus der Nebelfeste an. Leik, Morlâ, Drena, Gerald und Ûlyer folgen der Dunkelfee Maika, die einen ...

Das Vermächtnis der Âlaburg schließt direkt an den fünften Teil, Der Orden der Âlaburg, mit einer Flucht aus der Nebelfeste an. Leik, Morlâ, Drena, Gerald und Ûlyer folgen der Dunkelfee Maika, die einen Weg zu einem anderen Portal nach Razuklan kennt. Dabei müssen sie nicht nur gegen unterschiedliche Gefahren und Naturphänomene ankommen, sondern auch vor den Schergen des Seelenmeisters davon laufen. Obwohl der Verlust von Filixx schwer auf ihnen lastet, lenken sich die Freunde mit Humor von der scheinbaren Ausweglosigkeit ab.

Um in die Geschichte hinein zu finden, habe ich diesmal bis etwa zur Hälfte des Buches gebraucht. Gerade der Humor der drei männlichen Freunde erschien mir obszöner als in den vergangenen Teilen, vor allem bei Morlâ, und hat es mir schwerer gemacht, die Gesellschaft der Gruppe zu genießen. Doch sobald sie zu dem geheimnisvollen Labyrinth gekommen sind, hat mich die Spannung gefesselt. Ûlyer scheint mehr aufzutauen und aus sich herauszukommen, was mich sehr freut. Er ist immer noch der starke, stille Ork, doch blitzt sein Charme öfter hervor.
Der letzte Teil der Farbseher-Saga, Die Erben der Âlaburg, wird mit hohen Erwartungen kämpfen müssen, denn Razuklan und Dendokan steht ein Krieg bevor, der alles zerstören könnte.

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Veröffentlicht am 11.04.2021

Hübsches Buch

Der Sternenfänger
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„Solange man was vom Leben erwartet, gibt es immer Hoffnung!“ (S.27)

Michel ist ein neunjähiges Waisenkind in Selonsville bei den Alpen im Jahre 1946 und glücklich. Obwohl die Waisenkinder und Dorfbewohner ...

„Solange man was vom Leben erwartet, gibt es immer Hoffnung!“ (S.27)

Michel ist ein neunjähiges Waisenkind in Selonsville bei den Alpen im Jahre 1946 und glücklich. Obwohl die Waisenkinder und Dorfbewohner viel Kummer und Leid so kurz nach dem Krieg ertragen müssen, hütet Michel das Geheimnis seines Glücks wie einen großen Schatz. Als seine Freundin Eri über Nacht ins Koma fällt und nicht mehr zu retten scheint, macht er sich auf die Suche nach den verschiedenen Arten der Liebe und damit einem Heilmittel für Eri.

Als Sternenfänger lernt Michel nicht nur etwas über die Liebe, sondern auch über die Menschen und sich selbst. Das Buch ist ein Ratgeber voller Weisheiten über die Liebe, nicht nur zu anderen Menschen, sondern auch zu Tieren, Büchern und der Natur. Michel begegnet Menschen, deren Geschichten herzlich und nachvollziehbar sind. In leicht verständlichen Sätzen und kurzen Kapiteln wird eine niedliche Geschichte erzählt, die auch Kinder lesen könnten.

Der Sternenfänger ist von außen hübsch anzusehen, während der Inhalt das Herz berührt. Es ist ein Buch für einen gemütlichen Abend, um anschließend mit schönen Gedanken einzuschlafen.

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